Familienkrankenversicherung?

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Volker
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Re: Familienkrankenversicherung?

Beitragvon Volker » 9. Mai 2008 07:57

Hallo zusammen,

es gibt ja noch einen wichtigen Punkt, den ich fast vergessen hätte: Wenn man als Ehepartner seinem Partner nachzieht, weil er ins EU-Ausland gezogen ist, und man deshalb seine Stellung gekündigt hat, bekommt man mehr Arbeitslosengeld raus als man unter normalen Bedingungen bekommen hätte. Die genauen Regelungen kenne ich nicht mehr. Aber den Wohnsitz nicht abzumelden, könnte einem in diesem Fall einige 1000 Euro kosten oder man muss im günstigsten Fall nervige Überzeugunsarbeit beim Arbeitsamt leisten, denn die stellen sich so oder so meistens erst einmal quer.

Mein deutscher Steuerberater hat damals auch davon abgeraten, einen Wohnsitz in Deutschland zu behalten. Also wir haben uns in Deutschland brav abgemeldet, was auch ein Vorteil war, da wir dann mit dieser Abmeldung bei der Deutschen Botschaft in Stockholm die Wohnsitzänderung in unseren Pässen eingetragen bekamen.

Sollte ich mal meinen Pass im Ausland verlieren, weiß die Botschaft, dass es mich noch gibt und dass sie für mich zuständig ist. Ich will mir nicht ausmalen, was passiert, wenn ich denen erklären muss, dass ich nach Schweden und nicht nach Deutschland zurück will.

Ich bin für klare Verhältnisse. Eine halbe Auswanderung gibt es nicht. Alle anderen Versuche sorgen in dieser Richtung nur für Verwirrungen und wenn man Pech hat, wird man zwischen den Zuständigkeiten verschiedener Behörden/Verwaltungen hin- und hergeschubst. Den Ärger kann man sich sparen.

Das Problem war bei mir von den deutschen Behörden/Verwaltungen endlich in Ruhe gelassen zu werden. Es war ein Qual, bis die Deutsche Telekom endlich kapiert hatte, dass ich kein Telefon und DSL-Anschluss mehr haben möchte und meine außerordentliche Kündigung wirksam ist. Ich bekam von denen zum Schluss Werbebriefe nach Schweden geschickt!!! Dann kam die deutsche Steuerbehörde ein Jahr nach meiner Umsiedlung auf mich zu, ich sollte auf Grund einer umstritennen Regelung noch Steuern nachzahlen. Es waren nur ein paar 100 Euro, auf jeden Fall ärgerlich und ich hatte das Gefühl mich freikaufen zu müssen. Es war auch ein kleiner Stressbelastungstest das Auto in Deutschland abzumelden: "Sie müssen die Nummernschilder und den Fahrzeugbrief bei uns persönlich abgeben.", hieß es erst einmal. Dabei hatten die Schweden den Fahrzeugbrief einbehalten.


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