Frage Heizungssysteme (takvärme, frånluftsvärmepump,...)

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blue

Frage Heizungssysteme (takvärme, frånluftsvärmepump,...)

Beitragvon blue » 26. März 2007 13:11

Hej


darf ich nochmal nerven :oops: :oops:


Bin ja wie gesagt bei den Heizungssystemen der schwedischen Häuser
und komme mit folgender Bezeichnung nicht weiter

direktel takvärme --- (ist das solar ?)
oljefyllda element samt frånluftsvärmepump


und dann gibt mir noch folgendes ein Rätsel auf
Ventilation: mekanisk Larm:Fins Larm:securitas (irgendwas mit geräuscharm?)

wie würde man das übersetzen bzw.was ist das?
das Haus ist nämlich ansonsten toll :wink:

Tausend Dank
Heike

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Gottfried
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Re: nochmal ne Frage was versteckt sich dahinter

Beitragvon Gottfried » 26. März 2007 13:27

blue hat geschrieben:direktel takvärme --- (ist das solar ?)
oljefyllda element samt frånluftsvärmepump

Ventilation: mekanisk Larm:Fins Larm:securitas (irgendwas mit geräuscharm?)

Hej Heike!

Die elektrische Deckenheizung (leider nichts mit Solar) ist Mist! Funktioniert nicht und verbraucht massenhaft Strom. Bestenfalls hast du ne warme Birne und eiskalte Füsse, vergiss das gleich.....
Das zweite sind Ölgefuellte Elektroheizungen (wenn schon direkte Elektroheizung, dann so etwas) und eine Luftwärmepumpe.

Das andere hat mich etwas erheitert, sorry
:oops: Das heißt: Es gibt eine mechanische Belüftung im Haus ohne Ventilator. Das mit dem Alarm hat damit nichts damit zu tun: Es gibt eine Alarmanlage die von Securitas (schwedische Sicherheitsfirma) installiert und evtl. betreut wird. Und geräuscharm sind die wirklich nicht :!: :wink:
Viele Grüsse

:smt024 Gottfried :smt024

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Peter i Klackbua

Re: nochmal ne Frage was versteckt sich dahinter

Beitragvon Peter i Klackbua » 26. März 2007 15:58

Ich stimme schonmal zu - nur fehlt die Wärmepumpe, die aus der Abluft Energie zurückgewinnt. Oder liege ich jetzt gerade falsch?

Insgesamt ist das Haus sicher ein großer Stromfresser (wie viele Häuser in Schweden).
Da Elektroinstallationen billig in der Anschaffung ist - sollten diese Angaben eher einen moderaten Kaufpreisanteil für den technischen Standard begründen.

Das Securitas-Gedöns hat praktisch nichts mit dem Wert zu tun. Es ist halt eine Alarmanlage vorhanden, die über tel. im Notffall besagte Sicherheitsfirma alarmiert (die auch gelegentlich Streife fährt).
Ich würde aus dem Gedöns herauslesen dass der Verkäufer in der Vergangenheit Probleme mit Einbrüchen hatte.
Man sollte dabei überlegen warum... Manche Häuser in bestimmten Lagen werden von Einbrechern bevorzugt...

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Skogstroll
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Re: nochmal ne Frage was versteckt sich dahinter

Beitragvon Skogstroll » 26. März 2007 16:17

Ich habe auch schon Häuser mit Deckenheizung gesehen (im Keller!) und verstehe nicht, wie man auf so eine Idee kommen kann. Das ist physikalisch schwerer Unfug. Die Warmluft bleibt da, wo sie ist und wo man sie am wenigsten braucht: unter der Zimmerdecke. Finger weg davon!
Allerdings sehe ich keinen wirklichen Vorteil ölgefüllter Elektroheizkörper gegenüber einfachen Elektroheizkörpern. Die mit Öl brauchen länger, um warm zu werden und kühlen langsamer ab, sie haben einfach mehr thermische Masse und sind thermisch träger. Nach altem Volksglauben verbrauchen sie weniger Strom, aber das gehört ins Reich der Sagen und Märchen, es sei denn, man verbrennt das Öl. Viel wichtiger ist der Thermostat, und da gilt elektronisch vor mechanisch (Bimetall) und Raumthermostat vor Heizungsthermostat.

