Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

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glada

Re: Wir sind auch neu hier :D

Beitragvon glada » 7. November 2008 20:03

Ich wollte nur darauf hinweisen, dass der Arbeitsmarkt in Schweden angespannt ist und dass es nicht so leicht sein wird, momentan einen Job zu finden. Wie die Zukunft aussehen wird, darauf können noch nicht einmal Experten eine verlässliche Antwort geben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,588876,00.html

Schule ist aus meiner heutigen Sicht kein plausibler Grund, um nach Schweden auszuwandern. Aber dazu hat S-Nina auch schon einiges geschrieben.

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Imrhien
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Re: Wir sind auch neu hier :D

Beitragvon Imrhien » 7. November 2008 20:13

glada hat geschrieben:Schule ist aus meiner heutigen Sicht kein plausibler Grund, um nach Schweden auszuwandern. Aber dazu hat S-Nina auch schon einiges geschrieben.


Dem stimme ich absolut zu. Hätte ich in dem Jahr bevor wir ausgewandert sind niemals so gedacht, aber ja, es stimmt.
Wer zurück nach Deutschland will muss unter Umständen gar darüber nachdenken das Kind ein Jahr zurückstufen zu lassen. Je nach Fach sind die Unterschiede enorm. Mathe ist eines der schlechteren Beispiele. Auf der anderen Seite sind sie hier in Englisch weit vorraus. Trotzdem, wegen der Schule braucht man wirklicht nicht nach Schweden. Bzw. ich meine, das sollte nicht der Hauptgrund sein.
Grüße
Wiebke

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july
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Re: Wir sind auch neu hier :D

Beitragvon july » 7. November 2008 23:27

Hallo Steffi!

Auch ich möchte Dir gerne einmal den Zahn ziehen, dass es einem zum Beispiel beruflich viel besser ergehen wird in Schweden. Man lebt nicht in Schweden um reich zu werden und dann auch noch weniger Arbeiten zu müssen. Das dachte ich vor einem Jahr, als ich meinen Plan fasste nach Schweden zu gehen, auch. Nach intensiver Recherche und nun auch einigen Bekannten in Schweden finde ich sogar, dass Schweden mehr arbeiten und noch weniger Zeit mit ihren Kindern verbringen. Der große Vorteil, den ich aber dennoch finde ist, dass du z.T. bessere Arbeitsbedingungen hast, eine längere und meist besser geplante Kinderbertreuung und man wird eher seltener so unter Druck gesetzt vom Arbeitgeber.
Mein Entschluß steht nun aber trotzdem fest und ich werde Anfang nächsten Jahres nach Schweden gehen, aus solchen Gründen wie z.B. die Nähe zur Natur, auf meinem zukünftigen Arbeitsplatz habe ich definitiv bessere Bedingungen, und ich mag die Schweden und ihre "Eigenarten" sehr. Aber gerade wenn man nicht allzu viel Geld zur Verfügung hat, sollte man sich die Sache ein paar mal mehr überlegen. Das Wunderland Schweden ist nämlich sehr unterschiedlich interpretiert.

Liebe Grüße
wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist

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Re: Wir sind auch neu hier :D

Beitragvon steffi1980 » 10. November 2008 06:33

hallo zusammen.

eure ganzen antworten machen mir nun doch bedenken und ich denke das war auch gut so man sollte wirklich nicht blauäugig in so was wie ne auswanderung starten fakt ist jedoch wir wrden uns das land erstmal im sommer urlaub anschauen und uns vor ort informieren.

was waren eure beweggründe auszuwandern?

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Re: Wir sind auch neu hier :D

Beitragvon Aelve » 10. November 2008 08:09

Hallo Steffi,

die letzte Frage kann ich Dir nicht beantworten, da wir zu lange gezaudert haben und nun erst im Rentenalter oft in Schweden sein können. Ich kenne aber im Bereich unserer Ferienhäuser mehrere ausgewanderte Deutsche, die vor 6 Jahren, vor 2 Jahren, vor einem Jahr und erst kürzlich ausgewandert sind. Alle sind voll des Lobs, die Arbeitsbedingungen sind in der Regel besser, die Möglichkeiten mit Kindern arbeiten zu gehen, da man sie versorgt weiß sind sehr gut geregelt, die Schulbedingungen sind nachdem, was ich gehört haben, um ein mehrfaches besser und humaner als in Deutschland. In Schweden habe ich das erste Mal wieder von Kindern selber erfahren, dass sie gerne zur Schule gehen, dass es Spaß macht, dass sie Anerkennung anstatt Frust ernten. Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, dann würde ich als Mutter von 2 Kindern sofort nach Schweden gehen, denn wir haben eine extrem schwere Schulzeit unserer Kinder erleben müssen, im Nachherein betrachtet ist Schweden für mich in der Hinsicht Schule und Kinderbetreuung ein regelrechtes Paradies.
Es ist richtig, dass man eine Auswanderung sehr sorgfältig planen sollte, evtl. kann ja auch ein Partner vorgehen, um erstmal alles zu ebnen. Aber ich würde den Plan nicht fallen lassen, zumal es nicht so aussieht, als ob es in Deutschland wieder sehr viel besser werden würde.

