Euro, SEK

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Re: Euro, SEK

Beitragvon sinlalu » 9. September 2008 10:47

hansbaer hat geschrieben:Ich weiß, die Versuchung ist groß, aber fast 7 Jahre nach Einführung des Euro noch in DM zu denken würde so oder so zu Widersprüchen führen. Eine Inflation gab es ja schon immer, und wenn man eine 3%ige Inflation auf 7 Jahre hochrechnet, ergibt das auch schon 26%.


Nicht nur die Versuchung! Fast alle, die ich kenne tun es! Ich auch. Nur sagt man es eventuell nicht mehr laut. Ich bin aber - Inflation hin oder her - immerwieder, und zwar oft, bestürzt, was die Sache so kosten. Dabei ist es egal, ob Haareschneiden, Kornflakes, oder der Eintritt irgendwo. Denn Fakt ist: wir haben alle nicht mehr Geld im Beutel als vorher. Und die Frage, ob die Inflation nicht wenigstens im Ansatz durch höhere Gehälter aufgefangen werden müßte stellt sich einfach. Es ist doch nicht nachvollziehbar, wie eine Durchschnittsfamilie mit 2 Kindern und einem Verdiener mit normalem Gehalt über die Runden kommen soll. Konsequenz: 2 Verdiener. Meiner Meinung nach nicht das Allheilmittel. ( Das soll keine Männlein/Weiblein- und weg von der Emanzipazion-Debatte werden! ) Denn schließlich gibts nicht genug Arbeitsplätze.

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Re: Euro, SEK

Beitragvon skvs » 9. September 2008 10:49

Meine gesamten Ausgaben pro Monat waren in Stockholm immer annähernd gleich hoch wie in Berlin.



Uups, dann warst du aber nicht jeden Tag in einem Kaffee in Stockholm. Denn als Student konnte ich mir das in Berlin leisten, aber nicht in Stockholm. Ein normales grichisches Essen, mit Vorspeise aber ohne Nachspeise kostete fuer 4 Personen 940 SEK (ca 100 Euro). Diese Preise waren gleich in Stockholm und Göteborg. Ausgehen ist einfach teuer in Schweden.

Stockolm ist von den Lebenhaltungskosten mit Muenchen zu vergleichen.

Bienenbär

Re: Euro, SEK

Beitragvon Bienenbär » 9. September 2008 10:50

Ich habe mir alles durchgelesen und ich habe auch nie behauptet das es in Schweden alles rosig und billig ist.
Aber Deutschland ist es auch nicht.
Ich teile auch was Hartz 4 betrifft ,die Meinung mit Silke.Um Hartz 4 ging es mir auch nicht,das habe ich nur im Zusammenhang mit Statistiken erwähnt.
Ich wollte eigentlich nur sagen,das man auch Deutschland nicht durch eine rosa Brille sehen sollte,genauso wenig wie Schweden.

:smt006 Tanja

nysn

Re: Euro, SEK

Beitragvon nysn » 9. September 2008 10:52

Wenn hier in Deutschland alles so billig wäre, dann müßte der Rubel äääääh der Euro ja nur so rollen - aber das tut er nicht, denn die Kaufkraft geht immer mehr zurück.


Ja Aleve,
will dir jetzt nicht widersprechen und habe leider auch keine Zeit mehr, um diese Statistik hervorzukramen - es ist nämlich tatsächlich so, dass "die Schweden" im Vergleich zu den Deutschen und wenn ich mich recht erinnere sogar im Vergleich zu den Italienern eine schlechtere Kaufkraft haben - d. h. der Schwede ist statistisch gesehen - ÄRMER - als der Deutsche oder sogar der Italiener.

S-nina

hansbaer

Re: Euro, SEK

Beitragvon hansbaer » 9. September 2008 10:53

Das Kreuz mit dem Euro ist der blöde Umrechnungskurs. Dieses 2:1 war am Anfang leicht, aber je mehr die Zeit vergeht, desto verzerrter ist das Bild, das man durch Umrechnen bekommt.

Natürlich werden die Sachen teurer - aber das ist in ganz Europa ja so, und man müsste schon ein fundamentales Komplott der ganzen Wirtschaft annehmen, um das alleine auf diese zu schieben.
Aus meiner Sicht ist der soziale Fortschritt in den letzten 10 Jahren einfach ziemlich ins Stocken geraten. Löhne steigen nicht mehr so schnell und der Wohlstand wächst nicht mehr.

