Euro, SEK

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Kronoberg
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Re: Euro, SEK

Beitragvon Kronoberg » 8. September 2008 09:47

Ich stimme nach mehreren Jahren in Schweden S-nina vollkommen zu. :smt006 Was das Konsumverhalten angeht kann ich mich Aelve anschliessen, da denken und konsumieren wir ähnlich. Ich habe jedoch den Eindruck, dass meisten der temporären Schwedenbesucher entweder ihr Einkommen aus D beziehen, was dann unsinniger Weise zum Vergleich hergezogen wird- oder sie sind Fruehrentner, Ferienhausbesitzer oder beziehen aus anderweitigen Quellen ihr Einkommen, sind aber nicht in den Regionen Schwedens ansässig, wo es Arbeit gibt und die Häuser auch erst ab mindestens 2 Millionen Kronen zu haben sind, und dann nicht 4000qm Grund, und eigenes Wasser haben. Wenn wir jedenfalls nach D fahren, dann kombiniere ich den Verwandtschaftsbesuch mit Einkäufen. Lebensmittel, Elektrogeräte, Kleidung , Ersatzteile Auto, Baumaterialien....was gerade benötigt wird und noch in´s Freigepäck oder in´s Auto passt. Kurzurlaub/berufliche Fortbildungen in Berlin, Hamburg, Muenchen, Duesseldorf Essengehen spottbillig im Vergleich zu Schweden. Kleidung, abgesehen von der Auswahl auch qualitativ besser. Das dagens rätt zähle ich nicht als Restaurantbesuch. Merkwuerdiger Weise empfinden unsere schwedischen Nachbarn und Bekannten D auch als billig. Die fahren in ganzen Busladungen uebers Wochenende nach D und kaufen ein wie verrueckt, und nicht nur Alkohol.
Natuerlich kann man hier auch ganz preiswert leben, Häuschen in the middle of nowhere, eigener Brunnen, kleine Dorfschule am Ort, kostenloser Schulbus, umsonst Angeln, baden im Dorfsee, Fussballverein umsonst, Obstbäume im Garten, Kuehe und eine Hand voll Huehner, eigenes Brennholz fuer den Kamin, aber da muss man den passenden Beruf/Auskommen und auch Lust auf diese Lebnsfuehrung haben. Aber das ginge dann in abgelegenen Gegenden Deutschlands genauso.
Die Einzelkarte fuer den MVV (Muenchen) oder die BVG (Berlin) sind uebrigens preiswerter, als in Göteborg, habe gerade meinen Geldbeutel durchgesehen.
Das Leben in einer schwedischen "Metropole" ist meiner Meinung nach teurer, als in einer deutschen. Ausgehend von zwei erwerbstätigen Akademikern mit zwei schulpflichtigen Kindern, deren Nettogehalt in Schweden deutlich niedriger ist, als in D, bei gleichen Immobilienpreisen. Rein subjektiv.
Aber es ist ja letztendlich schön zu lesen, dass es allen Ausgewanderten und allen Schwedenurlaubern letztendlich hier oben doch irgendwie besser geht bzw.alle sich wohlfuehlen.

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Re: Euro, SEK

Beitragvon janaquinn » 8. September 2008 10:29

Hej Hej,
ob München und Stockholm preislich ungefähr gleich sind, werde ich Ende Oktober sehen, wenn ich für eine Woche bei meiner Schwiegermutter bin.
Persönlich empfand ich das alltägliche Leben in München als extrem überteuert, egal ob Lebensmittel, Miete oder die normalen Fixkosten. Mal eben essen gehen, war kaum möglich, trotz zweier guter Gehälter. Wenn ich im Oktober nach München fliege, habe ich 3 Jahre Abstand zur Stadt, mal schauen ob ich mich überhaupt noch auskenne :oops: . Da ich mit meiner Tochter bei meiner Schwiegermutter wohne und so nicht für Essen, Trinken und Hotel aufkommen muss, brauche ich nicht allzu sehr auf´s Geld schauen, rechne aber trotzdem mit mind. 600,-€ für die Woche. Freunde treffen, Töchterlein was "kleines" kaufen, mal mit dem geliebten Schwiegerdrachen bayrisch Essen gehen....wird sich schon was zusammenlabbern. Auf jedenfall wird wieder ein Friseurbesuch auf dem Plan stehen, dass ist mir hier in Schweden einfach zu teuer.

