Euro in Schweden

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Steppenwolf
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Re: Euro in Schweden

Beitragvon Steppenwolf » 2. Dezember 2008 12:20

Aelve hat geschrieben:Hallo,

diese enorme Preissteigerung, die wohl langsam dann auch Schweden erreicht, mußten wir in Deutschland schon ab 2002 seit Einführung des Euros hinnehmen.
Und nicht wie manche behaupten, ist erst jetzt nach 6 Jahren alles teurer geworden, nein viele Dinge sofort am 01.01.2002.

Grüße Aelve


2002 habe ich noch in Deutschland gelebt. Ich rede von den letzten 12 Monaten. Anscheined wollt ihr es nicht wahr haben, dass die Krone noch beschissener ist weil das Euer Bild vom bösen Euro und dem Traumland Schweden trüben könnte. Ich wäre froh wenn es den Euro hier gäbe. Dann stünde ich finanziell besser da und müsste nicht solchen enormen Verluste hinnehmen wenn ich irgendwann in die Eurozone zurückkehren sollte. Wer weiss denn wie tief die Krone noch fällt in den nächsten Jahren. Auch ohne die Finanzkrise hat die Krone seit Euroeinführung schon stetig an wert verloren. Jetzt ist das ganze noch beschleunigt.

Tommy2

Re: Euro in Schweden

Beitragvon Tommy2 » 2. Dezember 2008 12:20

Heja Bettina! Meine Worte!

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Re: Euro in Schweden

Beitragvon Aelve » 2. Dezember 2008 12:24

Hallo,

jeder denkt an sich -

nur ich denke an mich.

Gruß Aelve
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Re: Euro in Schweden

Beitragvon Rwitha » 2. Dezember 2008 14:09

Aelve hat geschrieben:jeder denkt an sich -

nur ich denke an mich.
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Re: Euro in Schweden

Beitragvon janaquinn » 2. Dezember 2008 15:15

Nun, mittlerweile scheinen wir in dieser Diskussion an einem Punkt angekommen zu sein, wo gesunder Egoismus nicht gestattet ist....schade, denn ich verstehe Bettina und ihre Argumente. Wir fliegen Ende Januar nach Ägypten, werden vorher unsere Kronen in Euro wechseln und im Lande dann nochmal....Vorteil wir haben wesentlich mehr Geld zur Verfügung als mit der Krone, so sehr ich sie mag.

Den extrem schlechten Wechelkurs habe ich vor kurzem erst erlebt, als ich 1000sek in Euro gewechselt habe, weil ich Verlust gemacht habe...sehr klasse.

Die gefühlte Preissteigerung, und ich betone sie ist gefühlt, kommt weil man ausschliessliche Vergleichswerte von 2001 hat, als die DM noch gültig war und die halbe Welt in einer "Uns-geht-es-wunderbar-die Wirtschaft-explodiert"-Seifenblase lebte.
Doch dank eines seit 5 Jahren andauernden Irak-Krieges, einer am Boden-liegenden WELT-Wirtschaft und einer sehr aktuellen Finanzkrise, sind nunmal auch die Produktionskosten gestiegen, wozu im übrigen auch die Kosten für die Mitarbeiter zählen. Die Firmen können natürlich versuchen, auf dem Preisniveau von 2001 zu produzieren, aber dann dürften sie innerhalb weniger Monate pleite sein und etliche tausend Arbeitslose mehr zieren die Statistiken.

Es ist also nicht der Euro, welches alles, angeblich, verteuert sondern die Gesamtsituation, welche Weltweit herrscht.

Ob ich soweit gehen möchte, den Euro sofort und am besten gestern in Schweden einzuführen...definitiv NEIN, aber er wird kommen. Und ganz ehrlich, teurer als es im Augenblick teilweise ist, kann es in Schweden nicht mehr werden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Teuro

LG JANA
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Re: Euro in Schweden

Beitragvon McGarry14101976 » 2. Dezember 2008 20:32

Die gefühlte Preissteigerung, und ich betone sie ist gefühlt, kommt weil man ausschliessliche Vergleichswerte von 2001 hat, als die DM noch gültig war und die halbe Welt in einer "Uns-geht-es-wunderbar-die Wirtschaft-explodiert"-Seifenblase lebte.
Doch dank eines seit 5 Jahren andauernden Irak-Krieges, einer am Boden-liegenden WELT-Wirtschaft und einer sehr aktuellen Finanzkrise, sind nunmal auch die Produktionskosten gestiegen, wozu im übrigen auch die Kosten für die Mitarbeiter zählen. Die Firmen können natürlich versuchen, auf dem Preisniveau von 2001 zu produzieren, aber dann dürften sie innerhalb weniger Monate pleite sein und etliche tausend Arbeitslose mehr zieren die Statistiken.


