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Schweden
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 Betreff des Beitrags: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 7. September 2011 16:51 
Neuling
Neuling

Registriert: 7. September 2011 15:44
Beiträge: 8
Wohnort: Södertälje
Hallo an alle Schweden-Fans,
nachdem ich zwei Jahre in Schweden studiert habe geht jetzt der Ernst los, da ich seit ein paar Wochen bei einer schwedischen Firma (natürlich in Schweden) arbeite. Endlich gab es jetzt auch die Personennummer, die mir vorher immer verweigert wurde. Klar, ich darf ja jetzt auch Steuern zahlen.

Nachdem ich nun meine Pers.nr. habe, arbeite und Steuern zahle, bin ich auch Krankenversichert (zumindest dachte ich es so)...

Ich hatte die Försäkringskassan angerufen und mich erkundigt was ich denn machen müsse. Die Antwort war ganz einfach: Die Form XZY ausfüllen und einschicken. Auf die Frage ab welchen Datum ich denn dann versichert sei wurde mir geantwortet: Ab dem ersten Arbeitstag. Dann meinte ich noch: Dann kann ich jetzt meine dt. Versicherung kündigen? Es wurde mit: Ja geantwortet.

Also habe ich meine deutsche Krankenversicherung gekündigt, denn zwei Versicherungen brauch ich ja nun wirklich nicht.

Einige Wochen später wollte ich die "EU-Kort" bestellen, da ich für ein paar Tage nach DE gehe. Die Internetform der F-Kassa weigerte sich aber bei der Bestellung. "Bitte an den Kundendienst wenden". Also angerufen. Die Dame hat dann unter meiner Personennummer nachgeschaut und meinte: "Wir haben erst vor 2 Wochen ihre Anmeldung bekommen. Das dauert 3 bis 6 Monate bis Sie registriert sind."


Bitte was?!? Ich muss 6 Monate warten bis ich krankenversichert bin?!? 


Als Antwort wurde mir gesagt: "In Schweden kann ich ohne Probleme zum Arzt gehen, aber wenn ich im Ausland (EU) zum Arzt gehe müsse ich die Kosten selber tragen."

Und dann meinte Sie auch noch: "Ich sehe gerade, dass ihr Arbeitsvertrag kürzer als ein Jahr ist. Das kann sein, dass wir Sie dann sowieso nicht aufnehmen. Aber darüber werden wir sie noch informieren" -> Jetzt spinnen die komplett?!?!?!?
Ich kann in Schweden zum Arzt gehen? Werde aber evtl. gar nicht in die F-Kassa aufgenommen? Außerdem erfahre ich das erst in 3-6 Monaten (also so wie ich die Schweden kenne in 8 Monaten), und wenn ich im Ausland krank werde habe ich versch***en?

Das kann es doch nicht sein?!? Bin ich jetzt gar nicht versichert? Kann die F-Kasse meine Aufnahme verweigern, da mein Arbeitsvertrag „zu kurz“ sei?

Was mache ich, wenn ich mich mal im Ausland aufhalte?


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 7. September 2011 17:00 
Schwedenfreund
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Kommt mir äusserst bekannt vor, ging mir nämlich so ähnlich...

Kann mich nicht genau erinnern wie lange es dauerte, hab aber nach zwei/drei Monaten damals da angerufen und gefragt was mit meinem Antrag passiert wäre. Hab dann mit einer Dame telefoniert, die ich davon überzeugen musste, dass ich vorhabe zu bleiben (mein Vertrag war damals auch schon am auslaufen). Hab ihr gross und breit erklärt, dass ich mich schon beim Arbeitsamt gemeldet hätte und natürlich fleissig weiter arbeiten werde... Als Grund für meine Eile gab ich an, dass ich dringend so eine EU-karte bräuchte und mich sicher fühlen möchte. Auch musste ich beteuern, dass ich keine Leistungen anfordern wollte. Was für ein Drama das ganze war...

Und was für ein Gefühl als die Zusage endlich im Briefkasten lag...

Hast du während dem Studium in S mal was gearbeitet? Das wäre nämlich dann auch intressant.

Ansonsten mein Tip, lass dir nochmal die Zähne überprüfen, bevor du dich von der dt. Kasse endgültig verabschiedest.

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Gnäll suger, handling duger.


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 7. September 2011 17:05 
Neuling
Neuling

Registriert: 7. September 2011 15:44
Beiträge: 8
Wohnort: Södertälje
Während dem Studium habe ich nicht gearbeitet. Und meine dt. Krankenversicherung ist bereits gekündigt, nachdem mir ja im ersten Telefonat versichert wurde, dass ich ab dem ersten Arbeitstag nun in Schweden versichert wäre...


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 7. September 2011 18:07 
Schwedenfreund
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Beiträge: 416
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Hallo,

hast du auch wirklich eine im folkbok geführte personnummer und nicht etwa eine samordningsnummer? Mit der bist du nämlich nicht im Volksbuch geführt. Meines Wissens sind alle im Volksbuch aufgeführten Personen auch automatisch krankenversichert. Wir bekamen gleich eine personnummer und bekamen sofort die Unterlagen vom langsting, die uns erklärten, was wir im Krankenheitsfalle zu tun hätten. Außerdem gab es so eine weiße Plastikkarte, die wieder abgeschafft worden ist.

http://www5.lu.se/pa-online/rekrytering ... ersaekring

Bei der personnummer kannst du dein Geburtsdatum direkt ablesen. Bei der samordningsnummer ist ist dein Geburtstag um 60 erhöht. Personnummern gibt es nur, wenn du länger als ein Jahr beabsichtigst zu bleiben. Wenn dein Arbeitsvertrag kürzer als ein Jahr ist, kann nicht davon ausgegangen werden.

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viele Grüße
Volker

"Om något kan gå sönder kommer det att göra det, vid sämst tänkbara tidpunkt." (Murphy´s lag)

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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 7. September 2011 18:20 
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Beiträge: 2204
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versichert ja, aber noch nicht registriert! Ich habe den Spass dieses Jahr erst gehabt, als ich Kindergeld beantragen wollte ( nach 4 Jahren) und dann erfahren habe, dass ich nicht registriert bin, obwohl wir die Anträge mehrfach eingeschickt haben. Habe mehrere Male Mail´s geschickt, die dann nicht mehr politisch nett und korrekt waren, innerhallb von 10 Tagen war ich registriert, hatte die EU-Versicherungskarte und den Kindergeldbescheid in der Hand.

Registriert wurde ich übrigens rückwirkend zum September 2007, also zum 1. Arbeitstag in Schweden.
Manchmal reicht nett sein auch in Schweden nicht aus

JANA

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Man muss 1000 Dinge machen um zu beweisen wie toll man ist.. Aber nur einen Fehler begehen, um nichts mehr wert zu sein !


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 7. September 2011 18:22 
Neuling
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Registriert: 7. September 2011 15:44
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Also ich habe schon eine richtige Personennummer. Bestehend aus Geburtsdatum. Im Schreiben vom Skatteverket steht auch, dass ich im Folkbokföring register aufgenommen bin. Ich bin auch schon "gläsern" und meine pers. Daten lassen sich schon über http://www.upplysning.se/ auslesen ...

Vermutlich hat das Skatteverket einfach kapiert, dass ich in Schweden bleiben will - auch bei nur befristeter Einstellung. Immerhin bin ich hier schon seit 2 Jahren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 7. September 2011 18:41 
Schwedenfreund
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Bei mir war damals das Problem dass ich Student war. Ist bei dir wohl ähnlich Reichi?