Grüße Aelve
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Re: Wir sind auch neu hier :D

Beitragvon blueII » 10. November 2008 12:41

Aelve hat geschrieben:....ist Schweden in Hinsicht auf Schule und Kinderbetreuung ein regelrechtes Paradies.


Grüße Aelve


Liebe liebe Christa,

bitte bitte höre auf die Kinderbetreuung und das Schulwesen in Schweden im Sinne aller Auswanderungswilligen zu glorifizieren.
Der Schein trügt und die Realität ist meistens eine ganz andere.

Ich gehe gleich los und hole aus Mitleid ein Nachbarskind vom Kiga ab. Dessen eltern müssen arbeiten, es hat eine schwere Bronchitis und nimmt wie immer Penicillin. Aber es mußte heute um halb 7 im Kiga sein und würde erst heute abend gegen 17.30h abgeholt werden.

Deine Erfahrungen in D waren bestimmt frustrierend und kraftraubend, aber ich bezweifele sehr dass es Dir hier besser ergangen wäre. Das Schulsystem in S ist äußerst labil und ändert alle naselang seine Bestimmungen. Weder Lehrer noch angagiert denkende Eltern können dies nachvollziehen und sind äußerst frustriert.

LG
Heike

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Re: Wir sind auch neu hier :D

Beitragvon Aelve » 10. November 2008 14:05

Hallo liebe Heike,

ich kann nur das sagen, was mir meine deutschen Bekannten, die nach Schweden ausgewandert sind, berichten. Das eine Ehepaar hat 2 Kinder, mittlerweile ist die Tochter über 18 Jahre alt und der Sohn 14 Jahre. Beide kamen 2001/2002 nach Schweden aus den neuen Bundesländern. Die Kinder, die ja nun beide Systeme kennen gelernt haben sowie die Eltern, die auch erst Ende 30 Anfang 40 sind, sagten einstimmig, dass sie in Deutschland nicht die Ausbildung bekommen hätten wie in Schweden. Es mag ja auch am Bundesland liegen, ich weiß es nicht, aber auch mein Kollege schimpft dermaßen über die Schule in Niedersachsen, dass dort nur Stundenausfall herrscht, aber laufend Tests laufen, wo dann die Schüler etwas leisten sollen, was vorher nicht gelehrt wurde. Bei unseren deutschen Bekannten, die in Schweden leben, sie kommen aus Mecklenburg-Vorpommern war es ähnlich, alles sollten die Eltern lehren, da von Lehrerseite aus kaum etwas richtig erklärt wurde. Und dass wir richtiges Mobbing wegen 2 kleineren Behinderungen erdulden mußten bei 2 überaus intelligenten Kindern, wie durch Intelligenzteste und inzwischen abgelegtes gutes Abitur erwiesen, habe ich ja nun schön öfter berichtet. Das sind keine Einzelfälle mehr, das zieht sich durch ganz Deutschland durch.
Was ist Dir lieber, ein Kind, von welchem evtl. etwas zu wenig erwartet wird, oder ein Kind, was seelisch fertig gemacht wird durch laufende Äußerungen wie:
du bist zu blöd, du kapierst nichts, du gehörst nur auf die Hauptschule, du bist am besten auf der Förderschule aufgehoben. Solche Äußerungen sind an deutschen Schulen an der Tagesordnung. Ich kann mir nun auf keinen Fall denken, dass sich ein Schwede solche Dinge an einer Schule erlauben könnte. In Deutschland darf es aber jeder Lehrer, denn da bekommt man eine grottenschlechte Lehrkraft nicht weg.
Ich spreche aus 17 Jahren Erfahrung, davon war ich 14 Jahre im Legasthenieverband tätig und habe zig Elterngespräche geführt, die diese Demütigungen an ihren Kindern beklagt haben.
Unser Sohn mußte damals nach Murnau zur Kur, damit sein Selbstbewußtsein wieder aufgebaut werden konnte. Ich war auch mit ihm zum Psychologen, der voll bestätigte, dass es nicht an unserem Sohn lag, sondern nur an der Schule, die sich mit einem Kind, welches an einer kleinen Störung wie Legasthenie leidet, nicht befassen will. Unser Sohn ist heute in Superverfassung, hat seine Lehre mit Notendurchschnitt von 1,5 geschafft. Ich jedoch kann und will auch nicht vergessen, dass man uns die besten Jahre, als die Kinder noch klein waren, das Leben zur Hölle gemacht hat. Diese Dinge sage ich auch deshalb, denn viele Eltern denken, dass es an ihren Kindern liegt. Ich jedenfalls wußte sehr bald, dass das nicht der Fall war, was sich auch durch Zeitablauf bewahrheitet hat.