Ich werde mich sicherlich nicht, wie die arme Verwandte aus Schweden fühlen, aber doch auf´s Geld achten. Was aber mehr mit der Tatsache zutun hat, dass wir im November 2 Kindergeburtstage hinter einander haben.

Und für mich zählt, so wie den meisten anderen hier auch, mehr das Lebensgefühl als das Geld was ich hier weniger verdiene.

LG JANA
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nysn

Re: Euro, SEK

Beitragvon nysn » 8. September 2008 11:09

Merkwuerdiger Weise empfinden unsere schwedischen Nachbarn und Bekannten D auch als billig. Die fahren in ganzen Busladungen uebers Wochenende nach D und kaufen ein wie verrueckt, und nicht nur Alkohol.


Danke, genau so machen es unsere Bekannten/Nachbarn. Dachte schon - ich wohne hier auf einem ganz anderen Planeten! :D

@Jana: Viel Spaß in München - hoffe, es gibt einen schönen Altweibersommer und du kannst die Stadt so richtig genießen!
Im Herbst habe ich am meisten Heimweh danach - z. B. habe ich es genossen, auf dem Weg nach Hause nach der Arbeit am Marienplatz auszusteigen, beim Hugendubel reinzuschauen, über den Viktualienmarkt zu schlendern, mich mit Freunden im Biergarten zu treffen. Die Auer Dult am Mariahilfplatz. Ich vermisse den Gassteig, den Nymphenburger Park, den Hofgarten, die kleinen Geschäfte in Schwabing, die Auswahl der Schuhgeschäfte und auch meinen Friseur (immer noch nach 14 Jahren (!) - der Vidal Sasson am Odeonsplatz - war übrigens damals tatsächlich billiger als hier ein Normalo-Friseur in Göteborg).

Es ist eben dort auch wie hier, das Lebensgefühl ist auch was wert!

Ich fand das Wohnen in München damals übrigens auch nicht günstig - aber ich hatte einen entscheidenenden Vorteil gegenüber Schweden: Wenn mir eine Arbeitsstelle nicht gepasst hat, dann gab es mehrere Arbeitgeber zur Auswahl. Das ist auch heute noch so - auch wenn ich mittlerweile 40+ bin, ich hätte in München kein Problem, immer noch eine gut bezahlte Stelle zu finden. Hier in Schweden muss ich froh sein, dass ich eine Arbeit habe - meine Auswahl ist hier äußerst begrenzt und viele müssen eben hier als Ausländer das nehmen, was sie angeboten bekommen - auch Akademiker.

Letzte Woche las ich z. B. in der Zeitschrift "Ingeniören", dass schwedischen Hochschul/Uni-Abgängern unbedingt empfohlen wird ins Ausland zu gehen - dabei stand Deutschland ganz oben auf der Liste. Es gab ein Beispiel von zwei jungen Ingenieuren, die von Stockholm nach Frankfurt a. M. gezogen sind - die Vorteile, die sie dort aufgelistet hatten: es war einfach eine gute, bezahlbare Wohnung zu finden, der Umgang mit den Arbeitskollegen war trotz deutscher Hierarchie sehr kollegial und freundschaftlich, die Gehälter liegen weit über dem schwedischen Durchschnitt, die Lebenshaltungskosten/Lebensmittelpreise sind niedriger und die beiden hatten sogar Geld übrig, das sie sparen konnten. :D

Ich denke, man sollte schon auch akzeptieren, dass es verschiedene Blickwinkel gibt und Statistiken spiegeln schon auch einen Teil der Realität.

