Famulatur/Krankenhauspraktikum in Schweden

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MrGriffin

Famulatur/Krankenhauspraktikum in Schweden

Beitragvon MrGriffin » 1. November 2013 14:41

Liebe Schweden-Freunde,

ich studiere nun schon seit geraumer Zeit Medizin und bin seit Mitte dieses Jahres besessen von dem Gedanken, eine meiner Famulaturen (Praktika in Krankenhäusern oder Arztpraxen) in Schweden abzuleisten.

Bei meinen Recherchen über dieses sympathische Land bin ich auf euer Forum gestoßen und würde mich freuen, an eurem kollektiven Wissen teilhaben zu dürfen.:)

Das besagte Praktikum würde ich, genau wie meine Freundin, gerne im Zeitraum vom 10.02.14 - 04.04.14 für 30 Tage absolvieren und wäre sehr dankbar über jegliche Hinweise bzgl. geeigneter Krankenhäuser, günstiger Unterkünfte, billigen Flügen etc..

Darüber wo genau wir in Schweden unsere Zeit am liebsten verbringen würden, haben wir uns bislang keine Gedanken gemacht, da es nachher ja sowieso immer anders kommt.

Da es in Schweden meines Wissens kein analoges Praktikum in der Medizinerausbildung gibt, frage ich auch explizit, ob jemand von euch evtl. eine hilfsbereite Krankenhausärztin bzw.-arzt kennt, der uns unterstützen könnte oder sogar jemand der bereits selbst eine Famulatur dort abgeleistet hat.

Vielen Dank an alle, die sich Zeit nehmen!

Gruß, Florian

jörgT
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Re: Famulatur/Krankenhauspraktikum in Schweden

Beitragvon jörgT » 15. November 2013 13:43

Wie sieht es denn mit Deinen Schwedischkenntnissen aus? Ohne Sprache läuft nämlich nichts!
Melde Dich doch an, dann kann ich zu diesem doch sehr speziellen Thema etwas mehr schreiben ...
Jörg :wink:

MrGriffin
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Re: Famulatur/Krankenhauspraktikum in Schweden

Beitragvon MrGriffin » 4. Dezember 2013 15:02

Hey Jörg,

ich bin jetzt als MrGriffin angemeldet. Tut mir Leid, dass ich erst jetzt antworte, ich hoffe dir ist mittlerweile nicht die Lust vergangen. Ich freu mich auf deine Rückmeldung.

Gruß, Florian

jörgT
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Re: Famulatur/Krankenhauspraktikum in Schweden

Beitragvon jörgT » 5. Dezember 2013 13:38

Nein, mir ist die Lust nicht vergangen!
Du brauchst für eine Famulatur Sprachkenntnisse (zumindest umgangssprachliches Niveau) und eine Versicherung, die Deine ev. Schäden deckt. Naja - und dann musst Du möglichst einen Arzt in Schweden finden, der Dich unter seine Fittiche nimmt :D !
So jedenfalls die Auskunft unserer Personalabteilung. Wir haben gelegentlich Famulanten aus anderen EU-Ländern, aber ohne diese Bedingungen erfüllt zu haben, läuft nichts ...
Jörg :wink:

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Re: Famulatur/Krankenhauspraktikum in Schweden

Beitragvon med.student » 19. September 2017 13:51

Hey Florian,

ich hoffe, bei dir hat es mit der Famulatur in Schweden geklappt? Ich bin gerade genau in der selben Situation wie du vor ein paar Jahren. Ich habe auf meine ganzen Bewerbungen per Mail kaum Antworten erfahlten und auch über Telefon war fast niemand zu erreichen. Darum meine Frage: Hast du vllt einen Ansprechpartner, an den ich mich wenden kann? Ich fange im Oktober auch einen Sprachkurs an und hoffe bis zum Sommer nächsten Jahres (für diesen Zeitraum hätte ich die Famulatur geplant) zumindest die Grundlagen drauf zu haben.

@jörgT, vllt kannst du mir ja auch noch Tipps geben? :)

Ich freue mich auf Eure Antworten!
Liebe Grüße,
Katharina

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Re: Famulatur/Krankenhauspraktikum in Schweden

Beitragvon vibackup » 19. September 2017 19:45

Hej Katharina!

Nun bin ich nicht Florian und nicht Jörg und habe auch selber damals kein Praktikum hier gemacht - mich hat im entscheidenden Augenblick der Mut verlassen - aber ich habe hier in Schweden ua. Medizinstudenten unterrichtet und tue das, wenn auch im bescheidenen Rahmen, immer noch.
Leider ist es nicht erstaunlich, dass du keine Antworten bekommst, wenn du fragst.
Folgendes steht dagegen:
  • Hier in Schweden streiten sich die Universitäten um die Praktikumsplätze; als Örebro aufmachte, verloren Linköping und Uppsala eine Reihe Krankenhäuser, in die sie ihre Studenten schicken konnten... so wird es jedenfalls gesehen...
  • Du wirst vermutlich nicht auf schwedisch, sondern auf englisch (?) kommuniziert haben und hast damit deinen Mangel an Schwedischkenntnissen offenbart. Und ohne fliessende Schwedischkenntnisse bist du im Klinikalltag einfach nicht gut zu gebrauchen.
  • Im schlimmsten Fall hast du versucht, im Sommer hier Praktikum zu machen; im Sommer ist Schweden geschlossen, Stationen werden zugemacht, alle fahren mit Minimalbesetzung, das ist die schlechteste Zeit für ein Praktikum.
Was kannst du tun?
Jörg hat oben die wesentlichen Punkte schon erwähnt.
Zusätzlich zu sagen wäre vielleicht: suche zumindest auch weit von den Unistädten entfernt, dort, wo die Konkurrenz mit den hiesigen Studenten nicht so gross ist.
Und: ja, es ist ein uppförsbacke, aber es ist nicht unmöglich.
Es gilt eben, am Ball zu bleiben.
Vielleicht helfen diese Links:
http://m-andresen.org/sweden/lankar.html
Ignorier die anderen Seiten unter derselben Domän, die sind lange nicht aktualisiert, ich werde sie wohl irgendwann mal aus dem Netz nehmen.
Aber bspw die Krankenhausliste funktioniert noch.
Viel Erfolg!

//M

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Re: Famulatur/Krankenhauspraktikum in Schweden

Beitragvon vibackup » 19. September 2017 19:48

Addendum:
Die besten Zeiten in denen man den normalen Betrieb sieht, sind von September bis Mitte Dezember und von Januar bis Mai, ev bis kurz vor Mittsommer.

//M

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Re: Famulatur/Krankenhauspraktikum in Schweden

Beitragvon jörgT » 20. September 2017 11:48

Ja, Katharina, den Ausführungen von Michael ist nicht viel hinzuzufügen. Was brauchst Du denn für ein Praktikum oder ist die Fachrichtung egal?
Grundlegend ist wirklich die Sprache - natürlich kannst Du mit Ärzten und Schwestern auch in Englisch kommunizieren, aber der Sinn eines Praktikums, der direkte Patientenkontakt, geht an Dir vorbei. Und dass Du in einem halben Jahr so gut Schwedisch sprichst, halte ich für schwer durchführbar ...
Du schreibst nichts darüber, ob Du schon einmal in Schweden warst. Wenn nicht, habe ich einen Vorschlag für Dich: Plane einen Urlaub ein und schau Dir dabei ein Krankenhaus an, unterhalte Dich mit den Mitarbeitern und versuche, ein Praktikum für 2019 einzuplanen. Persönliche Kontakte sind immer besser als eine anonyme Bewerbung!
Und denke an Michaels Rat: Suche Krankenhäuser, die so weit wie möglich von den Unistädten entfernt sind!
Dein Vorhaben ist - mit der richtigen Vorbereitung - absolut möglich, aber es ist schwerer als in Deutschland. Oder einfach anders ... :wink:
Du kannst mir gern eine PN schreiben, dann kannst Du mehr erfahren (ich arbeite seit knapp 15 Jahren hier) ...
Jörg :smt006

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Re: Famulatur/Krankenhauspraktikum in Schweden

Beitragvon vibackup » 20. September 2017 19:45

jörgT hat geschrieben:Du schreibst nichts darüber, ob Du schon einmal in Schweden warst. Wenn nicht, habe ich einen Vorschlag für Dich: Plane einen Urlaub ein und schau Dir dabei ein Krankenhaus an, unterhalte Dich mit den Mitarbeitern und versuche, ein Praktikum für 2019 einzuplanen. Persönliche Kontakte sind immer besser als eine anonyme Bewerbung!

Das ist ein kluger Rat!
:smt045

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Re: Famulatur/Krankenhauspraktikum in Schweden

Beitragvon med.student » 22. September 2017 10:03

Vielen Dank Michael und Jörg für Eure Antworten!
Ich habe mich für September nächsten Jahres beworben und schon versucht, die großen Städte außen vor zu lassen, wie zB Stockholm und Göteborg. Ehrlich gesagt habe ich mir einfach eine Liste von Krankenhäusern im Internet gesucht und mich dann dort der Reihe nach beworben. Das mein noch nicht vorhandenes Schwedisch ein Problem ist, habe ich mir schon gedacht. Nur habe ich mich von Erfahrungsberichten ermutigen lassen, wonach Studenten genommen wurden, die kaum oder kein Schwedisch konnten - aber vielleicht ging das dann über Vitamin B. Oder es war vor ein paar Jahren noch einfacher, wenn es damals mehr Plätze für Praktikanten gab.
Ich war schon zwei Mal in Stockholm und Umgebung, leider habe ich es noch nicht weiter in den Norden geschafft. Ein Trip mit VW Bus und Kajak steht aber schon auf dem Plan ;-) und dabei dann mal zu versuchen, Kontakte zu knüpfen, ab sofort auch :)
Ich werde auf alle Fälle weiter am Ball bleiben, und bis 2019 kann ich ja auch noch die Sprache etwas besser lernen.
@Jörg: Bzgl den Fachrichtungen bin ich eigentlich sehr offen. Ich habe über meine Arbeit im Rettungsdienst und als Krankenschwesternschülerin sehr viele Disziplinen kennen lernen dürfen und gemerkt, dass alles sehr interessant sein kann, so lange man einen guten Mentor hat. Mit der Zeit und vor allem jetzt während des Studiums habe ich gemerkt, dass mich vor allem die Neurologie und Unfallchirurgie sehr interessiert, aber ich würde auch gerne einen anderen Fachbereich noch näher kennen lernen.

Auf alle Fälle vielen Dank noch einmal für Eure ausführlichen Anworten!
Liebe Grüße,
Katharina


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