Euro, SEK

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janaquinn
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Re: Euro, SEK

Beitragvon janaquinn » 9. September 2008 12:56

okay, dann habe ich es falsch verstanden....kann ja mal passieren. Gerade wenn man sooooooviel nachzulesen hat, nur weil man gerade ein Posting geschrieben hat. :lol:

Das mit der fehlenden Kritik am eignen System, das kenne ich gut und es macht mich wahnsinnig!! Gut, ich sollte eigentlich diesbezüglich meine Kl... halten, denn unsere Familie bekommt sehr viel von den Sonnenseiten des schwedischen System´s zuspüren. Wahrscheinlich mehr als jeder andere hier im Forum.
Ich sollte daher wahrscheinlich auch keine Kritik üben, aber ich tue es. Denn es gibt nunmal nicht nur meinen Sohn in unserer Familie, sondern auch meine Tochter. Und ebendiese wartet seit unserem Umzug nach Mölnbo im Februar mal wieder auf einen Kindergartenplatz.....und es bewegt sich nichts. Trotz hunderter Anrufe, Anschreiben und persönlicher Besuche. Sie sitzt zuhause und bekommt einfach keinen Platz.
Und obwohl wir mehr Sörmland denn Stockholm sind, kann ich sie auch nicht nach Gnesta in die Daggis schicken, weil die Kommune bei so kleinen Kindern keine Ausnahme macht.
Also warten wir weiter und hoffen in Enköping oder Upsalla oder wo auch immer, schneller einen Platz zubekommen.

Mein Mann sagt mir übrigens immer, ich wäre noch zu deutsch, deswegen würde mich vieles einfach zu schnell auf die Palme bringen.

LG JANA
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Bienenbär

Re: Euro, SEK

Beitragvon Bienenbär » 9. September 2008 13:00

Eine Frage wirft sich bei mir auf:

Wenn in Deutschland alles so toll ist,warum wandern dann soviele Ingeneure,Ärzte usw.nach Schweden und in andere Länder aus??
@skvs
Wenn Schweden so schrecklich ist,komm einfach zurück!

:smt006 Tanja

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Re: Euro, SEK

Beitragvon janaquinn » 9. September 2008 13:08

Hej Tanja,
ich denke nicht, dass svks Schweden schrecklich findet, eher übt er/sie Kritik am Land, an System und an der Politik. Und das zeigt mir, dass eigentlich schon Liebe zum Land da ist. Das Verhältniss zum Heimatland, ob Schweden, Deutschland, Amerika ect..., kann man eigentlich mit einer Ehe oder Partnerschaft vergleichen: Solange noch gestritten oder kritisiert wird, ist noch Interesse vorhanden. Erst wenn garnicht mehr kommt, wenn schweigen herrscht, dann sieht es wirklich übel aus.
Im Grunde genommen kritisieren wir doch alle am jeweiligen Land, weil wir doch Gefühle dafür haben und eine Besserung erreichen wollen.
Als wir damals anfingen zu planen, haben wir auch kritisiert, aber nicht mehr mit viel Interesse und Herzensblut, denn eigentlich war es uns egal, was ablief.
Hier in Schweden kritisiere ich, weil ich das Land liebe, weil ich trotz aller Liebe erkenne, dass es Probleme gibt, die gelöst werden müssen. Und weil ich ebendoch Deutsche und noch keine Schwedin bin, die alles gleichmütig hin nimmt. Es ist ein schmaler Grat zwischen Liebe und Hass, die Balance kann nur selber halten. Klappt es nicht mehr, muss eine Lösung her. Im zwischenmenschlichen Bereich heisst diese Lösung "Scheidung" und im Bereich auf die Wahl des Heimatlandes "Auswanderung".

LG JANA
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McGarry14101976
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Re: Euro, SEK

Beitragvon McGarry14101976 » 9. September 2008 13:22

Zu meiner Vorposterin, perfekter Artikel, derjenige der sein Land schimpft liebt es, so ein altes weises und sehr wahres Zitat.

Es gibt gewisse Länder, über die mache ich mir Gedanken, natürlich über mein Heimatland Österreich, aber auch Deutschland und eben auch Schweden, welches ich seit meinem Besuch in Juli neben Dänemark total liebgewonnen habe. Eigentlich wollte ich schon ewig hin, diesesmal klappte es und ich fahre nächstes Jahr sicherlich wieder hin.

Zuerst fürchtete ich mich vor den hohen Preisen, doch es komme das Erstaunen, es war gar nicht teurer, ich hatte nicht das Gefühl für ein Essen mehr zu bezahlen als in Österreich. Einzig in der Region Skane/Ystad dort waren die Grundstückspreise natürlich enorm, kein Wunder, bei so einem Ausblick auf die Ostsee.

Also von wegen teures Schweden, ich denke es hält sich eher die Waage, selbst Kopenhagen fand ich nicht einmal so überteuert.