Skogstroll

blue

Re: nochmal ne Frage was versteckt sich dahinter

Beitragvon blue » 26. März 2007 19:24

ojeeeeh ich bekomme noch mehr graue Haare und vergehe in Ehrfurcht vor Eurem Wissen.
VIELEN DANK

Welcher Daniel Düsentrieb hat sich den eigentlich diesen ganzen Unfug in Schweden ausgedacht.
Man darf doch eigentlich glauben dass das Land welches am ehesten mit Kälte zu tun hat, die Porfis schlechthin in Standard und Kenntnis der Wärmeversorgung sein müßten.
Weit gefehlt, die unlogisten Sachen werden installiert und für sehr sehr viel Geld noch verkauft. Mir beginnt langsam der Hauskauf in Schweden unheimlich zu werden :roll: :roll: Ohne einen gelernten Heizungsmonteur in der Tasche kann man sich ja fast nicht an einen Kauf heranwagen. :shock:

Naja und bei soviel physikalischen Unsinn fällt mein persönlicher Unsinn doch gar nicht mehr auf
:wink: ...die erste geräuscharme Alarmanlage :wink:

nobse

Re: nochmal ne Frage was versteckt sich dahinter

Beitragvon nobse » 26. März 2007 20:05

Skogstroll hat geschrieben:wie man auf so eine Idee kommen kann. Das ist physikalisch schwerer Unfug. Die Warmluft bleibt da, wo sie ist und wo man sie am wenigsten braucht: unter der Zimmerdecke. Finger weg davon!

Richtig ! Diese Heizungen wurden vorzugsweise in Industrieanlagen gebaut , in denen kein Platz für Heizkörper an den Wänden war ,oder so groß waren damit man im Raum keine installieren konnte ect.ect.
Im Wohnhaus ist das purer Blödsinn.

Allerdings sehe ich keinen wirklichen Vorteil ölgefüllter Elektroheizkörper gegenüber einfachen Elektroheizkörpern. Die mit Öl brauchen länger, um warm zu werden und kühlen langsamer ab, sie haben einfach mehr thermische Masse und sind thermisch träger. Nach altem Volksglauben verbrauchen sie weniger Strom, aber das gehört ins Reich der Sagen und Märchen, es sei denn, man verbrennt das Öl. Viel wichtiger ist der Thermostat, und da gilt elektronisch vor mechanisch (Bimetall) und Raumthermostat vor Heizungsthermostat.

Ebenfalls richtig!Wenn dir Leute erzählen ,daß ihre Heizung die sie dir verkaufen wollen verbraucht, kannst du es nur mit einer guten Regelung ,Dämmung oder ähnlichem versuchen. Um einen Körper zu erhitzen brauchst du eine gewisse Menge an Wärmeenergie und die bleibt bei allen Heizmaterialien die gleiche.Der Preis des Heizmateriales ist der Unterschied .
Vorsicht bei Heizungsfachfirmen! 90% von denen haben schon einen Eskimo Kühlschränke verkauft.
Finger weg von Elektroheizkörpern! Dies ist mit die teuerste Energiequelle.
Ganz einfache Überlegung dabei.Strom war schon mal Wärme ,deren Hertstellung unter großen Verlusten im Kraftwerk geschieht , dort wird sie mit weiteren Verlusten umgewandelt ,transportiert
und an deine Steckdose gebracht . Und was machst du damit ?
Richtig wieder Wärme.
Das billigste und beste sind nun mal die schwedischen Kamine mit Birkenholz,aber eben sehr arbeitsaufwendig.
Danach kommt die Fußbodenheizung.
Also ,egal bei welcher Heizungsvariante ,sparen nur durch Reglung und Dämmung.

