Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
Link zum Portal: http://www.schwedentor.de/auswandern-leben
Fhre Schweden: Mit Stena Line nach Skandinavien: Sassnitz-Trelleborg

Tommy2

Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon Tommy2 » 13. November 2008 12:08

Aelve, für was missionierst du eigentlich hier?
Dass dir das deutsche Schulsystem nicht gefällt, haben wir ja inzwischen zur Genüge mitgekriegt. Willst du durch weitere Aufzählung der Mängel das schwedische System gutreden? Von dem du eigentlich keine direkte Ahnung hast, sondern nur vom Hörensagen kennst?

Benutzeravatar
Aelve
Schweden Guru
Schweden Guru
Beiträge: 1454
Registriert: 14. Januar 2008 11:20
Schwedisch-Kenntnisse: praktisch keine
Lebensmittelpunkt: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon Aelve » 13. November 2008 12:31

Hallo Tommy2,

ich missioniere niemanden und mit ist es auch egal, wo jemand sein Kind zur Schule schickt. Trotzdem vermisse ich immer noch Beweise von Dir, dass es Kindern schlecht geht in Schwedens Schulwelt. Und wenn Du tausendmal behauptest, ich würde das Schulsystem in Schweden nicht beurteilen können, dann sage ich Dir, dass das zwar Deine Meinung ist, aber diese auch nicht maßgeblich sein muß. Wenn mir alle ausgewanderten Deutschen, die ich kenne, bestätigen, dass sich für sie die Lage in der Schule gravierend verbessert hat gegenüber Deutschland, dann habe ich wohl allen Grund, dem zu glauben. Zumal die Kinder das Gleiche sagen und ich auch feststelle, dass sie neben der Schule genügende Freiraum für Spiel und Sport haben.

Anders als Du es vielleicht siehst, liegen mir die Kinder am Herzen, Dir schwebt aus anderen Gründen eine Selektion und ein Elitedenken am Herzen. Mag Dir gegönnt sein. Dann mußt Du für Dich eine andere Möglichkeit suchen, diesen Wunsch nach Mehrförderung für Dein Kind herbei zu führen. Ich kenne genügend Eltern aus der Schulzeit unserer Kinder, die auch immer meinten, dass die Schüler mehr gepeinigt werden sollen auf den Schulen, die forderten das Tempo solle angezogen werden, die der Auffassung waren, es müßten noch mehr Hausaufgaben aufgegeben werden.
Wenn ich zurückblickend schaue, dann sind gerade deren Kinder gescheitert, da der Ehrgeiz der Eltern nicht die Intelligenz des Kindes gesteigert oder gar ersetzt hat.

Grüße Aelve
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
http://www.traumhausschweden.de

Benutzeravatar
Lapplandinfiziert
Aktives Mitglied
Aktives Mitglied
Beiträge: 170
Registriert: 21. Januar 2008 13:11
Schwedisch-Kenntnisse: praktisch keine
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon Lapplandinfiziert » 13. November 2008 13:05

Ich möchte mich hier mal outen, ich habe überhaupt keine Ahnung vom Schulwesen weder in Schweden noch in Deutschland noch irgendwo anders. Habe diese Diskussion aber mit Interesse verfolgt, kaum einer der letzten Beiträge hat mich wirklich überzeugt. Es wird hier auf den letzten Seiten endlos diskutiert, kaum jemand akzeptiert die Meinung eines anderen - fast jeder besteht auf seinem Standpunkt. Ich glaube wir können hier noch 14 weitere Seiten schreiben ohne dass ein halbwegs tragbarer Konsens gefunden wird. Was soll’s seid doch ein bisschen moderater.
Einmal Lappland - immer Lappland

blueII
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 763
Registriert: 4. Mai 2008 21:43
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon blueII » 13. November 2008 13:30

Aelve hat geschrieben:
Anders als Du es vielleicht siehst, liegen mir die Kinder am Herzen, Dir schwebt aus anderen Gründen eine Selektion und ein Elitedenken am Herzen. Mag Dir gegönnt sein. Dann mußt Du für Dich eine andere Möglichkeit suchen, diesen Wunsch nach Mehrförderung für Dein Kind herbei zu führen.

