Euro, SEK

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skvs
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Re: Euro, SEK

Beitragvon skvs » 9. September 2008 11:44

S-nina hat geschrieben:
Das Geld für die staatliche Grundrente wird so abgezogen, wie die deutsche Rente auch - ist also in diesem Paket von ca. 30 % mit dabei. Man kann aber im Vergleich zu Deutschland nicht aus der Rentenversicherung aussteigen - d. h. man zahlt auch als "höginkomstagare", wenn man den zusätzlichen "värnskatt" bezahlt die Rentenbeiträge weiter.
Was man zusätzlich bekommt ist eine sog. Tjänstepension, die der Arbeitgeber für dich bezahlt - das haben, soweit ich hier verstanden habe, auch die meisten. ? Diese Art von Rente kann man aber auch selber bezahlen - ähnlich wie wohl jetzt in D die Riesterrente.


S-nina


Danke für die Verbesserung. Das wusste ich auch nicht. Aber in jeder Gegend wird unterschiedlich abgezogen: hier in Vänersborg ist es 34%

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Re: Euro, SEK

Beitragvon janaquinn » 9. September 2008 11:46

Hej,
ich habe immer mehr das Gefühl, dass wir uns noch mehr im Kreis drehen als vorher. Eine Familie mit nur einem Gehalt zu ernähren und gleichzeitig noch Geld sparen oder für besondere Dinge zu haben, ist sowohl in Deutschland als auch in Schweden sehr sehr schwer, wenn nicht gar unmöglich. Ich spreche hier von normalen Gehältern, die in Schweden bzw. Deutschland verdient werden.
Eine Familie mit 2 Gehältern bzw. in unserem Fall 3 Gehältern über die Runden bzw. den Monat ist bedeutend einfacher und sicherlich bleibt am Ende des Monat´s eher was übrig, um ein extra Schmankerl zu kaufen oder es z.Z. zu legen für Auto oder einen Urlaub.

Karstadt und Hertie standen schon vorher bescheiden da, Aelve, den sie gehören mit zum Quelle-Konzern und der ist bekanntlich schon seit Jahren in den knallroten Zahlen...was meiner Ansicht weniger am Euro sondern eher an einem falschen Managment liegt. Wann kann sicherlich viel dem Euro zuschreiben, aber es wir leben einfach generell seit Jahren in einer weltweiten Wirtschaftskrise, die auch ohne Euro eingetreten wäre, da sich alle Währungen am Dollar und am Yen orientieren und beide Währungen seit Jahren einen Berg-und Talkurs einlegen. Anfang 2000 ist der "Neue Markt" komplett zusammengebrochen und die japanische Wirtschaft, die bis dato als eine der stabilsten der Welt galt, ebenso. Dazu kommen die unendlich vielen Krisenherde rund um die Welt.
Ich will damit nicht die Politiker, Hartz V oder ect... entschuldigen, aber ich denke einfach, dass es Mensche gibt, denen es bedeutent besch....geht als den Deutschen, Franzosen, Schweden ect...wir alle jammern nur furchtbar gerne auf hohen Niveau. Natürlich kann es nicht angehen, dass Kinder in Suppenküchen gehen müssen oder immer mehr Menschen auf die gemeinnützigen Tafeln angewiesen sind, in einem Land, dass als eines der reichsten Länder der Welt gilt. In meinen Augen werden einfach zuviele Gelder in zuviele unnützte Sachen gesteckt, statt wirkliche Probleme anzugehen.
Das immer mehr Firmen sich aus Deutschland verabschieden hat schlicht und ergreifend mit den extrem hohen Lohnnebenkosten zu tun, ein deutscher Arbeitnehmer ist, nur anhand der Nebenkosten, viel zu teuer. Eine Änderung an dieser Sache, ähnlich des schwedischen Systems auch wenn es sicherlich nicht das beste der Welt ist, würde eher Arbeitsplätze schaffen, als darüber zu jammern, dass immer mehr Billigarbeiter nach Deutschland kommen. Früher waren es die Tagelöhner und heute sind es eben die Polen, Tschechen oder Rumänen.

In Deutschland ist die Schere zwischen Arm und Reich sicherlich viel grösser geworden, aber ganz ehrlich schaut euch Russland an, das ehemalige Zarenreich ist harmlos gegen die heutigen Zustände dort. Oder Amerika, die hälfte der Wirtschaft würde zusammenbrechen, wenn mit einem Mal alle illegalen Einwanderer ausgwiesen werden würden.

Ja, es ist schwerer geworden in Deutschland und für viele sicherlich auch viel viel schlimmer, aber wenn man nur jammert, aber nix dagegen versucht zu machen, dann wird sich nicht viel ändern.
Leider sitzen viele, in meinen Augen, unfähige Leute in der Regierung, also muss die Änderung von unten kommen.

