Flüchtlinge

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Petergillarsverige
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Re: Flüchtlinge

Beitragvon Petergillarsverige » 25. September 2015 09:39

Man könnte das mit den Flüchtlingen auch anders sehen. Wir sind alle Flüchtlingskinder, bei manchen liegt das schon ein paar Generationen zurück. Wenn das nicht so wäre, würden wir alle noch vor den Toren des Paradieses lagern. :-)
Im Geschichtsunterricht musste ich mal lernen wie sich die Menschen um die Welt verteilt haben. Ungarn und Finland haben ähnliche Sprachen, entstammen wohl gleichen Wurzeln und liegen ziemlich weit voneinander weg.
Wegen schlechten Ernten sind mal viele Schweden nach Amerika ausgewandert. Ist lange her, aber ich glaube damals wurden die Gesellschaften stärker durcheinander gewürfelt als jetzt. Und hin und wieder ist das wohl auch notwendig.
Also, die Flüchtlinge mögen auf lange Zeit gesehen Värmland vor der Inzucht bewahren. :-)

Damit möchte ich natürlich nicht die Ursache dieser Flüchtlingsströme verharmlosen.
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Re: Flüchtlinge

Beitragvon meckpommbi » 25. September 2015 15:23

der war gut peter der mit der inzucht :danke:
ich habe die pilzjakt abgesagt zugunsten von :
Bild
aber vieleicht schaffe ich es heute
ansonsten eigentlich ist zum thema erst mal alles gesagt von meiner seite das ganze wird uns wohl noch ein bisschen länger beschäftigen
gruss Birgit

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Re: Flüchtlinge

Beitragvon vibackup » 25. September 2015 17:32

meckpommbi hat geschrieben:der war gut peter der mit der inzucht :danke:
ich habe die pilzjakt abgesagt zugunsten von :
Bild
aber vieleicht schaffe ich es heute
ansonsten eigentlich ist zum thema erst mal alles gesagt von meiner seite das ganze wird uns wohl noch ein bisschen länger beschäftigen
gruss Birgit

Stimme dem zu.
Hast du Weintrauben in Schweden?
Ich auch, aber meine sind hart, grün und zitronensauer und maximal einen halben Zentimeter gross.
Aber sie werden jedes Jahr ein bisschen größer... ;-)

//M

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Re: Flüchtlinge

Beitragvon Petergillarsverige » 25. September 2015 22:01

Ohhhhh, sieht das lecker aus. Das macht mich richtig an.
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Re: Flüchtlinge

Beitragvon meckpommbi » 25. September 2015 22:49

der rebstock ist 7 jahre alt ne schwedische sorte suess aber nicht alzu groesse trauben hatte voriges jahr 10 kg werden warscheinlich wegen des wetters dieses jahr aber etwas weniger reif ich denke das wichtigste ist der optimale standort ich habe 10 m scheunenwand suedseite
achja und pilze sind bei mir zumindest vorbei ist zu kalt inzwischen
gruss Birgit
um auf den ausgangstread noch mal zu kommen habe heute das getoese um den un gipfel verfolgt und merkels rede wo sie mal wieder etwas versprochen hat wohl wissend das sie luegt wie gedruckt (0,7%) da brauchen wir doch gar nicht weiter ueber fluchtursachen reden oder ueber schuldzuweisungen an andere

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Re: Flüchtlinge

Beitragvon vibackup » 26. September 2015 18:05

Ok, hier unsere Ernte (meiner Frau gebührt diesmal die Ehre, mit dem Sanddorn gekämpft zu haben):
2015-09-26_16.51.16.jpg
2015-09-26_16.51.16.jpg (217.31 KiB) 1208 mal betrachtet

und hier das Resultat:
2015-09-26_18.16.56.jpg
2015-09-26_18.16.56.jpg (141.84 KiB) 1207 mal betrachtet

Keine Weintrauben, aber die Marmelade schmeckt lecker.