Grüße Aelve


Das ist das Ende aller konstruktiver Diskussion, liebe Aelve.
Wenn man anderer Meinung ist bzw. in diesen konkreten Fällen andere Dinge erlebt hat, wird einem bösartiges unterstellt.
Du hast das, in meinem Fall auch öfters getan und hast Deine eigene Unlogik beim Schreiben nicht gemerkt.
Und ich erliege jetzt nicht der Versuchung - obwohl sie groß ist - detailliert dagegen zu argumentieren.

Ich bin nicht in dem Gedanken hierhergezogen, das ich in einem Wohlfahrtsstaat leben werde, soweit reichten meine Informationen VORHER aus.
Trotzdem bin ich entsetzt, wie unser glorreiches Bild des schwedischen Schulsystems sich in Wirklich darstellt.
Das Deine Freunde und vielleicht auch andere nicht die Erfahrung machen mußten ich ja prima, und ich und auch andere behaupten auch nicht das Gegenteil.
Wir legen nur dar, wie wir es vorfinden und es wäre schön wenn Du diese Berichte einfach hinnehmen würdest und uns - die es kritisieren - nicht die tollsten Ambitionen unterstellen würdest. Wie sollen wir was beweisen?? Reichen Aussage aus den unterschiedlichsten Ecken Schwedens Dir nicht? Lügen wir alle?

Über die Unzulänglichkeiten wurde bereits ja berichtet, aber Du stelltest die Frage ändert doch was.
Ein Gespräch mit den Lehrern gestaltet sich hier sehr schwierig...Kritik ist wohl sondiert anzubringen und nicht sonderlich erwünscht. Und so wie sich die Situation sich hier für mich darstellt, machen sich auch nur vielleicht 3 von den 100 Eltern wirklich Gedanken darüber. Was glaubst Du ist die Konsequenz??
Ein Beispiel:
Mir gefiehl etwas erhebliches in unserem Kiga nicht...ich sprach es an..mir wurde gesagt toll das Du zu uns kommst und mit uns darüber sprichst, aber..... Dem aber erfolgte eine langwierige Entschuldigung dass es nicht zu ändern wäre.
Die Macht der kleinen Gruppe sei Dank, ich drohte mit Herausnahme meines Kindes und es klappte.
Dadurch habe ich noch heute "Freunde" unter dem Erziehungspersonal.
Erst im Nachhinein erfuhr ich rein zufällig, das genau dieses Thema anderen alt eingessenen Eltern auch sehr störte. Nur angesprochen haben sie es nie....warum mußte wohl ich, die Ausländerin, die erst 2-3 Monate dort war, diesen Schritt machen??
So eine Demo ...korrigiert mich wenn ich irre...ich kann es mir hier nicht vorstellen.
Etwas zu ändern anzuprangern, ist glaube ich sehr schwierig in Schweden.
Einmal aus der Mentalität heraus, und es herscht hier auch --ich weiß gar nicht wie ich es beschreiben soll...ein anderes Elternverständnis. Das Kind wird in einer Durchschnittsfamilie ab 11/2 Jahren ganztägig betreut, dass schlägt sich auch sehr auf die Kompetenz der Eltern nieder.
...kleine Anekdote...ich hatte im Sommer Besuch von unerer Nachbarin deren Sohn im gleichen Alter wie unsere Tochter ist...ich war erstaunt, soviel hatte ich in den 7 Tagen ihres Besuches nicht mehr über Kindermedizin, die schönsten Bücher, Erziehung und seine Sorgen gesprochen, wie in der gesamten Zeit die ich in Schweden war.
Man "sorgt" sich hier nicht so, und das hat seine gute und schlechten Seiten.
Ich erwähnte bereits, dass ich gar nicht weiß, wen ich hier über die Qualität der Schulen befragen soll.
Meine Nachbarin hat sich zum Beispiel den Kiga ihrer Tochter gar nicht vorher angeschaut, telefonisch angemeldet und gut.
Eine andere Nachbarin, weiß von ihrem 2.Klässler weder was er lernt geschweige den Stundenplan oderso, muüßte man das wissen? war ihre Rückfrage.

Es herrscht hier ein vollkommen anderes Verständnis und da sei meine Sorge gerechtfertigt und ich möchte sie nicht mit diesen Unterstellungen von Elitär oder Drill weggewischt sehen.
Denn Klassenstärke und Lehrerquote entspricht mittlerweile fast deutschen Verhältnisse.
Unsere 1.Klasse umfaßt mittlerweile 28 Schüler und von dem sagenumwogenen 2. Lehrer habe ich nocht nichts gehört.

