Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
Link zum Portal: http://www.schwedentor.de/auswandern-leben
Fhre Schweden: Mit Stena Line nach Skandinavien: Sassnitz-Trelleborg

Benutzeravatar
sinlalu
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 361
Registriert: 24. März 2008 12:33
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Re: Rückwanderung?

Beitragvon sinlalu » 16. Oktober 2008 11:14

Aelve hat geschrieben:Hallo,

(...)Ich persönlich könnte es besser ertragen, dass unsere Kinder sich etwas langweilen, als dass ich mit ansehen muss, dass sie von Lehrkräften drangsaliert werden, herabgewürdigt, diskriminiert und der Lernfreude beraubt.(...) Grüße Aelve



Was die Langeweile betrifft: Ich gebe Dir zwar Recht, aber das kommt immer darauf an, wo man steht.

Hab ich tatsächlich ein hochbegabtes Kind, dann kann es übelste Folgen haben, wenn es nicht gefördert wird. (Genauso, wie es übelste Folgen haben kann eine Dyskalkulie nicht entsprechend zu therapieren, oder eine Lese-Rechtschreibschwäche.) Aber: nicht jedes schlaue Kind ist hochbegabt. Hochbegabung fängt bei einem IQ von 130 an. Hochbegabung heißt, das Kind ist tatsächlich ein Überflieger und nicht nur ein Matheass! Es muß in jeder Hinsicht überdurchschnittlich gut sein, nicht nur auf einem Teilgebiet. Wird nicht auf die Hochbegabung eingegangen, so kann das bis zur Leistungsverweigerung gehen.

Idealerweise sollte jedes Kind in jedem Fach dort abgeholt werden, wo es leistungsmäßig steht. Hochintelligente, intelligente, nicht ganz so schlaue und auch Kinder mit Teilleistungsschwächen wie Dyskalkulie und Legastenie. Das zu erreichen schaffen nur die allerwenigsten Lehrer unabhängig vom Schulsystem. Das ist zu bedauern, aber leider die Realität in Schweden offenbar genauso wie in Deutschland.

Das die Lehrer hierzulande teilweise so frustriert sind, dass sie ihre Schüler niedermachen, als einziges Motivationsmittel übersteigerten Konkurrenzkamp kennen, Mobbing zu lassen, und beim letzten Klingeln nicht mehr Lehrer sind sondern nur noch frei haben, das ist ein Problem. Eine Lösung fällt mir allerdings nicht ein.

Und da fällt mir Aelve ein: Es gibt kein perfektes Leben... Als Eltern müssen wir mit dem arbeiten, was uns zur Verfügung steht. Ich bin aus diesem Grund zu Hause und arbeite nicht. Denn ich hab 2 Kinder, die mehr Hilfe brauchen als unser System ihnen gibt. Und das versuche ich aufzufangen. Chancengleichheit fängt nicht nur bei den finanziellen Möglichkeiten der Eltern sondern in erster Linie bei ihrem Engagement an!

Liebe Grüße Silke



Und zu euren Erziehungsansprüchen: Macht weiter so, erzieht eure Kinder in Eurem Sinne, bringt Ihnen Eure Werte bei. Und warum sollte ein Kind, das diese Werte lebt später nicht so durchsetzungsfähig sein, wie eines, dem Diese Erziehung vorenthalten wurde? Man kann auch ohne den Einsatz von Ellenbogen durchs Leben kommen! Das ist meine feste Überzeugung
Eine Umarmung ist ein großartiges Geschenk - passend für jede Größe...

Benutzeravatar
sinlalu
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 361
Registriert: 24. März 2008 12:33
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Re: Rückwanderung?

Beitragvon sinlalu » 16. Oktober 2008 11:21

blueII hat geschrieben:Nein, mit gewöhnen sollte man auch nicht abstumpfen verstehen. Ich verstehe unter gewöhnen, eine Form sich anpassen aber seinem Lebensziel gerecht bleiben. Die Schwachstellen erkennen, den Schock verarbeiten und es für sich ändern, eine andere alternative Lebensform finden. Der Weg ist anstrengend, weil es auch Frustration und Enttäuschung bedeutet und auf Zustimmung der Gesellschaft braucht man nicht zu warten, aber es befriedigt vielleicht soweit, dass es einem mit der Gesamtsituation versöhnt, sodaß in letzter Konsequenz die Rückwanderung nicht notwendig ist.

