Föderklassen für Begabte

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Föderklassen für Begabte

Beitragvon svenska-nyheter » 18. Mai 2009 09:50

Künftig sollen Aufnahmeprüfungen in theoretischen Fächern wie Mathematik und Naturwissenschaften auch Schülern ab Klasse 7 Zugang zu besonderen Förderklassen eröffnen. Eine entsprechende Gesetzesnovelle hat Bildungsminister Jan Björklund für Juni angekündigt. Bislang sind Förderklassen in theoretischen Fächern nur in der Oberstufe möglich. In der Grundstufe wird nur in Musik und Sport Förderunterricht für besondere Talente angeboten, hier sind Aufnahmetests seit je her gang und gäbe.


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(Mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden)

Tulipa
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Re: Föderklassen für Begabte

Beitragvon Tulipa » 18. Mai 2009 11:22

... und eben im Radio habe ich schon den erwarteten AUFSCHREI über diese Segregierung gehört. Das einheitliche schwedische Bildungssystem sei ja anerkanntermaßen weltweit das erfolgreichste :roll:

LG
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Aelve
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Re: Föderklassen für Begabte

Beitragvon Aelve » 18. Mai 2009 11:40

Hallo,

da eine Unterforderung genauso schlimm und problematisch ist wie eine Überforderung entspricht es dem Gleichheitsgrundsatz, dass der Unterforderte genauso gefördert werden muß wie der Überforderte. Es spricht also demnach nicht gegen das Gleichheitsgebot, jemanden mehr zu fordern, wenn er sonst unterfordert wäre.

Gleichheit bedeutet ja nicht, dass alle gleich behandelt werden, sondern das Gleichheitsgebot soll ja gerade jedem gleiche Möglichkeiten bieten, seine Begabung richtig einzusetzen. Das man nur dem Schwachen und nicht so Intelligenten helfen muß, existiert nur in den Köpfen einigen Leute.
Gleichheit heißt, jeder muß so gefördert werden, damit er die besten Chancen hat. Das kann z.B. bedeuten, dass jemand, der nicht so gut hört, einen Platz bekommt, wo er am besten hören kann. Oder wenn jemand Sehprobleme hat, dann muß er so sitzen, dass er alles soweit gut sehen kann, damit er nicht schlechter gestellt ist, als jemand der diesen Mangel nicht hat. Oder dass jemand im Rollstuhl seinem Handikap entsprechend Sport machen kann, zu welchem er mit seiner Behindunger fähig ist. Dazu gehört auch, dass jemand der in einem Fach schneller denken kann als die anderen, dann entsprechend höhere Anforderungen serviert bekommt.

Grüße Aelve
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Re: Föderklassen für Begabte

Beitragvon Tulipa » 18. Mai 2009 11:51

Aelve hat geschrieben:
da eine Unterforderung genauso schlimm und problematisch ist wie eine Überforderung entspricht es dem Gleichheitsgrundsatz, dass der Unterforderte genauso gefördert werden muß wie der Überforderte. Es spricht also demnach nicht gegen das Gleichheitsgebot, jemanden mehr zu fordern, wenn er sonst unterfordert wäre.


So fortschrittliche unschwedische Gedanken scheinen ja derzeit hier richtig im Trend zu liegen :)

LG
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