frage zum auswandern nach schweden

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
Link zum Portal: http://www.schwedentor.de/auswandern-leben
Fhre Schweden: Mit Stena Line nach Skandinavien: Sassnitz-Trelleborg

tanja

frage zum auswandern nach schweden

Beitragvon tanja » 24. Oktober 2008 09:02

guten tag,
bevor ich zu meiner fragen komme kurz zur vorgechichte. meine tante und mein onkel (beide rentner) waren 2 wochen in schweden im urlaub. nun wollen sie da hin auswandern. meines erachtens sehr blauäugig. nun zu meinen fragen können sie das denn so einfach? ich meine beide sind rentner sie sind der meinung, sie mieten sich dort ein haus und leben dann von der rente die sie hier in deutschland beziehen. so einfach kann das doch nicht sein ?? jedes land hat doch einwanderungsbestimmungen! und wie ist das denn mit der krankenkasse läuft das dann auch über deutschland??
ich kann mir nicht vorstellen das das alles so einfach sein soll??
lg tanja

blueII
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 763
Registriert: 4. Mai 2008 21:43
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: frage zum auswandern nach schweden

Beitragvon blueII » 24. Oktober 2008 09:23

Hej Tanja,

rein von der oragnisatorischen/offiziellen Seite ist es einfach.
Deine Verwandten haben zu einem das Recht (Eu) in Schweden zu leben, solange sie nachweisen können, dass sie über genügend Einkommen verfügen (Rente) um sich selbst zu versorgen. Ein Genehmigung des Aufenthaltsrecht gibt es in diesem Sinne nicht mehr, man muß sich nur als Einwanderer registrieren lassen.
Die Rente aus D wird natürlich auch nach S ausgezahlt.
Bei der KK bin ich mir nicht sicher, ich meine ch habe mal bei Forumsmitgliedern gelesen, dass jemand im Renterstatus seine deutsche KK behält. Das weiß ich aber nicht mit Bestimmtheit.
Ansonsten unterliegen sie ja bei Erhalt der Personnennummer, der normalen schwedischen Krankenversorgung.
Also die Theorie ist wirklich erstmal unkompliziert.

Die Praxis ist natürlich mit vielen wenn und aber zu sehen und sehr individuell.
Der Wohnungsmarkt ist je nach Lage eine Katastrophe in S und kann ganz schön die Haushaltskasse belasten, wenn man nicht viel Glück hat oder gleich ein Haus im Walde nimmt.
Mieten von Häuseren ist zwar möglich aber nicht besonders üblich, normalerweise kauft der Schwede ein Haus, so dass die Angebote auch sehr rar sind.
Dann kommen noch sehr persönliche Faktoren hinzu, Sprache lernen im Alter, Umgebungsänderung, unterschiedliche Mentalitäten, verlieren des sozialen Netzwerkes usw....aber das sind Punkte die man wirklich besser persönlich einschätzen kann.

Also es ist durchaus machbar, sollte aber wie immer gut überlegt sein. Aber ich denke deine Verwandten sind bereits sehr Lebenserfahren, dass sie sich sehr gut selbst einschätzen können.

LG
Heike

Benutzeravatar
Skogstroll
Schweden Guru
Schweden Guru
Beiträge: 1382
Registriert: 30. August 2006 11:42

Re: frage zum auswandern nach schweden

Beitragvon Skogstroll » 24. Oktober 2008 09:56

Nach einem zweiwöchigen Urlaub gleich auswandern wollen? Wow, das klingt rekordverdächtig! Mal abgesehen von den schon beschriebenen Schwierigkeiten (Haus mieten, Sprache etc.), gib ihnen doch mal das zu lesen, was hier im Forum so über das schwedische Gesundheitssystem geschrieben wurde. Ich denke, nach dem ersten Besuch in der örtlichen vårdcentral wird die Rückwanderung eingeleitet.