LG
Heike



Hej Heike, ich schätze mal, dass mein Beitrag falsch verstanden wurde. Ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen, dass eine Situation, an die ich mich gewöhnt habe leichter zu ertragen ist. Das sollte keines Weges heißen, dass man sich einfach nur an alles gewöhnen soll, was einem nicht gefä#llt und alles ist ganz einfach. Seine Überzeugung sollte man behalten und versuchen in dem vorhandenen Rahmen umzustetzen.

LG Silke
Eine Umarmung ist ein großartiges Geschenk - passend für jede Größe...

blueII
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 763
Registriert: 4. Mai 2008 21:43
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Rückwanderung?

Beitragvon blueII » 16. Oktober 2008 11:33

Imrhien hat geschrieben:
Es kann also nicht überall so sein, wie Du/ihr es leider erlebt.


Nein, aber ich habe noch ein anderes "lustiges :twisted: " Beispiel.
Wenn der Zeitverlust der Eltern dazu führt, dass sie nicht merken, dass ihre Kinder mittlerweile gewachsen sind.
Am WE waren wir zum Beispiel mit einem Arbeitskollegen zur Pilzsuche verabredet. Es hat einen Sohn in dem Alter meiner Tochter. Toll, dachte ich, Matchhose an, Picknick eingepackt, das wird ein lustiger Tag. Ich hatte die Rechnung ohne die Schweden gemacht.
Die hatten für ihren 4 Jährigen Sohn einen TRAGESITZ dabei!!!!! Wenn der nicht in dem Ding saß, lief er nur am "Händchen" von Papa und dass die ganzen 4 Stunden!!während ich mit meiner Tochter Sumpfversinken und Heidehüpfen spielte oder Schiffchen auf dem See versenkte, saß er auf Papa´s Schoß.
Die Fraktion der Prinzeßchen und Prinzen, die ist auch nicht zu verachten!! :wink:

Imrhien hat geschrieben:Ich hoffe, dass Ihr bald andere Kinder und Familien trefft, denn ich kann mir vorstellen, dass Dich das wahnsinnig macht.

Das verbuche ich zur Zeit noch unter Eingewöhnungszeit und denke solche Frustrationen sind normal. Eine Änderung wird kommen und man wird seinen Weg finden, man sollte sich nur im Klaren sein, dass es gilt solche Durststrecken zu überwinden gilt.
:smt006

@sinlalu, aber ich hatte doch swedenlive zitiert, der/die Deine Anmerkung ausgeführt hatte :lol:

nysn

Re: Rückwanderung?

Beitragvon nysn » 16. Oktober 2008 11:34

Dh. ich nehme Spielkameraden mittags aus dem Kiga mit, dessen Eltern eh noch arbeiten oder hole Nachbarskinder aus dem Fritids ab. Eine, durch das Verhalten der Kinder -wie beschrieben- sehr nervenaufreibende Situation für mich, da ich keinesfalls gewillt bin - wie vorgeschlagen - eine komplette Erziehung bei manchen Kindern nachzuholen, nur um Haus und eigenen Nachwuchs zu schützen. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, eine kleine Gruppe "normale" Kinder zu erwischen, mit denen meine Tochter spielen kann und möchte. Und wenn dass nicht der Weg ist, so muß ich mir einen anderen suchen. Auf keinen Fall käme für mich Anpassung in Frage,


Hej Heike,

da mein Sohn Einzelkind ist, habe ich es ziemlich genauso gemacht - anfangs war ich auch nicht besonders wählerisch, was die Kinder anbelangte, später habe ich dann auch meinen Nerven zuliebe selektiert/reduziert.

Mit hat das Motto: Allen Gewalten, zum Trutz sich erhalten ...

eigentlich bisher am besten geholfen - auch im für manche "scheinbaren" Paradies.