LG
Heike

Benutzeravatar
Aelve
Schweden Guru
Schweden Guru
Beiträge: 1454
Registriert: 14. Januar 2008 11:20
Schwedisch-Kenntnisse: praktisch keine
Lebensmittelpunkt: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon Aelve » 13. November 2008 14:08

Liebe Heike,

keineswegs will ich jemanden bezichtigen, dass er mit seinen Aussagen lügt. Ihr habt es so vorgefunden, wie Ihr es beschreibt und Ihr seid mit der Situation unzufrieden. Kann ich alles nachvollziehen. Würde mir sicherlich genauso gehen, wenn ich in der gleichen Situation wäre, wenn ich wirklich sehen würde, dass es besser gehen würde und keiner nimmt Verbesserungen an.

Aber wo ich auch nicht mehr ganz ruhig bleiben kann, ist wenn mir jemand unterstellt, nur weil ich kein Kind in Schwedens Schule hätte, könnte ich mir kein Urteil erlauben und das mehrmals wiederholt, obwohl ich aus sehr vieler Munde gehört habe, dass das Schulsystem in Schweden für die meisten Kinder hervorragend ist. Auch in den besten Systemen sind Fehler, sind Pannen und sind Mißverständnisse vorhanden. Es ist nicht schön, wenn kein Wille für Veränderungen vorhanden ist, aber es ist auch nicht schön, wenn jemand alles ändern will, nur weil er meint, er wäre der Nabel der Welt. Mit Selektieren und mit Elite habe ich Dich sowieso nicht in Verbindung gebracht, das muß bei Dir falsch rübergekommen sein.
Ich wollte damit ausdrücken, dass ich Leute kennengelernt habe, die ihre Kinder als Nabel der Welt betrachteten und alle Lehrkräfte sollten nur für diese dasein. Auch so kann es ja nicht sein, denn ein System muß vielen verschiedenen Kindern gerecht werden und ein System, welche sehr viele Kinder damit gut bedient, ist meines Erachtens akzeptabel und gut.
Auf meine ganzen Anfragen, was denn speziell Eure Probleme an den Schulen dort sind, hieß es stets nur, alle sind gleich - alle bekommen die gleichen Noten, es wird nach dem langsamsten Schüler sich gerichtet. Gute Seiten scheinen danach Eure Schulen, die Ihr beschreibt, gar nicht zu haben. Ihr schreibt weder, wie Eure Kinder es empfinden, noch wie die Chancen der Schulabgänger Eurer Schulen sind oder wie Ihr Euch vorstellt, wie es anders gehandhabt werden könnte oder ob es für die Mehrzahl besser wäre, es strenger zu handhaben oder mehr Hausaufgaben zu erteilen.
Wenn ich nun versuche, meine Auffassung durch Berichte zu untermauern, dann wird mir Uneinsicht vorgehalten. Hier in Deutschland sehe ich, wie schlecht sich das deutsche Bildungssystem entwickelt und welche negativen Auswirkungen es hier hat.
Seid Ihr, die Ihr erst einige Jahre in Schweden wohnt, denn bereits in der Lage, sagen zu können, dass das schwedische Schul-System für das Land Schweden zum Nachteil gereicht?
Ich könnte mir denken, dass die Schweden eben alles gelassener sehen, weil sie im festen Glauben sind, dass ihr Land gut da steht. Warum sollten sie sich über ein Schulsystem ereifern, was aber Personen hervorbringt, die später im Leben voll ihren Einsatz bringen und das Land voranbringen. Um das alles beurteilen zu können, muß man auch diese Dinge mit einbeziehen, dass die Schweden eben grundsätzlich zufriedener sind als wir Deutschen.
Und deshalb ist meine Meinung, die Euch ja nicht zu interessieren braucht, dass ich als Eingewanderter ja nicht ein gut funktionierendes System ändern kann, wenn es die Schweden gar nicht wollen. Manchmal muß man dann eben auch soviel Vertrauen haben, dass sich das System ja bisher auch bewährt hat.
Oder ich muß für mich eine Änderung treffen.

Grüße Aelve
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
http://www.traumhausschweden.de

Hans

Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon Hans » 13. November 2008 14:29

Keine Meinung

Ich ziehe mich aus dieser Diskussion zurück
da es von meinem Gesichtspunkt her nicht weiterführt.

