|
Grattis Simone! Gratulation! Es war offensichtlich doch nicht so leicht. (ich darf mich mal wieder selber aus meinem Buch zitieren) : Ein interessantes Blockhaus, das 1693 vom Säger Nils Svensson, genannt „Kullagubben“ und war bis 1936 bewohnt. Kullagubben war ein Sägearbeiter in einem Werk in Donarfors. Seine beruflichen Kenntnisse sind bei dem Bau des Hauses deutlich zur Anwendung gekommen. Es ist einfach imponierend. Mit einer Länge von 20 m ist es vermutlich bedeutend größer, als ein Bauernhaus in dieser Zeit normalerweise war. Der Bauherr war allerdings nicht so genau in den Details, er hatte es vermutlich eilig, das Haus fertigzustellen. Die Balken, aus denen das Haus gebaut ist, haben ungewöhnliche Dimensionen. Es waren gewaltige Bäume die hier zur Verarbeitung kamen, diese waren einige hundert Jahre alt, bevor sie geschlagen wurden, also so etwa um 1400 gekeimt. Man beachte, dass die untersten Balken, sowohl stärker, als auch länger sind, als die übrigen. Dieses bedeutet, dass sich das Haus nach oben etwas verjüngt, was man an der Rückseite am deutlichsten sieht. Diese Art von Haus ist ein interessantes Beispiel für die ältere schwedische Baukultur. Es ist lang und niedrig, mit einem Vorbau in der Mitte und zwei großen Räumen. Dieser Haustyp hat eine lange Ahnenreihe, wurde aber in der Region Bergslagen und Mittelschweden, erst am Ende des 16. Jahrhunderts als Wohnhaus für die Bauern, üblich. Der rechte Raum wurde als „Aufenthaltsraum“ genutzt, hier kochte man, aß und schlief. Der linke Raum war Gästezimmer. Der wurde nur bei Festlichkeiten benutzt. Der kleine Raum hinter dem Vorbau war reserviert für den Pfarrer, wenn dieser zur Haus-Beichte kam. Die Deckengemälde in diesem Raum sind von 1819. Das Dach des Vorbaus hat man, ungewöhnlicher Weise, auf die vorgezogenen Querbalken aufgelegt. Ein Loch in der Vorderwand fungiert als Sonnenuhr. Wenn die Sonnenstrahlen auf ein kleines, eingeritztes „M“ auf der Tür fallen, ist es genau 12 Uhr (Normalzeit). An der südöstlichen Ecke des Hauses fehlt ein Balkenstück. Vermutlich war dieser zu kurz. Es wird berichtet, dass die Tochter vom Kullagubben in dem Loch lag. Kullängsstugan gehört den Landesmuseum Örebro. Die Öffnungszeiten bitte im Touristenbüro in Askersund erfragen.
In der Nähe wächst eine Riesenfichte mit einem Umfang in Brusthöhe von 4 m. Dieses dürfte die grösste Fichte im Tiveden sein. Aus solchen Bäumen ist die Kullängensstuga erbaut worden. Such ein schönes neues Foto. LG Gottfried
|