Erfahrungs- und Planungsberichte!

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
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schweden09
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Erfahrungs- und Planungsberichte!

Beitragvon schweden09 » 9. September 2008 09:33

Hallo zusammen,

ich lese hier oft: wir gehen nächstes Jahr nach Schweden...

Wenn Ihr so etwas schreibt, wie weit ist diese Planung eigentlich fortgeschritten, also Haussuche, Jobsuche, Sprachkenntnisse, etc...?

Mein Benutzername erzählt ja auch einiges über unser "Umzugsjahr" :-)

Ich bin gerade dabei effektiv schwedische Arbeitgeber zu finden (XING ist da sehr hilfreich übrigens, auch im Bereich Headhunter - es reicht manchmal schon, nur ein entsprechendes Profil anzuklicken ;-) )

Als zweites steht bei uns die Frage des Schwedischen: Auch wir haben hier begonnen, uns über die VHS zu informieren. Wie sind die Erfahrungen mit diesen Kursen, und, macht es Sinn, unseren 8jährigen Sohn, hier gleich mitzunehmen? Immerhin sollte er den Einstieg in das neue Leben dann auch leichter haben. Unserem Jüngsten (3,5) ist das übrigens egal, wie wir gerade bei unserem USA-Urlaub gesehen haben - sprachliche Barrieren löst sogar er schon mit Zeichensprache :-)

In weiterer Hinsicht wird dann der optimale Übergang nach Schweden vorbereitet und organisiert (DOs und DONTs sieht man hier übrigens immer am besten bei den Auswandererreportagen)
Also:
- Region(!) - im Moment stehen zur Debatte: Dalarna, Gästrikland, Stockholm, Västmanland
Uppland, Södermanland, Närke ---- Gotland können wir für die IT-Branche wohl gleich mal wieder vergessen :-)
- Umzugsorganisation
- Hauskauf
- Arbeitsvertrag und
- SV-rechtliche Belange...

Im grossen und ganzen planen wir, zum neuen Schuljahr 09/10 dann unser Kind bereits in die schwedische Schule zu geben.

Ich würde gerne auch mehr von Euren Vorbereitungen hören, auch, wenn ihr bereits fertig umgezogen seid!

DANKE aus Berlin!

skvs
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Re: Erfahrungs- und Planungsberichte!

Beitragvon skvs » 9. September 2008 10:26

hallo,

oh, kann leider keine Hilfe bei der Planung geben. Bin innerhalb von 3 Wochen umgezogen, damals, nachdem ich einen Job in Schweden hatte.

Meine Freunde waren Ärzte, sie hatten fuer 4 Monate lang einen Sprachkurs an der Folksuniversitet bekommen, der qualitativ jeden anderen Sprachkurs hier in Schweden und auch in Berlin (komme auch aus Berlin) schlägt. Er ist, vor allem in Stockholm, einfach superspitze und man lernt richtig schnell und viel Schwedisch. Dieser Kurs ist aber auch ziemlich teuer. Meine Freunde haben den vom Staat bezahlt bekommen, weil sie eben Ärzte waren. Ich selber musste ihn bezahlen. (500 Euro pro Kurs, 5 mal die Woche 2 1/2 Stunden pro Tag)

Ich kenne auch 2 Familien aus Berlin, die mit ihren Kindern nach Schweden sind, und die Kinder hatten es schwer mit der Mentalität. Nun war es so, dass bei beiden Familien ein Elternteil schwedisch war, und sie somit die Sprache konnten.

Die Schulen in Schweden sind sehr hilfreich bei ausländischen Kindern, sie lernen schnell die Sprache. Da es hier in Schweden erst ab dem 9. Schuljahr Noten gibt, ist der Druck auch nicht vorhanden, es wird viel auf das einzelne Kind eingegangen. Ausserdem hat jedes Kind auf einer staatlichen Schule (nicht Friskola-die halbprivat sind) das Recht auf muttersprachlichen Unterricht. Ich glaube, dass es Kindern in Schweden wirklich gut geht.

Andere Freunde von mir haben ihr Arbeitslosengeld (darf man innerhalb der EU für 3 Monate) mitgenommen und dann hier fuer diese Zeit einen Sprachkurs an der Folksuniversitet gemacht. Danach haben sie hier einen Job gefunden.

Es gibt, glaube ich, keine richtigen Tips. Ich wollte hier nur ein paar Beispiele geben wie man es machen kann.

Gruss, Saeky

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Re: Erfahrungs- und Planungsberichte!

Beitragvon sinlalu » 9. September 2008 11:06

schweden09 hat geschrieben:Als zweites steht bei uns die Frage des Schwedischen: Auch wir haben hier begonnen, uns über die VHS zu informieren. Wie sind die Erfahrungen mit diesen Kursen, und, macht es Sinn, unseren 8jährigen Sohn, hier gleich mitzunehmen? Immerhin sollte er den Einstieg in das neue Leben dann auch leichter haben. Unserem Jüngsten (3,5) ist das übrigens egal, wie wir gerade bei unserem USA-Urlaub gesehen haben - sprachliche Barrieren löst sogar er schon mit Zeichensprache :-)




Erstmal herzlich willkommen hier. Hier im Forum werden sicher viele gerne Eure Fragen beantworten

Wir haben ja was gemeinsam. Auch wir planen zum nächsten Schuljahr 2009/10 nach Schweden auszuwandern. Die Region steht fest. Da waren wir an verschiedene Zwänge gebunden und haben uns im letzten Urlaub entschieden. Natürlich erst nachdem wir überall waren und alles angeschaut haben. Wir haben das Glück finanziell unabhängig zu sein, so dass ich mir erst einen Job suchen werde, wenn wir vor Ort sind.
Wenn Ihr das nicht seid, dann würde ich die Jobnsuche auf jeden Fall vor die Haussuche setzen! Denn was nutzt Euch ein Haus in Vimmerby, wenn Ihr in Karlskrona arbeitet. Nur als Beispiel.

Ich kann auf jeden Fall empfehlen, Euren Sohn mit zum Schwedisch-Kurs zu nehmen. Meine Kleine war 9 als wir anfingen bei der VHS schwedisch zu lernen. Es hat ihr Spass gemacht, und sie macht das ebenso gut wie ich. Wir üben auch miteinander. Im Kurs ist sie das einzige Kind und das wird wohl auch so bleiben. Sie wird aber von allen akzeptiert. Die meisten finden es klasse, dass sie dabei ist.

Wir planen schon einige Zeit unsere Auswanderung. Und ich hab die Erfahrung gemacht, dass wir häufig dort suf Probleme gestoßen sind, wo wir gar keine vermutet haben. Aber mit der entsprechenden Zeit und meist etwas Hilfe findet sich für alles eine Lösung!

Ich wünsche Euch viel Erfolg bei Euren Plänen.

Liebe Grüße Silke
Eine Umarmung ist ein großartiges Geschenk - passend für jede Größe...

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Re: Erfahrungs- und Planungsberichte!

Beitragvon Imrhien » 12. September 2008 19:00

Hej,
zu allen Euren Fragen gab und gibt es hier viele Beiträge. Also erst mal gaaaaanz viel lesen :)
Im Ernst, das lässt sich alles gar nicht so im Einzelnen sagen. Das Thema ist recht komplex. Aber Ihr habt noch Zeit und das wird werden :)
Zu Eurem Plan das Kind direkt in die Schule zu geben: Möglich ist es. Ich würde empfehlen, dass Ihr vorher schon zusammen lernt. Das wird nicht viel helfen, aber trotzdem ein Sicherheitsgefühl geben. Solltet Ihr ins Västmanland wollen (war das auf der Liste?), in Västerås gibt es eine Vorbereitungsklasse, in der die Kinder erst mal nur die Sprache lernen (auch im Zusammenhang mit den anderen Fächern) so dass sie, wenn sie in die normale Schule eingeschult werden, sofort einsteigen und den Lehrer verstehen, und die anderen Kinder. Ausserdem gibt es fast überall studiehandledning. Das ist eine begleitende Hilfe, jemand der mal übersetzt und den Stoff nochmal auf Deutsch erklärt. Das hilft ungemein. Würde ich drauf bestehen.
Das müssen soweit ich weiss, auch die nichtkommunalen Schulen zahlen. Allerdings sträuben sich manche Schulen, da es halt recht teuer ist. Da würde ich vor der Einschulung, bzw. Anmeldung unbedingt drauf achten. Was ist die Schule bereit zu investieren? Sind sie bereit Muttersprachenunterricht zu zahlen? Und interessant ist auch ob sie einen Lehrer für Schwedisch2 haben. Ich glaube das hiess so... muss nochmal schauen. Das sind Lehrer die nur dazu da sind, Schwedisch zu geben und zwar für Ausländer und für Schweden, die halt etwas Schwierigkeiten haben. Eine Art Förderlehrer eben. Das ist aber nicht, wie in Deutschland oft, mit einem Makel verbunden. Kinder die hier so eine Hilfe bekommen, sind nicht schlechter gestellt als andere. Man sollte sich also nicht davor scheuen. Im Gegenteil. Schlechte Sprachkenntnisse machen die Integration viel schwerer.
Und die womöglich verpasste Zeit in der Schule, wird durch die soziale Komponente mehr als wett gemacht.

Ich wünsche alles Gute und viel Erfolg. Geht einfach Schritt für Schritt... das regelt sich alles :)

Grüße
Wiebke


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