Tja, 2001 war abar auch ein Jahr, wo die Internetblase so richtig platzte. Da waren die Börsenkurse eigentlich am Boden. Umgebracht hat uns das Horrorjahr 2003 und auch noch 2004. Aus einem einfachen Grund.

Zinsniveau ganz unten, jeder sofort einen Kredit machen, wir in der Versicherungsbranche wurden angehalten nur noch Fremdwährungskredite zu machen, damit es einen Tilgungsträger für die Versicherung gibt. Kredite für 100.000 Euro mit einer Rückzahlung von ca 380 - 400 Euro waren gang und gäbe. Jetzt zahlst ca 700 Euro und mehr zurück. Das ist ein Grund, warum viel platzte, ausgehend von den subprimes in den Staaten.

Die Produktionskosten haben ihr weiteres dazu beigetragen und auch die überhöhten Zielerwartungen etlicher Firmen. Jedes Jahr um 10 - 20% Produktionssteigerung, um 10 - 20% mehr Umsatz... Krank!

Wie sagt man, wenn der Wirtschaftsmotor erhitzt, platzt er, kühlt sich ab, ehe er wieder zu Laufen beginnt. Gott sei Dank können sich einige Vermögensberater und Kredithaie jetzt bald einen Platz bei einer karikativen Stelle suchen, wo eine warme Suppe ausgeschenkt wird. Denn die haben auch etliche Leute dort hingebracht.

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Re: Euro in Schweden

Beitragvon Imrhien » 2. Dezember 2008 20:42

Ich zahle auch ein Haus in Deutschland ab und überweise Euro von Schweden aus. Das kommt mich ziemlich teuer und ich wäre froh, wenn die Krone stabiler wäre oder wir den Euro in Schweden hätten. Da bin ich ganz egoistisch :)

Jana, wie ist den der Kurs in Ägypten? Lohnt es echt vorher in Euro zu tauschen?
Wie auch immer, ich hoffe Ihr könnt genug wechseln, ohne weitere Abstürze in der Währung, dass Ihr was vom Urlaub habt. Wär ja ärgerlich wenn das teuer gesparte dann am Wechselkurs hängen bliebe...

Grüße
Wiebke

hansbaer

Re: Euro in Schweden

Beitragvon hansbaer » 3. Dezember 2008 09:55

Oh, mein Lieblingsthema :-)

Naja, es ist schon zur genüge diskutiert worden.

Eine Anmerkung aber noch: weiter oben hieß es irgendwo, die dänische Krone hätte ihren Wert kaum verändert. Das liegt allerdings daran, dass die Krone fest an den Euro (zuvor die DM) gekoppelt ist. Da mussten die Dänen in letzter Zeit allerdings ziemlich kämpfen, um das aufrecht zu erhalten. Schweden würde mit einem festen Wechselkurs definitiver besser fahren. Die Entwertung der Krone klingt zwar exportfreundlich, aber das schlägt irgendwann auch auf die Inflation im Lande durch, womit der Effekt letztendlich verpufft. Historisch kann man das schön an Frankreich, Italien und Griechendland beobachten. Die haben ihre Währungen in Zeiten der Krise bewusst entwertet, um die Konjunktur anzukurbeln. Die Inflationseffekte waren massiv.

@Kasriel: einen wirtschaftlichen Einbruch hatte Deutschland, wenn überhaupt, bestimmt nicht wegen des Euros.

banana27
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Re: Euro in Schweden

Beitragvon banana27 » 3. Dezember 2008 11:27

BettinaZ hat geschrieben:Hallo zusammen,

oben habe ich gelesen, dass der Euro fuer das nomale Volk eine Katastrophe ist? Das ist fuer mich im Moment eher die Schwedische Krone. Sie verliert täglich an Wert und wir sind nunmal von Euro-Ländern umgeben.

Ich bin beruflich viel in Benelux unterwegs und das wird immer teurer fuer mich. Ausserdem habe ich fuer unser Haus einen "internen" Kredit bei meinem Vater abzuzahlen (in Deutschland, der natuerlich Euro zurueckbekommt) und die monatliche Rate an ihn wird jedes mal mehr SEK :-(

Ganz erhrlich - was mich wirklich aufregt ist die Tatsache, dass solch eine wichtige Entscheidung per Volksabstimmung getroffen wird (...und wurde). Wir alle, ich eingeschlossen (obwohl ich mal Betriebs- und Volkswirtschaft studiert habe), sind doch kaum in der Lage, die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen einer Währungsumstallung zu beurteilen.

Das Volk urteilt nicht zuletzt wesentlich emotionaler als ein Expertengremium.
Irgendwie ist auch klar, dass jeder Angst vor Veränderungen hat - wären wir Deutschen damals gefragt worden, hätte sicher die Mehrheit auch fuer die D-Mark gevotet - und wer weiss, wo die jetzt stehen wuerde, wenn es sie noch gäbe...!

Gruss,
Bettina


Auf jedenfalls besser als jetzt.

Du bekommst nur die hälfte an Lohn an Arbeitslosengeld egal ob 2 oder 1 und Kindergeld, das Erziehungsgeld is jetzt auch nur noch beschiss es wurde um 1 Jahr gekürtzt.

die Mieten sind anfangs runtergegangen aber jetzt dopelt so hoch wie zu D-Mark zeiten beim konsum gütern wurde einfach das D-Mark zeischen weg gemacht und Euro dahinter geschrieben

wir bezahlen in vielen Sachen über 100 % Steigerungsrate

genauso verhält sich es jetzt mit der Bvgkarte und wir haben schon wieder ein Preiss Erhöhung in Strom Gas und Krankenkasse.

viele in Deutschland lebenden Leute wissen manschmal garnicht wie mann noch Leben kann oder besser gesagt überleben.

Ich persönlich konnte mir zu D-Mark zeiten leisten mit meinen Kinder ins Kino ,Essen, Zoo und Schwimmen zu gehen und andere sachen ( Reisen ) machen zu können die ich mir heute nicht mehr leisten kann

da ich wirklich an der Armuts grenze liegen tue.

ich sehe hier auch immer mehr Leute Flaschen sammeln weil sie kein Geld mehr haben darunter is auch meine Freundin die eine EU-Rente hat und muss Flaschen sammeln gehen um übleben zukönnen.

war beim Arbeitsamt wegen einer Arbeit dort wurde mir gesagt das ich mit 42 jahren zu alt bin und ich ja auch noch 6 Kinder habe und das für mich ein Job aussischts los währe.

das is warum ich in Sweden versuchen möchte Fuß zufassen damit ich meinen Kindern wieder was bieten kann.

das is jetzt mal so grob gesagt was bei uns alles falsch läuft hier seit es den Euro gibt.
selbst Frankreisch will den Euro nicht mehr ( hab ich gehört )
und das muss ein doch zudenken geben.

als bitte Leute wenn noch einmal so eine Abstimmung kommt immer nein sagen da es dann noch schlimmer wird für euch als es jetzt ist.

banana27
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Re: Euro in Schweden

Beitragvon banana27 » 3. Dezember 2008 11:32

Tommy2 hat geschrieben:Mc Gerry, du willst die Aktionäre hängen und beklagst dich gleichzeitig darüber, dass wir uns wie im Mittelalter aufführen! Passt das zusammen?

Diese ganzen Hasstiraden auf den Euro kann ich nicht richtig verstehen. Gibt es tatsächlich Beweise dafür, dass der Euro alles kaputtgemacht hat? Und gibt es den Gegenbeweis, wie es gewesen wäre, wenn die Einzelwährungen weiterbestanden hätten?

Wenn heute ein Bier 3 Euro kostet, das vorher drei Mark gekostet hat, so vergleicht man nicht nur zwei verschiedene Währungen, sondern vor allen zwei verschiedene Zeiten. D<as Bier, das im Jahre 2000 drei Mark gekostet hat, hat 1992 nur einsfuffzig gekostet. Das hat mit Euro nicht viel zu tun.

Ich weiss von den schwedischen Kleinunternehmen, dass die durch die ewigen Wechselkursschwankungen ziemlichen Ärger und Einbussen hinnehmen müssen, für die wäre der Euro eine Gnade. Nicht nur für die Reisenden.



Also ich komme besser mit den Kronen zurecht als mit den Euro mann kann auch den euro als 2 währung einführen.

Hab ihr auch mal darüber nach gedacht ???.

klar is es teurer geworden auch zu D-Mark zeiten aber wenn du mal so rechen würdest kostet ein bier 3,00 euro das sind umgerchnete fast 6 euro und das finde ich zuviel.

gruß

christine


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