Herzlichst,
S-nina

P.S. Ich bin Ende Oktober auch in München. :wink:

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Muenchen

Beitragvon Kronoberg » 8. September 2008 11:19

S-nina:
und ich auch! Wenn wir uns beim Hugendubel, auf dem Viktualienmarkt, Kettenkarusselfahrend mit meiner Tochter auf der Auer-Dult und dann beim Friseur nochmals sehen, dann werde ich Dich ansprechen. :)
Viel Spass und gute Reise

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Re: Euro, SEK

Beitragvon janaquinn » 8. September 2008 11:41

Hihi, dann können wir ja glatt einen Forentreffen in Kleinformat machen :lol: :lol: . Ich fliege am 27.Oktober mit dem Spätflug hier von Arlanda und fliege am 4.11. wieder heim nach Stockholm.

Und bei deinem Job, Nina, da liegt wahrscheinlich auch der Knackpunkt. Wir haben zwar beide in der gehobenen Gastronomie gearbeitet, von der es jede Menge in München gibt, allerdings zahlen alle Konzerne nur Tariflöhne...zum leben zu wenig und zum Sterben zuviel. Zumal ist nahezu unmöglich ist, mit 1 bzw. 2 Kindern, das beide Elternteile in der Gastronomie in Deutschland arbeiten. Auch würde ich es nie wieder machen wollen, hier in Stockholm hat mein Mann, trotz Führungsposition, jedes We frei, lässt meist spätestens 15.30 Uhr den Kochlöffel fallen und hat geregelte Urlaubszeiten. Und mittlerweile verdient er hier gleich wie in Deutschland, mit weniger bzw. geregelter Arbeitszeit.

München vermissen?? Ich habe Erfurt mit Cochem, Cochem mit Erfurt, Erfurt mit München, München mit W´tal und W´tal mit Stockholm getauscht....ufff....und würde NIE wieder zurücktauschen. Für kein Geld der Welt.
Ich vermisse eher meine Freunde und auch meinen geliebten Schwiegerdrachen, soo schlimm ist sie ja garnicht...auf die Entfernung von knapp 2000km :lol: , aber speziell irgendwelche Dinge oder Läden? Nein, eher nicht. Ich denke aber auch, dass sich Stockholm und München schon vergleichen lassen, nicht nur finanziell gesehen, sondern auch kulturell. Theater, Kino, Essen gehen....ich kann hier alles haben. Für nächstes Frühjahr haben meine Schwester und ich Karten für "My fair Lady" mit Tommy Körberg, für die schwedische Aufführung von "Magnolien aus Stahl" mit Linda Ulveaus wollen wir uns noch welche besorgen.

Wenn ich nach der Arbeit zum Marienplatz kam, war alles geschlossen, kam ich vor der Arbeit zum Marienplatz war alles offen, aber hoffnungslos überfüllt.
Aber die Biergarten...doch die fehlen uns an einigen warmen Sommerabenden schon. Wir waren immer im Westpark oder im Hirschgarten, im letzeren haben wir unsere Hochzeit geplant :lol: .

Wow, Vidal Sasson....neee den konnte ich mir mit meinem mickrigen Gehalt dann doch nicht leisten, bei mir waren es die Billig-Friseure. Und selbst heute, wo ich es mir wahrscheinlich leisten könnte, würde ich es eher nicht machen. Aber der Billig-Friseur muss es dann nicht mehr sein....gehobene Mittelklasse :wink: .

Den Gasteig kenne ich auch, gegenüber habe ich gearbeitet...in dem wie ein Krankenhaus aussehenden Hotel, dort habe ich noch immer viele viele liebe Freunde und Bekannte, die ich im Oktober auch besuchen werde.


Zu den beiden jungen Ingeneuren: Ist natürlich toll, dass sie es soo toll getroffen haben. Aber leider ist es für Otto-Normal-Deutschen nicht soo einfach. Als junge Familie mit 1-2 Kindern eine bezahlbare Wohnung zu bekommen, dass ist alles andere als einfach. Eher werden Singles oder Paare mit Hunden eine Wohnung bekommen, als eine Familie mit Kindern. Meist hängt das an den Vermietern, die schlicht keine Kinder im Haus haben wollen, weil sie Dreck und Krach machen, oder weil man sich die Mieten und horrenden Kautionen kaum leisten kann. Ich habe einige Bekannte und Freunde in D. denen aus den verschiedensten fadenscheinigen Gründen die Wohnung gekündigt wurde: Nachbarn haben sich beschwert, Eigenbedarf, ect....
Nein, als Familie mit Kindern hat man es nicht leicht in Deutschland.....wobei ich nicht sagen möchte, dass es solche Leute in Schweden nicht gibt.
Mobbing durch den Vermieter haben wir schliesslich am eignen Leib erfahren :twisted: :twisted: :twisted:

LG JANA
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nysn

Re: Euro, SEK

Beitragvon nysn » 8. September 2008 12:55

Hej Jana,
zu MUC usw. schicke ich dir gleich mal eine PN.

Zu den beiden Ingenieuren: Das waren Singles - also mehr oder weniger frisch von der Uni - ohne Kinder und quasi ohne Verantwortung. Das ist schon ganz anders.

S-nina

hansbaer

Re: Euro, SEK

Beitragvon hansbaer » 8. September 2008 14:50

Ich würde gerne mal eine wissenschaftliche Komponente in diese Debatte einbringen. Ich komme zwar aus einem anderen Fachbereich, aber es krankt hier daran, dass Aussagen nach dem Muster "Früher kostete die Kugel Eis 50 Pfennig" oder "Ich hab viele Bekannte, die sagen..." als knallharte Belege für das eine oder andere angeführt werden. Wir drehen uns hier permanent im Kreis, weil jeder nur bei sich rausguckt und glaubt, damit das Gesamtbild erfassen zu können.

Manche Sachen, die hier in den Raum geworfen werden, beleidigen ehrlich gesagt Leute, die mit solchen Statistiken ihren Lebensunterhalt verdienen.

Die Kernfrage war: Ist Schweden im Allgemeinen teurer als Deutschland? Gibt also der durchschnittliche Schwede, der irgenwo zwischen Trelleborg und Luleå wohnt, im Schnitt mehr aus als der durchschnittliche Deutsche, der zwischen Wangen und Flensburg wohnt.
Die Aufgabe der Statistiker ist es nämlich, eine allgemeine Vergleichsbasis zu finden, und diese enthält naturgemäß nicht jedes Detail. So wohnt dieser Durchschnittsschwede zu 20% in Stockholm, zu 10% in Malmö, zu 10% in Göteborg und eben nur zu 2,5% in Norrbotten. Der Durchschnittsschwede bezieht seine Energie zu 50% aus Wasserkraft, was der Durchschnittsdeutsche gar nicht kann, weil es beim nämlich gar nicht so viel Wasser gibt (und das sogar absolut und nicht im Durchschnitt). Der Durchschnittsdeutsche wohnt näher an internationalen Warenumschlagplätzen als der Schwede. Auch hat der Durchschnittsdeutsche eine bessere Bahnanbindung.
Worauf ich hinauswill: keiner von uns ist Otto Normalverbraucher.

Die Gesamtantwort auf die Kernfrage ist schlichtweg: Ja - Schweden ist im Schnitt teurer als in Deutschland.

Das bedeutet aber nicht, dass es keine Dinge gibt, die in Schweden billiger wären als in Deutschland. Es bedeutet nicht einmal, dass es Orte in Schweden gibt, in denen bestimmte Produkte billiger sind als in ganz Deutschland. Es enthält übrigens auch keinerlei Aussage zum Thema

Es ist ja nicht so, dass ich mich freuen würde, wenn ich bei Dressman die Jeans für schlappe 25 € bekomme. Bestimmte Produktgruppen sind aber kategorisch teurer, und ich bin mir sicher, dass ich bei LIDL nicht nur den Hauptstadtzuschlag zahle, wenn ich für den vollen Einkaufswagen mehr als in Deutschland hinlege. Aber ich möchte daraus keine allgemeinen Aussagen ableiten, denn dazu taugen diese Beispiele, wie ich dargelegt habe, eben nicht.

Daher kann es ja sein, dass der Salatkopf in Schweden mal billiger ist als in Deutschland. Aber das gilt nicht für jede Region Schwedens im Vergleich zu jeder Region Deutschlands.