S-nina

Benutzeravatar
janaquinn
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 2203
Registriert: 5. Oktober 2006 09:29
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Rückwanderung?

Beitragvon janaquinn » 16. Oktober 2008 11:36

Hej Hei,
hier spricht Mod. Jana, :wink: , wir sind mächtig OffTopic, habe vorhin Dietmar kontaktiert, wie wir dem Herr werden können, so dass Swedenlive weiter mitschreiben kann. Mal schauen, was "El´Chefe" sagt...solange passiert, von meiner Seite her, erstmal nichts....

Ich gehöre zu den glücklichen Frauen, die direkt von zuhause aus arbeiten, kann mich also meinen Kindern voll widmen, würde meine Tochter aber trotzdem gerne für einige Stunden in die Dagis schicken, weil ich es für wichtig halte...gerade was ihre Sprachentwicklung betrifft...wir werden sehen, wie lange sich die Komunne noch Zeit lässt.
Sicherlich habe ich es einfacher als andere schwedische Frauen, die Vollzeit arbeiten und dann noch Haushalt, Kinder und Einkauf ect...vor sich haben, wenn sie einen 8h-Tag hinter sich haben.
Ich weiss, wie anstrengend es ist, nach der Arbeit noch tausend Dinge zu erledigen, obwohl man eigentlich nur ins Bett oder auf´s Sofa sinken will und tausend Stunden schlafen will. Ich hatte es in Deutschland, trotz Teilzeitjob, und ich hatte es in Schweden, wo ich von morgens bis nachmittags in der Schule bei Yannic war und danach noch Taima aus dem Dagis abgeholt habe. Im Sommer geht es, da ist es lange hell, die Kinder können draussen noch spielen, aber im Dezember, wenn es 15.00 dunkel ist und kalt....naja, da geht kein Kind gerne raus.

Ich möchte was von meinen Kindern haben, nicht nur am WE, aber es ist teilweise einfach nicht möglich, denn auch wir haben hier Fahrereien und Angebote, außerhalb der Dagis, für unter 4jährige sind nicht leicht zu finden. Und es würde meiner Tochter sehr sehr gut tun, mit anderen Kindern zusammenzukommen und nicht nur mit den Rabauken von gegenüber, die ihr das Spielzeug klauen und sie verhauen wollen....das macht keinen Spass...weder meiner Tochter noch mir.
Mittlerweile will sie garnicht mehr raus, nur wenn wir dabei sind...soweit ist es schon gekommen...leider...


Zur Schulsituation in Deutschland: Ich finde es persönlich nicht besonders nett, wenn alles schlechte und schlimme, was an Deutschen Schulen geschieht, immer nur und ausschliesslich auf die Lehrer und die anderen Angestellten geschoben wird. Nicht nur sie tragen eine Schuld an dem dortigen Schuldesaster, auch das Elternhaus ist massgeblich dran beteiligt. Wenn sich die Eltern nicht dafür interessieren, was in der Schule abgeht, nicht zu Elternabenden erscheinen, sich nicht mal die Mühe machen nach Hausaufgaben oder Klassenarbeiten ect...zu fragen, da kann auch der beste und netteste Lehrer nicht viel machen. Schüler mit Handy oder Mp3-Player am Ohr, Schule schwänzen oder auf die Lehrer losgehen mit allen möglichen Sachen, Sicherheitskontrollen am Schuleingang ect...weil die Schüler zur Schule kommen, als wenn sie in den Krieg ziehen?? WAS kann ein Lehrer dagegen tun?? Das in einer solchen Situation viele resignieren und aufgeben, ist in meinen Augen normal und verständlich. Die Schulsituation ist nicht nur Schuld der Lehrer, sondern in erster Linie die Schuld der Gesellschaft...und dan zählen alle mit rein: Eltern, Schüler und auch die Lehrer....die mir ehrlich gesagt leid tun...

LG JANA
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

Benutzeravatar
Aelve
Schweden Guru
Schweden Guru
Beiträge: 1454
Registriert: 14. Januar 2008 11:20
Schwedisch-Kenntnisse: praktisch keine
Lebensmittelpunkt: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Rückwanderung?

Beitragvon Aelve » 16. Oktober 2008 11:37

Hallo Silke,

Dein posting ist Balsam für mich. Genauso meine ich es und sehe es. Ich muß so leben, wie es nun mal von mir verlangt wird. Und das Leben ist nun einmal kein Wunschkonzert, es liegt nicht alles Gute zusammen. Und es fängt bereits in einem Land an, dass man es in einem Bundesland besser trifft als im anderen Bundesland, in einer Stadt anders als in der anderen Stadt. Trotzdem wird man niemals alles Gute zusammen haben.
Liebe Heike, ich denke nicht, dass ich es in Schweden zu rosig sehe. Ich sehe Schweden als Land, welches für den einen Vorteile bietet, die für den anderen ein Nachteil sein kann. Ich habe zwar, als unsere Kinder klein waren, nur 3/4 gearbeitet, das stimmt schon, dafür dann aber wieder andere Nachteile wie weniger Einkommen in Kauf genommen. Eins geht nicht ohne das andere. Wir hatten es uns aber so eingerichtet, dass meine Mutter bei uns im Haus eine Wohnung bewohnte, das erleichterte uns so manches. Aber es gibt gerade in Deutschland genügend Familien, wo aus Geldmangel, niedriger Entlohnung auch beide Partner arbeiten müssen. Da steht dann aber auch das Problem an, was passiert in der Zeit mit den Kindern?
Viele Familien müssen da einen Drahtseilakt vollziehen, entweder teure Tagesmutter bezahlen, teuren Kindergarten, wobei es oft nur Kindergarten ab 4 Jahren gibt.
Familien haben es in Deutschland auch sehr schwer, nicht umsonst ist die Geburtenrate erheblich zurück gegangen. Und dass man den Partner oder die Kinder dann gerade mal beim Abendbrot sieht, ist auch hier gang und gäbe.
Ich finde es auch nicht berauschend, wenn ein Kleinkind sehr viele Stunden im Hort bzw. Dagis ist, aber immerhin besser als wenn man gar nicht weiß, wie man Berufstätigkeit und Kinderwunsch unter einen Hut bringen soll. Wir haben uns deshalb erst nach 10 Jahren Ehe für Kinder entschieden, vorher war es weder finanziell noch praktisch zu realisieren oder nur unter großen finanziellen Problemen.

Deshalb ist es so, dass sich jeder so sein Leben in dieser Welt einrichten muß, um einigermaßen klarzukommen und einige Dinge, die man gerne möchte, kann man dann nicht realisieren. Hier wie überall.

Grüße Euch Aelve
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
http://www.traumhausschweden.de

mecki19
Aktives Mitglied
Aktives Mitglied
Beiträge: 57
Registriert: 4. Juli 2007 19:37

Re: Rückwanderung?

Beitragvon mecki19 » 16. Oktober 2008 12:14

Hallo, ich möchte nur dazu sagen, das wir als Eltern sehr große Vorbilder für unsere Kinder sind. Die Kinder ahmen doch unser Verhalten nach in Worten und Taten. Daran sollten alle denken, denn der Staat das sind wir alle.
mit freundlichen Grüßen

Benutzeravatar
Imrhien
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 3310
Registriert: 6. Dezember 2006 10:31
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Rückwanderung?

Beitragvon Imrhien » 17. Oktober 2008 11:39

Hej Heike,
ich weiss was Du meinst und ich hatte das auch gar nicht böse gemeint. Ich wollte Dir nur Hoffnung machen, dass es auch in Schweden normale Menschen wie uns gibt :)
Prinzen und Prinzessinnen gibt es auch in Deutschland, da kenne ich auch so ein paar spezielle Beispiele. Meine Kinder wurden immer als verwahrlost angesehen, weil ich nicht an der Rutsche daneben stand, sondern einen Meter weiter auf der Bank zugesehen habe wie sie in den weichen Sand rutschen...
Hier sind wir gerade froh weil es so viele wilde gibt, die beim ersten Regen raus in den Matsch springen und überall rumklettern. Vermutlich gibt es positive wie negative Beispiele auf beiden Seiten der Grenze.
Würde ich mehr Deiner Elebnisse haben, wäre ich auch gefrustet.
Ich verstehe Dich also sehr gut. Wollte ja nur sagen, dass es auch in Schweden anders gehen kann und hoffe wirklich sehr, dass Du bald bessere Erfahrungen machst. Denn eigentlich habe ich schon das Gefühl, dass Ihr Euch wohlfühlt und, dass es Dir in Schweden gefällt. Auf alle Fälle ist es bewundernswert, dass Du immernoch so positiv an alles rangehen kannst.