Grüsst
H :smt006 ans

Benutzeravatar
janaquinn
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 2203
Registriert: 5. Oktober 2006 09:29
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon janaquinn » 13. November 2008 14:41

Hej Christa und Heike,
mmhh, wie fange ich an, damit ich mit meinen Zeilen genau DAS ausdrücke, was ich sagen will??
Das schwedische Schulsystem ist sicherlich nicht komplett nur schlecht und gehört verändert, es gibt viele gute Ansätze, die man behalten sollte und die auch gut für die Entwicklung einiger Kinder sind....EINIGER Kinder, nicht ALLER Kinder.
Ein Schüler, welcher sich unterfordert fühlt, und das bereits während des Unterrichtes, wird auch zuhause nicht viel machen, da er keinen Sinn darin sieht, weil am nächsten Tag in der Schule alles den normalen und für ihn langweiligen Lauf nimmt. Er stumpft ab und sitzt seine Zeit ab, wirkliches Interesse wird er nicht mehr zeigen.
Ebendiesem Schüler wird es auch nichts bringen, für Klassenarbeiten oder Prüfungen zu lernen, da er sein Wissen garnicht wirklich testen kann, einfach weil es
1. keine Noten gibt.....bis zur 2-3. Klasse ist das in Ordnung, aber danach muss einfach "Butter bei die Fische", Kinder in Watte packen, das bringt nichts....überhaupt nichts
2. Wenn alle Schüler die gleiche "Benotung" bekommen, woher soll der einzelne Schüler wissen, WO er steht, WAS er kann und WO seine wirklichen Defizite liegen??

Wenn ich in Mathe eine 5 oder 6 geschrieben habe, übrigens garnicht mal selten :oops: :oops: , dann wussten meine Lehrer, meine Eltern, sofern es sie interessiert hat, und auch ich, dass ich in diesem Fach heftige Defizite habe und Unterstützung brauche.
Hätte ich aber die gleiche Arbeit in Schweden geschrieben, dafür eine 2 bekommen, weil ALLE eine 2 bekommen haben, hätte ich mich in der Sicherheit gewogen, dass ich genauso gut (oder eben auch schlecht) wie alle in der Klasse sind. Das böse Erwachen wäre spätestens bei der Matheprüfung gekommen ( was es auch ist..nochmal :oops: :oops: :oops: ) und dann im normalen Arbeitsalltag.

Umgekehrt war ich im Deutschunterricht eine Leuchte und wäre enttäuscht gewesen, hätte mein Klassenkamerad, der in 20 Wörter 30 Fehler macht, die gleiche gute Note bekommen hätte, wie ich mit meinem 0 Fehlern.

Die Schule ist nicht da, damit die Schüler in Watte gepackt werden, sondern um sie auf den Arbeitsalltag vorzubereiten und da geht es nunmal nicht watteweich sondern knüppelhart zu....auch in Schweden. Da kann es noch soviele tolle Fikas geben, wenn jemand keine Leistung bringt, schadet er dem Unternehmen und gehört nicht an seine Stelle.
Und in meinen Augen ist es kein Elitedenken, wenn ein Schüler eine Ehrenrunde drehen muss, weil er das Klassenziel nicht erreicht hat. Meist ist es gut, denn die Noten können sich dadurch erheblich besser, nicht nur weil der Stoff bereits bekannt ist.

Natürlich ist es gut, wenn man die schwächeren Schüler nicht vergisst, aber die starken Schüler dürfen nicht bestraft werden, weil sie besser sind.

Und da du ein Beispiel wolltest über die Schulabgänger, ist hier eines:
Mein Mann hatte Mitte des Jahres mehrere Bewerbungsgespräche sowohl mit schwedischen "Köchen", die alle frisch aus der "Lehre" kamen und mit einigen deutschen Köchen, die ebenfalls mehr oder weniger frisch ausgelernt hatten. Er hätte sich, wenn er nicht, von der Direktion, zurückgepfiffen worden wäre, für einen deutschen Bewerber entschieden. Nicht weil er "Deutscher" war, sondern weil die Qualifikationen und das Wissen einfach besser waren, weil die Berwerber flexibler gewesen wären.
Also hat er einen schwedischen Jungkoch eingestellt, der nach 3 Wochen wieder gekündigt hat, mit der Begründung: "Im Fernsehen (!!!) würde man ganz anders kochen und die Arbeitszeiten wären unbequem!"
Und jetzt weisst du auch, warum in Schweden händeringend Köche gesucht werden, obwohl es eigentlich genug schwedische Köche gibt....leider wollen ein Grossteil davon eine Karriere als Fernsehkoch machen....na dann Guten Appetit.
Ich habe meinem Mann übrigens mittlerweile öfters angetragen, dass das Hotel auch deutsches oder zumindest internationales Servicepersonal einstellen sollte, denn was ich in diesem Hotel an "Service" im Restaurant erlebt habe....da geht mir als gelernte Hotelfachfrau wirklich der Hut hoch.

LG JANA
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

Benutzeravatar
Gottfried
ist schon ewig hier
ist schon ewig hier
Beiträge: 1014
Registriert: 24. November 1999 14:54
Schwedisch-Kenntnisse: gut
Lebensmittelpunkt: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon Gottfried » 13. November 2008 14:50

Liebe Christa!

Eigentlich wollte ich zu dem Thema ja nichts sagen und ich schätze auch Deine Beiträge, aber:

Kannst Du dir vorstellen, das schwedische Schüler in europäischen Hochschulen studieren wollen?
Und spätestens hier kommt die Kehrseite der Medallie zu Vorschein, es ist halt nicht egal nur weil es in Schweden für die Schüler und Lehrer so schön läuft.........
Ich habe einen Sohn in Schweden zur Hochschulreife begleitet und hier in Deutschland einen Zweiten. Dass sind gravierende Unterschiede........und nur das nette Mützchen "STUDENTEN" nutzt dir im Leistungsanspruch einer Universität herzlich wenig..... also ich halte auch nicht soooooo viel vom schwedischen System. Es ist sicher nett für die Schüler.
Du hast natürlich Recht, wenn ich nach Schweden gehe muss ich das akzeptieren. Aber muss ich das auch gut finden?

:smt006

Gottfried

Benutzeravatar
janaquinn
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 2203
Registriert: 5. Oktober 2006 09:29
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon janaquinn » 13. November 2008 14:59

Hej Gottfried,
danke das du noch die Uni´s angesprochen hast, die hatte ich leider vergessen. Gerade in unserer Zeit der offenen Grenzen, ist es toll, wenn man im Ausland studieren kann...aber nur dann, wenn man auch mit den anderen Studenten mithalten kann.

Und es ein Unterschied, in meinen Augen, ob ein System "nett für Schüler" ist, also gute Noten ohne grosse Mühen, oder ob es "gut es für die Schüler", gute Noten, weil sie berechtigt sind und der Leistungsstand einfach stimmt.

Mein Mann und ich wissen, wir wollen kein "nettes System" oder keine "nette Schule" sondern eine gute Schule, wo unsere Kinder auf die Zukunft vorbereitet werden, für Taima noch viel mehr als für Yannic, wo wir eher nach dem Wohlfühlfaktor gehen, weil er da mehr Fortschritte macht. Unsere Tochter braucht eine gute Schule, damit sie später eine gute Uni besuchen kann und einen guten Job bekommt, und nichts mittelmässiges.

Das kann man jetzt Elitedenken nennen, für mich ist es einfach folgendes: Ich möchte das Beste für mein Kind...nicht mehr und nicht weniger

LG JANA
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

Benutzeravatar
Gottfried
ist schon ewig hier
ist schon ewig hier
Beiträge: 1014
Registriert: 24. November 1999 14:54
Schwedisch-Kenntnisse: gut
Lebensmittelpunkt: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Erziehung, Schule in Deutschland und Schweden

Beitragvon Gottfried » 13. November 2008 15:08

janaquinn hat geschrieben: Ich möchte das Beste für mein Kind...nicht mehr und nicht weniger


Hej Jana!

Genauso sehe ich das auch. Und ich denke daran ist auch das Streitgespräch um Bildung entbrannt.
Schweden liegt halt nun mal in Europa und gerade schwedische Schüler zieht es raus nach England, USA und Deutschland.
Ich habe mich vor kurzem mit Studenten der Veterinärmedizin unterhalten. Es war erschreckend zu hören, wie viele von denen hier ihr Studium abbrechen mussten, weil sie neben der Fremdsprache Deutsch noch erheblich fachliche Defizite hatten.........
Und die richtig guten Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten liegen nun mal nicht alle in Schweden.

LG und :smt006

G :D ttfried


  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Auswandern“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste