Fangverbot für bedrohten Nordsee-Dorsch im Gespräch

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Fangverbot für bedrohten Nordsee-Dorsch im Gespräch

Beitragvon svenska-nyheter » 27. Juni 2008 12:48

Der Dorschbestand in der Nordsee ist nach Feststellungen des Internationalen Meeresforschungsrates weiterhin bedroht. Die Organisation möchte deshalb für das kommende Jahr ein völliges Dorsch-Fangverbot erreichen. Martin Pastoors vom Forschungsrat sagte gegenüber dem Schwedischen Rundfunk:

„Die Zahl der Jungfische ist etwas geringer, als wir erwartet haben. Deshalb empfehlen wir, die Fangquote für den Dorsch 2009 auf Null zu senken.“

Ein Fangverbot würde die schwedischen und dänischen Fischer im Skagerrak und im Kattegatt besonders treffen. Schwedens Fischereiminister Eskil Erlandsson bestätigt, dass er deshalb in Kontakt mit der Regierung in Kopenhagen steht:

„Ich habe schon mit meinem dänischen Kollegen darüber gesprochen, was wir gemeinsam tun können. Bei den EU-Verhandlungen des vergangenen Jahres haben wir nicht die Ergebnisse erzielt, die ich mir gewünscht hatte. Nun kann ich vielleicht zusammen mit meinem dänischen Kollegen etwas dafür tun, den Dorschbestand wieder auf das gewünschte Maß anzuheben.“

Als mögliche Kompromisslösung nannte der Minister ein begrenztes Fangverbot während der Laichzeiten des Dorsches.




(Mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden)

nobse

Re: Fangverbot für bedrohten Nordsee-Dorsch im Gespräch

Beitragvon nobse » 27. Juni 2008 17:57

So leid es mir für die Fischer tut, aber wenn die Bestände vollends weg sind , haben die Fischer auch keine Existenz mehr. Schuld sind sind die großen Fischindustrien , die rücksichtslos mit den Beständen umgehen, um zu Dumpingpreisen Fisch aus den Ozeanen der Welt anzubieten.
Nur die Maßnahmen zur Fangbegrenzung reichen bei weitem nicht aus. Das einzige Mittel, was hilft ,ist nicht diesen Babydorsch bei den großen Kaufhausketten zu kaufen.
Unsere Meere sind schon längst tot, als Angler noch ein Paradies , aber für die Flotten schon längst nicht mehr rentabel.
Es ist ein Teufelskreis und wenn man dann noch bedenkt , dass sich 80% der Weltbevolkerung nur von Fisch ernähert , diese aber die ärmsten der Welt sind , schämt man sich manchmal beim Angeln.

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sinlalu
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Re: Fangverbot für bedrohten Nordsee-Dorsch im Gespräch

Beitragvon sinlalu » 27. Juni 2008 18:45

nobse hat geschrieben:So leid es mir für die Fischer tut, aber wenn die Bestände vollends weg sind , haben die Fischer auch keine Existenz mehr.


So ist´s wohl - aber solange noch was da ist ... für Fischer schwer einzusehen. Sie leben schließlich davon. Und wo sowieso alles teurer wird zählt jede Mark - äh jeder Euro , Krone oder was auch immer. Wenn weg, dann weg, dann wird noch schnell der Hering ausgerottet, und dann das, was halt noch so rumschwimmt. Ich find Dorsch ja auch lecker... Aber Thunfisch und Seelachs find ich auch lecker, kauf ich aber auch nicht mehr, weil die sich auch rar machen. :smt022 :( Nur ob mein Boykott da was nutzt???

Für die Betroffenen aber einfach übel - Fische und Fischer!

Liebe Grüße Silke
Eine Umarmung ist ein großartiges Geschenk - passend für jede Größe...

nobse

Re: Fangverbot für bedrohten Nordsee-Dorsch im Gespräch

Beitragvon nobse » 27. Juni 2008 19:04

Ich möchte es gar nicht mal als Boykott bezeichnen. Man sollte es als Naturschutz bezeichnen. Uns kleinen Anglern werden Fangbegrenzungen auferlegt , die wir gerne einhalten. Aber die Angler haben mit dem Fischschwund überhaupt nichts zu tun.
Da wir in Schweden verboten auf Aal zu gehen( mache ich sowieso nicht ,weil zu langweilig) Aber fast alle Flüsse sind verbaut . Aus Norwegen darfst du nur ein paar Kilo Dorschartige ausführen, hast du aber eine Rechnung vom Fischer ,kannst du zentnerweise mitnehmen.
Bei den Lachsartigen kannst du auch ohne Rechnung mitnehmen was du willst.
Ich fange für meinen Jahresgebrauch( alte Vorratsmethode) und die ist wahrlich sehr teuer.Da kommen locker 30 € pro Kilo zusammen. Die gebe ich aber zur Zeit noch gerne aus , da ein Hobby dran hängt. Doch Witwe Bolte?
Und zu diesen Preisen kommen wir bald in den Supermärkten,da bald nichts mehr da ist.


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