Eine Personnummer hab ich damals problemlos bekommen als ich nachweisen konnte dass ich länger im Lande war, aber die Försäkringskassan ist wohl nicht der Meinung das man ein ordentlicher Bürger ist. Im Schweden zum Arzt gehen ging also, alle übrigen Leistungen nicht. (Hab ich übrigens schon mehrmals hier im Forum erwähnt und wurde jedesmal für "dumm" erklärt. Schön, dass mal ein anderer das gleiche Problem schildert, sorry Reichi ;) )

Kommt doch auch immer wieder in den Medien, dass Studenten die kein CSN beantragen nicht ordentlich versichert sind... Gerade weil sie ohne CSN als nicht vollwertig versicherungsbedürftig gelten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 8. September 2011 01:31 
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tjejen hat geschrieben:
Eine Personnummer hab ich damals problemlos bekommen als ich nachweisen konnte dass ich länger im Lande war, aber die Försäkringskassan ist wohl nicht der Meinung das man ein ordentlicher Bürger ist.


Das Spiel kenne ich gut, die wollten irgendwann mal nach Jahren mehr Details von mir wissen als jeder andere. Ich hab denen dann unnützen Papierkram gesammelt, hauptsache mein Name und Schweden stand drauf und eingeschickt. Ich vermute die interessanten Daten, wie lange man in Schweden ist und wie viel man an den schwedischen Staat gezahlt hat, können die via Personnummer herausfinden.... wirklich verstanden hab ich es nicht.

/M


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 8. September 2011 11:09 
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Hallo Mark,

das Spiel mit dem Papierkram habe ich dieser Tage auch durchmachen dürfen, allerdings mit dem Migrationsverket. Bei der Försänkringskassa kann ich mir das nur so erklären, dass jemand, der folkbokförd ist, in der Regel auch krankenversichert ist, ohne auch nur eine Öre zu verdienen. Jedenfalls bin ich bis jetzt immer davon ausgegangen. Wenn nicht, war ich tatsächlich eine Zeit lang in Schweden ohne Krankenversicherung.

Unter http://sv.wikipedia.org/wiki/Folkbokf%C3%B6ring heißt es: "Grundregeln för folkbokföringen är att en person anses vara folkbokförd på den fastighet där hon eller han regelmässigt tillbringar sin dygnsvila. Om en person är bosatt på fler än en fastighet, folkbokförs personen i regel på den fastighet där hon eller han sammanlever med sin familj. För fullständiga villkor se Folkbokföringslagen (1991:481) 7§[4]"

Wer folkbokförd ist, muss also seinen Lebensmittelpunkt in Schweden haben. Das kann man aber vortäuschen. Lass mal meiner Fantasie freien Lauf. Stell dir das paradisische Leben auf einer Südsee-Insel vor. Eine Internetverbindung in deiner Palmenhütte hast du und dir reichen 100 Euro/Monat für ein bisschen Programmierarbeit aus. Eine teure Auslandskrankenversicherung kannst du dir nicht leisten. Nach Jahren des Paradieslebens fällt dir eines Tages eine Kokosnuss auf den Kopf und du musst ins Krankenhaus und willst dich nach westlichen Standard behandeln lassen. Dann fällt dir ein, dass du dich in Schweden nie abgemeldet hattest.

Hier unter http://www.swea.org/samhallsinformation___4057.aspx steht etwas, was mich sehr überrascht hatte. Ich wusste nicht, dass man sich extra bei der F-Kassa anmelden muss.:

"Folkbokföring
När du kommer hem kontakta utan dröjsmål lokala skattemyndigheten och skriv in dig i landet omedelbart om du varit utskriven. Detta ska göras även om Du är kvarskriven så att adressändringen blir införd. Anmälan vidarebefordras automatiskt till alla myndigheter, utom försäkringskassan. Till försäkringskassan görs alltid en separat anmälan vilken måste göras personligen."

Wir mussten uns damals nicht separat bei der F-Kassa anmelden. Wir sind damals einfach beim skatteverk hereinspaziert und haben etwa folgendes gesagt: "Hallo da sind wir. Wir sind Einwanderer aus Deutschland. Wir haben hier ein Haus gekauft (Grundbucheintrag lag übrigens noch nicht vor). Hier ist unsere schwedische Adresse. Wir bleiben hier für immer. Arbeit haben wir noch nicht." Dann haben wir unsere Pässe, unsere Geburtsurkunden und unsere Heiratsurkunde vorgelegt." Ein paar Wochen später wurden unsere Personnummern an die schwedische Adresse zugeschickt. Ich weiß noch, dass sie die Personnummern nicht an unsere alte deutsche Adresse zuschicken durften, was wir wollten, da wir noch unseren Umzug organisieren mussten. Die Personnummern kamen glaube ich per Einschreiben an unsere neue Adresse. Jedenfalls bekamen wir automatisch einen dicken Brief vom Landsting mit vielen Unterlagen, dass wir jetzt krankenversichert seien und was wir im Krankheitsfall zu tun hätten. Zudem bekamen wir noch die Wahlunterlagen für die Kommunal- und Landstingwahl. Ich kann es heute immer noch nicht glauben, dass es so einfach war. Wir dachten damals, in Schweden ist einfach alles traumhaft.

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viele Grüße
Volker

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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 8. September 2011 11:38 
Schwedenfreund
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Volker hat geschrieben:
Ich kann es heute immer noch nicht glauben, dass es so einfach war. Wir dachten damals, in Schweden ist einfach alles traumhaft.


Genau Volker, das war auch meine Erfahrung und stimmte in den ersten Jahren (Personnummer, Uppenhalstillstånd, Finanzen, Vårdcentral, Wahlen usw klappte fließend und mit netter Unterstützung aller Mitarbeiter). Ich war zum Beispiel automatisch krankenversichert die ersten Jahre, dachte ich, irgendwann sagte mein Zahnarzt bei einem Kontrollbesuch nach Jahren plötzlich dass da was rot wäre im System... und dann kam der Papierkram wie oben beschrieben. Bei allen anderen Dingen in Schweden hat sich ein persönlicher Besuch gelohnt, nur Försäkringskassan und ab und zu ein anderer Wahnsinniger ticken anders. :) Vielleicht waren sie bei F-Kassan auch sauer dass ich sie ignoriert habe, dass man sich getrennt anmelden muss war mir nicht bewusst und nach eigener Auskunft sind "Berechtigte" die ersten Jahre erstmal "godkänt".

/M


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 8. September 2011 12:12 
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Das ist schon ein Ding. Vielleicht liegt es daran, dass du in einer Uni-Stadt wohnst, welche durch die vielen Studenten eine höhere Fluktuation hat?

Ich kann mich jedenfalls noch nicht beklagen. Als Selbständiger bekam ich als ich krank wurde ganz normal versichert eine Lohnfortzahlung (oder besser gesagt Einkommensfortzahlung), was in Deutschland nur mit einer teuren Zusatzversicherung geht. Ich bin jetzt sogar zum "Premium-Kunden" aufgestiegen und muss für Arztbesuche und andere Dienstleistungen die nächste Zeit nichts dazuzahlen, weil ich eine frikort bekommen habe. Manches wird sogar viel genauer als in Deutschland untersucht, was übrigens für die Krankenkasse nicht billig ist. Insbesondere ist mir aufgefallen, dass die Gefahr von möglichen Augenerkrankungen in Schweden sehr ernst genommen wird. Dass mir wegen einer vorrübergehenden Unpässlichkeit in der Magengegend ein Arzttermin verweigert werden würde, stört mich nicht und finde ich auch richtig so.

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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 8. September 2011 13:40 
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Ja das kann gut sein. Premiumkunde im schwedischen Gesundheistsystem, hehe. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 8. September 2011 14:58 
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Volker hat geschrieben:
Das ist schon ein Ding. Vielleicht liegt es daran, dass du in einer Uni-Stadt wohnst, welche durch die vielen Studenten eine höhere Fluktuation hat?