Es ist nirgends mit Kindern ganz leicht, deshalb glaube ich Dir auch, dass Du oder die Schweden es auch schwer haben mit Kindern und Doppelbelastung. Aber stelle Dir vor, Du mußt arbeiten gehen und Du siehst mit offenen Augen, wie Dein Kind fertig gemacht wird - nicht durch Mitschüler, nein durch Lehrkräfte. Ich habe soviel gegrübelt während der Schulzeit, da ich es einfach nicht kapieren konnte, wie man mit anvertrauten Kindern so schäbig umgehen kann. Teilweise mußte ich meine Arbeit vernachlässigen, weil ich gar nicht mehr richtig denken konnte, denn man ist furchtbar machtlos gegen Lehrer an deutschen Schulen. Ich habe das zweite Buch von Gerlinde Unverzagt gelesen, sie schrieb als erstes das Lehrerhasserbuch. Sie bekam dermassen viele Zuschriften, selbst von Lehrerseite die Bestätigung, dass engagierte Eltern gegen die Übermacht der Lehrkräfte nicht gegen an kommt.
Lese mal das Buch, dann werden Dir die Augen geöffnet. Aber solange man es nicht selber, so wie ich und ich übertreibe nicht, es erlebt, glaubt man dem nicht. Das ist normal und ich glaube auch, wenn es mir früher jemand so berichtet hätte, hätte ich es auch nicht glauben können. Nun aber, nachdem ich selber 17 Jahre also von 1987 der Einschulung unseres Sohnes bis 2004, Abgang unserer Tochter mit Abiturabschluß, gesehen habe, wie es hier abläuft, da weiß ich wovon ich spreche.
Ich bin sehr gründlich, wurde mir mal gesagt, vielleicht bin ich der Sache zu sehr auf den Grund gegangen. Darüber hinaus hat für mich Bildung die höchste Priorität, kann mir deshalb nichts vorwerfen, da ich jeden Tag mit den Kindern das lernte, was Lehrkräfte hätten lehren sollen. Seit 1997 war es immer noch schwer, da wir dann ein Privatgymnasium bezahlten, aber es war trotzdem eine ungeheure Erleichterung gegenüber der öffentlichen Schule. Es ist ein Unterschied, ob ich einem Kind gegenüber ein Wohlverhalten habe und will, dass es das Klassenziel schafft oder ob mein ganzes Interesse darin besteht, einer Schülerin - einem Schüler das Leben zur Hölle zu machen, damit es den Abschluß nicht erreicht. Auf der öffentlichen Schule war es so, dass die Lehrkräfte alles getan haben, damit unsere Kinder es nicht schaffen sollten, an dem Privatgymnasium wurde alles getan, damit sie ein gutes Abitur hinlegen können. Wenn Du einen Fall kennst, wo ein Kind in Schweden von Lehrkräften schikaniert wird, dann schreibe es, ich jedenfalls kenne zig Fälle, wo es der Fall war, dass Kinder am Machtstreben und auch Interesselosigkeit von Lehrkräften scheitern mußten.
Und wenn Du möchtest, dann schicke ich Dir das zweite Buch von Gerlinde Unverzagt, damit Du dort mal lesen kannst, wie es an deutschen Schulen zugeht.

Grüße Aelve
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Re: Wir sind auch neu hier :D

Beitragvon blueII » 10. November 2008 15:32

Alles richtig Christa,

aber fassen wir zusammen. Du hast richtig fieses im deutschen Schulwesen erlebt und das deckt sich bestimmt mit meinen Erfahrungen und BErichten aus deutschen Schulen.
Aber deine "guten" Eindrücke des schwedischen Schulwesens beziehen sich auf den Bericht von einem deutschen Paar.

Die Berichte und Erfahrungen von den unterschiedlichsten Foris aus den unterschiedlichsten Gebieten Schwedens decken sich, beschreiben aber eine andere Sicht als Deine.

Führe bitte nicht aus deinen persönlichen Beweggründen andere in die Irre.Der schwedische Ruf ist besser als die Realität und das finde ich wichtig allen Auswanderungswilligen aufzuzeigen.

Zu deinem Fall:

Mobbing seitens Lehrer in Schweden?? ich weiß nicht ob es die gibt oder nicht.

Eine besonders qualifizierte Ausbildung gibt es definitiv nicht und wie jemand schon mal hier geschrieben hat, der Wunsch nach besserer qualifizierte Ausbildung für die Kinder sollte auf keinen Fall der Auswanderungsgrund sein, man würde herbe enttäuscht.

