nobse hat geschrieben:
Aber so langsam schweifen wir wieder vom Thema ab.Ist aber interessant.
Interessant aber ist auch ,daß das Beste Holz nach dem Einschlag,natürlich verkauft wurde .Aber wohin? Richtig ,nach Schweden.
Und wir haben dan Holz aus Sibiren bezogen...

Hej,
obwohl es wirklich vom Thema abschweift, aber trotzdem interessant ist, kann ich auch was dazu beitragen.
Vor meinem Studium habe ich 1985 einige Monate den Holzplatz meines damaligen Forstbetriebes gemanaget. Große Mengen Kiefernholz wurden für harte Währung in das holzreiche Schweden exportiert. Die Schweden schickten sogar ihre eigenen Wagons in die DDR, wo diese dann einfach nur vollgeladen wurden. Dabei spielte eine Sortimentsreinheit keine Rolle. Hauptsache der Wagon war voll. Offensichtlich haben die Schweden es so billig bekommen. Lieferadresse war damals eine Firma in Växjö, Södra Skog... oder so ähnlich. Die Valuta bekam natürlich nicht der Forstbetrieb, sondern gelangten auf andere Konten.
Heute gibt es ähnliche Parallelen, so sind z.B. finnische Unternehmen schon seit Jahren in den Wäldern Finnisch Kareliens sehr aktiv oder Amerikaner und Japaner in den Wäldern Ost-Sibiriens.
Das sibirische Holz ist sehr wertvoll, weil es u.a. sehr langsam wächst, die Jahresringe sehr englumig sind und so ein widerstandfähiges festes Holz entsteht. Aber die die borealen Wälder dieser Klimazonen sind eben auch besonders gefährdet, wenn man z.B. die sehr langsame Wachstumszeit berücksichtigt. Die Gefahr, dass eine erhebliche Differnz zwischen geerntetem Holz und nachwachsendem Holz entsteht, ist dort gegeben.
Amarok