Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

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blueII
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Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon blueII » 5. Dezember 2008 19:58

Danke Aelve, Wiebke und Sabine

Nein, es ist überall zu beobachten im Kiga versuchen sie es zu kontrollieren mit minderen Erfolg, beim Turnen, in der NAchbarschaft.

Reden oder spielend eingreifen hilft für den Augenblick, aber damit kann man keine Verhaltenweise permanent korrigieren.
Ich habe die Kinder ja nicht ständig hier.
Bin ich auch wütend in dem Augenblick, wo ich es beobachte, so tuen mir die Redelsführer und auch die Rabauken einfach leid, sind doch solche Fehlverhalten häufig ein Schrei nach Aufmerksamkeit.

Ich bin jetzt an einem Punkt, wo ich mich frage, ob ich mir dieses Leben im Jetzt und später für meine Tochter wünsche.

Manchmal bin ich selber nicht sicher ob ich es überkritisch betrachte und nur alles grau sehe und manchmal denke ich mir, ne so soll die Kleine wenn sie mal groß ist nicht leben müssen.

Da gibt es noch einiges für mich zu sortieren.

LG
Heike

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Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon Blåbärtroll » 5. Dezember 2008 22:35

Reden oder spielend eingreifen hilft für den Augenblick, aber damit kann man keine Verhaltenweise permanent korrigieren.


Eine Kombination aus Gesprächen, in denen ueber die Situation, ueber die Gefuehle vom Täter und Opfer (oder Konfliktparteien) und Verhaltensregeln gesprochen wird, Rollenspiele und "Verhaltenstraining" helfen langfristig gesehen. Es ist sehr wichtig, zu erfahren, warum dieses Kind so auf seine Umwelt reagiert, um zu kompensieren und eine Verhaltensänderung zu fördern.
Oft brauchen diese Kinder professionelle Hilfe von aussen, um ihre eigenen Gefeuehle zu erkennen und um sich selbst zu steuern. Erwuenschte Verhaltensweisen werden durch soziales Lernen "programmiert" :wink:
Dazu bedarf es Raum, Vorbilder/feste Bezugsperson und Zeit.

Rollenspiele und Geschichten sind im Kindergarten sehr wirkungsvoll (Puppentheater). Kinder können auch schon im Vorschulalter Situationen vergleichen, sie erkennen sich oder andere Kinder z.B. in den "Puppen" und derem Verhalten wieder.

Ich habe Material "Sociala berättelser/Seriesamtal" bekommen, dort wird, grob gesagt, im Gespräch die
Situation "analysiert", die Gefuehle von Täter und Opfer und deren mögliche Reaktion benannt und auch eindeutig das erwuenschte Verhalten festgehalten. Das ganze geschieht mit Unterstuetzung durch das Zeichnen der Situation (als Strichmännchenzeichnung).

Die direkte Nothilfe MUSS unmittelbar erfolgen, um körperliche und psychische Schäden zu vermeiden. Dies ist die Trennung der Konfliktparteien (wenn es geht ausser Sichtweite), bis davon ausgegangen werden kann, dass die Situation "entspannt" ist, also erneute Aggressionen nicht mehr zu erwarten sind.

Ergänzungen zu dem Thema sind sehr willkommen!

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Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon Imrhien » 6. Dezember 2008 20:19

Das ist ja alles schön und gut aber Heike kann das ja wohl kaum bei den Nachbarskindern übernehmen. Sie ist ja nicht für deren Erziehung verantwortlich. Das ist einfach anstrengend wenn man solche Kinder zu Besuch hat. Das heisst ja nicht mal, dass man sie nicht mag oder so. Es ist nur so, dass man selber ja da keine Verantwortung übernehmen kann und die Eltern der betreffenden Kinder das auch nicht wollen würden. Schliesslich heisst es ja auch nicht, dass sie das nicht so wollen. Nur weil es nicht unseren Vorstellungen entspricht, heisst das ja nicht, dass das dort unbeabsichtigt ist. Und wenn doch, würden sie es trotzdem nicht gerne von der Deutschen im Ort hören...

Grüße
Wiebke

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Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon Blåbärtroll » 6. Dezember 2008 21:57

Hallo Wiebke,

vollkommen richtig!!!

