Familienkrankenversicherung?

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Imrhien
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Re: Familienkrankenversicherung?

Beitragvon Imrhien » 30. April 2008 12:27

S-nina hat geschrieben:Die Idee mit Zusatzversicherung im 1. Jahr noch über Deutschland ist sicherlich gut.
Aber ob die dann auch für die Zähne gilt, ...
da die deutsche Krankenversicherung nur die Leistungen übernahm, die auch die schwedische Kasse angeboten hat.



Hängt das vielleicht mit der Kasse zusammen? Die Techniker hatte mir versichert, dass ich weiterhin alles bekäme was ich in Deutschland auch so hatte. Ich bekäme erst mal das was die Schweden sowieso machen. Alles darüber hinaus müsste ich Bar zahlen und dann bei der Techniker einreichen...
Leider hab ich die letzte Quittung (Zahnarzt) verloren, muss mir ne neue Ausstellen lassen. Sonst könnte ich jetzt sagen obs stimmt. Mal sehen ob das noch klappt mit einer neuen Quittung.

Grüße
Wiebke

nysn

Re: Familienkrankenversicherung?

Beitragvon nysn » 30. April 2008 12:58

Hängt das vielleicht mit der Kasse zusammen? Die Techniker hatte mir versichert, dass ich weiterhin alles bekäme was ich in Deutschland auch so hatte.


Hej Wiebke,
wenn dir die "Techniker" das so zugesichert hat, dann stimmt das auch sicherlich.

Ich war bei meinem Posting nicht so genau - wollte eigentlich nur ausdrücken, dass es auf jeden Fall gut sein könnte, sich bei seiner deutschen Krankenkasse im Vorfeld zu erkundigen, was genau, wie und wie lange von denen dann auch in Schweden noch übernommen wird.

Sorry, ich hätte wohl besser getan mit "erst denken" und dann "schreiben"!

In meinem Fall war das vor 13 Jahren die KKH, bei der ich noch 3 Jahre (von 1994-1997) versichert war. Damals war es auch noch nicht so "üblich" nach Schweden auszuwandern und die Regeln waren noch teilweise anders. Auch waren die Leistungen in Deutschland von Krankenkasse zu Krankenkasse recht unterschiedlich.

Gruß
S-nina

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floh
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Re: Familienkrankenversicherung?

Beitragvon floh » 30. April 2008 16:02

[quote="Imrhien
... Die Techniker hatte mir versichert, dass ich weiterhin alles bekäme was ich in Deutschland auch so hatte. Ich bekäme erst mal das was die Schweden sowieso machen. Alles darüber hinaus müsste ich Bar zahlen und dann bei der Techniker einreichen... [/quote]

Hmm, ich habe letzte Woche ebenfalls mit der Techniker telefoniert, die sagten mir
a) Sobald ich in Schweden versichert wäre, könnte ich nicht mehr bei ihnen bleiben
b) ich könne mich auch nicht freiwillig in Deutschland weiterversichern wenn mein ständiger Wohnort nicht in Deutschland wäre. Das ginge nur, wenn ich regelmaessig z.B. ein Mal in der Woche in Deutschland wäre.

Mit anderen Worten 'Rauswurf'!

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Re: Familienkrankenversicherung?

Beitragvon oldschwede » 30. April 2008 16:41

@Imrhien oder alle die die möglichkeit haben

wichtig ist wenn man berreits über eine schwedische karte verfügt trotzdem die deutsche zu verwenden
nur dann verrechnet die deutsche versicherung dies auch(einreichen ) ab incl der apoteken kosten für die kinder z.b oder krebsvorsorge für die frauen (leider ist das bei männer hier nicht weit her )

wenn du die schwedische p-brika nimmst ist der zug durch und es wird maximal angeglichen wenn überhaupt

das mit dem in dem versichter sein in d und in schweden geht nur wenn man z.b. in deutschland noch im mutterschutz (grundrecht) ist oder z.b. ein einkommen hat und somit sozialversicherungspflichtig( wohnort) ist so kann einen doppelversicherung zustande kommen
bei angesparten guthaben bei z.b zähne kann das sehr sinnig sein sich diesen status zu erhalten weil sonst die ganze sauer angesparte kohle prämie weg ist .
ich rede jetzt nur aus der praxis wie das gangbar machbar ist , ist ne andere sache

ob das sinn macht richtig oder falsch ist steht auf einem anderen papier das ist nicht bestandteil also kein moralischen kiste hier :smt064 :danke:

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Re: Familienkrankenversicherung?

Beitragvon Imrhien » 5. Mai 2008 12:30

Hm,
also S-Nina, ich hatte das nicht als Vorwurf gemeint. Ich denke, dass sich da auch viel getan hat in den letzten Jahren und ja, die Krankenkassen sind ja auch selber unterschiedlich in Deutschland.
Was das in Detuschland versichert bleiben angeht, das geht bei mir wirklich nur weil ich noch in Elternzeit bin. Ob das moralisch gerechtfertigt ist? Keine Ahnung was andere darüber denken, ich finde schon. Es ist schliesslich geltendes Recht! Ich habs mir ja nicht so gedreht. Als ich die Krankenkasse kündigen wollte, teilten die mir selber mit, dass ich das nicht dürfte und sie für mich zahlen müssen ob sie wollen oder nicht und ob ich in Deutschland wäre oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Dass ich noch in Elternzeit bin, das ist denke ich, meine Sache. Auch wenn ich in Deutschland nicht mehr lebe, möchte ich diese Sicherheit nicht hergeben, solange ich es nicht muss. Ist schliesslich ein Notanker, falls es uns hier nicht gefällt...
Ansonsten ist es so, dass ich hier ja gar keine Karte bekomme? Zumindest nicht solange ich als in Deutschland versichert gemeldet bin? Oder habe ich da was falsch verstanden? Ich kann nur meine Karte benutzen... Oder?

Grüße
Wiebke

nysn

Re: Familienkrankenversicherung?

Beitragvon nysn » 5. Mai 2008 12:57

also S-Nina, ich hatte das nicht als Vorwurf gemeint. Ich denke, dass sich da auch viel getan hat in den letzten Jahren und ja, die Krankenkassen sind ja auch selber unterschiedlich in Deutschland.
Was das in Detuschland versichert bleiben angeht, das geht bei mir wirklich nur weil ich noch in Elternzeit bin. Ob das moralisch gerechtfertigt ist? Keine Ahnung was andere darüber denken, ich finde schon.


Hej Wiebke,
hatte das auch GANZ UND GAR nicht in irgendeiner Weise als "Vorwurf" aufgefasst. Ich tippe meine "Postings" immer sehr schnell und dann kommt es schon mal vor, dass ich einfach "tippe" ohne viel "nachzudenken". :(

Bei mir war das übrigends genauso wie bei dir - ich war noch in Elternzeit und hatte noch 3 Jahre meine deutsche Krankenversicherung. War aber auch gleichzeitig in Schweden versichert. Ob das nun rechtens war, weiß ich gar nicht - ich hatte mich damals einfach über diesen Vorteil gefreut und habe den dann auch entsprechend genutzt.

Wollte nur sagen, für Leute, die eben nicht zufällig in der Elternzeit sind, wenn sie nach Schweden auswandern, wäre es wohl sinnvoll die genaue Sachlage wg. Krankenversicherung/Zusatzversicherung noch vor dem Umzug nach S in D abzuklären, möglichweise ergeben sich dann ja auch Vorteile und für das Leben in Schweden.

Herzliche Grüße nach Västerås,
S-nina

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Re: Familienkrankenversicherung?

Beitragvon Imrhien » 5. Mai 2008 21:30

S-nina hat geschrieben:...wenn sie nach Schweden auswandern, wäre es wohl sinnvoll die genaue Sachlage wg. Krankenversicherung/Zusatzversicherung noch vor dem Umzug nach S in D abzuklären, möglichweise ergeben sich dann ja auch Vorteile und für das Leben in Schweden.

Herzliche Grüße nach Västerås,
S-nina


Das ist immer richtig und schadet nie :)

Liebe Grüße zurück in die Großstadt aus dem kleinen Weltdorf :)

Wiebke

unbekannt

Auslandskrankenversicherungen

Beitragvon unbekannt » 6. Mai 2008 07:19

Hallo zusammen,

noch was zur Auslandskrankenversicherung: Meines Erachtens macht es absolut keinen Sinn eine deutsche Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Bei meiner stand nämlich im Kleingedruckten drin, dass man seinen festen Wohnsitz in Deutschland haben muss. Darauf wollte ich eine vorzeitige und deshalb außerordentliche Kündigung durchsetzen, die allerdings abgelehnt wurde. Da es sich um einen relativ kleinen Betrag handelt, habe ich es bei der normalen Kündigungsfrist belassen. Wie schon geschrieben, tritt eine Auslandskrankenversicherung zudem nur für medizinisch zwingende Behandlungen ein. Behandlungen chronischer Krankheiten sind ebenfalls ausgeschlossen. In diesem Sinne ist eine Auslandskrankenversicherung ebenfalls rausgeschmissenes Geld.

Umgekehrt sollte man sich als in Schweden Wohnhafter für Reisen in EU/ESS-Länder + Schweiz eine "European Health Insurance Card" besorgen. Die kostet nichts. Die Karte in Kreditkartengröße kann man dank seiner Personnummer per SMS bestellen:
http://forsakringskassan.se/tjanster/eu ... _sjukvard/

Wer nach Schweden auswandert, muss ganz einfach das schwedische Gesundheitssystem akzeptieren, das nach meiner Meinung weder schlechter noch besser als das deutsche ist. Nur spart man sich hier in Schweden im Gegensatz zu Deutschland viele unnötige Arztbesuche und lästige Untersuchungen, die oft unnötig sind. "Ein gesunder Mensch ist ein Patient, der nicht lange genug untersucht worden ist", sagte mal ein deutscher Internist. Die Devise eines schwedischen TV-Spots lautet wie folgt: "Bei Beschwerden sich in der Apotheke über geeignete Schmerzmittel beraten lassen statt immer den selben alten Hausmittelchen zu vertrauen." Ärztemangel und die Tatsache, das viele Beschwerden psychische Ursachen haben, haben zu dieser Haltung geführt. Man schätzt in Deutschland, dass in 40 bis 60% aller Fälle der Arzt wegen psychicher Beschwerden aufgesucht wird. Die Schweden gehen jedenfalls weniger zum Arzt und leben statistisch gesehen länger.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Es gibt freiwillige Vorsorgeuntersuchungen, zu denen man per Brief aufgefordert wird. Wenn man ein medizinisches Problem hat, kann man rund um die Uhr Servicetelefone anrufen und sich kostenlos beraten lassen. In Notfällen kann man natürlich die 112 anrufen und dann kommt natürlich auch der Notarzt, Krankenwagen, Hubschrauber und so weiter und man bekommt eine Versorgung nach dem neuesten Stand. Diese Infrastruktur ist selbstverständlich da.

Zur Zeit streiken die Krankenschwestern. Deshalb werden nur dringende Behandlungen durchgeführt.

helden

Re: Auslandskrankenversicherungen

Beitragvon helden » 6. Mai 2008 21:33

Volker hat geschrieben:Hallo zusammen,

noch was zur Auslandskrankenversicherung: Meines Erachtens macht es absolut keinen Sinn eine deutsche Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Bei meiner stand nämlich im Kleingedruckten drin, dass man seinen festen Wohnsitz in Deutschland haben muss. Darauf wollte ich eine vorzeitige und deshalb außerordentliche Kündigung durchsetzen, die allerdings abgelehnt wurde.


Danke Volker für diese wertvolle Info, an das Kleingedruckte mit Wohnsitz haben wir garnicht gedacht. :danke:

Kann man eigentlich zwei Wohnsitze praktizieren? Also Hauptsitz= Schweden und Nebenwohnsitz Deutschland, erleichtert dies die Bürokratie oder erschwert es sie...

Hat da jemand Erfahrungen?

Schöne Grüße

Zdenek

blueII
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Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Familienkrankenversicherung?

Beitragvon blueII » 8. Mai 2008 22:55

Hej Zdenek,

ich weiß jetzt nicht ob es " :wink: politisch" korrekt ist, aber die Unterscheidung zwischen Haupt-und Nebenwohnsitz über Landesgrenzen gibt es nicht.

Es sind in Deutschland ja eigentlich nur zwei Punkte für die Beamten interessant: Verdienst Du in D Geld..mußt Du es versteuern.
Bekommst Du Post zugestellt, mußt Du erreichbar sein.

Haupt und Nebenwohnsitz ist auch den Schweden egal. Akzeptieren sie Deinen Aufenthalt in S, bekommst Du Deine Personnennummer. Verdienst Du in S Geld, hast Du Steuern zu zahlen.

Also , hälst Du Deine Pflichten den einzelnen Staaten gegenüber ein, kannst Du natürlich 2 Wohnsitze haben, wobei das mit der postialischen Erreichbarkeit zu organisieren wäre, wenn keiner von Euch mehr in D wirklich lebt.

Mein Mann hat seit Juni letzten Jahres begonnen in Schweden zu arbeiten. Hat in einer kleinen Sommerstuga gewohnt, also ein Postanschrift gehabt, seine Steuern in Schweden bezahlt und seine Personnennr. bekommen.

Wir haben ihn nie in D abgemeldet, weil ich mit meiner Tochter noch bis Februar in D gelebt habe. Er war also (durch mich) zu erreichen, hat in D kein Geld verdient also auch keine Steuer/Einkommenserklärung, keine Krankenversicherung. Das hatte für mich, als nicht arbeitende Mutter, nur den Nachteil, mich und die Tochter nicht mehr über eine Familienversicherung meines Mannes kostenlos krankenversichern zu können, sondern wir mußten uns privat versichern.

Es hat niemanden gestört, beide Staaten haben den Zustand so akzeptiert, bzw. wahrscheinlich gar nicht zur Kenntnis genommen, da alle Pflichten eingehalten wurden.

Also, wenn diese Bedingungen eingehalten werden, kannst Du natürlich auch 2 Wohnsitze haben...aber wofür wäre es notwendig, außer für Übergangszeiten?

LG
Heike


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