Bienenbär

Re: Euro, SEK

Beitragvon Bienenbär » 9. September 2008 13:23

Hallo Jana

Das was Du hier schreibst finde ich auch richtig gut!Denn Du greifst alle Seiten auf.Das fehlte mir bei skvs,und deshalb krempelte sich bei mir die Hutschnur hoch.
Und Kritik üben ist ja auch richtig,das mach ich ja auch.
Ich glaube,ich schreibe beim Wetter weiter.Das ist nicht so aufregend :lol:

:smt006 Tanja

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Re: Euro, SEK

Beitragvon janaquinn » 9. September 2008 13:28

Mensch Tanja, du bist sooooooo knuffig!! Finde dich echt total süss!
Und an euch beide, danke für das Kompliment :oops:

LG JANA, wir sehen uns beim Wetter :lol:
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Bienenbär

Re: Euro, SEK

Beitragvon Bienenbär » 9. September 2008 13:44

janaquinn hat geschrieben:Mensch Tanja, du bist sooooooo knuffig!! Finde dich echt total süss!


LG JANA, wir sehen uns beim Wetter :lol:


:lol: :lol: ....eine echte Bienenbärin halt,die sich sooo schön aufregen kann ,wenn sie in Fahrt ist! :lol:


:smt006 Tanja

nysn

Re: Euro, SEK

Beitragvon nysn » 9. September 2008 14:30

der wirklich der Allgemeinheit verpflichtet wäre und nicht seinem Konto, Aufsichtsrat, Spender oder sonstwem! Wird aber wahrscheinlich nichts... Schade eigentlich!
Liebe Grüße Silke

Beste Beispiel- Schröder, der wusste was kommt.


Erst dachte ich, ich überspringe der Sachlichkeit halber mal dieses Thema. Doch irgendwie lässt einen das Forum dann manchmal den ganzen Tag gedanklich nicht mehr los und mir fiel das wieder ein.

In Schweden hieß zur gleichen Zeit der Staatsminister Göran Persson - angeblich sogar ein Freund von Gehard. Als dieser in Pension ging, hat er sich erst mal "standesgemäß" einen Gutshof gekauft - in einer Größenordnung, die weit über den Vorstellungen von Normal-Svensson hinausgeht. Seine neue Frau, die Anitra - hat als Chefin von Systembolaget (ein sehr schwer zu managendes Monopolunternehmen in Schweden - verkauft eine Ware (Alkohol), die kein anderer verkaufen darf und aber jeder haben will :D ) - unter der Regierungszeit ihres Mannes mindestens zweimal eine Gehaltserhöhung bekommen, das sie weit über jedes Normalgehalt Svensson direkt hinauskatapultiert hat - also jedes Mal so eine Million SEK drauf!

Neulich hat sie angekündigt, dass sie jetzt mit 60 Jahren in Pension geht - sie will ja noch was haben vom Leben. Der Witz - ihre Partei/und die ihres Mannes - steht dafür, dass jeder in Schweden mindestens bis 67 Jahre arbeiten soll.

Die Parallelen: alle behaupten von sich, sie kämen aus kleinsten Verhältnissen, stünden also quasi auf der Seite des Schwächeren - haben aber anscheinend nichts dagegen, zur rechten Stunde einfach mal das Lager zu wechseln?

So - das ist jetzt ziemlich "off topic" oder "daneben". Ging mir nur so durch den Kopf - als ich über Gerechtigkeit nachdachte.

S-nina

hansbaer

Re: Euro, SEK

Beitragvon hansbaer » 9. September 2008 14:37

Göran Persson ist mit Sicherheit kein Positivbeispiel. Allerdings durchleuchtet man die Minister in Schweden schon sehr gründlich, so dass da selten ein echt fauler Apfel dabei ist. Man bedenke: in Schweden ist eine Ministerin zurückgetreten, weil sie keine GEZ bezahlt hat, und eine weitere, weil sie eine Haushaltshilfe schwarz angestellt hat.

Ich habe mal Praktikum im Stadshuset gemacht und war überrascht, als mein zuständiger Bürgermeister sagte, dass er der Politik den Rücken kehrt - und da war er gerade mal Mitte 40 oder so. Dieses Phänomen, dass Politiker an ihrem Stuhl kleben, bis man sie mit ihm in den Sarg legen kann, ist in Schweden weit weniger verbreitet.

Die Politik ist zwar auch nicht 100% sauber, aber das ist alles irgendwie geradliniger.

nysn

Re: Euro, SEK

Beitragvon nysn » 9. September 2008 15:04

Die Politik ist zwar auch nicht 100% sauber, aber das ist alles irgendwie geradliniger.


So wird es in den Medien dargestellt - obs stimmt?

Es gefällt mir persönlich nicht immer, wenn Schweden als Vorbild in Sachen sozialer Gerechtigkeit usw. "reklamiert" wird.

Vielleicht ist man, wenn man aus dem "Ländle" kommt, auch einfach halt etwas empfindlicher, wenn etwas ein "Geschmäckle" haben könnte - oder?

S-nina


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