Schweden Forum

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Schweden
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Schweden und Norwegen - Fähre, Urlaub, Reisen & Meer

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 Betreff des Beitrags: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007 09:40 
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Registriert: 12. Januar 2007 20:37
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Wohnort: Gräbendorf in Brandenburg
Hallo, Foris, ich habe euch mitzuteilen, dass unsere Tochter Anne-Kathrin nach nur 4 Monaten zurück nach D gehen wird. Warum? Nun, daran ist vor allem ihre Bindung an ihren Freund schuld, aber auch die phantastische Regelung, dass Schüler über 16 nicht mehr in die
(Grund)Schule gehen dürfen. Auf dem Gymnasium wollte man sie auch nicht haben (ihr schwedisch sei einfach nicht gut genug, und das, obwohl Austauschschüler aus der ganzen Welt am Gym. studieren, die noch weniger schwedisch verstehen) und so strandete sie schließlich beim SFU. Dort lernte sie nette Irakerinnen kennen, die, voll verschleiert, keinen Kontakt außerhalb der Schule haben dürfen, sowie Somalierinnen, die sich weigern, auch nur ein Wort mit weißen Schlampen zu wechseln.Sie kennt keinen einzigen schwedischen Jugendlichen... So wundert es mich nicht, dass sie das Handtuch geworfen hat. Wir werden unser Kind nur noch in den Ferien sehen. Aber vielleicht brechen wir auch alle 4 unsere Zelte hier ab, aber das ist eine andere Geschichte. Da dies nur ein Lagebericht ist, braucht ihr euch nicht den Kopf zu zerbrechen, was man machen könnte- ihr habt mir schon in vielen Situationen auf die Schultern geklopft und das tat gut. Hier kann leider keiner mehr was tun...
gruß Bel

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007 11:07 
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Registriert: 24. Juli 2007 16:02
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:( Ich weiss nicht wirklich was ich sagen soll, was Dich wirklich aufmuntern könnte... Versuch das Ganze nciht als Scheideweg zu sehen. Natürlich ist es nicht schön, die Tochter alleine "zurückzuschicken" und man macht sich Sorgen usw, aber versuch es ein wenig positiver zu sehen - ihr habt eine Erfahrung gemacht, deine Tochter auch. Und an jeder Erfahrung, ob an guter oder schlechter lernt man und entwickelt sich dadurch. Und das ist doch genau die Hauptsache am Erwachsenwerden - zu lernen und sich zu entwickeln. Deine Tochter wird daran nur wachsen, wird selbständig werden und Ihr werdet stolz auf sie sein und das ist das Wichtigste.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007 11:18 
Hej ... :goodman:

wir wissen, wovon du schreibst. Wir haben auch ein Kind in Deutschland zurueckgelassen. Und auch wenn Niklas nicht mein leiblicher Sohn ist, fehlt er mir trotzdem und seinen Geschwistern - vom Vater gar nicht zu reden. Es ist schwer.

Ich will dir keine Tips oder Ratschläge oder sowas geben ... du sollst einfach nur wissen, dass hier Menschen sind, denen es ähnlich geht und die mit dir und genauso wie du fuehlen!

Bleibt stark!

Deine Nicole


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007 12:57 
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Hej,

das ist schade. Auf keinen Fall möchte ich mich jetzt mit unheimlich klugen Ratschlägen auf dich stürzen. Dass es mit grossen Kindern sehr schwer werden kann, haben wir auch hier schon mehrfach erlebt.
Trefft einfach die Entscheidung, mit der ihr euch alle am wohlsten fühlt. Es ist kein Scheitern, wieder zurück zu gehen, im Gegenteil: Es zeugt von dem Mut und der Klugheit, sich einzugestehen, dass der eingeschlagene Weg vielleicht doch nicht zum Ziel führt. In jedem Fall seid ihr um eine wertvolle Erfahrung reicher.
Ich persönlich könnte mir eine Trennung der Familie nicht vorstellen, aber meine Tochter ist auch noch viel kleiner, und irgedwann kommt der Moment ohnehin.
Ich wünsche euch viel Glück bei eurer Entscheidung!

Skogstroll


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007 13:28 
Hui,das kling verda... hart.

Kann man sich denn da nicht evt in einer anderen Region versuchen neu zu orientieren? Die Kommunen handhaben es ja nicht nicht immer alle gleich.
Aber kann natürlich verstehen,das euch daben die Lust bestimmt grünlich vergeht.

Ich hoffe für euch das ihr eine gute Lösung findet,mit denen allen geholfen ist.
Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007 14:25 
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Hej Balnna,

es tut mir leid, dass Ihr und Eure Tochter solche Probleme habt. Soweit ich das verstanden hatte, hattet Ihr ja davor Angst, da sie ja gerne bleiben wollte. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass Ihr Euch mit der Lösung die Ihr wählt, wohler fühlt und, dass es gut geht.
Es ist sicher nicht leicht. Ich weiss welchen Stress man eh schon hat nach so einem Umzug. Dann muss es für Euch echt hart sein, wenn Ihr noch solche Probleme dazu habt. Ich denke an Euch.

Liebe Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007 14:56 
Hi Bel, das tut mir sehr, sehr leid zu hören, daß es nun so gekommen ist/wird. :( Aber auch das werdet ihr sicherlich packen. Ich würde es auch nicht als Scheitern sehen, wenn ihr euch entscheiden solltet komplett zurückzugehen. Ihr werdet schon die richtige Entscheidung treffen, wobei sich am Ende alle wohl bei fühlen. Alles Gute noch für euch vier.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007 16:06 
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Hallo an alle! Danke für die Aufmunterung. Hin und wieder braucht man das... ja, ich glaube, ich lebe lieber ohne die Große, als mit ihr, wenn sie unglücklich ist. Ich bin mir auch nicht mehr soo sicher, was die gymnasiale Ausbildung hier in S betrifft. Einst waren wir überzeugt, dass sie an der Schule grundsätzlich einen Beruf erlernen würde, mit dem sie dann Geld verdienen und ihre vergreisenden Eltern aushalten könnte. Ich weiß mittlerweile nicht mehr so genau, was uns zu dieser Annahme brachte... In D muss sie sich um eine Lehrstelle bemühen, gut, aber dann war es das auch. Aaach, ich bin, fürchte ich, etwas durch den Wind.
macht euch nichts aus meinem dummen Gefasel...
gruß Bel

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007 16:13 
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[quote="belanna"]Hallo, Foris, ich habe euch mitzuteilen, dass unsere Tochter Anne-Kathrin nach nur 4 Monaten zurück nach D gehen wird. Warum? Nun, daran ist vor allem ihre Bindung an ihren Freund schuld, aber auch die phantastische Regelung, dass Schüler über 16 nicht mehr in die
(Grund)Schule gehen dürfen. Auf dem Gymnasium wollte man sie auch nicht haben (ihr schwedisch sei einfach nicht gut genug, und das, obwohl Austauschschüler aus der ganzen Welt am Gym. studieren, die noch weniger schwedisch verstehen) und so strandete sie schließlich beim SFU. Dort lernte sie nette Irakerinnen kennen, die, voll verschleiert, keinen Kontakt außerhalb der Schule haben dürfen, sowie Somalierinnen, die sich weigern, auch nur ein Wort mit weißen Schlampen zu wechseln.Sie kennt keinen einzigen schwedischen Jugendlichen... So wundert es mich nicht, dass sie das Handtuch geworfen hat. Wir werden unser Kind nur noch in den Ferien sehen. Aber vielleicht brechen wir auch alle 4 unsere Zelte hier ab, aber das ist eine andere Geschichte. Da dies nur ein Lagebericht ist, braucht ihr euch nicht den Kopf zu zerbrechen, was man machen könnte- ihr habt mir schon in vielen Situationen auf die Schultern geklopft und das tat gut. Hier kann leider keiner mehr was tun...
gruß Bel[/quote]

Hej belanna,

was bitte haben "nette Irakerinnen, sowie Somalierinnen" mit Eurem Scheitern zu tun.

"Sie kennt keinen einzigen schwedischen Jugendlichen" warum? wieso?


"mit weißen Schlampen"

wen beschimpfst Du hier eigentlich?

Sind denn immer nur die Anderen schuld?


:?:

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Gruss Barbara
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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007 17:10 
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Skoghult hat geschrieben:
"Sie kennt keinen einzigen schwedischen Jugendlichen" warum? wieso?
[...]
Sind denn immer nur die Anderen schuld?


Es ist Dir sicher nicht unbekannt, Skoghult, dass es nicht leicht ist, in Schweden Anschluss zu finden - insbesondere wenn man weder einer Arbeit nachgeht, noch in die Schule geht.

Ich will jetzt nicht nachtreten, aber, Belanna, seid ihr wirklich SICHER, dass ihr ALLES versucht habt? Soweit ich es in Erinnerung habe, ist es noch nicht lang her, dass ihr umgezogen seid. Gibt Deine Tochter nicht zu schnell auf? Natürlich ist SFI nicht der beste Ort (jedenfalls für die Sprachentwicklung) um Freunde zu finden. Wie ist es mit der Freizeitgestaltung Deiner Tochter? Privaten Schwedischkursen? Keramikzirkel? Lesezirkel?

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007 17:14 
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Skoghult hat geschrieben:
was bitte haben "nette Irakerinnen, sowie Somalierinnen" mit Eurem Scheitern zu tun.


Ich denke, das liegt auf der Hand. In den SFI-Kursen treffen Menschen aus völlig unterschiedlichen Kulturen und mit völlig unterschiedlicher Bildung aufeinander. Und da sitzt man dann als Mitteleuropäer u.U. in einem Kurs, in dem 50% der Teilnehmer erstmal das lateinische Alphabet lernen. Das macht diese Kurse furchtbar uneffektiv.
Ein Teil der Einwanderer - deutsche nicht ausgeschlossen - ist leider absolut integrationsunwillig. Bei Deutschen fällt es nur nicht so auf, weil der kulturelle Unterschied eher gering ist. Aber in allen Ländern und Kulturen gibt es nun mal Idioten. Stell dir einen deutschen Neonazi in Israel vor. Oder einen fundamentalistischen Katholiken in Indien. Einen ultrarechten Israeli im Iran. Oder einen nicht minder fundamentalistischen Islamisten in Schweden. Dafür gibt es hinreichend unrühmliche Beispiele, und wenn du an solche Leute gerätst, die allen Ernstes und mit unglaublicher Arroganz erwarten, dass sich ihr Gastland nur nach ihnen richtet, dann ist das nicht direkt aufbauend.
Nix gegen Multi-Kulti. Es machen nur nicht alle mit.

Skogstroll

P.S.: Ich hatte es weiter oben schon mal geschrieben: Das Wort "Scheitern" finde ich nicht unbedingt angebracht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007 17:40 
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Ich schätze mal, Skogshult hat es eher in die Richtung gemeint, dass ausser einem selber die wenigsten Aussenstehenden den Problemen die Schuld haben. Die Effektivität des SFI können wir auch woanders diskutieren.

Es ist aber Fakt, dass das Publikum in einem Folkuniversitetskurs ein anderes ist - wenn SFI einem nicht passt, so gibt es andere Lösungen. Nach wenigen Wochen "aufgeben" .. naja. Ob man es nun Scheitern nennt oder nicht - man sollte sich sicher sein, ALLES versucht zu haben - ansonsten wird's einen jahrelang nagen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007 19:00 
"Das Wort "Scheitern" finde ich nicht unbedingt angebracht."

Ja, also das finde ich ja wohl auch. Was für ein häßliches Wort. Wenns nicht klappt, dann klappts halt nicht. Man ist den Schritt gegangen, es ist nicht so geworden, wie man sich vorgestellt hat, aber man hat es versucht und wird nicht ewig zu sich sagen, was wäre wenn gewesen ...

Bel, du wolltest zwar keine Tips, aber hast du mal versucht, deine Tochter in einem Verein anzumelden? Da findet sie mit Sicherheit schwedische Kontakte. Versucht doch das nochmal, wenn ihrs nicht schon versucht habt!? Im ersten halben Jahr kommt bei den meisten eine "Ich möchte nicht mehr Phase." Wenn man die aber überwunden hat und sich trotzdem durchgebißen hat, sagt man am Ende vielleicht, mensch, gut das wir nicht gleich aufgegeben haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007 19:30 
Hej Belanna eine schwierige schmerzliche Entscheidung. Zu den schulischen Problemen kommt sicherlich auch die starke Sehnsucht zu ihrem Liebsten. Ist doch auch bewundernswert, dass dieses Band über die Entfernung immer noch so stark ist. Sie war im Vorfeld gegen einen Mitzug. Ich würde sie zurückgehen lassen, wenn sie in D auch ein vertrautes Umfeld vorfindet (Unterkunft/Verwandte) usw. Glaube sie ist stark u. vernünftig und wird durch diese alleinige Entscheidung sehr an Reife/Selbständigkeit wachsen. Habe so meine Erfahrungen mit meiner Tochter gemacht. Ihr großer Traum war, auf Island Reiterferien machen zu können. Sie verzichtete auf eine große Konfi-Feier u. wünschte sich Geld. Mit diesem Geld finanzierte sie sich ihren Traum. Mit 14 1/2 flog sie ab Frankfurt (letztendlich mit unserer Zustimmung) alleine nach Island zu einer jungen deutschen Auswanderfamilie. Kam nach 14 Tagen überglücklich zurück mit den Worten "dort werd ich mal Leben". Sie beenete ihre Realschule, jobbte zwischendurch um für die nächste Reise zu sparen, flog ein weiteres mal hin, fing eine Ausbildung an (wo sie streckenweise nicht ganz so glücklich war) wenige Tage nach ihrem 18 Geb (dasZwischenprüfungsdatum stand fest) teilte sie uns mit, sie hätte die Ausbildung hingeschmissen u.geht nach Island (erzählte uns von ihrer neuer Arbeit) Da fällt einem als Eltern erstmal nichts mehr ein. Viele heisse Diskussionen. Letzendlich ist sie gegangen, (frag nicht was Mama durchlitten hat) war glücklich u. zufrieden, hat hart u. gerne gearbeitet. Und kam nach 5 Monaten der Liebe wegen zurück (kurz vor ihrer Abreise getroffen). Hat ihren alten Ausbildungsplatz wieder aufgenommen u. beendet. Heute mit 25 Jahren sagt sie, sie wolle diese Erfahrungen nicht missen. Ist uns sehr dankbar, nach all unseren Einwänden die wir hatten, dass wir sie doch gehen ließen (wenn auch widerwillig). Das macht einen als Eltern ein wenig stolz.
Ich persönlich würde dieses Problem nicht als Scheideweg nehmen.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft u. Nerven.
Herzliche Grüße
Helga :smt039


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007 20:55 
Hallo Belanna ,

das tut mir sehr leid für Euch. Habe an anderer Stelle gelesen , daß es nicht Deine einzigen Probleme sind.

"Scheitern " ist ein doofes Wort. Würde ich so nicht sehen.
Man muß immer Erfahrungen machen...um im Leben weiter zu kommen.

Aber ich frag mich trotzdem , warum macht man sich nicht vorher schon schlau...über Schule...Beruf..und allegmein mal gesehen...über Schweden.

Wenn ich mit Kindern auswandere ...trag ich doch eine riesen Verantwortung.
Auch...was meine Arbeit angeht. Wenn das nicht alles abgesichert ist....würde ich diesen Schritt nicht wagen.

Ich mein jetzt nicht speziell Dich , habe gestern nur wieder solch eine Sendung gesehen...da kann ich mich nur an den Kopf fassen.

Ich wünsch Dir Alles Gute...das wird schon !
So oder so.

Andrea


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007 21:08 
Hallo Belanna,

ich habe auch schon mal an anderer Stelle im Forum geschrieben, dass ich es fast mutiger finde, sich einzugestehen, dass man sein Glück im Ausland nicht findet und wieder zurück in die Heimat geht. Bei uns ist es fast umgekehrt: Würden sich unsere Kinder nicht so ausgesprochen wohl fühlen, wären wir vielleicht auch schon in die Versuchung gekommen, wieder zurückzukehren. Nicht aus Frust, sondern weil mir einfach meine Familie und unsere Freunde fehlen.

Zu dem am Rande aufgekommenen Thema: Ich lese im Augenblick - seit längerer Zeit mal wieder deutsch - Drachenläufer von Khaled Hosseini. Der Afghane schildert in dem Roman die Lebensgeschichte einer später in die USA immigrierten afghanischen Familie. Tolles Buch! Und der Leser bekommt ein Eindruck darüber, wie die Menschen anderer Kultur leben und entwickelt vielleicht sogar ein Verständnis für gewisse Bräuche und Rituale. Also: Alles ein bisschen gelassen sehen, auch wenn einem die Kultur fremd ist, sie kann auch sehr viel spannendes und interessantes offenbaren.