Diese Gedanken sind aus dem Berufsfeld Vorschullehrer/Lehrer und auch "fast" nur dafuer gedacht.
Wenn der/die eine oder andere daraus Nutzen ziehen konnte oder kann, ist es erfreulich.
Urspruenglich hatte ich es fuer das Thema Schule/Vorschule geschrieben.

Eltern hilft die eigene Schatzkiste an Erfahrungen und "Tricks" bestens um zu handeln.
Und die ist reich gefuellt! :wink: :wink:

LG

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Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon Sachsbaer » 18. Februar 2009 05:37

Hej,

ich verstehe die Probleme und Sorgen im Umgang der Kinder untereinander (ich habe selbst eine kleine Tochter und wir als Eltern wollen das Beste für unsere Kinder). Ich muss aber leider sagen, dass was in Schweden im Umgang der Kinder untereinander kritisiert wird und die Probleme mit der Kiga/Schule sind in D genau die Gleichen. In D wird auch gemobbt, geschlagen, "abgezogen" mit Waffen bedroht und was nicht alles, weil einige mit der Gesamtsituation Kiga/Schule überfordert sind und sich Anerkennung über Gewalt holen müssen, weil sie nichts anderes gelernt haben. In D habe ich auch erlebt, dass sich die Kinder ( ca. 6..8 Jahre) der Nachbarschaft mit ausgerissenen Zaunslatten so lange aufeinander eingeschlagen haben, bis einer regungslos liegen blieb. Oder man spielt Pflasterstein-Zielweitwurf auf dem Parkplatz zwischen den Autos, egal was für Schaden angerichtet wird. Wenn man dann einschreitet spielen die betroffenen Eltern noch die Beleidigten und drohen mit "verklagen". Es sind meist Leute, die den ganzen Tag sich an ihrer Bierdose festhalten, seltsame Sendungen im Fernseher anschauen und denen es egal ist, was ihre "Kinderchen" den ganzen Tag treiben, mit Kindererziehung vollkommen überfordert sind und in ihrer "Struktur" nur sehr einfach "angelegt" sind. Das ist kein Trost, aber einen "Missgriff" kann man überall (eben auch in D) erleben wenn man sich örtlich verändert, wie auch anderseits einige geschildert haben, dass sie auch positive Erfahrungen in S gemacht haben. Nur nach dem auswandern ärgert man sich besonders, weil man viel auf sich genommen hat, einen neuen Anfang zu finden, seinen Kindern eine schöne Zukunft zu gestalten und dann hat man so in den "Mist" gegriffen und kann nicht mehr so einfach "ausweichen". Ich hoffe nur, das dies uns erspart bleibt :roll: .

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Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon CarolinMaria » 22. Februar 2009 11:09

Hejsan an Sachsbaer und an alle anderen Schwedenfreunde,

mein Freund und ich wollen im September 2010 ebenfalls nach Schweden auswandern. Erst im Dezember letzten Jahres hat Unicef einen Vergleich vieler Länder unter anderem auch D und S in Hinsicht auf Kindergartenbetreuung, Förderung und Unterstützung durch Elterngeld usw.
Deutschland hatte nur 5 von 10 Kriterien erfüllt, wobei sie gerade bei der Förderung von Kindern und der Ausbildung von Er5zieherinnen und Grundschullehrern besonders versagt haben. Schweden hingegen hatte alle Kriterien erfüllt, was nicht heißen soll, dass Schweden perfekt ist.

Meine Frage wäre jetzt nur an euch alle, was euch letztendlich doch bewegt hat nach Schweden zu gehen oder hattet ihr es euch vorher nicht so vorgestellt?
Die meisten Beiträge zu diesem Thema sind schon ziemlich krass, finde ich. Wobei es sicherlich regionale Unterschiede geben wird.

Ich komme ursprünglich aus Dresden und lebte dort auch 21 Jahre. Wahrscheinlich war das Schul- und Kindergartensystem einfach damals (kurz nach der Wende) noch tadellos. Wir hatten eine super Kindergartentruppe und die Erzieherin war auch ziemlich nett, aber sehr streng. Noch heute bin ich mit ihr befreundet und wir treffen uns häufig. Die hälfte der Kindergartengruppe gingen dann auch mit in meine Klasse bzw. Schule. Wir hatten eine superengagierte Lehrerin. Wir sangen, tanzten - machten viel Musik. Wir waren ne ganz normale Schule, wo es auch Lehrer gab, die gewöhnungsbedürftig waren, aber trotzdem haben sich nie irgendwelche Eltern beschwert. Ich fühlte mich wohl, obwohl ich damals wohl nicht die fleißigste Schülerin war - ich wurde trotzdem von allen unterstützt.

Den Weg nach der Grundschule habe ich alleine bestimmt. An welches Gymnasium ich will. Wieder ging die Hälfte meiner Grundschulklasse in meine Gymnaisalklasse. Das war die erste Schule wo es Probleme gab. Dort wurde ich öfters nach der Schule auf dem Heimweg von älteren Schülern attackiert und sogar mal auf die Straße geschmissen. Danach führte ich sofort ein Gespräch mit Lehrern, Schulleiter usw. und den Schülern wurde mit Schulverweis gedroht und ich hatte das Schuljahr meine Ruhe. Danach ging ich an ein Gymnasium mit musischen Profil und dort lief wieder alles wie geschmiert.

Ich habe oft von solchen brutalen Schülern im Fernsehn gehört und auch in Dresden waren Schulen, wegen starkem Drogenkonsum und rechtsradikalen Reibereien in Verruf geraten, aber es ging immer an mir vorbei.

Ich weiß aber durch meine Grundschullehrein und meine Kindergärtnerin, dass die Kinder einfach nicht mehr die sind, die sie mal vor 10 oder 20 Jahren waren. Sie sind auf sich alleine gestellt. Eltern haben keine Zeit oder Lust mehr sich mit ihren Kindern zu beschäftigen und setzen sie vor den Fernseher. Da die Schulen bzw. die Lehrer überwiegend mit solchen Schülern konfrontiert werden - es werden ja schließlich immer mehr - sind si schlichtweg überfordert. Jeden einzelnen zu motivieren und zu unterstützen bei einer Klassenstärke von 25 oder 30 Schülern ist einfach unmöglich.

Auch in meinem letzten Gymnaium war unser Deusch-Leistungskurs mit 29 Schüler hoffnungslos überfüllt.
Das jetztige Schulsystem gleicht nicht mehr dem damalige, so wie ich es kenne.
Ich wollte meinen Kinder ( 2 und 5) eine derartige Lernumgebung nicht zumuten.

Ich freue mich auf Antworten oder andere Meinungen oder gar Ratschläge

nysn

Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon nysn » 22. Februar 2009 13:17

Hej CarolinMaria,

wenn du dir alle Postings in diesem Thread durchgelesen hast, dann solltest du dir schon ungefähr ein Bild machen können - es wurde im Prinzip schon alles gesagt, was es zu diesem Thema anzumerken gibt.

Ein Hinweis: die positiven Postings, die alles in bestem Licht schildern, stammen zumeist von Leuten, die nicht in Schweden wohnen/leben und oft überhaupt nicht der schwedischen Sprache mächtig sind. Diese Infos stammen zumeist vom Hörensagen und von irgendwelchen Traumvorstellungen, die zumeist nichts mit der Realität gemeinsam haben.

Leute, die in Schweden Kinder im Kindergarten- oder Schulalter haben, haben zumeist eine andere Ansicht.

S-nina

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Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon CarolinMaria » 22. Februar 2009 13:25

Ja, danke für die Antwort!

Aber trotzdem würde ich gerne wissen, warum die Auswanderer hier alle nach Schweden gegangen sind. Letztlich werden sich ja auch die Leute hier im Forum vor ihrer Auswanderung über das Schulsystem informiert haben und die Vor- und Nachteile.

Es klingt halt alles so extrem negativ hier. Ist es sicher auch in vielerlei Hinsicht auch, aber woher kommt dann die Begeisterung zum Auswandern nach Schweden, wenn die Kinder und die Eltern in Schweden mit dem Kindergarten-/Schulsystem nicht zurecht kommen.

Danke :danke:

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Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon Aelve » 22. Februar 2009 13:37

Liebe Carolina Maria,

ich bin eine sogenannte nicht in Schweden wohnende Person, die alles nur vom Hörensagen kennt. Ich war selber nie in Schweden auf einer Schule, habe auch unsere Kinder dort nicht beschulen lassen. Ich muß sagen, leider, leider. Denn wir haben unsere Kinder in Deutschland auf verschiedenen Schulen gehabt, ich kann also aus Schulerfahrung in Deutschland unserer Kinder von 1987 bis 2004 berichten und auch aus meiner eigenen guten Schulzeit in den 60er Jahren. Unsere Kinder waren superartig, allerdings zu still und zu bescheiden. Wir haben die Erfahrung hinter uns bringen müssen, dass man als intellligentes Kind, welches etwas schüchtern und zurückhaltend ist, in Deutschland schlechte Karten hat.
Rowdys und Klugschnacker sind wahrscheinlich in deutschen Schulen mehr erwünscht. Wir haben fast nur inkompetente Lehrkräfte kennen gelernt, die sich mit einem Kind nicht viel Arbeit machen möchten, die stille Kinder in Schubladen stecken, Eltern wie uns darüber hinaus verunsichern wollten, Schüler nicht nach Leistungsvermögen, Kreativität und Fleiß beurteilen, sondern nur danach, ob sie eine große Klappe haben.
Wir mußten unsere Kinder deshalb jahrelang auf ein Privatgymnasium schicken müssen, im Nachherein betrachtet, für unsere Kinder optimal, denn sie haben ein gutes Abitur hingelegt.
Wir mußten alles bezahlen, von Schulbüchern, über Schulkosten und Fahrtkosten zum Privatgymnasium.
Das hätten wir uns erspart, wenn wir bereits vor knapp 30 Jahren nach Schweden ausgewandert wären.
Aber was war, das war. Ich kann aus meiner Erfahrung nur sagen, dass es in Schweden an den Schulen sehr viel humaner zugeht als in Deutschland, denn ich kenne genügend Deutsche (vorwiegend aus den Neuen Bundesländern), die in Schweden ihre Kinder in die Schule gegeben haben und alle höchst zufrieden sind. Die Kinder werden partnerschaftlich behandelt, sie werden von den Lehrkräften gelobt anstatt herabgewürdigt zu werden, sie bekommen alle Möglichkeiten, wovon wir nur geträumt haben.

Wir sind gerade in Schweden, mir graut schon, dass ich morgen wieder nach Deutschland zurück muß, auch wenn wir es dort noch gut haben. Hier ist es einfach besser.

Liebe Grüße aus dem verschneiten Schweden Aelve
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
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Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon kukurz » 22. Februar 2009 17:24

Ein Hinweis: die positiven Postings, die alles in bestem Licht schildern, stammen zumeist von Leuten, die nicht in Schweden wohnen/leben und oft überhaupt nicht der schwedischen Sprache mächtig sind. Diese Infos stammen zumeist vom Hörensagen und von irgendwelchen Traumvorstellungen, die zumeist nichts mit der Realität gemeinsam haben.

Leute, die in Schweden Kinder im Kindergarten- oder Schulalter haben, haben zumeist eine andere Ansicht.

....
Das stimmt so nicht. Unsere Kinder gingen hier in Schweden in Kindergarten, Grundschule und jetzt Gymnasium und wir waren und sind immer noch sehr zufrieden. Natürlich ist nicht alles immer eitel Wonne und Sonnenschein und es gab auch in all den Jahren den einen oder anderen Ärger, aber wenn, dann betraf es immer nur ein Kind. Ich will damit sagen, was für das eine Kind gut war, das muss halt nicht auch für das andere gelten - und bei zwanzig Schülern in einer Klasse trifft das dann sowieso nicht zu. Besonders, da ja auch all die anderen Eltern andere Ansichten und Prioritäten setzen. (Wenn ich an die Diskussionen mit anderen deutschen Eltern beim Treffen der Muttersprachengruppe denke ...). Und auch Lehrer sind Menschen und keine Übermenschen und mit ein bisschen guten Willen zu Kommunikation kommt man meist recht weit.

Irgendwie verstärkt sich bei mir immer mehr die Beobachtung, dass sowohl in Deutschland als auch in Schweden Eltern immer mehr Aufgaben oder Pflichten auf die Schule abwälzen wollen, wie Verhalten beim Essen, Höflichkeit, ... und sich ansonsten sehr an ihrer erfolgreichen oder nicht erfolgreichen eigenen Schulzeit orientieren. Aber inzwischen hat sich ziemlich viel verändert.

Ich habe sehr unterschiedliche Kinder mit unterschiedlichsten Interessen - zusammengefasst war und ist vieles nicht optimal, aber im Vergleich mit Verwandten und Bekannten geht es meinen Kindern um vieles besser.


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