Erhebliche Mängel in der Psychiatrie

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svenska-nyheter
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Erhebliche Mängel in der Psychiatrie

Beitragvon svenska-nyheter » 22. Juli 2014 10:23

In den Psychiatrien im westschwedischen Göteborg und in Skåne im Süden bestehen schwerwiegende Mängel.

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(Diese Schweden-Nachricht stammt von SR International. Nachdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden.)

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meckpommbi
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Re: Erhebliche Mängel in der Psychiatrie

Beitragvon meckpommbi » 22. Juli 2014 13:58

mmmmm also in värmland ist die situation bestimmt nicht besser warscheinlich nirgends in schweden keine ärzte zu wenig schwestern hochrisikopatienten warten monetelang auf thermine

vibackup
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Re: Erhebliche Mängel in der Psychiatrie

Beitragvon vibackup » 22. Juli 2014 18:24

Zu wenig Ärzte, unsinnige, dafür aber regelmäßige Umorganisationen, die durch politische Beschlüsse kommen und wo daher die Regeln der gewöhnlichen betrieblichen Mitbestimmung ausgehebelt werden und bei denen vor allem die Kliniken umorganisiert werden, die gut funktionieren (vorher, also), die dann hinterher unweigerlich kollabieren und auf dem Niveau der nicht-funktionierenden landen, Sparbeschlüsse, bei denen selbst eine Unterbemannung nicht mehr durch das politisch vorgegebene Budget gedeckt ist... das und direkte Beschlüsse, wie etwas zu handeln ist von politischer Seite (sie sind ja nicht nur Besteller, sondern auch Besitzer!) sind an der Tagesordnung.
Und statt das einzusehen und sich bei den Schweden zu entschuldigen (das wäre an der Tagesordnung) machen die Herren und Damen landstingspolitiker einfach weiter wie gehabt.
Und dann entdeckt man plötzlich - surprise, surprise - dass so ein System keine guten Ergebnisse gibt.
Hat irgendwer etwas anderes erwartet?
Und das schönste: Artikel wie dieser sind dann wieder ein Argument, um die nächste Umorganisation zu betreiben, und ich ahne, welche Göteborger Klinik dem zum Opfer fallen wird. Es gibt da nämlich gerade eine recht gut funktionierende... und wetten, dass man genau die umorganisieren wird, damit die anderen entlastet werden, die ihre Arbeit nicht hinkriegen?
:evil: :smt011 :smt093
Wenn es nicht die Patienten, Studenten und das teilweise dennoch fantastische Personal gäbe, hiesse es für mich schon lange: :ohnemich:
Aber ich habe eine Idee im Kopf: ich kenne durch meine Tätigkeit eine Reihe guter und kompetenter Kollegen. Irgendwann mach ich das mal: 30 dieser hochfunktionierenden Kollegen sammeln, in der Tageszeitung eines Landstinget X einen offenen Brief schreiben, in dem wir unsere Dienste anbieten, unter folgenden Bedingungen:
  • Das landsting entsagt sich jeder Rechte, die Klinik umzuorganisieren; das darf ausschließlich aus der Klinik kommen. Nach 20 Jahren darf ausnahmsweise das landsting Vorgaben machen, wenn zwei aufeinanderfolgende fullmäktige mit jeweils Dreiviertelmehrheit das beschließen. Zwischen diesen beiden Beschlüssen muss eine Wahl liegen.
  • Es erfolgt eine öffentliche Erklärung der landstingsfullmäktigen, in dem sie sich für ihre Misswirtschaft entschuldigen, und zwar alle Parteien gleichermaßen.
  • Es wird eine adäquate Bemannung festgelegt und auf die wird das Budget zugeschneidert. Dieses Budget ist inkl. der Lohnzuwachsraten garantiert auf mindestens 20 Jahre.
  • Rekrutierung und Bemannung sowie Organisation sind ausschließlich Aufgabe der Klinik; die Klinik hat einen Versorgungsauftrag, den sie zu erfüllen hat, von weiteren Eignerdirektiven sieht das landsting ab.
Ich glaube, dass es das braucht, um eine funktionierende Psychiatrie zu haben.
Die Entschuldigung allerdings vielleicht nicht, die resultiert eher aus unreifen Rachegelüsten... aber sie könnte es im Konfliktfalle erleichtern, die Klinik gegenüber dem Zugriff zu verteidigen.
Naja, das wird wohl nicht geschehen... aber cool wäre es. Leider ist die Entschuldigung, so unwahrscheinlich sie erscheint, unter den Forderungen noch die am wahrscheinlichsten erfüllbare.

//M

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Re: Erhebliche Mängel in der Psychiatrie

Beitragvon HeikeBlekinge » 23. Juli 2014 09:51

Jo, ständiges Umorganisieren...
Bestes Beispiel mein Mann. Macht im Mai ein Praktikum in der Altenpflege. Auch fuer sich selbst, denn beim letzten Job (Krankenhaus) hat er sich sehr unwohl gefuehlt. Er ist recht begeistert, die Chefin auch, will ihn umgehend anstellen weil auch fur den Sommer Mangel besteht. Muessen nur noch die schriftlichen Dinge geklärt werden.
Dann hört er nix mehr, ruft an: Neue Chefin! Völlig ueberraschend! Kennt ihn nicht, weiss von nichts, es ist mittlerweile Mitte Juni. Rest kann man sich denken. Bekloppter geht es fast gar nicht mehr.
Und kurze Zeit darauf jammern die in den Zeitungen die Sommerstellen nicht besetzt zu bekommen! Eigentlich sollte man mit so etwas an die Presse gehen, das wuerde aber wahrscheinlich eher nach hinten los gehen :evil:
www.lilla-koksgarden.se


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