Oliver


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007 21:12 
PS: Deinen Frust mit der Berufsanerkennung kann ich im wahrsten Sinne des Wortes doppelt gut verstehen. Wir leben seit 2 1/2 Jahren hier und haben mit Hilfe verschiedener Institutionen versucht, eine Anerkennung zu bekommen. Ob der Fehler in der schwedischen Bürokratie liegt oder darin, dass sich die deutschen Fachschulen lange Jahre nicht um eine europäische Nivellierung gekümmert haben, vermag ich nicht zu beurteilen.

Oliver


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007 21:19 
Das mit der Berufsanerkennung teile ich auch mit euch.
Aber ich habe eine Einrichtung gefunden,denen das egal ist.Ich habe nach einem dreiviertel Jahr das Glück gehabt in meinem alten Beruf zu arbeiten.........
Ist aber bestimmt viel Glücksache und nat. auch vieel Arbeit gewesen,da es nicht meine erste Bewerbung war.....


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 6. Dezember 2007 14:41 
.....möchte nur kurz dazu sagen,da "mir persönlich" es egal war,was für einen Job ich mache.
Ich konnte es mir in Deutschland schon nicht aussuchen und somit war ich hier offen für alles.
Habe mich zwar immer wieder mal in meinem erlernten Beruf beworben,aber wenns nicht geklappt hätte wäre es auch ok.
Ob ich in Zukunft in meinem Beruf bleiben kann,weiß ich heute auch noch nicht,aber es spielt für mich keine Rolle woher das Geld kommt.
Da bin ich in Deutschland die letzten Jahre schon durch eine verda... harte Schule gegangen.

Auch wenn es eine besch...Situation ist und das mit der Anerkennung ja nicht unbedingt an euch liegt,kann man nicht nur die anderen für alles verantwortlich machen.Natürlich liegt vieles mit an der Umgebung,ob sie einem den Weg ebnen oder Steine in den Weg rollen aber es gehört auch eine verda... große Portion Eigeninitiative dazu.

Ich finde es gut,wenn man sich eigesteht das es nicht so gelaufen ist wie man es sich wünscht,aber man sollte trotzdem versuchen dabei die Haltung zu wahren,den Probleme können schließlich überall auftreten.

Und man muss auch in Deutschland Kompromisse eingehen,mit dem Kopf durch die Wand erreicht man da auch nicht viel mehr..........

In diesem Sinne,geht euren Weg und dabei viel Glück.......


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 6. Dezember 2007 15:00 
Alter Schwede
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Das ist so ein Thema, die Berufsanerkennung und die Entscheidung "alles zu machen". Ich weiss nicht ob das nicht langsam zu OT wird...
Dennoch ich kann es gut verstehen, wenn man das nicht machen will. Klar, es gibt Situationen im Leben, da kann man es sich nicht aussuchen. Und wenn man am Hungertuch nagt, wie man so schön sagt, dann verstehe ich es und denke, dann bleibt einem nicht viel anderes übrig. Es ist nicht so, dass ich Menschen die solche Arbeiten verichten (bsp. Putzen) als schlechter ansehe. Auch würde ich nicht sagen, dass es dumme Menschen sind nur weil sie das machen. Auf keinen Fall. Wenn ich müsste, würde ich es vielleicht auch machen. Aber mal ganz ehrlich gesprochen: Ich würde mich doch nicht über diese Arbeit freuen. Ich habe 5 Jahre studiert, von den 13 Jahren an der Schule mal ganz abgesehen. Das macht mich nicht besser als andere. Es befähigt mich aber dazu einen bestimmten Beruf auszüben. Und das möchte ich gerne tun. Ich finde man sollte niemanden dafür verurteilen, dass er das vielleicht so sieht und nicht "alles" macht um einen Jobb zu bekommen. Ich könnte mich auch bei einer bekannten Fast Food Kette bewerben. Das bringt Geld ein. Ich könnte es sogar jetzt schon machen, da ich ja Nachtschichten machen könnte... aber will ich das? Bis es nicht unbedingt nötig ist, NEIN. Ich habe das Glück und den Luxus, dass ich das eine Weile rausschieben kann. Und ich bin auch bereit Dinge zu tun, die nicht meinem Berufsbild entsprechen. Ich würde mich jederzeit verändern und andere Arbeiten machen. Aber noch lange nicht alles... Mag sein, dass das nicht jeder kann. Ich verstehe aber jeden, der daran festhalten möchte.
Grüße
Wiebke

und sorry, wenns echt zu arg OT war.... es beschäftigt mich schon länger weil es immer wieder angeregt wird, doch alles zu tun. Und von daher passt es schon irgendwie....


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 6. Dezember 2007 15:29 
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Imrhien hat geschrieben:
es beschäftigt mich schon länger weil es immer wieder angeregt wird, doch alles zu tun. Und von daher passt es schon irgendwie....


Ich finde es durchaus passend. Und ja, Du hast Recht - man sieht in seiner Ausbildung einen gewissen Wert, woraus sich im besten Fall der eigene Wert auf dem Arbeitsmarkt bildet. Und demensprechend - nach einer Zeit der berühmten Lehrjahre, die keine Herrenjahre sind erwartet man, dass man auf dem Arbeitsmarkt diesen Wert auch hat, schliesslich hat man Zeit und Energie investiert.
ABER man muss nun einmal damit Leben, dass es in einem anderen Land andere Sitten gibt (genau deshalb bin ich die "Verfechterin des informierten
Auswanderns) - die muss man kennen und sich Herangehenstaktik Ausweichpläne zurechtlegen.
Was mich bei dem Posting von Belanna etwas aufhochen lässt ist, dass sie von Erzieherin zu Putzfrau "degradiert worden ist". Selbstredend ist "Reinigungspersonal" NICHT der "Skave vom Dienst" - ausser wenn man es selbst so sieht.
Zudem denke ich einfach, dass es eine Menge dazwischen gibt und da fehlen Belanna offenbar die Ausweichpläne - was kann ich sonst tun? Welche anderen Fähigkeiten habe ich? Welche andere Beschäftigungen sind es, die meine Erfahrungen vorraussetzen?
Für mich sind es genau diese Überlegungen die hinter der Aussage stecken, man sollte in einem neuen Land - mit einem Haufen Handicapps (Sprache, Kultur etc) nicht zu wählerisch sein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 6. Dezember 2007 15:47 
Alter Schwede
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Storstadstjej hat geschrieben:
ABER man muss nun einmal damit Leben, dass es in einem anderen Land andere Sitten gibt (genau deshalb bin ich die "Verfechterin des informierten
Auswanderns)... Welche anderen Fähigkeiten habe ich? Welche andere Beschäftigungen sind es, die meine Erfahrungen vorraussetzen?
... man sollte in einem neuen Land - mit einem Haufen Handicapps (Sprache, Kultur etc) nicht zu wählerisch sein.


Hej,
ja Du hast recht, man muss davon auch leben können... Und das ist der Grund weshalb ich sage, dass es einen Zeitpunkt gibt, an dem man sich nach Alternativen umschauen muss. Ich bin ja auch, wie schon geschrieben, bereit einiges anderes zu machen. Und Dein Ausdruck des informierten Ausanderns... der ist Klasse! Ih behaupte, dass ich das gemacht habe. Auch wenn ich ehrlicherweise nicht genau geschaut habe, wie das mit meiner Anerkennung geht. Ich wusste von Anfang an, dass das Zeit braucht und ich ohne die Sprache wirklich gut zu können, eh nicht in "meinem" Bereich arbeiten kann. Also wollte ich das in Ruhe hier erledigen. ABER ich habe mir schon überlegt was ich mache, wenn es nicht klappt und ich habe mir überlegt was ich tun kann, bis es soweit ist. Ich habe den Vorteil, dass ich mir ein klein wenig Zeit lassen kann. Aber sobald meine Tochter ab März dann im Kindergarten ist, kann ich mich ganz dem Thema Arbeit widmen. Naja, ich habe ja auch noch den kleinen Jobb aus der alten Heimat... das erleichtert es natürlich auch es so zu sehen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 6. Dezember 2007 15:50 
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Mindestens 40 Stunden pro Woche verbringe ich mit meinem Job. Mindestens. Fühle ich mich dabei nicht wenigstens einigermassen wohl, verschwende ich einen nicht unbedeutenden Teil meines Lebens. Einfach irgedwas machen, nur um Geld zu verdienen, sollte nicht die Lösung sein. Ich finde es überhaupt nicht egal, woher die Kohle kommt!

Skogstroll


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 6. Dezember 2007 16:06 
Schwedenfreund
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Skogstroll hat geschrieben:
Ich finde es überhaupt nicht egal, woher die Kohle kommt!


Meine Mutter (Akademikerin mit zwei weiteren Ausbildungen, bis vor 5 Jahren in 3 Jobs gleichzeitig stehend ) würde jetzt sagen "verwöhnter moderner Mensch der es noch nie schwer hatte". Aber das sagt sie auch über mich teilweise :-)
Nein, es ist nicht egal und auf lange Sicht sollte man dahingehend arbeiten, in einen Job zu kommen, der einem Spass macht. ABER ... anderes Land bla bla (an der Stelle bitte Teile meines vorhergehnden Postings dazudenken), der eine hat vielleicht einen Beruf, der gerade "in" ist und wird in seinem Beruf schnell einen Einstieg finden, der andere hat einen längeren Weg, der auch über unpassendere Berufe führt. Solange man das Ziel kennt (!), im Auge behält und das kontinuierlich verfolgt wird man irgendwann vom Erfolg gekrönt. Der Rest wird den Schwanz einziehen und keinen Schritt weiterkommen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 6. Dezember 2007 17:07 
Schweden Guru
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Storstadstjej hat geschrieben:
"verwöhnter moderner Mensch der es noch nie schwer hatte"


Nun will ich nicht weiter auf meinen Lebenslauf eingehen, aber ich denke, du vereinfachst die Sache doch etwas. Denn zunächst mal werden dein Chancen auf "deinen" Job umso schlechter, je länger du raus bist und unter oder neben deiner Qualifikation arbeitest. Und dann aber vor allem: Was hast du eigentlich gekonnt, wenn du zwar im Land deiner Träume lebst, aber jeden Morgen mir Widerwillen zu deinem Job fährst? Lebensqualität schliesst nun mal die Arbeit mit ein.

Skogstroll


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 6. Dezember 2007 18:55 
Schwedenfreund
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@ Skogstroll
Bitte das Posting vollständig lesen und nicht zusammenhanglos zitieren.

Wenn man vorher IT'ler war und danach 7 Jahre lang geputzt hat sind Chancen auf einen IT-Job natürlich Minimal. Aber genau deswegen spreche ich davon, sich um seinen Bereich herum umzusehen. Nur weil man als XYZ nicht arbeiten kann heisst es aber nicht gleich, dass der einzige Ausweg das Putzen ist. Es kann auch etwas sein, wobei die XYZ-Ausbildung oder -Berufserfahrung notwendig/sehr hilfreich ist. Will man in den alten Bereich sollte man sich natürlich nicht allzuweit davon entfernen. Nimmt man aber diese Alternativen als möglich an, erweitert sich der Kreis der potentiellen Stellen/Arbeitgebern.
Natürlich gehört der Job zur Lebensqualität ALLERDINGS muss man sich dessen VOR der Auswanderung im Klaren sein, dass man auch auf dem Arbeitsmarkt nicht mit offenen Armen empfangen wird. Die oben genannte Dame, die ich zitiert habe, hat es durch... was glaubst Du wie nett die Deutschen sind, wenn es um Berufsanerkennungen geht?

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http://video.google.com/videoplay?docid ... 9293309352

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 7. Dezember 2007 08:51 
Für mich war ganz klar.
Wenn ich mein vielleicht einigermaßen sicheres Leben in Deutschland aufgebe und in eine unsichere Zukunft nach Schweden gehe,wo sie ja nicht gerade auf einen warten....Dann muß man Kompromisse eingehen und das auch beim Job.
Gut einige hier hatten Glück,weil sie einen der gesuchten Berufe in Schweden haben,was aber noch lange nicht heißt das das die Regel ist.
Aber im großen un ganzen schaut euch doch mal um,wer heute noch in seinem erlernten Beruf arbeitet,gerade bei den Frauen......

Und wenn es dann noch an der Sprache hapert ist es kein Wunder,weil man doch in vielen Berufen sehr kommunikativ sein muss.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 7. Dezember 2007 10:00 
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Hej Bel,
ich habe diesen Thread eine Weile beobachtet, hatte mir ja auch damals extra eure Sendung aufgenommen, weil es mich interessiert hat. Ich finde es wirklich schade, dass Ann-Kathrin wieder zurück nach Deutschland geht, gerade weil du die ganze Zeit gehofft hast, das alles gut wird. Auch hattest du ja in einem deiner Threads geschrieben, dass ihr zwischen 2 Übeln wählen mussest, ihr habt euch damals für Schweden entschieden, in der Hoffnung, das ihr alle wieder zusammen sein könnt. Schweden scheint es nicht gut mit euch zu meinen, sonst würdet ihr nicht überlegen, komplett nach Deutschland zurück zugehen. Aber bitte, sieh es nicht als Scheitern an. Ihr braucht euch nichts vorzuwerfen! Wenn Ann-Kathrin und auch ihr euch nicht wirklich wohlfühlt, eure Grosse keine Freunde findet, was für einen Teenager eine grosses Problem darstellt, und sogar allein zurückgehen will, ist es in meinen Augen kein Scheitern, sondern eine ganz normale Reaktion von Eltern. In meinen Augen gibt es nichts schlimmeres für Eltern, als ein unglückliches Kind.
Liebe Bel, egal wie ihr euch entscheidet, ob nun "nur" Ann-Kathrin zurückgeht oder die gesamte Familie, ich wünsche euch alles erdenklich gute!

In diesem Sinne
Kopf Hoch!
JANA

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 9. Dezember 2007 00:16 
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Skogstroll hat geschrieben:
Und dann aber vor allem: Was hast du eigentlich gekonnt, wenn du zwar im Land deiner Träume lebst, aber jeden Morgen mir Widerwillen zu deinem Job fährst? Lebensqualität schliesst nun mal die Arbeit mit ein.

Skogstroll


:smt023

So ist es! Weil fast jeder einen erheblichen Teil seines Lebens auf der/mit der Arbeit verbringt, aber es dort nicht vergeuden sollte. Natürlich ist es nicht so, dass man immer glücklich mit dem ist, was man beruflich tut. Jedoch sollten die zufriedeneren Phasen gegenüber den unzufriederen unbedingt die längeren sein.

Gruß

Peter

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 9. Dezember 2007 00:52 
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amarok hat geschrieben:
Skogstroll hat geschrieben:
Und dann aber vor allem: Was hast du eigentlich gekonnt, wenn du zwar im Land deiner Träume lebst, aber jeden Morgen mir Widerwillen zu deinem Job fährst? Lebensqualität schliesst nun mal die Arbeit mit ein.

Skogstroll


:smt023

So ist es! Weil fast jeder einen erheblichen Teil seines Lebens auf der/mit der Arbeit verbringt, aber es dort nicht vergeuden sollte. Natürlich ist es nicht so, dass man immer glücklich mit dem ist, was man beruflich tut. Jedoch sollten die zufriedeneren Phasen gegenüber den unzufriederen unbedingt die längeren sein.

Gruß

Peter


Ich stimme Euch ja zu. Aber mal ehrlich, das ist doch ein Luxus, den sich schon längst nicht mehr alle leisten können oder glaubt Ihr im Ernst, dass alle Putzfrauen das machen weil sie sich dazu berufen fühlen? Natürlich sollte jeder versuchen einen Job zu finden, der befriedigt. Aber nicht alle haben dazu die Möglichkeiten, Mittel oder manchmal auch Veranlagung. Und im Ausland ist es nochmal schwerer. Das heisst aber doch nicht, dass man nicht insgesamt da trotzdem glücklicher sein kann als vorher in Deutschland?!

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 9. Dezember 2007 01:08 
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Imrhien hat geschrieben:
Ich stimme Euch ja zu. Aber mal ehrlich, das ist doch ein Luxus, den sich schon längst nicht mehr alle leisten können oder glaubt Ihr im Ernst, dass alle Putzfrauen das machen weil sie sich dazu berufen fühlen? Natürlich sollte jeder versuchen einen Job zu finden, der befriedigt. Aber nicht alle haben dazu die Möglichkeiten, Mittel oder manchmal auch Veranlagung. Und im Ausland ist es nochmal schwerer. Das heisst aber doch nicht, dass man nicht insgesamt da trotzdem glücklicher sein kann als vorher in Deutschland?!

Grüße
Wiebke


Ich stimme auch Dir darin zu. Aber wenn ich das in der "Fremde" auch nicht finde, wird es dann nicht noch problematischer?!

Gruß

Peter

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 9. Dezember 2007 12:05 
Ist es den so wichtig, welchen Job man macht?
Ich habe einen Bekannten, der in Berlin höherer Regierungsbeamter ist und jährlich über millionenschwere Budgets entscheidet, für einen ganzen Stab von Mitarbeitern verantwortlich ist, ständig weltweit unterwegs ist, sehr viel Verantwortung trägt... Der Job macht ihm nach eigener Aussage trotzdem nicht viel Spaß, obwohl er viele Jahre seiner berufliche Karriere damit verbracht hat, um genau so eine Position zu erreichen. Weil er in seinen Entscheidung nicht frei ist sondern verschiedene Interessengruppe ihre Vorstellungen durchsetzen, weil von Vorgesetzten Anforderungen gestellt werden, deren Sinn nicht nachvollziehbar sind, weil er seine Familie manchmal wochenlang nicht sieht, weil er viel zu viel arbeitet, weil seine Gesundheit deswegen Probleme macht, weil unter den Arbeitskollegen keine Kollegialität besteht...

An unserer Dorfschule arbeitet seit vielen Jahren eine Putzfrau, die auch immer wieder im Kindergarten oder in der Krippe aushilft, die gelegentlich was mit den Schulkindern kocht oder ähnliches veranstaltet, die Freunde im Kollegenkreis hat. Zu ihren Aufgaben gehört natürlich auch, den Schmutz der Kinder zu beseitigen, die Toiletten zu reinigen usw. Die Kinder mögen und respektieren sie, mehr vielleicht noch, als mach Lehrer, der da arbeitet.

Wer von beiden, glaubt ihr, ist in seinem Job glücklicher?

Man hat nicht immer Einfluss darauf, was man macht. Aber wie man es macht, bestimmt jeder für sich selbst.

Oliver - der jetzt, da die Kinder zu ihren Freunden gefahren sind, die ganze Bude alleine aufräumen darf... :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 9. Dezember 2007 12:18 
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glada hat geschrieben:
Ist es den so wichtig, welchen Job man macht?
Ich habe einen Bekannten, der [...]
Oliver - der jetzt, da die Kinder zu ihren Freunden gefahren sind, die ganze Bude alleine aufräumen darf... :wink:


@ Glada
Oft hast du wirklich schöne Beispiele.
Danke dafür.
Gruß Haui

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BildMan muss nicht jeden Berg selber besteigen,
aber man muss Wissen wer einen die Aussicht beschreibt


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 9. Dezember 2007 12:41 
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Hej Glada,

sicher ist es ein Missverständniss wenn Du annimmst, dass ich berufliche Zufriedenheit mit beruflicher Qualifikation gleichgesetzt habe. Keineswegs ist das so! Vielmehr ging es doch hier um den Stellenwert der Arbeit im Leben an sich.

Gruß

Peter

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 9. Dezember 2007 12:53 
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Die Tochter ist 16 Jahre alt.

Hat man als Eltern nicht eine gewisse Aufsichtspflicht?

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Gruss Barbara
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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 9. Dezember 2007 23:36 
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Skoghult hat geschrieben:
Die Tochter ist 16 Jahre alt.

Hat man als Eltern nicht eine gewisse Aufsichtspflicht?



Ja, die hat man. Man auch, in aller Regel, das Aufenthaltsbestimmungsrecht und kann/darf entscheiden ob die Kinder bei jemandem anderen wohnen/leben und denen dann in dieser Zeit die Aufsichtspflicht quasi übertragen. Und ich gehe doch mal davon aus, dass niemand, der sich halbwegs gut um seine Kinder kümmert sie in die "Fremde" schickt (die hier ja eben gerade nicht fremd ist) und sich nicht darum kümmert, wer auf das Kind achtet und wer dafür Verantwortung übernimmt. Schlimmstenfalls, sollte niemand da sein, der das kann, darf auch (in Ausnahmefällen) ein Jugendlicher mit 16 Jahren alleine leben, das Jugendamt hätte dann in der Zeit die Verantwortung, was nicht unbedingt was schlechtes heissen muss. Aber in diesem Fall wird das wohl erher nicht so sein, jedenfalls hatte ich es so nicht verstanden.

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 10. Dezember 2007 12:43 
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Ja, unsere Große hat das Glück, bei ihren Großeltern wohnen zu dürfen, im eigenen Zimmer, bei Bedarf auch im leerstehenden haus. Eine befreundete familie hat angeboten, ein Auge auf Trini zu haben und mit der Schulleitung haben wir am Freitag einen termin zwecks Gestaltung der nächsten Wochen; denn sie hat einiges aufzuholen. Ich bin gewiss nicht begeistert von der ganzen Geschichte, und mir macht auch mein Mann Sorgen, der in der letzten Zeit recht nah am Wasser gebaut hat. Über die Kleine möchte ich gar nicht erst nachdenken. Die hängt so an ihrer Schwester...Allerdings auch an den pferden das benachbarten reiterhofes! Wir haben beschlossen, bis zum Sommer alles zu probieren, uns einzuleben und dann eine Entscheidung für uns zu treffen. Ich kann mich erinnern, dass ich mit 16 ins Internat gegangen bin, ich glaube, meine eltern haben da nicht so ein Drama drum gemacht. Ich glaube, wir sind einfach Weicheier...
Gruß Bel

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 10. Dezember 2007 13:05 
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Wohnort: Gällivare / Lappland
Erstens denke ich nicht, dass ihr Weicheier seid, und zweitens, was ist falsch daran, Gefühle zu haben und zu zeigen, erst recht innerhalb der Familie?
Pfeift auf alles, was Familie / Freude / Nachbarn / Forumsmitglieder... sagen und macht das, womit ihr euch alle wohl fühlt!
Klar hat man früher nicht so ein "Drama" draus gemacht. Und? Meine Frau musste auch ins Internat und hat bis heute ein gestörtes Verhältnis zu ihren Eltern.
Wichtig ist nur, dass ihr eine Lösung für euch findet, mit der ihr am Schluss alle glücklich seid. Dabei ist es zweitrangig, ob das in Deutschland oder Schweden ist.

Lycka till!

Skogstroll


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 10. Dezember 2007 13:16 
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Ganz richtig Skogstroll!
So sehe ich es auch und nur diese Lösung, mit der Ihr alle glücklich sein könnt, kann am Ende eine gute werden.

Liebe Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 10. Dezember 2007 21:28 
Hej Belanna hat die Kleine einen besseren Kontakt zu ihren Mitschülerinnen? Wie fühlt sie sich in der Schule/unter Gleichalterigen? Ich würde sie einfach mit einem Besuch eines Pferdehofs in Lyckeby oder auf Aspö gibt es einen Isländerhof überraschen. Sowas tröstet doch bestimmt ein wenig. Dadurch können doch Freundschaften entstehen. :smt039


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 11. Dezember 2007 12:51 
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Oh, bei der Kleinen sieht die Sache anders aus. Die ist zufrieden mit sich und ihrer Umwelt, vor allem, weil sie in ihrer Schule ohne Druck arbeiten kann. Sie ist nicht mit den größten Geistesgaben gesegnet und dass ihr das hier nicht angekreidet wird, tut ihr gut. Sie hat Kontakt mit ihren Mitschülerinnen, sie spielen in den Pausen zusammen, aber ihre Schüchternheit, ihre quasi nicht vorhandene Auffassungsgabe und auch ihre Sturheit (ja, man solls nicht glauben) erschweren tiefer gehende Kontakte und Freundschaften. Sie ist schon ein etwas seltsames Kind, das hat sie von ihrer Mutter...Immerhin klappt es mit dem Reiten hier und das ist unglaublich wichtig für sie. Einen Isländerhof würde ich selber mal gerne besuchen. Falls ich irgendwann mal ein paar Cent verdiene, gehen wir mal hin. Ist es eigentlich erlaubt, in der Fußgängerzone akkordeon zu spielen und den Koffer so zu placieren, dass Passanten Geld reinwerfen können?
Bel

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 11. Dezember 2007 18:35 
@ Belanna: Ist es eigentlich erlaubt, in der Fußgängerzone akkordeon zu spielen und den Koffer so zu placieren, dass Passanten Geld reinwerfen können?
Keine Ahnung, könnte mir schon vorstellen dafür eine Genehmigung zu brauchen. Frag doch bei der Kommune oder Polis nach, vielleicht wäre es auch ein Versuch wert, einfach mal auszuprobieren :pfeif: (würde ich persönlich mich nicht trauen), mehr als wegschicken ... Jetzt in der Weihnachtszeit eigentlich eine nette Sache mit passenden Stücken. Kann mich nicht erinnern in Karlskrona einzelne spielende Musikanten gesehen zu haben.
Schön zu hören, dass die Kleine mit der Schule und sich selbst zufrieden ist. Super, dass sie die Möglichkeit zum Reiten hat u. ihr sie da unterstützt. Wenn die Sprache fester geworden ist, wird sie schon auftauen u. aus ihrem Schneckenhäuschen kommen. Wart ab...... es wird schon werden. Drücke Euch weiterhin ganz fest die Daumen. :smt039


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 13. Dezember 2007 12:35 
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Hej Belana,

wenn deine Tochter unbedingt zurück will dann lasse sie gehen. Ich hatte fast das gleich Problem. Mein Sohn bekam gerade mal mit 16 Jahren seine eigene Wohnung. Er lebt jetzt seit 4 Jahren 80 km von mir entfernt weil er nicht mit mir umziehen wollte. Aber auch er hatte die restliche Familie im nahen Umfeld. Es war schwer für mich, aber das Verhältnis zu ihm ist sehr gut. Wenn ich ihn damals gezwungen hätte mit mir zu gehen, ich glaube dann hätte ich heute nicht so ein gutes Verhältnis zu ihm. Vor allen dingen weis deine Tochter wo sie bleiben kann. Kennt die Menschen ein Leben lang. Gut, eure Entfernen zueinander ist ein vielfaches höher, aber es gibt Internet, Telefon und Flugzeuge. Der Kontakt wird bleiben, deine erkenntnis wenn sie weg geht, dass es gut war kommt erst viele Jahre später. Die Entfernung ist groß, aber die Bindung wird stärker. Überstürzt nicht, überlegt gut.
Ich wünsche euch auf jeden Fall alles Gute und das eure Entscheidungen richtig sind.

Viele Griüße Claudia


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 1. Januar 2008 12:23 
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Registriert: 17. November 2007 14:36
Beiträge: 43
Wohnort: Schweden
Hallo Ihr Lieben,
zuerst einmal wünsche ich alle hier ein gutes neues Jahr.
Mit bedauern lese ich hier wie eine Familie scheitert und muss zeitgleich sagen, oft liegt es eben auch daran, welcher Kommunikationstyp die gesamte Familie ist.
Wir haben vo sehr vielen Jahren unser Haus hier in Schweden gekauft und waren jahrelang nur in den Sommerferien hier. Wir haben 3 Kinder, die in der Zwischenzeit erwachsen sind, aber sie hatten von Anfang an Kontakt zuu den einheimischen Kindern. Oft, wenn wir in den Pfingstferien hier waren, gin sogar unsere Jüngste (jetzt 22) mit einem Nachbarsmädchen in die Hauptschule für 2 Wochen nur so zum Spass.
Wie gesagt, wir sind allerdings eine sehr kommunikationsfreudige Familie.
Unserre Kinder, alle erwachsen, leben allesamt weiter in Deutschland, aber selbst wenn sie zu Besuch sind, haben sie ihre alten Freunde hier, gehen gemeinsam zum tanzen, ins Kino oder hängen in der Sommerstuga übers Wochenende ab.
Ich kann nur anraten, geht nach außen in einen Verein und sucht Freunde.
Wir sind hier die Ausländer und wir müssen einen Weg finden um uns zu integrieren. Was Menschen betrifft, die aus anderen Ländern hier in Schweden leben, so denke ich jedenfalls, unterscheiden sich nicht wirklich von denen die es auch in Deutschland gibt. Es gibt solche und solche.
Un wir, durch den Beruf meines Mannes bedingt, sind offen für alle Menschen und haben bisher keine schlechte Erfahrungen in Schweden gemacht.
Also, genießt das neue Jahr mit allem was so kommt
Gundi


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 3. Januar 2008 17:37 
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Hej Belanna,

mein Sohn wird nächstes Jahr 15 (wenn wir nach Schweden umziehen) und wird dann ein ähnliches Problem bekommen wie Deine Tochter. Daher habe ich mal beim skolverket nachgefragt und habe herausgefunden, daß das eine Sache der Kommune ist zu beschliessen, ob Deine Tochter zurückgestuft werden kann und somit 1-2 Jahre länger an der Grundschule bleiben darf. Vielleicht würde das schon helfen hier noch mal bei der Kommune nachzuhaken?! Ein Jahr Grundschule mit Sprache lernen, würde doch schon als Sprung für Ausbildung/Gymnasium für sie reichen.
Aber wie ich in Eurem Fernsehbeitrag gesehen habe - das wart Ihr doch? - wollte sie ja von Anfang an ja nicht so ganz nach Schweden...
Obwohl ich denke, daß es ihr auf jeden Fall nicht schaden würde - falls die Kommune dies zulässt - in Schweden noch die Schule zu besuchen bevor sie dann alt genug ist und sich entgültig entscheidet in welchem Land sie leben möchte...

Aber egal wie Ihr Euch entscheidet, bzw. sie sich entscheidet, ich drücke Euch die Daumen, daß alles so klappt wie Euch das vorschwebt.

viele Grüße
Floh


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 3. Januar 2008 17:55 
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Die Familie hat "mehrere" Probleme.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Januar 2008 11:42 
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Warum steht das Wort "mehrere" in Anführungszeichen? Es SIND mehrere!
Bel

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 5. Januar 2008 11:56 
Ich glaube, da kannst beruhigt sein; es gibt wohl keine Familie der Welt, die nicht mindestens mehrere Probleme hat. Die, die gegenteiliges behaupten, machen sich falsche Illusionen...
Familienleben bedeutet doch eigentlich nur, die verschiedensten Probleme zu hantieren.

Oliver


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 10. Januar 2008 19:59 
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Nun sind es noch zweieinhalb Tage, bis die Große (zusammen mit ihrem Freund) abreist. Ich bin denkbar gedrückter Stimmung und unsicher, wie wir den Abschied gestalten sollten. Am liebsten wäre es mir, sie nur am Bahnhof abzusetzen und sofort zurückzufahren. Aber das kommt mir so unterkühlt vor. Ich fürchte mich vor dem Moment, wenn der Zug losfährt und wir 3 übriggebliebenen am Bahnsteig stehen und heulen- wer soll denn wen trösten? Entschuldigt mein Gejammere, aber ich weiß nicht, wem ich sonst meinen Seelenmüll aufhalsen soll...Ich hasse Abschiede, und je länger sie sind, desto schlimmer kommen sie mir vor. An Iri darf ich gar nicht denken, so wie sie an der Großen hängt, kann das nur eine Katastrophe werden. Mein Alda geizt, wie alle Männer, mit Gefühlsausbrüchen und wie das wird, wenn er sein großes Mädchen wegfahren sieht und wer weiß, wann erst wiedersieht, will ich auch gar nicht wissen. Wenn doch bloß alles vorbei wäre. Und: Wenn ich nur wüsste, was ich damit meine...
Bel

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 10. Januar 2008 20:36 
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Hej Belanna,
leider kann Euch da niemand helfen. Da müsst Ihr selber durch. Das weisst Du aber ja. Trotzdem drücke ich Euch ganz dicke die Daumen, dass es Euch bald wieder besser geht. Ich kann mir vorstellen, dass Euch ganz übel wird bei dem Gedanken Eure Tochter abreisen zu lassen.
Hinterher geht es Euch sicherlich besser. Es ist meist so, dass die Warterei bis so ein Moment da ist, alles nur schlimmer macht. Wenn dann der Augenblick der Wahrheit da ist, ist man oft erleichtert. Denn dann kann es wieder vorwärts gehen. Jetzt zählt nur der eine Moment. Danach könnt Ihr wieder planen und schauen wie es weiter gehen kann.

Alles Gute und liebe Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 10. Januar 2008 23:05 
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Hej belanna,

hört sich dov an, kenne ich aber aus eigener Erfahrung. Sobald du deine Tochter loslässt wird die Bindung stärker.

Gruß Claudia


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 11. Januar 2008 16:26 
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Hej Fam Purann,

musste es denn wirklich soweit kommen.

Wo ist Euer, in Ostdeutschland so viel gepriesener Familienzusammenhalt.

Ist denn der Freund der 16-jährigen wichtiger als eine Familie.

Man könnte mit der Faust auf den Tisch hauen. So wie ich jetzt auf die Tasten.

Gott verda... noch mal, werdet hoffentlich bald vernünftig.

Dies hier ist zum heulen.


:twisted:

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Gruss Barbara
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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 11. Januar 2008 16:41 
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Hej Skoghult,
ich kann gerade nicht verstehen, warum du Belanna und ihre Familie so angehst? Ich finde die Situation schon schwierig genug und glaube, sie haben sich diese Entscheidung alles andere als einfach gemacht! Zumal Ann-Kathrin sich, wenn ich das in der Sendung richtig verstanden habe, von Beginn an nicht sonderlich wohl gefühlt hat in Schweden.
Und ob sie jetzt oder erst in 2 Jahren nach Deutschland zurückkehrt, ist eigentlich, beinahe, egal. Fakt ist eines, die Familie wird sich trennen und allein dieser Punkt ist hart genug für alle Beteiligten.

@Bel: Ich bin mit 18 Jahren ausgezogen, es war meine Entscheidung und habe über 400km entfernt von meinen Eltern eine Ausbildung gemacht. Meine Bindung zu meiner Mutter wurde dadurch enger als jemals zuvor. Es mag für dich jetzt sicherlich alles andere als ein Trost sein, aber vielleicht hilft es dir für die Zukunft.
Eine Familie kann auch getrennt zusammenhalten und dann manchmal mehr, als wenn man unlücklich zusammensitzt.

LG und viel Mut für die nächste Zeit
Alles Glück für Ann-Kathrin, auf die du sehr sehr stolz sein kannst. Ihre Entscheidung ist, wahrscheinlich, die schwerste die sie seit langem getroffen hat.

JANA

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 11. Januar 2008 18:03 
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Danke für die lieben worte, es ist gut zu wissen, dass man verstanden wird. Ja, es wäre ohne weiteres möglich gewesen, darauf zu bestehen, dass Trini hierbleibt. Dann wären 2 Leute (Mario und Iri) richtig glücklich, eine (ich) hin und hergerissen und zwei (Trini und Rob) am Boden zerstört. Und selbst wenn ich Robs Gefühle subtrahiere (der ja irgendwie "schuld" an allem ist), bliebe noch eine unglückliche 16-jährige, die irgendwann sagen würde, dass wir ihr Glück riskiert, wenn nicht zerstört hätten. Ich vermisse sie jetzt schon (dabei geht sie bloß grad zum Reiterhof, die Kleine holen), aber ich weiß, dass sie in geordnete Verhältnisse kommen, ihre Schule guten Mutes angehen und ihre Hobbys wieder aufnehmen wird. Dazu, bei aller Mühe, die sie auf sich nehmen müssen, bekommen die Großeltern wenigstens ein bischen von dem zurück, was sie verloren haben. Wir fehlen ihnen gewaltig und so haben sie wenigstens Trini zum Verwöhnen und Verziehen...
Gruß Bel

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 11. Januar 2008 18:18 
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Hej Fam. Purann,

es ist besser Ihr geht alle zurück nach D so wie Ihr gekommen seid. Dann

höhrt endlich dieses Gejammere hier auf und Frau Purann hat endlich

wieder Arbeit in ihrem erlernten Beruf.



Ich gehe hier niemenden an, ich sage nur meine Meinung.


Die ganzen Auswanderersendungen sind die reinsten Lachnummern.

So wie in diesem speziellen Fall, wo es vorher schon angekündigt wurde, das die Tochter mit ihren 16 Jahren ja so verliebt ist und sich ohne Freund mit dem Leben in Schweden nicht anfreunden kann, bzw. nicht will.
:smt057

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Gruss Barbara
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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 11. Januar 2008 18:30 
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Na wunderbar, dann schreiben wir nun nur noch Friede-Freude-Eierkuchen-Geschichten ins Forum, damit jeder Neuankömmling lesen kann, wie wunderbar einfach eine Auswanderung ist, jeder Schwede super super nett ist und niemals Zweifel aufkommen oder schwierige Entscheidungen gefällt werden müssen.

Bel: Du wirst, zumindest bei mir, immer ein offenes Ohr finden. Und ich empfinde dein Schreiben nicht als Jammern, sondern als ganz normale Gedanken und Gefühle einer Frau und Mutter!

Grüsse JANA :wink:

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Man muss 1000 Dinge machen um zu beweisen wie toll man ist.. Aber nur einen Fehler begehen, um nichts mehr wert zu sein !


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 11. Januar 2008 18:35 
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Warum seid Ihr nur alle ausgewandert?

:smt039

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Gruss Barbara
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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 11. Januar 2008 19:32 
Schwedenfreund
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@ Skoghult oder Barbara
Ich glaube ein bischen Zurückhaltung wäre angebracht.
Nicht schön wie hier miteinander umgegangen wird.
Mein Tip:
Öffne ,,Fam.Purann am Scheideweg,, nicht mehr
und du tust etwas für DEINE Nerven.
Gruß Haui

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BildMan muss nicht jeden Berg selber besteigen,
aber man muss Wissen wer einen die Aussicht beschreibt


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 11. Januar 2008 19:47 
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Hej Barbara,

was Du schreibst, bzw. wie Du es schreibst, gehört mindestens auf die Trolwiese. Du magst Deine Meinung über die Fernsehauswanderer und diese spezielle Familie haben. Das heisst aber nicht, dass Du sie hier in dieser Weise kuntun musst. Das geht eindeutig unter die Gürtellinie und ich bitte Dich daher das zu lassen.
Weshalb wir/viele ausgewandert sind? Dazu gibt es so viele Gründe wie es Auswanderer gibt. Warum hast Du es getan?
Und wenn jemand auswandert heisst es nicht, dass alles klappt und man die Entscheidung nicht auch vielleicht in Frage stellen kann/darf/muss.
Ob es sinnvoll war auszuwandern, das muss sich doch jeder selbst fragen. Bei manchen war es das nicht. Natürlich haben wir alle unsere Meinungen zu anderen Auswanderern (ich eingeschlossen). Man fragt sich schon hin und wieder bei dem ein oder anderen weshalb sie es gemacht haben oder wie sie es überhaupt geschafft haben. Aber das Forum ist nicht unbedingt die beste Grundlage um Menschen und ihre Situation gänzlich zu beurteilen. Man kann schnell jemandem Unrecht tun. Und selbst wenn man recht hat, es ist noch kein Grund unfreundlich zu werden.
In diesem Fall hat Belanna ihr Herz ausgeschüttet. Sie hat es in einem eigenen Thread gemacht. Wer sich da genervt fühlt, braucht Ihrer Geschichte nicht zu folgen.

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 11. Januar 2008 20:08 
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Hej Wiebke

und all die anderen, die in Deinem Sinne geschrieben haben. Bravo!

Barbara: es ist absolut unpassend, was Du hier von Dir gibst.

Hexenhäuschen

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Wenn die Zeit kommt, in der man könnte,
ist die vorüber, in der man kann.
Ebner-Eschenbach


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 11. Januar 2008 20:25 
Ohne eine Wertung des Themas...wer öffentlich in einem Forum seine Probleme darstellt , muß auch immer damit rechnen ...auf kontroverse Meinungen zu stoßen .

Andrea


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 11. Januar 2008 20:34 
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Hej Andrea,
da gebe ich Dir natürlich recht. Es ging mir ja auch nicht um die Meinung. Meine Meinung zu diesem oder anderen Themen stimmt auch oft nicht mit der anderer überein. Und Du hast recht. Wer sich öffentlich "outet" muss mit Reaktionen darauf rechnen. Wir wollen uns aber doch hier um Höfflichkeit bemühen. Und wir haben die Trollwiese für die Beiträge, die es nicht sein sollen. Nur das war meine Intention, darauf hinzuweisen.

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 11. Januar 2008 22:31 
Wird schon alles werden Bel...Kopf hoch !

Andrea


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 12. Januar 2008 00:00 
Schwedenfreund
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Beiträge: 404
Wohnort: Deutschland
Hej,
ich find es gar nicht so schlimm und auch habe ich nicht das Gefühl das hier gejammert wird. Ich finde es sogar mutig Probleme hier anzusprechen. So wird einigen hoffentlich die rosarote Brille von der Nase genommen wenn sie in anderes Land ziehen wollen. Und wem es auf die Nerven geht der soll halt andere Sachen lesen.
Gruß Claudia


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 12. Januar 2008 00:14 
Schweden Guru
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Beiträge: 1494
Wohnort: Västerbotten
Es stimmt natürlich,das man auch mit negativer Kritik zu rechnen hat,wenn man sein Problem so schildert.Prinzipiell denke ich aber,das es nicht verkehrt ist sich Rat holen zu wollen.Das zeigt mir doch nur,das das Alter der Kinder beim Auswandern nicht vernachlässigt werden sollte.
Mit kleineren Kindern ist es sicher nicht so problematisch,wie mit Teenagern.Glaube ich wenigstens...

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Insanity is hereditary: you get it from your kids!
(S.L.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 12. Januar 2008 08:09 
Sabine hat geschrieben:
Mit kleineren Kindern ist es sicher nicht so problematisch,wie mit Teenagern.Glaube ich wenigstens...


...das gilt nicht nur fürs Auswandern :roll:

Andrea :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 12. Januar 2008 16:13 
Schwedenfreund
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Beiträge: 977
Wohnort: Norr om Stockholm
Herrje,
JETZT ist es doch schon definitiv zu spät sich darüber zu zerwuseln, ob und inwievern und was falsch ist. Fakt ist, das Kind will zurück, Fakt ist, das Kind ist mit Elternerlaubnis auf dem Rückweg, da ist es nicht mehr angebracht darüber zu diskutieren, wie falsch es ist. Ich hätte mein 16-jähriges Kind auch nicht gehen lassen, UND? An DIESER Stelle kann man das "Draufhauen" auf Belanna ruhig belassen - es ändert nichts.
Und für diejenigen, die üblicherweise auf z.B. mich und die anderen draufhauen, weil ich und einige anderen keine Lust haben von schönem, problemfreien Podest- und Schlaraffenland Schweden zu schreiben, sollte dieser Thread und die damit zusammenhängende Geschichte eine Lehre sein - hätte man Belanna im Vorfeld die Info gegeben, dass eine Auswanderung auch in einer unglücklichen, getrennten Familie enden kann, hätte belanna + Familie vielleicht die eine oder andere Entscheidung überdacht.

An belanna:
Kopf hoch, ich bin damals auch mit 16 von Zuhause weg, die Gründe waren anders und doch wieder gleich, wenn man das "Unglücklichsein" als Grund nimmt. Ich habe in der Zeit eine Menge gelernt, einige Sachen wären mit Eltern in der Nähe besser gelaufen, andere wiederum mehr oder minder gleich. Einen Tipp hätte ich für Euch - er ist ähnlich, wie der für Fehrnbeziehungen - jedes Mal wenn ihr Euch seht, sollte der Termin für das nächste Wiedersehen feststehen, so fällt der Abschied leichter. Vielleicht solltet ihr also jetzt schon einen Termin für den Besuch ausmachen.
Ich wünsche Dir in jedem Fall sehr viel Kraft und eine Portion positiver Sicht auf alles, was geschieht - es gibt wenige "nur Negative" Erlebnisse!

_________________
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

http://video.google.com/videoplay?docid ... 9293309352

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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 13. Januar 2008 13:29 
Ich verstehe die ganze Diskussion um Bels Tochter nicht wirklich. Mal Schweden außen vor gelassen. Hätte die Tochter z. B. keine Lehrstelle im Heimatort in D bekommen, sondern irgendwoanders in D weit weg von zu Hause, hätte sie doch auch von der Familie weg gemußt. So geht es 1000 anderen Jugendlichen in D doch auch und das hat auch nichts mit einer schlecht oder gut gelaufenen Auswanderung zu tun. Die einen müssen situationsbedingt mit 16 ausziehen und die anderen sitzen noch mit 30 bei Mutti am Tisch. Der Selbständigkeit der Tochter wird ein Rückgang nach D in meinen Augen jedenfalls nicht schaden. Und sie sitzt ja nun nicht ganz allein in D. Es gibt ja schließlich die Großeltern. Mein Gott sie ist 16 und nicht 6.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 13. Januar 2008 19:51 
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Beiträge: 146
Wohnort: Gräbendorf in Brandenburg
Ist ja richtig. Trini ist kein Baby mehr.Sie fällt nicht in ein Loch und freut sich total auf D 8) . Ich glaube, die ist die einzige, die den morgigen Schulbeginn kaum erwarten kann! :smt017 Wir werden uns hoffentlch gewöhnen (es war übrigens mein Mann, der nach dem Abschied geweint hat, nicht ich) und die Große auch. Hauptsächlich natürlich an die Tatsache, dass sie auf ihre Oma hören muss ohne Diskussionen- DAS kennen Enkel kaum...
Bei der Kleinen steht morgen ein Lehrergespräch ins Haus, das bedeutet auch nix gutes. Mir ist was von wegen Mobbing zu Ohren gedrungen (Iri selber erzählt ja nichts) :twisted: aber darüber weiß ich morgen um diese Zeit mehr. Gute Nacht erstmal!
Bel

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Für fehler in Der groß-Und kleinschreibung Ist ganz allein meine heimtückische tastatur Verantwortlich! ich Geb´s auf!


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 13. Januar 2008 20:47 
belanna hat geschrieben:
Bei der Kleinen steht morgen ein Lehrergespräch ins Haus, das bedeutet auch nix gutes. Mir ist was von wegen Mobbing zu Ohren gedrungen (Iri selber erzählt ja nichts) aber darüber weiß ich morgen um diese Zeit mehr.

Das muss eigentlich nichts bedeuten. In Schweden finden halbjährlich Entwicklungsgespräche (utvecklingssamtal) statt. Es setzen sich Schüler, Lehrer und Eltern zusammen und reden über das vergangene Halbjahr und über die Ziele des kommende.


belanna hat geschrieben:
Gute Nacht erstmal!


Wann gehst du denn ins Bett? :hmm:

Gute Nacht auch von mir...

Oliver :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 13. Januar 2008 20:49 
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Beiträge: 3154
Wohnort: Västerås
Ja Manty, das ist richtig. Aber Schweden ist eben doch was anderes... bzw. die Entfernung ist doch größer. Aber es stimmt schon. Man kann fast genauso schnell und sogar zum gleichen Preis, wenn nicht billiger, von Schweden nach Deutschland, wie von Hamburg nach München. Mal grob geschätzt.
Und wenn ich wählen kann, dann ziehe ich eine 16 jährige, die ausgezogen ist einem 30jährigen, der noch daheim wohnt, vor. Und zwar als Mutter als auch so...
Trotzdem ist es für die Familie ja nie leicht. Egal ob der Abschied in Deutschland oder Schweden ist. Man muss sich an neue Sachen erst gewöhnen und das hat mit Auswandern nichts zu tun. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 15. Februar 2008 12:16 
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Registriert: 15. Februar 2008 11:41
Beiträge: 15
Wohnort: Västeras
Storstadstjej hat geschrieben:
:( Ich weiss nicht wirklich was ich sagen soll, was Dich wirklich aufmuntern könnte... Versuch das Ganze nciht als Scheideweg zu sehen. ... [Fullquote gekürzt] .


Hej,

Ich kann es echt nachvollziehen, was ihr durchmacht... Ich bin auch mit meinem sohn vor 6 monaten nach schweden/örebro ausgewandert und haben es schwer. mein sohn hat bis jetzt keinen einzigen schwedischen freund.. ich habe die hoffnung, das es sich bessert und er doch anschluß findet. auswandern ist nunmal nicht einfach vorallem für die kinder.
lycka till

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Heimat ist da, wo ich glücklich bin!


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 20. Februar 2008 22:25 
Ich habe mich eigentlich zurück gehalten, da ich noch keine Erfahrungen mit dem Auswandern habe. Hätte aber vermutet, dass es den Kindern leichter fällt, Kontakte zu schließen als den Erwachsenen.
Meine Vorstellungen für ein Auswandern schließen aber auch ein:
-feste Arbeitsstelle(oder ich warte bis zur Rente), sicheren Wohnsitz und einen schwedischen Freund, der mir in allen amtlichen Behördengängen hilfreich zur Seite stehen würde.
Ansonsten hätte ich Angst, Gefahr zu laufen, dass alles schief geht.
Und Hin- und Her-Ziehen ist nicht mein Ding.
Da ich den hohen Norden am liebsten mag, mache ich mir auch schon Gedanken, ob ich die lange Zeit der Dunkelheit ertragen könnte. Als Urlauber für 6 Wochen ist ja alles super schön, aber das ständige Leben dort, sieht doch anders aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fam. Purann am Scheideweg
BeitragVerfasst: 21. Februar 2008 10:20 
Schweden Guru
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Registriert: 30. August 2006 12:42
Beiträge: 1380
Wohnort: Gällivare / Lappland
Was die Kinder betrifft, so ist das Alter entscheidend. Kleine Kinder haben beneidenswert geringe Sprachprobleme und ausserdem kein so entwickeltes soziales Umfeld, dass sie in Deutschland zurücklassen. Mit grossen Kindern ist das bedeutend schwieriger, nicht zuletzt weil auch die Akzeptanz von Seiten schwedischer Teenies erheblich abnehmen dürfte.
Eine andere Sache ist es mit der Dunkelheit. Manche kommen gut damit klar, manche gar nicht. Wieder andere kommen mit dem Licht im Sommer nicht zurecht. Und es gibt sogar Norrbottningar, die nach Skåne gezogen waren und zurück nach Norrbotten gegangen sind, weil sie die Dunkelheit in Skåne nicht ertragen haben (durch den Schnee ist es hier nur selten wirklich stochzappenduster).

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