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Re: Euro, SEK

Beitragvon sinlalu » 9. September 2008 10:53

Bienenbär hat geschrieben:Ich habe mir alles durchgelesen und ich habe auch nie behauptet das es in Schweden alles rosig und billig ist.
Aber Deutschland ist es auch nicht.
Ich teile auch was Hartz 4 betrifft ,die Meinung mit Silke.Um Hartz 4 ging es mir auch nicht,das habe ich nur im Zusammenhang mit Statistiken erwähnt.
Ich wollte eigentlich nur sagen,das man auch Deutschland nicht durch eine rosa Brille sehen sollte,genauso wenig wie Schweden.

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Ich glaube, da hast Du Recht! Richtig rosig ist es nirgendwo. Und Nachteile gibt es immer.

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Re: Euro, SEK

Beitragvon Findus » 9. September 2008 11:00

Dieses 2:1 war am Anfang leicht,

und schon damals falsch. Da es ja nur 1:1,9.... war verzerren sich die beträge mit der zeit natürlich mehr und mehr. Das kommt zur Inflationsproblematik noch dazu. In Ländern mit schwererem Kurs gab es die ganze Teuro-Diskussion nie in der Form wie in Deutschland, obwohl auch dort die Preise gestiegen sein dürften.
Das soll aber nicht heißen, dass nicht mindestens ein Inflationsausgleich bei den Löhnen und Gehältern angebracht wäre...
"Die Schweden sind keine Holländer - das hat man ganz genau gesehen." Franz Beckenbauer

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Re: Euro, SEK

Beitragvon skvs » 9. September 2008 11:09

Es ist doch nicht nachvollziehbar, wie eine Durchschnittsfamilie mit 2 Kindern und einem Verdiener mit normalem Gehalt über die Runden kommen soll. Konsequenz: 2 Verdiener. Meiner Meinung nach nicht das Allheilmittel. ( Das soll keine Männlein/Weiblein- und weg von der Emanzipazion-Debatte werden! ) Denn schließlich gibts nicht genug Arbeitsplätze.



Hallo Silke!

In Schweden sind alle Gehälter öffentlich (muss man nur googeln). Du wirst ziemlich schnell merken, dass der Durchschnittsschwede nicht viel verdient. In Schweden kommt man mit einem Gehalt nicht über die Runden, von daher ist es normal, dass beide Eltern arbeiten müssen.

Akademiker in Deutschland verdienen sehr viel mehr als in Schweden. Ein Architekt, der hier in Schweden 20 Jahre gearbeitet hat, verdient 30 000 SEK brutto, davon sind 34% Abzuege und man muss sich selbständig in Schweden rentenversichern und auch arbeitslosenversichern (hab ich als Deutsche sofort gemacht) In meiner Branche als Architektin bekomme ich Deutschland schon 30 000 nach 3 Jahren Berufserfahrung (ca 3200 Euro) und nach 5 Jahren zwischen 3500-4000 Euro. Soviel bekommen hier in Schweden die Topverdiener, oder die Heads aus dem Ausland (z.B. meine Freundin ist als Projectmanagerin bei Astra-Zenica aus der UK geholt worden und stieg mit 45 000 SEK ein, sie verdiente damit mehr als ihre schwedschen Kollegen in gleicher Position).

Den Deutschen geht es finanziell, wenn sie Arbeit haben, ziemlich gut. Sie haben nur leider immer wieder die Menthalität, dass das Grass ja auf der anderen Seit viel gruener ist. Sie reden vieles einfach schlecht. Seit ich in Schweden lebe sehe ich das. Auch bei Harz 4 bekommt man in Schweden 3000 SEK pro Monat (ca 300 Euro). (Mündliche Überlieferung, kann ich nicht belegen, sagte aber meine schwedische Kollegin). Die Wohnung bekommt man NICHT bezahlt.

Gruss Saeky

hansbaer

Re: Euro, SEK

Beitragvon hansbaer » 9. September 2008 11:13

Kleine Nachfrage in Sachen Rente: soweit ich es bisher wahrgenommen habe, wird einem die Rente automatisch abgezogen wie in Deutschland auch. Der Unterschied zu Deutschland ist, dass man die Versicherung, bei der man dieses Geld anlegen will, frei wählen kann, und, dass das Rentensystem wirklich eine Rentenkasse ist und nicht ein Umverteiler von Arbeitnehmern auf Rentner. Oder liege ich da jetzt ganz falsch?

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Re: Euro, SEK

Beitragvon skvs » 9. September 2008 11:18

Grundätzlich habe ich das auch so verstanden wie Du. Die Rente wird aber nicht automatisch abgezogen, das hängt nämlich vom Arbeitsgeber ab. Der kann das freiwillig bezahlen (dann wird es automatisch abgezogen) muss es aber nicht, dann darf man nämlich selber bezahlen.


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