Endometriose- Erfahrungsberichte?

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vibackup
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Re: Endometriose- Erfahrungsberichte?

Beitragvon vibackup » 21. November 2015 08:06

vinbergssnäcka hat geschrieben:in Deutschland kann es einem passieren, das man totdiagnostiziert wird....in Schweden wird man kaum unnötige Untersuchungen oder Operationen unterlaufen müssen...


Nett gesagt... oder: in Schweden hat man mehr Mut zur Lücke.
Gut für die mit häufigen und gewöhnlichen Krankheiten... nicht so gut für die anderen.

vinbergssnäcka hat geschrieben:Alle die Privatärzte und Privatkliniken in Deutschland, die gerne ihre Geräte anwenden und dafür Geld kassieren wollen...sowas habe ich in Schweden noch nicht erlebt....


Gibt es, aber nicht für Normalsterbliche. Solche Ärzte arbeiten für große Unternehmen, die ihre besten Mitarbeiter nicht dem staatlichen Gesundheitssystem anvertrauen wollen. Obwohl, in einigen landstingen (Stockholm, Östergötland) hat man begonnen, halbprivate Kliniken und Praxen zuzulassen, aber da immer halb unter der Fuchtel des landstingets.
Der Vorteil mit diesen Einheiten: sie werden nicht umorganisiert, wenn sie zu gut funktionieren, was bei landstingseigenen Einheiten der Normalfall ist.
Missversteht mich recht: ich war in D nie in einer privaten Kasse, auch aus ideologischen Gründen, aber auch, weil ich mich nicht von Chefärzten behandeln lassen wollte. Aber die unglaubliche Inkompetenz und Verantwortungslosigkeit derjenigen, die hier in (vor allem politisch, aber auch auf landstingsledningsnivå) Schweden das Gesundheitssystem steuern, lässt hier private Einrichtungen als eine leuchtende Alternative dastehen.
Das können die am Patienten arbeitenden nicht immer ausgleichen, egal wie engagiert und gut sie sind.
Schön dennoch zu hören, wenn du bspw. gute Erfahrungen machst.

vinbergssnäcka hat geschrieben:ach ja, was auch völlig neu ist für jemanden der aus dem deutschen System kommt.....Wartezeiten, wenn man denn einen Termin hat, sind gleich null (ausser in Ausnahmefällen, aber sehr selten, das ich mal ne viertel Stunde warten musste...)

Das ist korrekt, und stimmt nicht nur auf deinem individuellen Niveau, sondern ist wohl generell die Regel. Stattdessen haben die meisten eben lange Wartezeiten, ehe sie überhaupt einen Arzt sehen.
9 Monate bis zu einer Behandlung durch einen Spezialisten ist das, was hier als offizielles Maß angesetzt worden ist, und das wird in der Regel nicht eingehalten. Und damit sind wir in Europa eben am zweitschlechtesten. Aber wie du sagst: das berührt nicht die Privilegierten, die Zugang zum System haben.
Die Frage ist, wie lange die Schweden sich das noch gefallen lassen... und bei allen Sympathien, die ich in D für die Sozialdemokraten hatte: die Politik der schwedischen S ist in dieser Frage kontraproduktiv.
Unser vordringlichstes Problem hier sind nicht habgierige Besitzer von Privatkliniken oder -schulen, sondern inkompetente (leider oft S-) Politiker.
Vermutlich ein Grund, warum diese Partei nicht in der Lage ist, dem Problem ins Auge zu sehen.

//M


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