EU-Bürger ohne gesetzliche Krankenversicherung, Sambo

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Kirina

EU-Bürger ohne gesetzliche Krankenversicherung, Sambo

Beitragvon Kirina » 8. Juli 2015 15:07

Hallo Leute,

da ich als ich vor mehr als einem Jahr anfing, die Lage zu Aufenthalt und Personnummer in Schweden zu recherchieren, leider nichts zu solchen Spezialfällen wie meinem gefunden habe, möchte ich hier kurz von meinen eigenen Erfahrungen berichten. So bekommen andere in einer ähnlichen Situation die richtige Information, die mir damals fehlte.

Ich selber bin deutsche Staatsangehörige und habe lange Jahre im nicht-europäischen Ausland gearbeitet und gelebt. Daher war ich auch nicht mehr in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland. Ich habe meinen schwedischen Sambo im Ausland kennengelernt und als er nach Schweden zurückversetzt wurde, haben wir entschieden, dass ich zu ihm nach Schweden ziehen sollte.

Vor meiner Einreise war die einhellige Information, die uns gegeben wurde, dass ich mich als Deutsche direkt bei skatteverk melden müsste und das inzwischen auch private Krankenversicherungen akzeptiert würden. Wir stellten also den Antrag beim skatteverk und legten meine Krankenversicherung vom BDAE bei. Der zuständige Mensch, der den Antrag entgegengenommen hat, meinte auch, damit sollte es gehen. Die Bearbeitung des Antrags hat dann volle drei Monate gedauert und dann wurde mir mitgeteilt, mein Antrag sei abgelehnt, da die Krankenversicherung nicht akzeptiert sei.
Verzweifelt sind wir nun zum migrationsverk gefahren und haben dort Erkundigen eingeholt. Dort wurde uns gesagt, dass wir sehr wohl einen Antrag auf Aufenthaltsgenehmigung aufgrund unsere Sambo-Verhältnis beim migrationsverk stellen und dann mit einer Aufenthaltsgenehmigung noch einmal zum skatteverk könnten. Dies sei auch möglich, wenn ich mich (als EU-Bürger) bereits in Schweden aufhalte. Wir haben den Antrag dann online gestellt und waren zunächst sehr beunruhigt wegen der langen Wartezeiten (14 Monate!). Nach mehreren Anrufen wurden aus den 14 Monaten 3,5 und ich bekam schließlich das Dokument über meine Aufenthaltsgenehmigung (uppehållstillstånd 2 Jahre) an meine schwedische Adresse zugeschickt. Danach musste ich noch einmal zum migrationsverk hier vor Ort, um Fingerabdrücke abzuliefern und fotografiert zu werden. Zwei Wochen später hatte ich die Plastikkarte, die den uppehållstillstånd beweist, in der Post. Damit bin ich dann wieder zum skatteverk und nur drei Tage später wurde mir meine Personnummer zugeschickt!
Auch wenn es oft anders geschrieben wird, so scheint dies doch der richtige Prozess zu sein, aufgrund von sambo oder Ehe eine personnummer zu erhalten selbst wenn man keine gesetzliche Krankenversicherung aus Deutschland hat.

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