Die Aussage "Alles ist teurer in Schweden" ist daher genauso falsch wie "Alles ist billiger in Schweden". Ich hoffe, daher, dass wir aus unserer engagierten Kaffeesatzleserei hier mal zu einer sachlichen Argumentation zurückkommen können.

Teilweise sind die Beispiele hier nämlich haarsträubend.
Schulbuchfreiheit gibt es nämlich auch in Teilen von Deutschlen - in Baden-Württemberg, wo ich herkomme, beispielsweise - früher hat man uns sogar den Taschenrechner geschenkt, was aber mittlerweile nicht mehr so ist. Außerdem hat das wohl nicht mit den Preisen an sich zu tun. Hier kommen wir auch in den Bereich des Verhältnisses Einkommen/Lebenshaltungskosten und der Steuern, was wiederum ein hochkomplexes Thema ist.

Die Geschichte mit dem Mittagessen für 7 € ist auch so eine Sache - hier kommen die unterschiedlichen Gesellschaftsstrukturen zutage. In Deutschland essen viele Leute noch zuhause oder in der firmeneigenen Kantine. In Schweden arbeiten ja alle, so dass zuhause die Küche kalt bleibt und man diese Lunchrestaurants zur allgemeinen Einrichtung gemacht hat. Bei so einem Marktdruck ist es nicht verwunderlich, dass die deutsche Gastronomie, die sowas kaum kennt, nicht billiger ist.

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Re: Euro, SEK

Beitragvon janaquinn » 8. September 2008 15:53

Hej Fabian,
ich verstehe ja was du meinst, ABER nur meine Geldbörse und mein Konto können mir wirklich sagen, was ich mir leisten kann oder eben nicht leisten kann.
Jeder Monat ist verschieden und jeden Monat muss man anders planen!!!
Auch wenn ich Respekt gegenüber Statistikern habe, aber ihre Statistiken bringen mir nichts, wenn ich kein Geld mehr auf dem Konto habe, obwohl ich eigentlich noch was drauf haben müsste.

Und ich gehe eher nach meinem Gefühl...sorry, aber ich kenne unser Kaufverhalten besser, als jede Statistik der Welt.

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hansbaer

Re: Euro, SEK

Beitragvon hansbaer » 8. September 2008 15:56

Mir ist mein Geldbeutel auch näher als die Statistik.

Es ging mir darum, die Debatte wieder sachlicher werden zu lassen. In den letzten Beiträgen wurden die eigenen Erfahrungen oder auch nur das subjektive Empfinden als allgemeingültiger Maßstab für die Preislage in Schweden herangezogen - und das kann meiner Meinung nach nicht sein.

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Re: Euro, SEK

Beitragvon janaquinn » 8. September 2008 16:28

Hej Fabian,
verstehe schon was du meinst, aber viele können nunmal mehr mit persönlichen Erfahrungen anderer besser umgehen, als mit Statistiken. Natürlich sind letzere präziser und wissenschaftlich fundierter, aber wer kann schon mit Otto-Normalschwede umgehen, der statistisch 2,3 Kinder hat, 21.2 Urlaubstage im Jahr und im Schnitt 34.26 % seines Gehaltes für Lebensmittel, ec...ausgibt.
Ganz ehrlich?? Ich nicht! Ich halte mich da lieber an reele Leute, wie die hier im Forum, die mir genau sagen:
a. ich gebe jeden Monat so und soviel Geld für Lebensmittel aus
b. ich zahle die Summe x für meine Kinder damit sie in die Daggis gehen können ect...

Natürlich kann ich mich für meinen Teil, nur an die Stockholmer Erfahrungen halten, da die Leutchen in Götheborg, Malmö, Norrland, Dalarna ect... schon wieder ganz andere Erfahrungen gemacht haben und damit eher Zuwanderen in ihrer Region helfen können.
Und ich kann mich mit ihnen eher indentifizieren als mit irgendeinem statitischen Otto-Normal-Verbraucher.

Aber ich finde deine Beiträge natürlich sehr sehr gut und verstehe worauf du hinaus willst.

LG JANA
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