ekorre hat geschrieben:
Vielleicht hat man diese Gräben irgendwie für die Gewinnung von Pech (zum Boote abdichten) gebraucht?
Grüsse,
Reg
Hej Reg!
Gratulation! Es war offensichtlich doch nicht so leicht. Teergräben findet man eigentlich sehr häufig in der Nähe von alten Siedlungsorten.
Ich kenne im Tiveden mindestens 8-9 Stück. Sind halt oft überwuchert.......
Zur Erklärung für alle die sagen: " Hä? Teergraben, was soll das denn? (ich darf mich mal selber aus meinem Buch zitieren) :
"Über Teergruben/Teergräben
Eine der Möglichkeiten für Bewohner des Tivedens, an Bargeld zu kommen, war die Herstellung und der Verkauf von Holzteer. Der Holzteer wurde als Holzschutzmittel für Boote, Häuser usw. gebraucht. Hin und wieder kann man Reste der Teergruben finden, die als lange Gräben mit etwas Gefälle angelegt sind.
Nachdem die Gräben gezogen waren, legte man auf die Grabensohle eine starke Lage von Kiefernrinde oder eine Lage Ton. Der Graben wurde danach mit halbmeterlangen Bruchstücken von zerhackten Kieferwurzelstöcken gefüllt.
Wenn dieses fertig war, wurde der Graben mit Moosen und Torf bedeckt und am oberen Ende des Grabens angezündet.
Durch die Hitze des kohlenden Holzes, wurde der Teer gelöst, rann auf die Borkenschicht und in einen hölzernen Ablauf am unteren Ende des Grabens. Hier wurde es in einem Holzgefäß aufgefangen. Um die Verbrennung zu beschleunigen, war ein Blasebalg am oberen Ende des Grabens installiert.
Eine mittelgroße Teergrube konnte einen Ertrag von etwa 125 Liter Teer bringen.
Diese Art von Teergewinnung kann man am Tivedstag, der immer am 2. Sonntag im August stattfindet, im Heimatmuseum sehen. "
also, dann bist du wieder dran......
LG
Gottfried