Erlebnisse mit einem alten Auto beim schwedischen "TÜV"

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Erlebnisse mit einem alten Auto beim schwedischen "TÜV"

Beitragvon unbekannt » 13. Februar 2012 17:09

Hallo zusammen,

inzwischen bin ich schon einige Male beim schwedischen TÜV, der bilprovning mit meinem inzwischen 19 Jahre alten Auto (285.000 km) vorgefahren. Was ich alles erlebt habe, ist zusammenfassend unter http://schweden.pl7.de/erlebnisse-mit-e ... -tuev.html festgehalten. Andere Länder, anderes Sicherheitsverständnis, andere Sitten.

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Re: Erlebnisse mit einem alten Auto beim schwedischen "TÜV"

Beitragvon Petergillarsverige » 13. Februar 2012 22:58

Was meint ihr wohl was der TÜVmensch in Deutschland für Augen macht und rumtobt, wenn du mit so einem Gefährt daher kommen würdest:

http://gengas.se/tarsta_bilder8.jpg

Die Pöakette auf dem Nummernswchild bedeutet ja wohl den bestandenen TÜV.
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Re: Erlebnisse mit einem alten Auto beim schwedischen "TÜV"

Beitragvon Sverige-Fan » 13. Februar 2012 23:01

das ist wohl hier in NL auch nicht anders. Der TUV (bei uns RDW) Mensch würde sich im Grab umdrehen
Lebenskünstler ist, wer einen Sommer so erlebt, daß er ihm noch den Winter wärmt (A.Polgar 1873-1955)

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Re: Erlebnisse mit einem alten Auto beim schwedischen "TÜV"

Beitragvon unbekannt » 14. Februar 2012 09:27

Hallo zusammenn,

die Plakette auf dem Nummernschild ist inzwischen abgschafft wurden. Früher bekam man diese nach Zahlung der KFZ-Steuer mit der Post zugeschickt. Dieses selbstklebende Etikett musste dann alljährlich selbst auf das Nummernschild geklebt werden.

Vor ein paar Jahren wurde sie aus Kostengründen abgeschafft. Eine TÜV-Plakette gibt es überhaupt nicht. Stattdessen gibt es eine öffentlich zugängliche Datenbank.

Inzwischen gibt es recht viele in Schweden, die ihre Autos auf Holzgas (gengas) umgestellt haben. Die urigen Konstruktionen haben alle ihre Straßenverkehrszulassung bekommen. Unter http://www.gengas.nu/bilder/index.shtml können diese Fahrzeuge bestaunt werden.

Unter http://schweden.pl7.de/erlebnisse-mit-e ... -tuev.html ist jetzt ein schönes Video über so einen Holzvergaser-Volvo zu sehen. Ich stelle mir gerade vor, was passiert, wenn man mit so einem Ungetüm auf deutschen Straßen und in deutschen Städten herumfahren würde. Wahrscheinlich würde man einen Großalarm bei der Feuerwehr auslösen :D :D .

Dieses Jahr werde ich mit meinem Auto vor dem nächsten "TÜV" in die Werkstatt fahren, um festzustellen, ob sich die eventuellen Reparaturen überhaupt noch lohnen.

unbekannt

Re: Erlebnisse mit einem alten Auto beim schwedischen "TÜV"

Beitragvon unbekannt » 14. Februar 2012 16:50

Hallo zusammen,

habe noch ein Video über die "bilprovning" gefunden:



Abgesehen vom Originalschauplatz bewegt sich die Handlung nicht ganz im Fokus der Wahrheit. :lol:

Mit solchen Videos kann man aber auf jeden Fall gut Schwedisch lernen.

unbekannt

Re: Erlebnisse mit einem alten Auto beim schwedischen "TÜV"

Beitragvon unbekannt » 15. Februar 2012 15:20

Hallo zusammen,

inzwischen wurde http://schweden.pl7.de/erlebnisse-mit-e ... -tuev.html von einem Autoschrauber-Forum entdeckt und wird von dort sehr oft aufgerufen.

Nun scheinen sich einige schon Sorgen über die Verkehrssicherheit in Schweden zu machen. Da kann ich Entwarnung geben: Das Unfallrisiko ist in Schweden geringer als in Deutschland. Das mag sehr viele verschiedene Ursachen haben. An der geringen Verkehrsdichte Schwedens alleine kann es nicht liegen. In Namibia ist der Verkehr zum Beispiel noch geringer, das Risiko dort im Auto umzukommen aber um ein Vielfaches höher.

Wegen der Fahrzeugsicherheit hatte ich schon vor Jahren einen TÜV-Prüfer (KFZ-Meister + KFZ-Sachverständiger) ausgefragt. Der schwedische TÜV weiß schon, was er tut. Das alles habe ich am Ende von http://schweden.pl7.de/erlebnisse-mit-e ... -tuev.html dargelegt.

Kurt

Re: Erlebnisse mit einem alten Auto beim schwedischen "TÜV"

Beitragvon Kurt » 15. Februar 2012 16:05

Hej

"Ein Riss in einer Verbundglasscheibe, hat wirklich keinen Einfluss auf die Stabilität des Fahrzeugs.."


Da irrt dein Sachverständiger sich aber gewaltig. In der heutigen Zeit dient sie sehr wohl der Stabilität und trägt damit zum Fahrverhalten bei.


"Laute Auspüffe werden in Deutschland vor.." :lol: :lol: :lol:

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Re: Erlebnisse mit einem alten Auto beim schwedischen "TÜV"

Beitragvon Petergillarsverige » 15. Februar 2012 16:54

Das Video mit dem gengasbil ist cool. Ein Onkel von einem Schulfreund hatte ein HolzvergaserLKW nach dem Krieg. 7 mal wurde es geklaut. 7 mal fand er es wenige 100m enfernt wieder.
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unbekannt

Re: Erlebnisse mit einem alten Auto beim schwedischen "TÜV"

Beitragvon unbekannt » 15. Februar 2012 18:14

Und diese Holzgas-Autos sind zudem umweltfreundlich, da die Verbrennung mit Holz nach der Öko-Bilanz CO2-neutral erfolgt. Eigentlich müsste es als Umwelt-Auto wie die Etanol-Autos eine Steuererleichterung bekommen. Allerdings ist der Volvo im Video eh schon über 30 Jahre alt und damit als Oldtimer steuerfrei. Er ist mit 44 kW Motorleistung eingetragen. Mehr als 100 km/h fahren die meisten Holzgas-Volvos nicht.

Übrigens sind sehr viele Fahrer von diesen Holzgas-Autos an CO-Vergiftung gestorben. Die Opfer merken es nicht. Das Gas ist geruchlos. Deshalb haben die meisten heutigen Holzgas-Autos auch ein CO-Warngerät im Innenraum.

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Re: Erlebnisse mit einem alten Auto beim schwedischen "TÜV"

Beitragvon Petergillarsverige » 15. Februar 2012 23:11

Volker hat geschrieben: Die Opfer merken es nicht.


Nunja - du wachst auf und stellst fest, dass du tot bist.

Das Problem von CO ist nicht die Geruchlosigkeit, sondern, dass das Erstickungsgefühl durch zu viel CO2 im Blut hervorgerufen wird. Da aber das CO2 nict angereichert wird, bemerkt der Betreffende das Ersticken nicht. Das gilt für viele Gase.
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