Essen landet im Abfall

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tommy3

Re: Essen landet im Abfall

Beitragvon tommy3 » 8. Oktober 2009 14:54

Hej,

sowas geht fast nur über den Preis. In Mietswohnungen und Bostadsrättswohnungen ist die Heizung und Warmwasser in den Abgaben mit drin. Da wird oft die Raumtremperatur über Fensteröffnen geregelt statt über den Heizthermostaten. Und warmes Wasser beim Abspülen laufen zu lassen, ist völlig normal.

Erst wenn der Hauseigner selbst alles bezahlen muss, wird (manchmal) an die Verbräuche gedacht, aber wie gesagt, 10-15 Jahre der Zeit hinterher.

nysn

Re: Essen landet im Abfall

Beitragvon nysn » 8. Oktober 2009 15:34

Höchsten bei der Naturskyddsföreningen hier. Aber da klagt der Vorsitzende auch das sich zuwenig engagieren. Immerhin feiert die jetzt ihr 100tes und ich hoffe da kommt etwas mehr zustande, etwas was den "normalen" Schweden dann im Oberstuebchen erreicht...

Ich denke, die Schweden brauchen immer erst ein "Vorbild" - ein "Idol", dem sie hinterher rennen können - der Naturschutzbund ist da nicht "hipp" genug - eher irgendein Elitesportler - Zlatan oder ein Hockey-Spieler, oder auch irgendwelche Promis aus der Pop-Welt - wenn die anfangen in den Medien zu verkünden, sie trügen ihre Sachen 10 Jahre oder sie kaufen in Second Hand-Läden ein, oder sie kaufen nur ökologisch - dann machen das ALLE ... Es muss erst eine Gruppe geben, die als Vorbild dienen kann - in dieser schwedischen "klassenlosen" Gesellschaft zählt nichts mehr als die Gruppe (Klasse), zu der man gehören möchte ...

Zurzeit wollen halt nur wenige zur Gruppe der Naturschützer gehören ... das kann sich aber ändern - vielleicht so wie Tommy schreibt - in 10 bis 15 Jahren - dann, wenn die Welle aus den USA hierher übergeschwappt ist - wie der Caffelatte - den trinkt man in Italien schon seit Jahrzehnten und ist nichts Besonderes - weder an eine besondere Gesellschaftsklasse geknüpft oder sonst irgendwie merkwürdig. Als Starbucks in den USA damit anfing kam das Getränk schließlich auch nach Schweden und ist heute unter neuem Namen (nur "Latte") schon ein Synonym geworden für junge, trendbewusste Menschen, die gerne zur "Oberklasse" gehören würden ... Latte, Märkeskläder, Gucci-Brille ... und das Glück ist perfekt. :wink:

Ein Paradox ist für mich aber auch, warum so viele Deutsche gerade Schweden mit einem "Traumland der Selbstverwirklichung" verbinden. Kein anderes Land in Europa ist so Mainstream-orientiert wie Schweden - Anpassung an die Masse ist hier immer noch gewünscht ...

Mal sehen, ob es sich ändert ... der Trend geht zumindest dahin - schließlích kauft Victoria Beckham schon "Vintage" - oder man könnte auch sagen, sie trägt Altes wieder auf ... ist zwar das Gleiche, aber das "Label" machts - genauso wie beim Essen jetzt auch schon "Retro" gegessen wird - d. h. back to husmanskost (blodpudding och falukorv) ... die aktuelle Krise könnte diesen Trend beschleunigen ... :D

Neulich war ich bei einem Geburtstag eingeladen - es gab super leckeren Apfelkuchen. Die "Bäckerin" erzählte dann, dass sie für den Kuchen die heruntergefallenen Äpfel vom eigenen Baum verwendet hat ... das Erstaunen beim schwedischen Teil der Kaffegesellschaft war schon groß - d. h. es wurde wieder mal getuschelt/vermutet - aber natürlich nicht gefragt ... :wink:


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