Peter i Klackbua

Re: nochmal ne Frage was versteckt sich dahinter

Beitragvon Peter i Klackbua » 26. März 2007 20:45

Strom war in S lange spottbillig (und ist auch heute noch recht günstig) - und die Installationskosten für eine E-Heizung sind minimal im Vergleich mit einer WW-Zentralheizung - insbesondere bei der Altbausanierung.

Für manche Anwendungsgebiete hat Strom aber auch Vorteile - gerade im Freizeithausbereich. Eine Stromheizung hat keine Rohre die platzen können, wenn das Haus im Winter mal durchfriert. Selbst bei Kunststoffverrohrungen (Fußbodenheizung) die nicht platzen stellt sich bei gerfrorenem Wasser das Problem der winterlichen Inbetriebnahme.
Zudem haben wir in Schweden ja meist Holzhäuser - die im Gegensatz zu Steinhäusern sehr schnell auskühlen aber auch sehr schnell wieder aufgeheizt sind.

Es kommt also auch hier nicht auf die "richtige" Ideologie nach deutschen Steinbaumaßstäben an - sondern auf den Einzelfall. Bei einem Haus das im Winter häufig längere Zeit nicht genutzt wird ist eine E-Heizung gar nicht so verkehrt. Ich kann sie ferngesteuert einschalten... Keine Wartungskosten... Billig in der Anschaffung... gut zu regulieren... Und ich kann die Energiekosten während der Abwesenheit quasi auf 0 senken. Dem Holzhaus schadet es ja nicht wenn es durchfriert...

Eine Zentralheizung ist erst dann sinnvoll, wenn das Haus die meiste Zeit - also auch im Winter - bewohnt ist. Und selbst dann bleibt das Risiko des "Einfrierens" - Bei Stromausfall springt nämlich auch der Brenner der Zentralheizung nicht an - und bei -20 oder -30°C ist nur eine Frage von Stunden bis die ersten Rohre zu sind... und der Spaß beginnt. Wenn dann das Stromaggregat versagt oder man gar nicht daheim ist... gute Nacht!

Im Freizeithausbereich bietet tatsächlich die Kombination aus Holzöfen und E-Heizung eine vorteilhafte Kombination. Während der Nacht und am Morgen sorgt die E-Heizung für erträgliche Temperatur - und Tagsüber kann man ja die Holzöfen einschüren...
Die Schweden haben sich schon auch was dabei gedacht... oder wie mein Vater zu sagen pflegte: Wenn Du eine einfache Antwort hast - hast Du wahrscheinlich die Fragestellung nicht ganz verstanden. ;)

Wichtig ist m.E. nur dass man ein Haus mit der zu den eigenen Bedürfnissen passenden Heizungsanlage kauft - und vor allem nicht viel Geld für eine sehr billige Anlage im Kaufpreis " teuer eingepreist" hat.

Die kostengünstigste und ökologischte Art zu Heizen ist übrigens über Fernwärme von kleinen Blockstationen. Darum sieht man in S ja auch so häufig kleine Råd- oder Kedjehus-Siedlungen...

nobse

Re: nochmal ne Frage was versteckt sich dahinter

Beitragvon nobse » 26. März 2007 21:19

Ist natürlich klar das es von Fall zu Fall verschieden ist und auf der regionalen Gegebenheiten echnung getragen werden muß. meine Äusserungen bezogen sich auf Grundgedanken . Danach muß weiter entschieden werden .

Peter i Klackbua

Re: nochmal ne Frage was versteckt sich dahinter

Beitragvon Peter i Klackbua » 27. März 2007 06:27

Nobse - wo und was wären wir hier nur ohne Deine Grundgedanken :D

nobse

Re: nochmal ne Frage was versteckt sich dahinter

Beitragvon nobse » 27. März 2007 06:54

Tut mir Leid, weiß leider nicht wie du das meinst.


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