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Re: Flüchtlinge

Beitragvon HeikeBlekinge » 26. September 2015 18:41

Lecker!!
Ich habe ein Produkt das ich Havets Sol nenne ;-)
Eine Havtornsås die zu allem möglichen passt.
Allerdings pflueke ich nicht sondern friere die Zweige ein und schuettel die Beeren tiefgefroren ab - ist schmerzloser.
www.lilla-koksgarden.se


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Re: Flüchtlinge

Beitragvon Infosammler » 26. September 2015 18:43

Hej,
wie wäre es wenn ihr Überschüsse an Obst habt die an Flüchtlinge anzugeben, um mal wieder zu dem Thema zu kommen.
Gruß Claudia
Var inte för optimistisk, ljuset i slutet av tunnel kan vara ett tåg. Franz Kaffka

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Re: Flüchtlinge

Beitragvon Krümel7 » 27. September 2015 09:50

Um zum Ausgangsthema zurückzukommen:

Zu den politischen Hintergründen und Auslösern der Flucht möchte ich jetzt nicht weiter schreiben.
Ich fand das Verhalten der deutschen Regierung in den vergangenen Monaten dazu skandalös, da man ja die Länder wie Italien etc. mit der Problematik alleingelassen hat und sich zurücklehnte.
Da wäre es spätestens Zeit gewesen nicht alles "abzuwimmeln", sondern Pläne für die jetzige Situation zu schmieden.
Die Ausgangsfrage war ja eine andere.
Ich persönlich sehe es als sehr wichtig an, diesen Menschen jetzt zu helfen. In einem Fernsehbericht gab es ein Interview in einem der Flüchtlingslager. Darin wurde erwähnt, dass die UN kein Geld mehr zur Versorgung der syrischen Flüchtlinge hätte. Wenn die EU nur 10 % dessen, was jetzt in Europa für die Flüchtlinge ausgegeben wird, der UN als finanzielle Unterstützung für die Flüchtlingslager zahlen würde, könnten die Menschen auch dort vor Ort besser versorgt werden.
Ihre Zukunftsaussichten werden sich dadurch nicht bessern. Denn selbst wenn ein Ende des Krieges gäbe, müsste das Land ja wieder irgendwann aufgebaut werden.
Sorge macht mir, wie sich das Zusammenleben in den nächsten Jahren, wenn die erste Phase der Hilfsbereitschaft abgeklungen ist, gestalten könnte.
Es gibt hier in Berlin viele arme Menschen (ca. 25 %). Viele junge Menschen gehen trotz Studium für 1.000-1.200 € netto 50-60 Stunden/Woche arbeiten, leben in einer WG, da sie sich von diesem Gehalt keine Wohnung leisten können. Von der Altersarmut, die stark zunimmt ganz zu schweigen. Diese Menschen müssen sich dann den extremen Wohnungsmarkt mit den Flüchtlingen teilen. Der deutsche Arbeitslose, der Arbeit sucht und keine findet, muss sich monatlich im Jobcenter vorstellen und beleidigen lassen und am Ende fühlt er sich schlecht. Es gibt bestimmt auch Ausnahmen darunter, die nicht arbeiten wollen-keine Frage. Die meisten Menschen wollen jedoch arbeiten, finden jedoch keine Anstellung. Scheinselbständgkeit blüht. Ihr glaubt nicht was es alles gibt. Selbständige Barkeeper, selbständige Reinigungsfrauen in Hotels u.s.w., die zu wenig verdienen, um davon leben zu können und sogar noch ihr Zimmer bezahlen müssen, aber angeblich selbständig sind. Das sind keine Infos aus der Presse. Ich sehe solche Dinge fast täglich schwarz auf weiß. Wie fühlen sich diese Menschen, die sich stets rechtfertigen müssen und Rechenschaft ablegen müssen, wenn Flüchtlinge nicht arbeiten müssen (z.B. fehlende Berufsanerkennung oder mangelnde Bildung etc.)?
Meine Sorge ist, dass diese erste Euphorie in einiger Zeit in eine Welle des Argwohns, Missgunst etc. umschlägt. Darüber wird leider nicht gesprochen. Die meisten Menschen höre ich sagen:
" ja, die gut qualifizierten die können hierherkommen, aber die anderen brauchen nicht herzukommen. Was wollen die hier. Die werden sich sowieso nicht wohlfühlen, wenn sie keinen gesellschaftlichen Anschluss finden und nicht zur Gesellschaft dazugehören werden".
Das spiegelt nicht meine Meinung wieder, wird hier jedoch flächendeckend gedacht und auch ausgesprochen-sowohl in Ost als auch West! Da gibt es keinen Unterschied.
Ich denke, dass sich das nur lösen lässt, in dem man auch den Umgang der deutschen Behörden mit Hilfsempfängern ändert und dort keine Ungerechtigkeiten bestehen.
Ich Schweden hört man doch auch von großer Wohnungsnot in den Ballungszentren. Gehen die Flüchtlinge denn auch in die kleinen Gemeinden, wo Schulen und Läden schließen?
In Brandenburg hat ein Bürgermeister gezielt zwei Flüchtlingsfamilien mit Kindern in seine Gemeinde geholt und damit war die Schließung der Grundschule mangels Kindern verhindert.
Letztlich haben wir darauf keinen Einfluss, was die Politik daraus macht. Einfluss können wir nur in unserem direkten Umfeld ausüben, im Kleinen sozusagen.
Habt Ihr Ideen?
Grüße krümel7

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Re: Flüchtlinge

Beitragvon HeikeBlekinge » 27. September 2015 11:49

Du hast ganz recht!
Ich glaube das die Konzentration von Menschen (jeglicher Art) in Ballungszentren eines der Hauptprobleme ist.
Steigende Nachfrage = steigende Mieten = steigende Kosten ...
Es gibt so viele kleine Gemeinden hier in Schweden wo in den letzten Jahren Schulen geschlosssen wurden. Die Idee von dem Buegermeister finde ich klasse! Leider hat z.b. unser Ort wie alle anderen in Schweden keinen eigenen Buergermeister, das wird alles von der Kommune gefuehrt. Auch als sich Eltern vor einigen Jahren lautstarkt gegen die Schulschliessung wehrten brachte es nichts. Wir haben jetzt rund 100 Fluechtligne im nächsten Ort, die Hilfsbereitschaft ist fantastisch - auch wenn manche Leute ehrlich gesagt nicht kapieren das benutzte Unterwäsche nicht gespendet werden sollte ;-)
Es heisst, die Fluechtlinge seien nur vorruebergehend, ein paar Wochen hier. Hmm, wahrscheinlich geht es fuer sie dann irgendwann in die Ballungszentren? Das halte ich fuer absolut dumm! Sie könnten wesentlich zur landsbygdutveckling beitragen glaube ich. Und sicher sind viele nicht gerade begeistert davon in grosse Städte zu kommen.
Gerecht wäre es Betroffene gezielt zu fragen!

Etwas noch: Als die Fluechtlinge hier letzte Woche ankamen fand drei Tage nach deren Ankunft ein Musikabend mit schwedischen Liedern statt.
Organisiert von ein paar privaten Helfern.
Ich fand das ehrlich gesagt ziemlich daneben. Wer bitte will nachdem er Hunger, Krieg und Elend entkommen ist, evtl. noch seine halbe Familie in Kriesengebieten weiss "Idas Sommarvisa" singen lernen?
Meiner Meinung nach sollten Fluechtlinge so schnell wie möglich beschäftigt werden. Das ist es was sie wollen: Arbeiten. Es hilft ihnen sich zu integrieren, hilft bei der Verarbeitung von Traumata.
Und genau da hapert es! Da muss die Politik etwas ändern.
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