Hallo Mark,
das Spiel mit dem Papierkram habe ich dieser Tage auch durchmachen dürfen, allerdings mit dem Migrationsverket. Bei der Försänkringskassa kann ich mir das nur so erklären, dass jemand, der folkbokförd ist, in der Regel auch krankenversichert ist, ohne auch nur eine Öre zu verdienen. Jedenfalls bin ich bis jetzt immer davon ausgegangen. Wenn nicht, war ich tatsächlich eine Zeit lang in Schweden ohne Krankenversicherung.
Unter
http://sv.wikipedia.org/wiki/Folkbokf%C3%B6ring heißt es: "Grundregeln för folkbokföringen är att en person anses vara folkbokförd på den fastighet där hon eller han regelmässigt tillbringar sin dygnsvila. Om en person är bosatt på fler än en fastighet, folkbokförs personen i regel på den fastighet där hon eller han sammanlever med sin familj. För fullständiga villkor se Folkbokföringslagen (1991:481) 7§[4]"
Wer folkbokförd ist, muss also seinen Lebensmittelpunkt in Schweden haben. Das kann man aber vortäuschen. Lass mal meiner Fantasie freien Lauf. Stell dir das paradisische Leben auf einer Südsee-Insel vor. Eine Internetverbindung in deiner Palmenhütte hast du und dir reichen 100 Euro/Monat für ein bisschen Programmierarbeit aus. Eine teure Auslandskrankenversicherung kannst du dir nicht leisten. Nach Jahren des Paradieslebens fällt dir eines Tages eine Kokosnuss auf den Kopf und du musst ins Krankenhaus und willst dich nach westlichen Standard behandeln lassen. Dann fällt dir ein, dass du dich in Schweden nie abgemeldet hattest.
Hier unter
http://www.swea.org/samhallsinformation___4057.aspx steht etwas, was mich sehr überrascht hatte. Ich wusste nicht, dass man sich extra bei der F-Kassa anmelden muss.:
"Folkbokföring
När du kommer hem kontakta utan dröjsmål lokala skattemyndigheten och skriv in dig i landet omedelbart om du varit utskriven. Detta ska göras även om Du är kvarskriven så att adressändringen blir införd. Anmälan vidarebefordras automatiskt till alla myndigheter, utom försäkringskassan. Till försäkringskassan görs alltid en separat anmälan vilken måste göras personligen."
Wir mussten uns damals nicht separat bei der F-Kassa anmelden. Wir sind damals einfach beim skatteverk hereinspaziert und haben etwa folgendes gesagt: "Hallo da sind wir. Wir sind Einwanderer aus Deutschland. Wir haben hier ein Haus gekauft (Grundbucheintrag lag übrigens noch nicht vor). Hier ist unsere schwedische Adresse. Wir bleiben hier für immer. Arbeit haben wir noch nicht." Dann haben wir unsere Pässe, unsere Geburtsurkunden und unsere Heiratsurkunde vorgelegt." Ein paar Wochen später wurden unsere Personnummern an die schwedische Adresse zugeschickt. Ich weiß noch, dass sie die Personnummern nicht an unsere alte deutsche Adresse zuschicken durften, was wir wollten, da wir noch unseren Umzug organisieren mussten. Die Personnummern kamen glaube ich per Einschreiben an unsere neue Adresse. Jedenfalls bekamen wir automatisch einen dicken Brief vom Landsting mit vielen Unterlagen, dass wir jetzt krankenversichert seien und was wir im Krankheitsfall zu tun hätten. Zudem bekamen wir noch die Wahlunterlagen für die Kommunal- und Landstingwahl. Ich kann es heute immer noch nicht glauben, dass es so einfach war. Wir dachten damals, in Schweden ist einfach alles traumhaft.