Forstwirtschaft in Schweden

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Re: Forstwirtschaft in Schweden

Beitragvon amarok » 28. Januar 2008 21:31

warti hat geschrieben:bei der pflanztechnik in schweden brauchst du dich gar nicht bücken,mann schafft bei einigermaßen guten Gelände locker 4000 Pflanzen in 8 h das Problem ist der Transport der Palletten!


Also als gelernter Forstwirt würde ich diese Formulierung als sehr theoretisch ansehen: "... bei einigermaßen guten Gelände locker 4000 Pflanzen in 8 h ... ". Mich würde interessieren welche Pflanztechnik das ist, welche Pflanzenqualität (Sämlinge, 2-jährige Pflanzen oder ...) und welcher Pflanzabstand.

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nobse

Re: Forstwirtschaft in Schweden

Beitragvon nobse » 29. Januar 2008 00:52

warti: Da hast du aber deinen Taschenrechner bemüht...

Richard
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Re: Forstwirtschaft in Schweden

Beitragvon Richard » 29. Januar 2008 09:58

Hejsan Katharina,

vielleicht findest Du ja hier was passendes:

http://www.workey.se/search.php?coop=&_ ... are&_reg=0

Lycka till
Richard

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Re: Forstwirtschaft in Schweden

Beitragvon stavre » 29. Januar 2008 11:28

hier bei uns werden schon pflanzmaschinen und extra rodungsmaschinen ,ganz speziell,entwickelt und in die welt verkauft.in schweden werden aber meistens schüler oder jüngere leute zum setzen der sämlinge gesucht.

http://www.brackeforest.se


gruß elke

nobse

Re: Forstwirtschaft in Schweden

Beitragvon nobse » 29. Januar 2008 11:46

Das ist wohl überall so. Regional werden auch in Deutschland Pflanzmaschinen eingesetzt,aber in Schweden dachte ich, ist es die Ausnahme durch den mit unter Steine verseuchten Boden,Na und die Hanglagen tuen ein übriges.
Ebenso wurden Schüler auch bei uns eingesetzt und nicht nur das. Die gesamte Belegschaft der Forstbetriebe , von der Schreibkraft bis zum Abteilungsleiter, ja sogar der Direktor, haben an einigen Tagen geschlossen aufgeforstet.
Die Pflanzzeit ist nun eben mal kurz und es sind riesen Gebiete die bepflanzt werden müssen und dafür ist eben kein Personal für diese Zeit da. Ganze Schulklassen haben am Nachmittag gepflanzt . Geschadet hat es nicht ,daran sollte man sich mal erinnern,jedenfals in Deutschland.
Aber so langsam schweifen wir wieder vom Thema ab.Ist aber interessant.
Interessant aber ist auch ,daß das Beste Holz nach dem Einschlag,natürlich verkauft wurde .Aber wohin? Richtig ,nach Schweden.
Und wir haben dan Holz aus Sibiren bezogen... :roll:

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Re: Forstwirtschaft in Schweden

Beitragvon amarok » 29. Januar 2008 13:41

nobse hat geschrieben:Aber so langsam schweifen wir wieder vom Thema ab.Ist aber interessant.
Interessant aber ist auch ,daß das Beste Holz nach dem Einschlag,natürlich verkauft wurde .Aber wohin? Richtig ,nach Schweden.
Und wir haben dan Holz aus Sibiren bezogen... :roll:


Hej,

obwohl es wirklich vom Thema abschweift, aber trotzdem interessant ist, kann ich auch was dazu beitragen.
Vor meinem Studium habe ich 1985 einige Monate den Holzplatz meines damaligen Forstbetriebes gemanaget. Große Mengen Kiefernholz wurden für harte Währung in das holzreiche Schweden exportiert. Die Schweden schickten sogar ihre eigenen Wagons in die DDR, wo diese dann einfach nur vollgeladen wurden. Dabei spielte eine Sortimentsreinheit keine Rolle. Hauptsache der Wagon war voll. Offensichtlich haben die Schweden es so billig bekommen. Lieferadresse war damals eine Firma in Växjö, Södra Skog... oder so ähnlich. Die Valuta bekam natürlich nicht der Forstbetrieb, sondern gelangten auf andere Konten.
Heute gibt es ähnliche Parallelen, so sind z.B. finnische Unternehmen schon seit Jahren in den Wäldern Finnisch Kareliens sehr aktiv oder Amerikaner und Japaner in den Wäldern Ost-Sibiriens.
Das sibirische Holz ist sehr wertvoll, weil es u.a. sehr langsam wächst, die Jahresringe sehr englumig sind und so ein widerstandfähiges festes Holz entsteht. Aber die die borealen Wälder dieser Klimazonen sind eben auch besonders gefährdet, wenn man z.B. die sehr langsame Wachstumszeit berücksichtigt. Die Gefahr, dass eine erhebliche Differnz zwischen geerntetem Holz und nachwachsendem Holz entsteht, ist dort gegeben.

Amarok

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Re: Forstwirtschaft in Schweden

Beitragvon Nanna » 29. Januar 2008 20:56

Södra heissen die heute noch, früher Södra Skogsägare. Ist immer noch ein grosser Konzern im Waldbereich :)
Nur mal so am Rande, ich befasse mich sonst weniger mit dem Thema, es sei denn , die Bäume knicken wie Streichhölzer um uns rum :(

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Re: Forstwirtschaft in Schweden

Beitragvon amarok » 29. Januar 2008 21:12

Nanna hat geschrieben:Södra heissen die heute noch, früher Södra Skogsägare. Ist immer noch ein grosser Konzern im Waldbereich :)
Nur mal so am Rande, ich befasse mich sonst weniger mit dem Thema, es sei denn , die Bäume knicken wie Streichhölzer um uns rum :(


Hej Nanna,

ja so hießen/heißen die wohl. Die bestimmte Mehrzahl heißt dann "Södra Skogsägarna"? Jedenfalls wurde es so in die Frachtpapiere der Deutschen Reichsbahn eingetragen, kann ich mich noch dunkel erinnern.

Korrektur:
In meinem Ausgangsbeitrag meinte ich natürlich "finnische Unternehmen in den Wäldern Russisch Kareliens".

Amarok

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Re: Forstwirtschaft in Schweden

Beitragvon Nanna » 29. Januar 2008 21:18

Ja, so heisst die bestimmte Mehrzahl, was habe ich denn da geschrieben? *Kopfschütteln*. Naja, Du hast es verstanden, ist ja die Hauptsache :)

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Re: Forstwirtschaft in Schweden

Beitragvon warti » 2. Februar 2008 10:55

[quote="amarok"]

Also als gelernter Forstwirt würde ich diese Formulierung als [b]sehr[/b] theoretisch ansehen: "... bei einigermaßen guten Gelände locker 4000 Pflanzen in 8 h ... ". Mich würde interessieren welche Pflanztechnik das ist, welche Pflanzenqualität (Sämlinge, 2-jährige Pflanzen oder ...) und welcher Pflanzabstand.

Amarok[/quote]

der boden wird mit einen Bodenmeißel vorbereitet,es entstehen Reihen wo im Abstand von 2 metern ein kleiner Hügel aufgeworfen wird.auf jeden Hügel wird ein bäumchen gesetzt.
Es werden Kiefern und Fichten geflanzt in Palletten gezogen ca.20 cm groß mit wurzelballen.pflanzsaison ist Mai bis anfang September
der pflanzer hat eine wanne umhängen wo ca. 100 Pflanzen reinpassen
das pflanzgerät ist ein Metallrohr mit griff und Mechanik um am unteren Ende das Rohr zu öffnen.
Bäumchen oben rein dann rohr in den Boden rammen danach Rohr öffnen und rausziehen und Pflanze antreten.
Pro Pflanze gabs 18 öre.
Ich hab auch in Jämtland gepflanzt mit Maschinen ist dort nichts zu machen ging alles per hand


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