Skogstroll

hansbaer

Re: frage zum auswandern nach schweden

Beitragvon hansbaer » 24. Oktober 2008 10:28

"blauäugig" trifft es ziemlich gut.

Zu Krankenkasse etc. ist alles gesagt - es gibt ja auch Rentner, die nach Malle auswandern, und das ist auch kein Problem. Daran würde es also nicht scheitern, gesetzt dem Falle, die Rente ist ausreichend, um die zu erwartenden Kosten zu bewältigen.

Neben den ganzen kulturellen Schwierigkeiten gibt es auf alle Fälle praktische. Dazu gehört das Erlernen der Sprache, was im höheren Alter nicht mehr so leicht ist, und die Abwesenheit von gewissen gewohnten Dingen (wie z.B. ungesüßtem Brot), die ältere Menschen vielleicht nicht so leicht akzeptieren. Vor allem aber ist es, wie angedeutet, die Wohnungsfrage. Mieten ist in Schweden die Ausnahme. Sie müssen eigentlich kaufen, und wenn sie kein entsprechendes Startkapital haben, ist das Projekt nur schwer umzusetzen.

Ironischerweise ist momentan der beste Zeitpunkt: die Krone ist schwach, d.h. man kriegt viel beim Kapitaltransfer, und die Wohnungspreise sinken.

Einen schlauen Tipp, wie man den beiden beibringen kann, was es bedeutet, in Schweden zu leben, habe ich nicht. Vielleicht sollten sie echt einfach eine Weile ein Ferienhaus mieten und dort leben - wenn sie sich das leisten können, ohne in Deutschland alles aufgeben zu müssen. In dem Fall würde ich aber dazu raten, in den Aufenthalt mindestens einen Winter einzuplanen, denn der unterscheidet sich deutlich vom deutschen, und das je nach persönlicher Präferenz auch durchaus zum negativen.

Übrigens ist Schweden nicht gleich Schweden. Das Land hat die 1,5-fache Fläche von Deutschland und ist ewig lang. Kiruna und Malmö liegen zwar im gleichen Land, aber die Unterschiede in Kultur, Klima, Infrastruktur etc. sind schon beträchtlich. Sie sollten also auch erstmal überlegen, wohin es gehen soll - und das wiederum muss auch an praktischen Gesichtspunkten ausgerichtet sein, denn es gibt Gegenden, da zählt alles im Umkreis von 100 km noch zur näheren Umgebung, und wenn man weit zum nächsten Supermarkt fahren muss, ist das mit dem Idyll wieder so eine Sache.

hansbaer

Re: frage zum auswandern nach schweden

Beitragvon hansbaer » 24. Oktober 2008 10:31

Kleiner Nachtrag:

Hier kann man ja schonmal sehen, was so ein Häuschen kosten könnte: http://www.boligan.se

@Skogstroll: Naja, das kommt immer drauf an, wie die individuelle Situation ist. Wenn man schon mit allerlei Zipperlein anreist, ist aber in der Tat zweifelhaft, ob das so eine gute Idee ist.

Benutzeravatar
Haui
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 913
Registriert: 27. November 2006 19:51
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Schweden
Kontaktdaten:

Re: frage zum auswandern nach schweden

Beitragvon Haui » 24. Oktober 2008 10:49

Skogstroll hat geschrieben:Ich denke, nach dem ersten Besuch in der örtlichen vårdcentral wird die Rückwanderung eingeleitet.

Skogstroll


Also hier wo ich lebe ist die Versorgung Beispielhaft und gut. Aber etwas überstürzt ist es wohl schon bedarf so eine Entscheidung doch eine gewisse Vorbereitung und Organisatzion.

Hier in Schweden gibt es auch Bürokrati, und nicht wenig.
Hier sprechen die Leute irgendwie anders, wenn man kein Schwedisch kann.
Hier gibt es nicht nur den Hera Lindström Sommer mit Küssen unterm Rosenbogen.

Am Ende muss so eine Entscheidung Jeder mit sich selbst ausmachen.