Als Selbständiger bekam ich als ich krank wurde ganz normal versichert eine Lohnfortzahlung (oder besser gesagt Einkommensfortzahlung), was in Deutschland nur mit einer teuren Zusatzversicherung geht. Ich bin jetzt sogar zum "Premium-Kunden" aufgestiegen und muss für Arztbesuche und andere Dienstleistungen die nächste Zeit nichts dazuzahlen, weil ich eine frikort bekommen habe. Manches wird sogar viel genauer als in Deutschland untersucht, was übrigens für die Krankenkasse nicht billig ist. Insbesondere ist mir aufgefallen, dass die Gefahr von möglichen Augenerkrankungen in Schweden sehr ernst genommen wird. Dass mir wegen einer vorrübergehenden Unpässlichkeit in der Magengegend ein Arzttermin verweigert werden würde, stört mich nicht und finde ich auch richtig so.


Als Selbständiger zahlst du in Schweden allerdings eine saftige "Egenavgift", welche mit einem Sozialversicherungsbeitrag gleichzustellen ist. Schön zu hören, dass an anderen Stellen in Schweden das Gesundheitssystem funktioniert! Das ist mehr, als man von Jämtland und besonders Östersund behaupten kann. Ich versuche hier beispielsweise nämlich schon seit 7 Jahren mal zu einer Untersuchung zum Augenarzt zu kommen. Werde aber stattdessen an den Optiker verwiesen ......... Ich wohne wohl im falschen Teil Schwedens ... :-(

Viele Grüße,

Paul


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 8. September 2011 15:09 
Neuling
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Prämiumkunde ... ich wäre ja schon froh, wenn ich ueberhaupt ein Kunde wäre...

Werde morgen mal beim lokalen Servicekontor der A-Kassan auf den Tisch hauen, aber ich befuerchte die können einem nicht weiter helfen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 8. September 2011 15:51 
Alter Schwede
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Wohnort: Västerås
Wieso ist das richtig, dass einem der Besuch beim Arzt wegen Schmerzen im Magen verweigert wird? Oder, wenn man, wie in meinem Falle dann dort ist, der aber sagt, dass man da in Schweden nichts tut?
Gut, es dreht sich in meinem Fall nur um Gallensteine. Ist also nicht weiter dramatisch, ausser dass es höllisch weh tut, wenn ich wieder mal einen Ausbruch habe. Aber macht ja nichts...
Ich bin nur ein Laie, aber soweit ich das in Erinnerung habe, werden in Deutschland Gallensteine entfernt, oder? Hier meinte die Ärztin wartet man, bis es nicht mehr anders geht, eine Entzündung entstünde und dann operiert man die ganze Galle raus. Wenn sie Glück haben, dann hab ich nur alle paar Wochen oder Monate mal wieder mehrere Tage Schmerzen, aber das Gesundheitssystem spart sich die Op. Haben sie Pech, dann wirds halt so schlimm, dass sie was tun müssen. Worauf soll ich hoffen? Dass ich nur selten Schmerzen habe, oder darauf, dass es schnell schlimm wird und mir dann wenigstens geholfen wird? Ich weiss es ehrlich nicht, bin aber wiedernmalm echt enttäuscht und genervt. Und, nein, ich halte mich nicht mal für besonders pienig und anfällig für Schmerzen. Aber wenn ich dann nicht Laufen oder sonst was kann und mein Mann daheim bleiben muss, dann ist das nicht mehr lustig. Wegen dem Karenztag zahlt einem auch keiner mehr was und dann bin ich selber krank daheim und mein mann muss einen Tag frei nehmen, vård av barn, was wieder mehr Stress bei der Arbeit an anderen Tagen bedeutet.

Grüsse
WIebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 8. September 2011 15:58 
Schwedenfreund
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Beiträge: 416
Wohnort: Östergötland
Hallo zusammen,

die Belastung für Selbständige durch Steuern und Sozialabgaben ist etwas höher (ca. 10 bis 15%) als in Deutschland nach meinen Erfahrungen. Mehr als 50% des Gewinns vor Steuern gehen weg. Das relativiert sich aber wieder, da ein Selbständiger einiges wieder absetzen kann, was ein Arbeitnehmer nicht absetzen kann. Die genauen Zahlen habe ich aber nicht im Kopf.

In Deutschland kann es aber bei längerer Krankheit kritisch werden, da du normalerweise dann keine "Lohnfortzahlung" mehr bekommst und dann immer noch 300 oder noch mehr Euro/Monat Krankenversicherung zahlen musst. Selbst wenn du wegen Krankheit nichts verdienst. In Schweden bekommt der Selbständige ab der 2. Woche 80% des Durchschnittseinkommens des letzen Jahres oder der letzen Jahre, und das bis zu einem Jahr. Wer auf diese soziale Sicherheit verzichten will, muss das extra angeben, bekommt sie ab einem bestimmten Alter aber dann nicht mehr zurück. Ich war längere Zeit krankgeschrieben. Die Försäkringskassa hat sich "mehrmals nach meinem Wohlbefinden erkundigt". Die Sachbearbeiter(innen) sind nicht dumm, da sie oft dieselbe Krankheit durchgemacht haben. Ich habe dann glaubhaft mein Leid geklagt und beteuert, dass ich ja wieder gesund werde und aus welchen Gründen ich unmöglich arbeiten kann. Auf Grund eines ärztlichen Attest ist noch lange nicht die Versicherungsleistung sichergestellt. Wenn die försäkringskassa meint, du könntest ja zu 20% deiner Arbeitszeit deinen Schreibtisch aufräumen, ist das ärgerlich.

Bloß nicht auf den Tisch hauen am Telefon in Schweden. Drück auf die Tränendrüse. Armer Student, Jobanfänger, keine finanzielle Reserven, du befürchtest die finanzielle Katastrophe bei Krankheit. Der Job ist deine Chance, auf die schon lange gewartet hast. Was ist, wenn du dir in Deutschland das Bein brichst. Das kannst du dir ja garnicht leisten, das eigener Tasche zu zahlen. Gefangen in Schweden wegen fehlender Krankenversicherung. Das ist doch ungerecht. Und so weiter. Vorher mit ruhiger weinerlicher Stimme üben. Es wirkt meistens. Wenn du auf den Tisch haust, legen die den Hörer auf. Die Erfahrung habe ich schon durch.

Also wenn du Gallensteine hast, tut das fürchterlich weh und muss behandelt werden.

Aber wenn es mir leicht unwohl in der Magengegend ist, weil ich mal wieder drei Stück Kuchen gegesssen und 4 starke Kaffee getrunken habe, brauche ich mich nicht wundern. Ich weiß, dass das vorbei geht. So hatte ich das gemeint. Aber in Deutschland rennen ja viele unnötigerweise gleich zum Arzt, was irgendwann das Gesundheitssystem zusammenbrechen lässt. Und diese Verschwendung finanziere ich zum Glück nicht mehr mit. Die ganze Diskussion gab es aber schon mal hier im Forum.

Ich weiß, das Gesundheitssystem ist nich das Gelbe vom Ei. Wer aber der deutschen Sprache mächtig ist, kann sich schneller in Deutschland behandeln und operieren lassen. Ich habe mal einen entstprechenden TV-Beitrag gesehen über einen Schweden, der sich in Deutschland die Bandscheiben operieren lassen hat, weil ihm die Wartezeit in Schweden zu lange war. Die Försäkringskassa hatte vorher zugestimmt die Kosten zu tragen. Das Geld ist wohl da, es fehlt anscheinend an genügend Chirurgen.

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viele Grüße
Volker

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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 8. September 2011 17:37 
Neuling
Neuling

Registriert: 24. Juni 2011 13:30
Beiträge: 6
Vielleicht noch ganz kurz dazu:

Es ist tatsächlich so, dass man mit PN in Schweden krankenversicher ist, aber, wenn man nicht arbeitet, z.B. als Student oder so wie ich steuerfrei über ein Stipendium finanziert wird, dann gilt die Versicherung auch nur in Schweden, ne EU-Karte gibt es nicht (oder Zahnarzt) (daher hab ich noch zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung in D abgeschlossen für 2 Jahre, die EU-weit gilt und eben auch für bis zu 6 Wochen im Jahr in Deutschland).

Noch eine Frage: Die Registrierung bei der F-Kassa muss ich ja trotzdem machen, beim Skatteverket hieß es, ich bekomme ein Formular zugeschickt. Aber ich kann auch ohne diese Registrierung bereits zum Arzt gehen, wenn ich meine PN habe, oder? (Hab zwar noch Vorrat, brauch aber rchtzeitig Nachschub an Medikamenten).

Und wie ist das, wenn ich sozusagen wegen einer chronischen Erkrankung da hin muss, einfach auch beim Vardcentral anrufen (und bei welchem)?

Viele Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 8. September 2011 18:04 
Schwedenfreund
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Registriert: 27. Februar 2007 20:43
Beiträge: 416
Wohnort: Östergötland
Hallo,

unter http://www.lio.se/ findest du deine zuständige Vårdcentral und die entstprechende Telefonnummer. Einfach anrufen. Du wirst gegebenenfalls zurückgerufen. Mit deiner personnummer können sie dir weiterhelfen.

Unter http://www.forsakringskassan.se/privatpers/utomlands habe ich noch was zur Auslandserkrankung gefunden. Die EU-Karte braucht man nicht, wenn man im Ausland den Arzt oder das Krankenhaus überzeugen kann, dass eine Versicherung vorliegt. Wie bei einem Privatpatient in Deutschland zahlt der Patient erst einmal selbst und holt sich gegen Vorlage der Quittungen die Behandlungskosten von der F-Kassa zurück. Wichtig ist, dass die Behandlung unbedingt notwendig war. Sich von seinem ehemaligen Hausarzt mal wieder durchchecken lassen, wird nicht bezahlt.

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viele Grüße
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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 8. September 2011 23:14 
Schwedenfreund
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Registriert: 23. November 2007 21:02
Beiträge: 591
Wohnort: Sverige
cocolino hat geschrieben:
Es ist tatsächlich so, dass man mit PN in Schweden krankenversicher ist...


Die Erfahrung haben wir leider nicht gemacht.
Wir sind letztes Jahr im Jan. mit dem E 303 hierher gekommen. Nach den drei Monaten, wo das Arbeitslosengeld hier weitergezahlt wurde, wir aber noch keine Anstellung hatten, sind wir trotzdem geblieben. Bis dahin waren wir beim Arbeitsamt registriert und hatten unsere PN bekommen. Mein Mann fand eine Anstellung und ich eröffnete einen kleinen Kiosk und bekam aktivitätsstöd von der F-Kassan. Wir meldeten uns dann nochmal bei der F-Kassan an. Nun, mein Kiosk lief nicht und ich habe den nach einem halben Jahr wieder dicht gemacht.
Dann musste mein Mann im November mit Zahnschmerzen zum Arzt und dort sagte man ihm, dass er nicht krankenversichert sei. Er musste die Behandlungen erstmal selbst bezahlen und sich mit der F-Kassan auseinander setzen, bei denen angeblich keine Anmeldung von ihm vorlag. Nachdem wir dann alles noch einmal hingeschickt hatten, kam dann die Bestätigung, dass er nun krankenversichert wäre. Hier frage ich mich echt, wie denn die Sozialversicherungsabgaben des Arbeitgebers die ganze Zeit verbucht wurden?

Kurze Zeit später bekam ich Post von der F-Kassan, dass ich mich doch registrieren möchte. Hab dann gefragt warum, denn ich bekam ja auch die Unterstützung von der F-Kassan. Ja, es wäre notwendig usw. Da ich noch keine Anstellung habe, habe ich den unbefristeten Arbeitsvertrag meines Manne hingeschickt und nix mehr gehört. Als ich dann im Mai Bescheid bekam, zur Vorsorgeuntersuchung zu kommen, bin ich davon ausgegangen, dass ich krankenversichert bin. Am letzten Freitag fisch ich ein Schreiben der F-Kassan aus dem Briefkasten, in dem sie mir mitteilen, dass ich ab dem 01.10.2011 krankenversichert wäre. :shock:

Jetzt war ich also die ganze Zeit ohne Versicherung und musste ja zum Glück auch nicht zum Arzt. Nun bin ich aber am überlegen, ob ich noch einen Widerspruch einlege oder den Okt. abwarte?

_________________
Hej då Rwitha

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Komm wir essen Oma


Satzzeichen können Leben retten! :smt006


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 9. September 2011 07:54 
Neuling
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Registriert: 7. September 2011 15:44
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Wohnort: Södertälje
cocolino hat geschrieben:
Vielleicht noch ganz kurz dazu:

Es ist tatsächlich so, dass man mit PN in Schweden krankenversicher ist, aber, wenn man nicht arbeitet, z.B. als Student oder so wie ich steuerfrei über ein Stipendium finanziert wird, dann gilt die Versicherung auch nur in Schweden, ne EU-Karte gibt es nicht (oder Zahnarzt) (daher hab ich noch zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung in D abgeschlossen für 2 Jahre, die EU-weit gilt und eben auch für bis zu 6 Wochen im Jahr in Deutschland).
Viele Grüße


Also soo ganz korrekt ist das so nicht.
1) Automatisch registriert wegen Pers.nr.: Liest man oft, scheint aber nicht so zu sein
2) EU-Karte gibt es nicht? Da lach ich ja. Klar gibt es die und die muss es nach EU-Recht auch geben! Den entsprechenden Link hat Volker ja schon gegeben.
3) Eine Auslandskrankenversicherung in D abgeschlossen? Du meinst FUER D? Weil sonst wärst du ja in D nicht versichert. Wobei das sowieso total unnötig ist, da du EU-Weit durch die F-Kassan fuer kurzzeitige Auslandsaufenthalte versichert sein musst! (Anders ist es, wenn du deinen 1. Wohnsitz noch in D hast ... aber das ist wieder ein anderes Thema).


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 9. September 2011 08:47 
Schwedenfreund
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Hallo zusammen,

das Thema lässt mir keine Ruhe. Ich habe hier unter http://www.skatteverket.se/privat/folkb ... 18617.html etwas gelesen, was mir einen Schlag versetzt hat. Ich habe mir erlaubt im Zitat einige Stellen fett zu markieren:

"Uppehållsrätt

Om du är EES-medborgare kan du ha uppehållsrätt i Sverige. Den som har uppehållsrätt får bo här utan uppehållstillstånd. Avsikten är att underlätta den fria rörligheten inom EU. Du har uppehållsrätt och kan bli folkbokförd om du förutom att vara EES-medborgare uppfyller något av följande villkor:

du arbetar, tillhandahåller tjänster eller har eget företag i Sverige
du är inskriven som studerande vid en erkänd utbildningsanstalt i Sverige och har en heltäckande sjukförsäkring
du har tillräckliga tillgångar för att försörja dig och din familj samt en heltäckande sjukförsäkring som gäller för bosättning i Sverige för dig och dina familjemedlemmar.

En EES-medborgare som är arbetssökande kan ha uppehållsrätt i Sverige men kan däremot inte bli folkbokförd i Sverige på den grunden. Det beror på att en EES-medborgare som är arbetssökande endast har en absolut rätt att vistas i Sverige under sex månader.

Även familjemedlemmar till en EES-medborgare som har uppehållsrätt kan själva ha uppehållsrätt och behöver i sådana fall inte ha uppehållstillstånd."

Das war früher nicht so. Wir kamen ohne Arbeit an, waren gleich folkbokförd und bekamen unaufgefordert einen Willkommensbrief der Försäkringskassa einschließlich einer Plastikkarte. Heute wird man als eingewanderter Arbeitssuchender aus der EU also noch nicht einmal folkbokförd. Was soll man auch bei einer bürgerlichen Koalition mit den Schwedendemokraten als Zünglein an der Waage erwarten? Ich weiß aus der Erfahrung meiner Frau wie schwer es ist für bestimmte Berufe sich aus dem Ausland in Schweden zu bewerben. Viele bekommen nur eine Chance, wenn sie nach Schweden ziehen und bei der Bewerbung eine personnummer vorweisen können. Das Fehlen der Krankenversicherung stellt eine zusätzliche finanzielle Belastung dar.

Und dass man nirgends eine verbindliche Aussage darüber erhält oder findet, ob man als jemand im Volksbuch Geführter auch wirklich im Krankheitsfall die Behandlungskosten ersetzt bekommt, finde ich absolut unzumutbar. Jedenfalls habe ich keine verbindliche Aussage gefunden. Ich wäre dankbar, wenn jemand diese Stelle finden würde.

Der Begriff "Registrierung" ist auch eine merkwürdige schwedische Konstruktion. Wer nicht registriert ist, steht nicht automatisch ohne Krankenversicherung da und kann rückwirkend versichert werden oder es wird bestätigt, dass die Person rückwirkend versichert war. Ich nenne das Behördenwillkür und Rechtsunsicherheit. Da jeder weiß, was jeder unversicherte Tag auf der Intensivstation kosten kann, kann ich nur noch den Kopf schütteln.

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viele Grüße
Volker

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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 9. September 2011 08:57 
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Der "Witz" an der ganzen Geschichte ist, dass man, trotz fehlender Registrierung, fast die gesamte Bandbreite an Unterstützung bekommt ( allerdings kein Barnbidrag). In unserem Fall Vårdbidrag und jeden Monat zahlte die F-Kassan fleissig unser Gehalt als Persönliche Assistenten...sorry, aber da sollte man doch davon ausgehen, dass man auch registriert ist, oder?? Weiterhin haben wir erst auf Nachfrage beim Kundenservice der F-Kassan erfahren, dass wir nicht angemeldet sind dort...häääähh...Ich bin mehr als nur im Dreieck gesprungen, habe nochmals alle Unterlagen zusammen gepackt und habe es direkt im Kundencenter in Södertälje abgegeben, nebenher riefen wir beinahe täglich beim Kundenservice an ( seinen zuständigen Handlägare ans Telefon zu bekommen gleicht einem Sechser im Lotto) und schrieben wenig politisch korrekte Mails an die Hauptcentrale der F-Kassan. Und wie geschrieben, innerhalb von 10 Tagen waren die Kids und ich registriert, hatten die EU-Versicherungskarten und den Bescheid über den Barnbidrag in der Hand, welcher dann auch anteilig rückwirkend gezahlt wurde. Aber es ist einfach ein Witz, wenn man bedenkt, dass ich mit meinem Sohn mind. 1x im Monat in der Kinderneurologie im Karolinska oder anderen Ärzten aufschlage, aber eigentlich nie registriert war.

Die F-Kassan ist nicht gerade mein schwedisches Highlight und ich bin froh, wenn ich so wenig wie möglich mit denen zutun habe.
Grüsse JANA

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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 9. September 2011 17:29 
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Heute mit noch jemanden darüber gesprochen. Die F-Kassan scheint im Vergleich deutlich von allen anderen Behörden in Schweden herauszustechen.... 1) bei der Anmeldung braten sie eine Extrawurscht bis zu dem Ausmaß wo sie sich absichtlich verstecken und 2) sind manchmal extrem unfreundlich/vorwurfsvoll im Kontakt zu EU-Bürgern. Vielleicht sollte man Einwanderern empfehlen sich häufiger an deren Ombudsmann zu wenden oder den Integrationsrådet der Stadt in der man wohnt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 11. September 2011 08:30 
Hallo,

ja das gleiche Problem haben wir jetzt nach 2 1/2 Jahren auch! Schlagen uns gerade mit der Försäkringskassan herum. Dachten auch das wir automatisch versichert sind!
Allerdings verhält es sich bei uns ein wenig anders, da wir Egen Företag angemeldet hatten.
Keine Ahnung wie es bei uns weitergehen wird und ob wir nicht wieder alles verkaufen müssen und ausreisen müssen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 13. September 2011 15:37 
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Hallo,

ich bin auch selbständig und ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr nicht versichert seid. Eine Registrierung habe ich nie bekommen. Trotzdem bekomme ich Leistungen von der F-kassa. An Eurer Stelle würde ich mich mal mit einem Nyföretagarcentrum http://www.nyforetagarcentrum.com/ in Verbindung setzen. Oft zieht das Stichwort Ausländerdiskriminierung. Laut http://www.forsakringskassan.se/privatp ... foretagare seit ihr auf jeden Fall versichert. Oder habt ihr eine AB? Dann seid ihr angestellt und auch versichert.

Ab 1. November wird Dan Eliasson, der Chef des Migrationsverkets, http://www.migrationsverket.se/info/4573.html Chef der Försäkringskassa. Er gilt als einwandererfreundlich. Ich hoffe es kommt dann auch frischer Wind in die Försäkringskassa rein. Dan Eliasson hat beim Migrationsverket die Bearbeitungszeiten im Migrationsverket durch eine Umstrukturierung wesentlich verkürzt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 13. September 2011 22:07 
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Volker hat geschrieben:
Ab 1. November wird Dan Eliasson, der Chef des Migrationsverkets, Chef der Försäkringskassa. Er gilt als einwandererfreundlich. Ich hoffe es kommt dann auch frischer Wind in die Försäkringskassa rein. Dan Eliasson hat beim Migrationsverket die Bearbeitungszeiten im Migrationsverket durch eine Umstrukturierung wesentlich verkürzt.


Naja, ich glaube nicht, dass sich da was ändern wird. Du siehst ja an den Antworten hier, wie unterschiedlich die Entscheidungen ausfallen und bei diesem riesigen Verwaltungsapparat wird es ewig dauern, wenn es überhaupt machbar ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 14. September 2011 12:47 
Neuling
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Rwitha hat geschrieben:
Die Erfahrung haben wir leider nicht gemacht.
Dann musste mein Mann im November mit Zahnschmerzen zum Arzt und dort sagte man ihm, dass er nicht krankenversichert sei.


Naja, der Zahnarzt zählt zu der Grundversicherung auch nicht dazu....

Reichhi hat geschrieben:
Also soo ganz korrekt ist das so nicht.
1) Automatisch registriert wegen Pers.nr.: Liest man oft, scheint aber nicht so zu sein
2) EU-Karte gibt es nicht? Da lach ich ja. Klar gibt es die und die muss es nach EU-Recht auch geben! Den entsprechenden Link hat Volker ja schon gegeben.
3) Eine Auslandskrankenversicherung in D abgeschlossen? Du meinst FUER D? Weil sonst wärst du ja in D nicht versichert. Wobei das sowieso total unnötig ist, da du EU-Weit durch die F-Kassan fuer kurzzeitige Auslandsaufenthalte versichert sein musst! (Anders ist es, wenn du deinen 1. Wohnsitz noch in D hast ... aber das ist wieder ein anderes Thema).


Kenne mehrere "Fälle" wie mich, sprich Stipendium, PN, keine normalen Arbeitsverträge: Zum Arzt gehen geht, ABER: kein Zahnarzt, kein Kindergeld, keine Leistung im Ausland...
Deshalb habe ich in Deutschalnd (Hanse Merkur) eine Auslandskrankenversicherung für 2 Jahre abgeschlossen, die in der EU (außerhalbs D), also besonders auch in Schweden gilt. Zum einen deckte sie die Zeit zwischen Umzug und Zuteilung der PN ab (lass mal was auf der Anreise oder so etwas passieren), zum zweiten schließt sie zahnärztliche Behandlungen mit ein (kann also hier zum Zahnarzt und das wird von der deutschen KV bezahlt) und zum dritten bin ich bei Besuchen in D ebenfalls versichert, weil mein Vertrag für mehr als ein Jahr läuft.