Liebe Grüße
Wiebke

blueII
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 763
Registriert: 4. Mai 2008 21:43
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Rückwanderung?

Beitragvon blueII » 17. Oktober 2008 20:04

Süße Wiebke, Danke für Deine Worte :oops: :oops:
weiss ja gar nicht wie ich es erwidern soll :oops: :oops:

Aber bei aller Kritik, ja natürlich sollte man an das Problem "herangehen"!!
Das kann man, wenn man sich vorher über einige Dinge im Klaren ist, die einen erwarten werden und sich schon mal sozusagen seelisch darauf rüstet.
Ich habe vor der Auswanderung bereits in D erkannt, dass Schweden für mich und meiner Vorstellung der Kindeserziehung KEIN kinderfreundliches Land ist. Ich habe damit in Deutschland immer sehr erstaunte Gesichter erzeugt, aber ich wußte im Groben, was auf mich zukommt.
Natürlich ärgert es mich dennoch und natürlich hatte ich allein deshalb die ein oder andere Tiefphase, aber es hat mich nicht soweit gebracht, unseren Schritt bisher in Frage zu stellen, weil ich auf diese Probleme vorbereitet war.
Wenn man hier darüber schreibt, ist es doch einmal aus der Motivation heraus zu hören, ob man durch die ganze kulturelle Veränderung einen "falschen" Blickwinkel bekommen hat, oder ob es Leidesgenossen gibt, die es gleich oder ähnlich erleben. Somit hat man für sich eine Erklärung und das gemeinsame "Ausheulen" hilft schon über die nächsten Hürden hinweg.
Dabei geschieht das Ganze noch hier öffentlich im Forum und bringt auch weitere Einsichten für Andere, die den Schritt nach Schweden machen wollen. Hoffentlich insbesonders für Diejenigen ein Denkanstoß, die es für ihre Kinder machen wollen....

Denn gerade auf diese "andere" Kindersituation hat mich damals dieses Forum gebracht.
Schon vor unserer Entscheidung nach S zu gehen, habe ich Euch mit meinen Fragen ums Thema Kind genervt
und unser guter GLADDA schrieb damals sinngemäß auf eine Frage von mir:
"...welche spielenden Kinder auf der Straße meinst Du?
....hier gibt es keine Kinder die Nachmittags auf der Straße spielen....."
und so hat er mir einen guten Hinweis auf die tägliche Realität in Schweden gegeben, über die ich mich noch heute gerne und lautstark aufrege aber die ich dadurch vorher bereits wußte. :danke:

LG
Heike

Hans

Re: Rückwanderung?

Beitragvon Hans » 17. Oktober 2008 21:04

Kinder auf der Strasse

"...welche spielenden Kinder auf der Straße meinst Du?
....hier gibt es keine Kinder die Nachmittags auf der Straße spielen.....


Auf der Strasse ist es heutzutage voller Gefahren.
Nachmittags nach der Schule sieht man ja die Kinder in den Wohngebieten spielend.

Das Schweden ein Kinderunfreundliches Land ist, in Hinsicht Erziehung,
bestreite ich und meine es ist nicht richtig.
Ich mache keine Vergleiche mit D sondern gehe von S aus.

Was Kinder betrifft ist S zu empfehlen, da allen die gleiche Möglichkeit zusteht.
Vom Kiga bis zur Universität.

Trotz allem hat ja die Sonne auch ihre Flecken.
So auch hier wie überall.

Grüsst
H :smt006 ans


  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Auswandern“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste