frage an erfahrene auswanderer

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bedaanderson

frage an erfahrene auswanderer

Beitragvon bedaanderson » 22. Februar 2006 20:51

Hallo!

Wie siehr es eigentlich realistischerweise aus, wenn man sich beruflich umorientieren möchte. (Ausbildung z.B.)

Ich bin gelernte Verwaltungsfachangestellte im öffentlichen Dienst (vor vielen Jahren gewesen...) und habe danach in der Druckvorstufe gearbeitet. Mit beiden Berufen kann ich hierzulande nicht mehr viel reißen, denn der öffentliche Dienst will keine neuen Leute mehr und für die Werbeagenturen bin ich mit über 35 zu alt und als Mutter sowieso uninteressant.
Also - ich will NICHT vielleicht auswandern, weil ich mich zz. mit miesen Aushilfsjobs über Wasser halte sondern ES GEHT MIR UM DEN ZEITPUNKT. Eine Ausbildung in Deutschland wird dann in Schweden womöglich gar nicht anerkannt. Deshalb überlege ich, ob ich einen Neubeginn in Schweden wagen soll. Hat da jemand Erfahrung?

Wie ging/geht es euch Familien mit Kindern? Wie haben die Kinder diesen Orts- und Sprachwechsel verkraftet? Welches Alter haltet ihr für günstig? Gibt es jemanden hier, der allein mit Kind nach Schweden gezogen ist?

Ich bitte um schonungslose Offenheit!

LG Beda

glada

Re: frage an erfahrene auswanderer

Beitragvon glada » 22. Februar 2006 21:49

Hallo!

Zu deiner Ausbildung kann ich eigentlich nicht viel sagen, zumal du nicht erwähnst, was du machen willst. Im Allgemeinen sehen die Schweden eigene Zeugnisse viel lieber und du hast nicht die Schwierigkeit, deine deutschen Zeugnisse übersetzen und anerkennen lassen zu müssen. Das ist ziemlich schwierig und aufwendig.
Zu deiner anderen Frage: Wir sind vor einiger Zeit nach Schweden mit unseren beiden Kindern ausgewandert, sie waren da zwei und vier. Ich glaube, man kann keinen pauschalen Rat geben. Ich dachte seinerzeit, mein älterer Sohn hätte größere Probleme sich hier zurecht zu finden, da er in Deutschland schon in den Kindergarten ging und festere Freunde hatte. Es zeigte sich jedoch, daß ihm das Ganze kaum Probleme bereitete, im Gegenteil, für ihn war alles ein großes Abenteuer. Er hat auch sehr schnell neue Freundschaften geschlossen. Unsere Tochter tut sich da sehr viel schwerer, sie ist anfangs sehr irritiert gewesen - auch wegen der Sprache. Mittlerweile fühlt sich aber auch immer wohler. Ich denke, es liegt in erster Linie an euch, wie ihr eure Kinder vorbereitet und wie es euch gelingt, ihnen in der ersten Zeit Halt zu geben.

Abschließend kann ich noch sagen: Die Schweden warten nicht auf uns Deutsche und es verlangt schon sehr viel Willen und Durchhaltevermögen, gerade, wenn du noch keinen Job hast. Der Arbeitsmarkt ist hier sehr schwierig und du solltest keine zu hohen Erwartungen haben. Als Lebenserfahrung kann ich es jedoch sehr empfehlen.

Viel Glück!

Oliver :nacht:


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