@Silke: Danke schön :oops: .
@skvs: es gibt Kindergeld in Schweden!! Wie kommst du darauf, dass es in Schweden kein Kindergeld gibt? Es ist nur weniger als in Deutschland.
LG JANA
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Re: Euro, SEK

Beitragvon skvs » 9. September 2008 11:49

hach wie schön, dass man in Schweden einfach keine Politik diskutiert, also existiert sie einfach nicht. :D

nysn

Re: Euro, SEK

Beitragvon nysn » 9. September 2008 11:52

Danke für die Verbesserung. Das wusste ich auch nicht. Aber in jeder Gegend wird unterschiedlich abgezogen: hier in Vänersborg ist es 34%


Das ist die sog. kommunale Steuer - also von Kommune zu Kommune unterschiedlich - in Kungsbacka, wo ich wohne, sind es 32 %.

Verdient man - ich glaube/weiß jetzt nicht genau den exakten Betrag - mehr als 28.000 SEK/Monat kommt dann die nächste Steuer - die sog. staatliche Steuer darauf, und bei noch höheren Einkommen - also die Topverdiener, die zahlen dann noch eine weitere Steuer - sog. värnskatt - insgesamt führt das System dazu, dass viele, die nur diese kommunale Steuer bezahlen, eben denken "so schlimm ist des doch nicht mit den Steuern in Schweden" - man vergisst aber auch, dass die Topverdiener dann eben schon Spitzensteuern zahlen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern.

Ungerecht wird es auch wenn es in der Familie einen Top- und einen Geringverdiener gibt - unter Umständen kann diese Familie sehr viel mehr STeuern zahlen müssen, als z. B. eine Familie, die exakt das gleiche Familieneinkommen erzielt mit zwei "Normal-Gehältern".

Das finde ich ist in Deutschland einfach besser - dass das tatsächliche Familieneinkommen berücksichtigt wird und nicht jeder für sich Steuern zahlt.

S-nina

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Re: Euro, SEK

Beitragvon sinlalu » 9. September 2008 11:53

skvs hat geschrieben:hach wie schön, dass man in Schweden einfach keine Politik diskutiert, also existiert sie einfach nicht. :D



Das stimmt ja nun so auch nicht! Oder läufst Du blind und taub herum, liest keine Zeitung etc?

LG Silke
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Re: Euro, SEK

Beitragvon skvs » 9. September 2008 11:55

Das habe ich auch gemerkt hier in Schweden, dass mir grundsätlich die Steuern in Deu besser gefallen. Allerdings ist in Deu alles so furchtbar undurchsichtig, dass ich manchmal ganz froh bin mich mit diesen Dingen nicht befassen zu muessen (hier in SE). Auf der anderen Seite war ich selbständig in Deu und da wird man in SE einfach bestraft. Da bezahlt man von vorne herein Top-Steuren, obwohl man noch keinen Cent Einkommen hatte.

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Re: Euro, SEK

Beitragvon skvs » 9. September 2008 11:56

sinlalu hat geschrieben:hach wie schön, dass man in Schweden einfach keine Politik diskutiert, also existiert sie einfach nicht. :D



Das stimmt ja nun so auch nicht! Oder läufst Du blind und taub herum, liest keine Zeitung etc?

LG Silke[/quote]


äääähhh, war ironisch

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Re: Euro, SEK

Beitragvon skvs » 9. September 2008 11:59

in Kungsbacka, wo ich wohne, sind es 32 %.


Hmm, da wohnst Du aber schööööön!!!!

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Re: Euro, SEK

Beitragvon janaquinn » 9. September 2008 12:01

Hej Nina,
es gibt in Deutschland mittlerweile auch Pläne das Ehegattensplitting abzuschaffen. In wie weit die ausgereift sind und ob es wirklich kommt, weiss ich nicht.
Habe es nur letztens gelesen.

Ist nur ein Einwurf...also nicht auf deine Postings bezogen:)

LG JANA
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Re: Euro, SEK

Beitragvon nysn » 9. September 2008 12:03

Das habe ich auch gemerkt hier in Schweden, dass mir grundsätlich die Steuern in Deu besser gefallen.


In Schweden kann man schon sagen - diejenigen, die in das Raster "Durchschnitt" passen - denen geht es unter Umständen besser. Eine Abweichung vom Durchschnitt nach oben - wird steuerlich gesehen bestraft.

Daher wird in Schweden eben gut ausgebildeten Akademikern oft angeraten, einige Jahre ins Ausland, unter anderem nach Deutschland, zu gehen. Dort haben sie dann die Möglichkeit sich ein kleines Eigenkapital (für z. B. das Boot oder die Sommarstuga) anzusparen und wenn sie dann wieder nach Schweden zurückkommen, bekommen sie dann in der REgel auch mehr Geld, als ein Schwede, der eben die ganze Zeit nur hiergeblieben ist.

S-nina


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