LG
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Re: Wir sind auch neu hier :D

Beitragvon Aelve » 10. November 2008 16:20

Liebe Heike,

ich stütze mich nicht nur auf die Aussage einer einzigen Familie. Ich habe mich auch bereits mit anderen unterhalten, alle sind der Meinung, dass das Bildungssystem in Schweden bei weitem besser ist als in Deutschland. Es mag sein, dass auch in Schweden nicht für jedes Kind das System dort optimal ist, das glaube ich Dir unbesehen. Dazu sind die Charakteure zu verschieden, einige brauchen vielleicht auch den Leistungsdruck, der in Schweden nicht in der Form vorhanden ist. Es gibt sicherlich Schüler, die nur bereit sind, mehr zu tun, wenn sie dann auch eine Note unter ihrer Arbeit sehen. Über Notenvergabe oder über Noten erst in höheren Jahresstufen kann man überall drüber diskutieren, für den einen ist es schlecht, für den anderen ist eine Note gut. Selbst unser Sohn ist für Noten, das ist nicht das, was ich meine. Und ich bin auch für hohe Anforderungen seitens der Lehrkräfte, denn Langeweile kann auch zur Leistungsabnahme führen.
Aber stelle Dir vor, Du hast eine Arbeitsstelle und wirst nur fertig gemacht. Was Du auch anfängst, es ist nichts richtig, Du erntest nur Kritik. Dabei merkst Du aber, dass nicht Du dumm bist oder unfähig, sondern Du merkst, dass die anderen die Unfähigen sind, die Dich aber runterputzen. Wäre das für Dich kein Grund, dort wegzugehen? Für mich ja. Für mich wäre es ein wichtiger Grund, ein Land auszuwählen, wo ich überzeugt bin, dass dort ein humanes Schulsystem (zwar auch mit leichten Schwächen wie überall), aber dennoch ein Wohlwollen herrscht sowie ein angenehmes Klima. Würdest Du nicht die Arbeit wechseln, an der Du krank gemacht wirst, weil alle Unfähigen, die dort arbeiten, Deine guten Begabungen und Deine extreme Leistungsbereitschaft nicht sehen oder nicht sehen wollen, weil sie selbst faul und bequem sind? Die Dich dann aber nicht in Ruhe arbeiten lassen, sondern Dir laufend Knüppel zwischen die Beine werfen? Für mich wäre es ein Grund, schleunigst die Firma zu wechseln, genauso wie für mich eine humane Schulbildung der Kinder der Grund wäre, das Land zu wechseln. Zumal es ja nun lange nicht der einzige Vorteil in Schweden ist, sondern ich könnte tausend Dinge aufzählen, die in Schweden viel besser sind als in Deutschland.
Ich will Dich nicht bekehren, eher will ich Dir aufzeigen, dass Du froh sein kannst, die paar Nachteile Schwedens in Kauf nehmen zu müssen gegen die extremen Nachteile, die Du hier in Deutschland in Kauf nehmen mußt.

Grüße Aelve
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tommy2

Re: Wir sind auch neu hier :D

Beitragvon tommy2 » 10. November 2008 17:36

Diese Schulsystemdiskussion läuft immer wieder auf dasselbe hinaus. Einige haben in D extrem schlechte Schulerfahruingengemacht und finden daher das schwedische Schulsystem automatisch klasse, ohne eigene Erfahrungen damit zu haben.
Andere haben mit ihren Kindern beide Länder kennengelernt, und finden im Vergleich teilweise das schwedische System super, besonders wenn die eigenen Kinder vielleicht in D Schwierigkeiten hatten. Andere wiederum kommen mit der Anspruchslosigkeit des schwedischen Grundschule überhaupt nicht zu recht, die Kinder sind unterfordert, fallen zurück und sind nicht mehr nach D rücksiedelbar.
Wieder andere kennen nur das schwedische Schulsystem und einige finden es furchtbar ineffektiv (ich z.B.). Dabei will ich garnicht mit D vergleichen, sondern sehe nur, dass die Schüler in der schwedischen Schule ihre Zeit verplempern. Der Lernerfolg ist äusserst fragwürdig. Die Gründe sind schlecht ausgebildete Lehrer, dauernde Störungen in der Schule wegen einiger Idioten unter den Schülern und der fehlende Wille der Schule, den Schülern messbare Erfolge zu bescheinigen (Zensuren).
Und das mag in D ganz anders sein oder nicht, meine Kids gehen hier zur Schule und werden so gut wie nichts lernen.
Warum man nicht woanders hingeht? Zu spät, die Kinder würden in fast jedem anderen Land 1-2 Jahre zurückfallen. Sonst hätte ich das längst gemacht. Wir sind leider in die Falle gelaufen.


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