Noch eine Frage etwas weg vom Thema: wie sieht es in Schweden mit einer normalen Auslandskrankenversicherung für kurze Reisen aus? z.B Urlaub in den USA oder so. In D war ich da über den ADAC versichert, welche Anbieter gibt es denn da in Schweden?


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 14. September 2011 16:51 
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Hallo zusammen,

nun bin ich doch neugierig geworden und habe auf http://www.forsakringskassan.se/privatpers/utomlands durch Eingabe meiner Personnummer diese EU-Kort bestellt. Sie soll eine Gültigkeitsdauer von 3 Jahren besitzen und innerhalb von 10 Tagen im Briefkasten liegen.

Auf dieser Seite gibt es ein Merkblatt http://www.forsakringskassan.se/irj/go/ ... verige.pdf das folgendes besagt:

"Anmäl dig till Försäkringskassan
Om du kommer till Sverige och bor, utan att bli
folkbokförd, måste du enligt lag anmäla dig till
Försäkringskassan. Har du anmält dig och blivit
registrerad använder Försäkringskassan det för
att bedöma om du har rätt till en förmån om
eller när du ansöker om detta."


Im Umkehrschluss heißt doch das, dass eine Person, die folkbokörd ist, sich nicht anmelden braucht, um versichert zu sein. Und wenn ich keine Personnummer habe und trotzdem registriert werde, entscheidet die Försäkringskassan, welche Leistungen ich bekomme, falls ich solche anfordere. Es ist dann also alles offen und unter Vorbehalt. Das ist also eine Versicherung, die wortwörtlich nichts zusichert und damit keine Versicherung, auf die sich jemand ohne Personnummer verlassen kann. Schließlich habe ich noch ein Registrierungsformular gefunden, in der die Personnummer eingetragen werden kann. Völlig verwirrend und widersprüchlich.

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Volker

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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 14. September 2011 19:21 
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Hejsan

Als ich im letzten Jahr meine schwer kranke Mutter zu uns nach Schweden geholt habe (mittlerweile auch verstorben), hat mich die försäkringskassan überhaupt nicht interessiert. Bin zum skatteverket, da ich für Sie so schnell wie möglich eine Personennummer brauchte, für die ärtzliche Betreuung. Auf die ich dann aber trotz allen Bemühungen noch über eine Woche warten musste, was ja in meinem Fall nun wirklich nicht lange war, aber für Mutti zu lang. Sie musste sofort zum Artzt und die Vårdcentralen hat die Annahme verweigert, da keine Personennummer, kein Arzt. Da ich selber Schwester bin, hatte ich es etwas leichter Mutter und mich trotzdem (mit viel Gebrüll) bis zu einem Arzt durch zu boxen. Diesem netten Doktor habe ich dann die Sachlage erklärt, das in spätestens einer Woche die Personennummer vorliegt. Ihm reichte ein Blick in Mutters Krankenakte aus DE und sofort rief er das Krankenhaus an, wo Sie dann auch direkt weiterbehandelt wurde.
Nachdem Sie die PN hatte, war sowieso alles easy, Krankenhausaufenthalte, unterstützung vom Heimdienst, zum Ende hin 14 Tage zu Hause, 14 Tage in betreutes Wohnen, ärztliche Betreuung zu Hause, sämtliche Hilfsmittel wie: Rullator, Duschstuhl u.s.w.
Alles lief wundrbar.
Försäkringskassan??? Ich glaub nicht mal das Mutter dort regristriert war :)
Wir sind auf jeden Fall regristriert und haben auch die EU-Karte, aber bei meiner Villaförsäkring habe ich automatisch noch eine extra Reisekrankenversicherung die für 45 Tage im Jahr gilt, egal wo man Urlaub mcht.

Liebe Grüsse
Älven

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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 14. September 2011 21:45 
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cocolino hat geschrieben:

Naja, der Zahnarzt zählt zu der Grundversicherung auch nicht dazu....


Das mag ja sein, aber letztlich haben sie ja doch einen Teil der Kosten übernommen. Aber ich wollte damit ja nur sagen, dass wir erst durch den Zahnarztbesuch erfahren haben, dass wir nicht versichert waren/sind.

Älven hat geschrieben:
... aber bei meiner Villaförsäkring habe ich automatisch noch eine extra Reisekrankenversicherung die für 45 Tage im Jahr gilt, egal wo man Urlaub mcht.


Hej Älven, das mit deiner Ma tut mir sehr leid.
Wir haben auch so eine Reisekrankenversicherung über die Hausversicherung. Ich weiß jetzt aber nicht, ob die nur für Europa oder auch weltweit gilt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 14. September 2011 21:53 
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Ich hab mir und Sambo die EU-Kort eben online bestellt, bin gespannt wann sie ankommt. Danke Volker, für den Link!

/M


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 15. September 2011 15:35 
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Gerne geschehen, Mark. Werde berichten, wenn meine ankommt. Bin gerade vom Arzttermin gekommen. Da kam dann wegen meines deutschen Akzents auch meine Personummer zur Sprache, die ja ganz normal aussehen würde. Viele Ausländer hätten nämlich Nummern, die Buchstaben enthalten. Daraufhin habe ich mal nachgeforscht. Es gibt nämlich drei verschiedene Nummern-Typen, die Personen besitzen können:

Personnummer:
http://sv.wikipedia.org/wiki/Personnummer_i_Sverige

Samordningsnummer:
http://sv.wikipedia.org/wiki/Samordningsnummer

Reservnummer:
http://sv.wikipedia.org/wiki/Reservnummer

Nur wer eine Personnummer hat, ist auch folkbokförd und damit höchstwahrscheinlich versichert. Und wer nur eine Reservnummer hat, sollte damit rechnen eine Rechnung für jede medizinische Leistung zu bekommen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 15. September 2011 16:33 
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Hallo zusammen,

ich habs gefunden. Hier steht es auf Seite 141 oder im PDF-File Seite 11 in Form einer Übersicht, wann und wer an wen die Kosten für die medizinische Behandlung an Ausländern, die sich in Schweden aufhalten, bezahlt:

http://www.regeringen.se/content/1/c6/0 ... fd9f91.pdf

Wer also als Ausländer folkbokförd ist und in Schweden wohnhaft (bosatt) ist, ist krankenversichert. Wer als EU-Bürger ebenfalls folksbuchgeführt ist und mindestens 1 Jahr hier arbeitet oder arbeiten wird, ist ebenfalls krankenversichert. Dies gilt auch für die Angehörigen des Arbeitenden.

Die sozialversicherungstechnische Definiton von bosatt oder bosättning: http://ec.europa.eu/social/main.jsp?cat ... PageId=984

Wer in Schweden studiert, ist nach dieser Definition nicht in Schweden wohnhaft, da davon auszugehen ist, dass der Student oder die Studentin wieder in das Heimatland zurückkehren wird.


Und das ist auch eine gute Nachricht:

http://densistavilan.se/info/begravningsavg

Der schwedische Staat übernimmt also für alle, die volksbuchgeführt sind, 25 Jahre lang die Kosten für die Grabstätte und noch einiges mehr wie zum Beispiel die Einäscherung. Schweden kümmert sich um seine volksbuchgeführten Einwohner buchstäblich von der Wiege bis zum Grab (från vaggan till graven). In diesem Sinne wünsche ich allen gute Gesundheit und ein langes Leben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 15. September 2011 22:29 
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Volker hat geschrieben:
Nur wer eine Personnummer hat, ist auch folkbokförd und damit höchstwahrscheinlich versichert.


Na, auch da scheint es ja unterschiedlich gehandhabt zu werden. Wir haben ja jeder eine Personennummer und wäre es durch den notwendigen Zahnarztbesuch meines Mannes "nicht ans Licht gekommen", würden wir immer noch davon ausgehen, dass wir "automatisch" versichert wären, was ja nicht der Fall war/ist. Verstehen kann man das alles nicht wirklich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 16. September 2011 08:58 
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Das mit dem Zahnarztbesuch scheint noch eines der ungelösten schwedischen Rätsel zu sein.

Nach meinen Recherchen bin ich jedenfalls auf folgenden Wissensstand gekommen, wobei ich mich nur auf EU/ESS-Bürger beschränke:

Wer folkbokförd ist und auch seinen Wohnsitz (siehe Definition von bosättning in meinem letzten posting) in Schweden hat, ist von Ausnahmen abgesehen (z.B EU-Rentner) auch durch den Landsting krankenversichert, wobei die Behandlungskosten demnach vom Landsting getragen werden aber nicht von der försäkringskassa, welche noch mehr umfassende soziale Leistungen liefern kann. Wie das mit den Zahnarztkosten ist, sei mal dahingestellt.

Um folkbokförd sein zu dürfen, müssen neben dem Merkmal der bosättning auch die Bedingungen der EU-Direktive 2004/38/EG ( http://www.aufenthaltstitel.de/rl_2004_38_eg.html ) erfüllt sein.

Wer länger als ein Jahr in Schweden arbeitet und dies durch einen unbefristeten Arbeitsvertrag nachweisen kann, erfüllt das Merkmal der bosättning und ist damit auch über den Landsting versichert. Mitgezogene Angehörige sind dann auch mitversichert, da 1. folkboföring. 2. uppehållsrätt 3. bosättning ebenfalls vorliegen.

Wer in Schweden selbständig ist, ist ebenfalls versichert. Meiner Ansicht nach ist es auch ein gangbarer Weg, wenn der frisch einreisende EU-Bürger eine Firma (enskild företagare) beim skatteverk anmeldet, um gleich folkbokförd zu werden und um seinen F-skattesedel zu erhalten. Dazu reicht ein halbwegs glaubhaftes Geschäftskonzept und der Nachweis der letzten deutschen Steurerbehörde, das keine Steuerschulden vorliegen, aus. Dann sind der Selbständige und seine Angehörigen krankenversichert. Davon darf ich aus meinen Erfahrungen jedenfalls ausgehen. Am Anfang sind Steuerzahlungen noch nicht fällig. Die kommen erst nach der ersten Steuererklärung. Umsätze müssen am Anfang auch nicht vorliegen. Sollte man merken, dass die Geschäftsidee nicht richtig aufgeht, ist eine gleichzeitig Jobsuche immer noch möglich, bis eine Festanstellung gefunden worden ist. Am Anfang sollte keine AB gegründet werden, da die Auflösung der AB recht teuer ist. Die Tätigkeit als enskild företagare kann auch vörübergehend ruhen. Dadurch entstehen keine Kosten. Beim enskild förtetagere gehen über 50% des Gewinns für Steuern/Sozialabgaben/Renteneinzahlung weg. In Deutschland ist dies in etwa aber auch der Fall.

Wer nach Schweden als Arbeitssuchender kommt und Arbeitslosengeld bezieht, ist meines Wissens noch in Deutschland versichert. Wer Rentner ist, ist ebenfalls über eine ausländische Krankenkasse versichert ( mehr unter http://www.swedenabroad.com/Page____43458.aspx ). Studenten müssen sich auch selbst versichern, da sie per Definition ihren Wohnsitz nicht in Schweden haben.

Ein Tourist aus Deutschland braucht übrigens keine Auslandsreiseversicherung, wenn er in Deutschland krankversichert ist. Ein Tourist darf sich für maximal drei Monate in Schweden aufhalten. Für einen eventuellen Krankenrücktransport per Flugzeug wäre eine extra Auslandsreiseversicherung sicher sinnvoll.

Mein Güte ist das alles kompliziert. Wer den vollen Durchblick hat, kann sich ja beim Landsting oder der F-Kassa bewerben :) . Ich habe diesen Durchblick leider nicht. Gute Gesundheit!

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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 18. September 2011 13:04 
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Hallo zusammen,

endlich habe ich die Gesetzgrundlage gefunden:
Socialförsäkringslag (1999:799)
http://www.notisum.se/rnp/sls/lag/19990799.HTM

Die beiden wichtigsten Auszüge für zugezogene Ausländer:

"2 kap. Bosättning och arbete i Sverige
Bosättning i Sverige

1 § Vid tillämpning av denna lag skall en person anses vara bosatt i Sverige, om han eller hon har sitt egentliga hemvist här i landet.
Den som kommer till Sverige och kan antas komma att vistas här under längre tid än ett år skall anses vara bosatt här, om inte synnerliga skäl talar mot det. En utlänning som enligt 4 § andra stycket folkbokföringslagen (1991:481) inte skall folkbokföras skall inte heller anses vara bosatt här.
En i Sverige bosatt person som lämnar landet skall fortfarande anses vara bosatt här om utlandsvistelsen kan antas vara längst ett år. Lag (2002:1116)."

"3 kap. Socialförsäkringsskyddet
Bosättningsbaserad försäkring

1 § Den som är bosatt i Sverige är försäkrad för följande förmåner som anges i lagen (1962:381) om allmän försäkring:
1. ersättning för sjukvård m.m. enligt 2 kap. i fråga om förmåner som beslutas av Försäkringskassan,
2. föräldrapenning på lägstanivå och grundnivå,
3. sjukersättning och aktivitetsersättning i form av garantiersättning, samt
4. rehabilitering och särskilt bidrag enligt 22 kap. i fråga om förmåner som beslutas av Försäkringskassan. Lag (2004:780)."

Wichtig ist, dass die Person im Volksbuch geführt ist und Tatsachen geschaffen hat, die dafür sprechen, dass der Lebensmittelpunkt in Schweden liegt und ein Aufenthalt länger als für ein Jahr geplant ist. Dann ist der Patient im Krankheitsfall für die unbedingt notwendige medizinische Behandlung auf jeden Fall versichert.

Ob eine Registrierung bei der försäkringskassa vorliegt, halte ich hinsichtlich für die oben genannte Versicherungsleistung unerheblich, da der Rechtsanspruch auf jeden Fall besteht und nicht von der Nachlässigkeit der Försäkringskassa abhängen darf. Umgekehrt hat eine registrierte Person nicht automatisch Ansprüche aus der Krankenversicherung, nur weil eine Registrierung vorliegt. Die Registrierung ist nur ein Verwaltungsakt.

Mir und meiner Frau ist allgemein aufgefallen, dass die schwedische Mentalität in der Regel nicht so ausgeprägt mit juristischen Denkvorstellungen arbeitet wie die deutsche. In Deutschland ist ja fast an jeder Ecke ein Rechtsanwalt niedergelassen. Das Einschalten eines Rechtsanwalts ist in Deutschland viel eher der Fall als in Schweden. Dies gilt sowohl auf privater als auch geschäftlicher Ebene.

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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 21. September 2011 16:16 
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Die EU-kort, welche ich am 14.9. unter http://www.forsakringskassan.se/privatpers/utomlands durch Eingabe meiner personnummer bestellt hatte, lag heute in meinem Briefkasten. Im Anschreiben steht, dass ich mir diese Karte in anderen EU/ESS-Ländern und der Schweiz das Recht auf eine medizinisch notwendige Versorgung bei Unfall oder Krankheit gibt. Außerdem sei die Karte innerhalb von "Norden" http://sv.wikipedia.org/wiki/Norden nicht nötig.

Falls ich die Karte nicht dabei hätte und selbst zahlen müsste, bekäme ich daheim die Kosten wieder zurückerstattet. Die Karte hat drei Jahre Gültigkeit und ist nur gültig - und jetzt kommt es - wenn ich auch vesichert sei.


Noch was zu meinem scherzhaften Ausdruck "Premiumkunde". Mehr als 900 Kronen für Arztbesuche und andere Leistungen wie Blutabnehmen und so weiter muss man innerhalb eines Jahres nicht zahlen. Für Medikamente gilt eine ähnliche Regelung, so dass maximal 1800 Kronen pro Jahr für Medikamente zu zahlen sind. Unter http://www.externt.lul.se/lul/ovavg.nsf ... enDocument steht es genau.

An der Rezeption des Krankenhauses, wo man bezahlt, lässt man sich eine Högkostnadskort ausstellen, in der die Beträge eingetragen werden. Das geht auch nachträglich. Hat man seine 900 Kronen erreicht, bekommt man eine frikort und muss damit nichts mehr bezahlen bis es ein Jahr her ist, als man den ersten Betrag der 900 Kronen bezahlt hatte.

Wer also chronisch schwer krank ist, zahlt nicht mehr als insgesamt 2700 Kronen pro Jahr für die medizinsche Versorgung und Medikamente. Für die Medikamente geht die Preisreduzierung vollautomatisch.

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Volker

"Om något kan gå sönder kommer det att göra det, vid sämst tänkbara tidpunkt." (Murphy´s lag)

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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 21. September 2011 23:35 
Schwedenfreund
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Registriert: 4. Mai 2004 19:57
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Die EU-kort kam heute auch an.

Grüße, Mark


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 30. September 2011 11:07 
Neuling
Neuling

Registriert: 7. September 2011 15:44
Beiträge: 8
Wohnort: Södertälje
Sorry dass ich mich als Threat-Öffner erst jetzt wieder melde.

Registriert bin ich immer noch nicht und habe das Problem anderweitig mit meiner (alten) dt. Versicherung geklärt.

So wie ich das (danke an Volker!) verstanden habe werde ich wohl auch nie registriert, da ich keinen unbefristeten Arbeitsvertrag habe.

Im Endeffekt ist mir das aber momentan erstmal egal, da es wohl sowieso wieder nach Deutschland geht. 2,5 Jahre Schweden waren genug und schön, und ich wäre ja auch gerne hier geblieben, aber aus familliären und karrieregruenden fuehrt der Weg wohl wieder nach DE. So schön es hier (vor allem Landschaftlich) auch sein mag ... ein weinendes Auge ist sicherlich dabei.

Ich muss mir jetzt erstmal ueberlegen wie ich das, wenn es wieder nach DE geht, alles regle. Denke mal, das Skatteverket wuesste gerne darueber bescheid ;).


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 30. September 2011 11:41 
Schweden Guru
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Registriert: 10. Februar 2009 20:40
Beiträge: 1396
Reichhi hat geschrieben:
Ich muss mir jetzt erstmal ueberlegen wie ich das, wenn es wieder nach DE geht, alles regle. Denke mal, das Skatteverket wuesste gerne darueber bescheid ;).


Hallo,

ja, das Skatteverket wüsste gern darüber Bescheid. Sollte eigentlich sogar im Voraus gemacht werden; ich habe es allerdings erst nach meiner Rückkehr hier von D aus angegeben, war auch kein Problem.

Hier gibt es die Informationen und das Abmelde-Formular (Formular für "folkbokbörda invånare", die ins Ausland ziehen):
http://www.skatteverket.se/privat/folkb ... 01591.html
http://www.skatteverket.se/download/18. ... 766506.pdf

Ich habe das Formular ausgefüllt, dabei als Grund "Remigration till Tyskland" angegeben.
Nach kurzer Zeit kam die Antwort vom Skatteverket an meine Adresse in D, dass ich eben nun nicht mehr länger "folkboksförd" bin.
Sollte man wieder in Schweden sesshaft werden, braucht man seine alte Personnummer nur wieder zu aktivieren. Sie wird also "auf Eis gelegt", geht aber nicht verloren (für den Fall des Falles)...

Wünsche Dir eine schöne Rückkehr und einen guten Neubeginn in Deutschland! Ist nicht ganz einfach, das Land Schweden hinter sich zu lassen, bei mir waren sogar zwei weinende Augen dabei ;) (wenn ich auch viele schöne Seiten an der Rückkehr gesehen habe)

Gruß
Simone


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 30. September 2011 15:14 
Teilnehmer
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Registriert: 13. Oktober 2008 16:57
Beiträge: 14
Volker hat geschrieben:
Die Karte hat drei Jahre Gültigkeit und ist nur gültig - und jetzt kommt es - wenn ich auch vesichert sei.


Aber das ist doch bei allen Karten Bedingung.
wenn Du irgendwo herausgeflogen bist oder die Kasse wechselst darfst Du die Karte nicht mehr benutzen weil sie ungültig geworden ist. Die Gültigkeit lässt sich allerdings in der Arztpraxis nur durch Anrug bei der Kasse feststellen, wird also meistens nicht gemacht. Kommt es hinterher raus dass Du eine ungültige Karte vorgelegt hast um Dich behendeln zu lassen wird Dir mit sicherheit Betrug vorgeworfen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 11. Oktober 2011 17:45 
Neuling
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Registriert: 7. September 2011 15:44
Beiträge: 8
Wohnort: Södertälje
Um euch auf den aktuellen Stand zu bringen.

Oh wunder oh wunder, es ging schneller als gedacht. Ob da meine Anrufe geholfen haben?!?

Gestern kam der Brief, dass ich jetzt registriert bin!


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 11. Oktober 2011 18:46 
Schwedenfreund
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Registriert: 23. November 2007 21:02
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Wohnort: Sverige
Reichhi hat geschrieben:
Gestern kam der Brief, dass ich jetzt registriert bin!


Na, da kann man ja fast schon gratulieren. :wink:

_________________
Hej då Rwitha

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Komm wir essen Oma


Satzzeichen können Leben retten! :smt006


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 12. Oktober 2011 09:22 
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Registriert: 29. Oktober 2010 08:08
Beiträge: 27
Wohnort: Bochum -> Umeå
Oh, gut dass ich dieses Thema hier gefunden habe, weil ich mich ja auch schon gefragt habe, wie ich mich als "Neuschwede" mit bald einzigem Wohnsitz in Schweden , einziger Arbeitsstelle in Schweden und noch privater Krankenversicherung in D in Schweden versichere.

Aktuell habe ich Kosten von ungefähr 450 Euro für die Krankenversichergun, in D trägt aber die Hälfte der Arbeitgeber. So wie ich das sehe werde ich die Versicherung dann komplett alleine zehlen müssen und werde versuchen mich aus dieser zu lösen, sobald ich definitiv weiß, dass die försäkringskassan mich versichert.

Dazu wäre die Frage: was sollte ich als sicheres Zeichen dafür werten, dass ich "schwedisch" versichert bin?

Gruß & Dank, logiker


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 Betreff des Beitrags: Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?
BeitragVerfasst: 12. Oktober 2011 09:34 
Schwedenfreund
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Registriert: 27. Februar 2007 20:43
Beiträge: 416
Wohnort: Östergötland
Ein sicheres Zeichen ist nach meiner Erfahrung und meiner Recherche eine Personnummer im Zusammenhang mit einem Arbeitsvertrag, der länger als ein Jahr von Dauer ist. Es ist von Vorteil, wenn du beim Beantragen der Personnummer mitgeteilt hast länger als ein Jahr bleiben zu wollen oder deinen Arbeitsvertrag vorgelegt hast. In meinem Fall bekam ich unaufgefordert ein Schreiben von der försäkringskassa, dass ich bei dieser registriert sei. Ein Registrierung bedeutet aber nicht, dass Versicherungsleistungen gezahlt werden. Da hält sich die Behörde bedeckt. Der Versicherungsbetrag wird automatisch im Zuge der Einkommensteuer bezahlt. Ja, wenn du auf deiner Einkommensteuer sieht, dass die Krankenversicherung abgezogen, dann ist ja alles klar.

Andere Methode. Man lässt sich mal probeweise von einer Krankenschwester den Blutdruck messen. Das ist nicht teuer. Wenn du dann keine Rechnung bekommst, ist alles in Ordnung :lol: :lol: .

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