Gruß Haui
Man muss nicht jeden Berg selber besteigen,
aber man muss Wissen wer einen die Aussicht beschreibt

http://soedrasverige.blogspot.de/

tanja

Re: frage zum auswandern nach schweden

Beitragvon tanja » 24. Oktober 2008 20:00

ich :danke: euch erst mal alle für eure antworten.
sie waren in der gegend von malmö. das mit der gesundheit ist so eine sache beide sind krank von herz kreislauferkrankungen bis hin zu nieren problemen. deshalb mache ich mir sorgen wie das dann mit der ärztlichen versorgung dort ist (kosten). ist es wirklich so das die lebenshaltungskosten in schweden niedriger sind als in deitschland?? ich meine miete, strom, lebensmittel und was sonst so ansteht. sie haben nur eine geringe rente bekommen zusätzlich noch geld vom amt. natürlich auch keine rücklagen oder erspanisse. finde es einfach wahnsinn was sie vorhaben. meine tante sagte gestern zu mir wir nehmen nichts mit auser unser auto mieten dort ein möbliertes haus. ich meine es war schon in naher vergangenheit so das sie sachen total unüberlegt gemacht haben. man stellt bedenken in den raum die dann so weg gewischt werden und nach ein paar wochen stört genau das was man zu bedenken gegeben hat.
lg tanja

hansbaer

Re: frage zum auswandern nach schweden

Beitragvon hansbaer » 24. Oktober 2008 20:15

Das mit den Lebenshaltungskosten ist sehr relativ, je nach Wohnort und individueller Situation. Es kann durchaus sein, dass sie mit ihrem Geld besser klarkommen als in Deutschland, aber garantiert ist das nicht, schon gar nicht bei diesen Voraussetzungen. Das Einkommen wäre übrigens auch schwankend, weil Schweden keinen Euro hat und man damit von den Umrechnungskursen abhängig ist.
Das Problem ist in erster Linie, dass ein Haus zu mieten in Schweden in der Regel keine permanente Angelegenheit ist. Wenn der Hausbesitzer irgendwann sein Haus wieder haben will, dann können sie dagegen wenig machen. Ich habe gerade einmal spaßeshalber nachgeschaut, was Häuser in Skåne so an Miete kosten. Da waren schon Sachen ab 500 € dabei, aber realistisch sind wohl eher so 600 bis 700 €.

Wenn sie so unverbesserlich sind, dass lass sie doch auf die Nase fallen - wenn es nicht klappt, merken sie das schon von alleine :-)

Hans

Re: frage zum auswandern nach schweden

Beitragvon Hans » 24. Oktober 2008 20:20

Tante und Onkel

meine tante und mein onkel (beide rentner) waren 2 wochen in schweden im urlaub. nun wollen sie da hin auswandern


Whats the Problem.
Können die Rentner nicht selber denken?
Ohne dass ein Enkel sich da Ansichten machen muss?

Mensch, die sind doch alt genug.
Willkommen ihr Rentner in Schweden.

Grüsst
H :smt006 ans

Benutzeravatar
Fanny
Schweden Guru
Schweden Guru
Beiträge: 1100
Registriert: 24. März 2008 13:47
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Re: frage zum auswandern nach schweden

Beitragvon Fanny » 24. Oktober 2008 21:46

Hans hat geschrieben:Whats the Problem.
Können die Rentner nicht selber denken?
Ohne dass ein Enkel sich da Ansichten machen muss?

Mensch, die sind doch alt genug.
Willkommen ihr Rentner in Schweden.

Grüsst
H :smt006 ans


Sehe ich auch so.
Sie sind ja wohl noch nicht senil.
Sollen sie sich doch ihr Plätzchen aussuchen wie sie mögen.
Ich würde mir das sehr verbitten, wenn mir da einer zwischenquatschen würde.

Liebe Grüße
Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt. (Albert Schweizer)


  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Auswandern“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste