Erfahrungen schwedisches Gesundheitssystem II

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Erfahrungen schwedisches Gesundheitssystem II

Beitragvon Tulipa » 20. Oktober 2009 20:15

Hej,
mache mal einen neuen thread auf, weil der erste schon gar so lang und eine Weile her war.

Habe auch keine direkten neuen Erfahrungen, aber verfolge die sehr rege Zeitungsdiskussion:
In Halland wird nun die mobile Betreuung von Krebspatienten in ihrem Zuhause abgeschafft. Selbige war über Jahre nicht nur bei den Betroffenen überaus angesehen und geschätzt.

Die Begründung war nur am Rande Kosteneinsparung.
Vielmehr - und das habe ich mehrfach gelesen, weil ich meinem eigentlich recht guten Schwedisch nicht traute - ist es politischer Wille, dass alle Schwerkranken und Sterbenden gleich behandelt werden. Die Krebskranken sollen nicht länger eine Extrawurst bekommen, sondern wie alle anderen in das zuständige Krankenhaus/Vårdcentral zur Behandlung kommen. Nur so sei die soziale Gerechtigkeit und die Gleichbehandlung aller Kranken gewährleistet.

Bin nur ich :shock: :shock: , oder was denkt ihr darüber?

LG
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Re: Erfahrungen schwedisches Gesundheitssystem II

Beitragvon Sumac » 21. Oktober 2009 05:44

Hej Tulipa,

da sprichst du ein sehr heikles thema an.....
ich kenn mich mit dem schwedischen gesundheitssystem noch nicht so gut aus, aber ich glaube auch, das solche privilegien nicht einer diagnose zugeordnet werden sollten, sondern der einzelfall in augenschein genommen werden muss.
es wäre ja irgendwie seltsam, ein krebskranker (krebserkrankung ist nicht gleichbedeutend gehunfähig) hat das privileg, aber der ans bett gefesselte (wegen welcher krankheit auch immer) hat es nicht....

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Re: Erfahrungen schwedisches Gesundheitssystem II

Beitragvon Tulipa » 21. Oktober 2009 10:30

Sumac hat geschrieben:es wäre ja irgendwie seltsam, ein krebskranker (krebserkrankung ist nicht gleichbedeutend gehunfähig) hat das privileg, aber der ans bett gefesselte (wegen welcher krankheit auch immer) hat es nicht....


hmmm, da hast du natürlich recht ...
Aus all den Berichten und Leserbriefen geht nicht hervor, "wie krank" ein Krebskranker denn sein muss, um die Betreuung in Anspruch zu nehmen. Immer ist nur (ja sicher zu Recht) sehr emotional von würdevoller letzter Lebenszeit, friedlichem Sterben daheim usw. die Rede.
Ich will auch andere Krankheiten überhaupt nicht verharmlosen, aber es gibt wohl kaum welche, wo man in der Endphase so absehbar todgeweiht ist, wie Krebs, oder?

LG
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Re: Erfahrungen schwedisches Gesundheitssystem II

Beitragvon Sumac » 21. Oktober 2009 13:26

spontan fällt mir da Aids ein...
jetzt könnte ja jemand sagen, selber schuld, aber ich verweise gleich auf die fälle, wo durch eine blutkonserve jemand mit dem virus HIV infiziert wurde.
es klingt ja teilweise schlüssig das dem sterbenden wenigstens die letzten stunden/tage/monate auf der erde erleichtert werden sollen, aber warum nicht auch den kranken, die sich nicht mehr bewegen können?
es gibt ein für und wider in dieser angelegenheit, deswegen glaube ich auch, das es sehr wohl was mit kosten zu tun hat...oder die gefahr, das jemand sein recht auf dem rechtsweg erzwingt und es dann vielleicht noch teurer kommen könnte...
wie sagt man so schön...wehret den anfängen...
vielleicht kannst du uns (?) hier auf dem laufenden halten, was dieses thema in Halland betrifft.. wäre nett von dir.

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Re: Erfahrungen schwedisches Gesundheitssystem II

Beitragvon Tulipa » 21. Oktober 2009 20:38

Sumac hat geschrieben:
vielleicht kannst du uns (?) hier auf dem laufenden halten, was dieses thema in Halland betrifft.. wäre nett von dir.


http://hallandsposten.se/nyheter/halmstad/1.612599

LG
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