Anonymous hat geschrieben:
Wenn ich Schweden sehe, mit seinen Jedermannsrecht - in Deutschland - unmöglich.Schweden ist sauber und man merkt das die Schweden ihr Land lieben, was man verstehen kann denn es ist einfach wunderbar. In Deutschland hingegen, immer mehr Zerstörungswut.
Ich würde dazu einfach mal den Abfallbeauftragten der Kommune Gällivare zitieren:
"In der Kommune Gällivare gibt es praktisch keinen mit dem Auto befahrbaren (Wald-) Weg mehr, an dem sich keine illegale Müllkippe befindet. Und das, obwohl die offizielle und kostenlose Mülldeponie in fast allen Fällen näher gewesen sein dürfte."
Es gibt hier einen "Bierweg". Das ist keine romantische alte Schmugglerroute, sondern ein Skoterweg, der jeden Winter mit Bierdosen förmlich gepflastert wird.
Apropos Skoter: Selbst in abgelegenen Ecken findet man ab Ende Februar kaum noch 100 Quadratmeter zusammenhängende Schneefläche ohne Skoterspur. In den mehr populären Gegenden im Fjäll erreichen die Skoterwege mehrfach Autobahnbreite und werden auch ungefähr so befahren. Wenn ich mit den Langläufern unterwegs bin, dann tue ich das mit etwas Pech zu einer Formel-1-Geräuschkulisse und in einer Luft wie neben einer Trabikolonne. Und ich wohne am A... der Welt.
Die Liste liesse sich fortsetzen. Sicher, die Schweden sind naturverbunden, aber auf eine etwas spezielle Art. Es geht ihnen inerster Linie um das Ausnutzen der Natur, nicht um ihre Bewahrung. Die meisten sehen die Natur als unendliche Ressource. Als Vattenfall Pläne zum Ausbau auch der letzten unregulierten Flüsse bekanntgab, waren es nicht die Naturschützer, die aufschrien, sondern die Angler. Das naturvårdsverket gilt als Spasskiller und ist ein echtes Hassobjekt.
Wenn ihr euch eure Sicht auf Schweden bewahren wollt, dann empfehle ich euch, Touristen zu bleiben. Von innen sieht das Land etwas anders aus.
Skogstroll