Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

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Faxälva
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Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon Faxälva » 1. März 2009 17:21

Ich bin zwar weder Tinil noch Heike, hatte aber auch ein Kind hier in der Schule und hab seine Klassenkameraden schreiben sehen...... Schreibschrift wird nicht gelehrt ... auch meine Arbeitskollegen schreiben Druckbuchstaben... auf meine Frage,ob sie mal Schreibschrift gelernt haben, kam die Antwort -nein

...ein 17jähriger hat gerade erst mit mir ein Formular ausgefuellt und meinte, so wie ich könne er nicht schreiben... seine Schrift sah aus wie von einem Schulanfänger... nicht mal seine Unterschrift konnte er "schreiben" ...
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Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon HeikeBlekinge » 1. März 2009 17:25

Da wiederhole ich meine Frage:
Sehrt ihr das als ueberaus wichtig an??

Uebrigens entwickelt sich das Schriftbild im Laufe des Lebens.
Die Unterschrift eines 17jährigen sieht 10, 20 Jahre später wesentlich schwungvoller aus :D
Schaut mal bei euch selbst wenn ihr noch Unterlagen habt...
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Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon Tommy3 » 1. März 2009 17:32

Hej,
Ob wichtig oder nicht, sollte man vielleicht mal so sehen:
Der Zweck des Schreibens ist das Kommunizieren, das Vermitteln von Inhalten. Dazu muss es vom Leser verstanden, d.h. gelesen werden können. Kann man eine Schrift nicht lesen, funktioniert das einfach nicht.
Der Grund für die Nichtlesbarkeit kann eine furchtbare Klaue sein, oder fehlende/falsche Interpunktion, da weiss man nie, wo der eine Satz aufhört und der nächste anfängt.
In der Schule meiner Kinder wurden Rechtschreibfehler ausser im Schwedisch-Unterricht nie korrigiert, die Kinder konnten so falsch schreiben, wie sie wollten. Das Ergebnis ist nun, dass sie nicht vernünftig schreiben können, es mangelt an Rechtschreibung, Schriftbild und Satzzeichen.
Aber wozu sich aufregen, stattdessen können sie sich ja hier frei entfalten und blablabla.

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Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon HeikeBlekinge » 1. März 2009 17:59

In der Schule meiner Kinder wurden Rechtschreibfehler ausser im Schwedisch-Unterricht nie korrigiert, die Kinder konnten so falsch schreiben, wie sie wollten.



Kenne ich aus D nicht anders.
Werweiss, welches pädagogische System dahinter steckt.. ?!?
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Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon Tulipa » 1. März 2009 18:00

Na, also dass hier nun eine Wertediskussion in diese Richtung entsteht, überrascht mich nun doch.

Ja, ich sehe es als überaus wichtig an, dass jeder Mensch sowohl Druckschrift wie auch Schreibschrift lesen und mit der Hand schreiben lernt.

Abgesehen von praktischem Nutzen wie höhere Geschwindigkeit der Handschrift und der von Tommy angesprochene Kommunikationsfähigkeit gehört dies für mich ganz einfach zu den unverzichtbaren Grundkenntnissen und -fähigkeiten. Ich finde es unverzeihlich, einem Kind dies vorzuenthalten.

LG
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Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon blueII » 1. März 2009 18:25

nun, ich weiß nicht ob es an meiner eigenen Erziehung/erfahrung liegt.
Aber später im Erwachsenenalter kann /konnte man bisher ziemlich gut von der Handschrift ablesen ob jemand eine Bildung genossen hat oder nicht.
Also, die Bewerbungen in krakeliger Druckschrift ließen meistens nicht gutes vermuten und diese Vermutung bestätigte sich in den meisten Fällen.

So bin ich persönlich gepoolt, bei einer schlechten Drucksschrift auch auf schlechte Schulbildung zu schließen.
Und im Umkehrschluß finde ich es schon recht wichtig, natürlich auch Schreibschrift zu erlernen.

LG
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Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon Stig Vox » 1. März 2009 18:33

blueII hat geschrieben:nun, ich weiß nicht ob es an meiner eigenen Erziehung/erfahrung liegt.
Aber später im Erwachsenenalter kann /konnte man bisher ziemlich gut von der Handschrift ablesen ob jemand eine Bildung genossen hat oder nicht.
Also, die Bewerbungen in krakeliger Druckschrift ließen meistens nicht gutes vermuten und diese Vermutung bestätigte sich in den meisten Fällen.

So bin ich persönlich gepoolt, bei einer schlechten Drucksschrift auch auf schlechte Schulbildung zu schließen.
Und im Umkehrschluß finde ich es schon recht wichtig, natürlich auch Schreibschrift zu erlernen.

LG
Heike


...aber gepoolt schreibt man nur mit einem o, denn es kommt von Pol. Sollte ich jetzt auf deine Schulbildung.... :wink:

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Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon Rwitha » 1. März 2009 18:50

Ich finde den Kindern sollte das "Schön"-Schreiben schon noch vermittelt werden. Bei unseren Kindern haben wir die unmittelbare Vergleichsmöglichkeit. Unsere Tochter hat in der ersten Klasse noch Schönschreibunterricht bekommen. Am Anfang mit Bleistift und später auch mit Füllfederhalter. Sie hat m. E. eine schöne Handschrift. Bei unserem Sohn war es dann nicht mehr so. Er hatte kein "Schönschreiben" mehr, durfte sich aussuchen mit was er schreiben wollte (meistens waren es dann Kugelschreiber) und so sieht es heut auch aus .... "wie Hühner rüber gelaufen" :twisted:
Darüber, wer die Welt erschaffen hat, läßt sich streiten. Sicher ist nur, wer sie vernichten wird. (George Adamson)

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Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon blueII » 1. März 2009 18:59

Stig Vox hat geschrieben:
...aber gepoolt schreibt man nur mit einem o, denn es kommt von Pol. Sollte ich jetzt auf deine Schulbildung.... :wink:


Nord oder Süd? :lol: nee, auf geistige Überforderung....übe gerade schwedisch...da sollte man nicht gleichzeitig hier hereinschauen :wink:



mein obiges Posting sollte auch nicht arrogant klingen.
Aber zur meiner Zeit - vor hunderttausend Jahren :wink: - hat man halt Teile der Bewerbung nur handschriftlich akzeptiert, um ein wenig vom Schriftbild auf die Persönlichkeit schließen zu können.
Ich rede ja auch nicht von detailiertem einschätzen.
Aber wenn jemand was in richtiger Schreibschrift erhält oder was lesen muß, was in krakeliger Druckschrift geschrieben wurde, hat er schon unterschiedliche Eindrücke vom Absender -- meine Meinung.

LG
Heike

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Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon Stig Vox » 1. März 2009 19:40

War jetzt auch nicht gaaanz ernst gemeint....
Kenne das hier aus D aber auch. Sohn I. durfte sofort mit dem Schreiben anfangen, inkl. aller unverbesserten Fehler. Result: Er hat heute noch (wenn auch nur leichte) Probleme mit der Rechtschreibung.
Sohn II. (nur ein Jahr danach) neues/altes System. 0 Probleme.
Wenn ich bei einer Einstellung die Bewerbungen auf den Tisch bekomme... :? :? kaum zu glauben.
Jüngere FACHarbeiter sind kaum in der Lage, ein Protokoll zu erstellen, geschweige denn lesbar!!!

Also, no more comment.


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