Endlich hat's geklappt, jetzt kommt die große Panik.

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
Link zum Portal: http://www.schwedentor.de/auswandern-leben
Fhre Schweden: Mit Stena Line nach Skandinavien: Sassnitz-Trelleborg

Ollewa
Teilnehmer
Teilnehmer
Beiträge: 16
Registriert: 2. Oktober 2007 12:07

Endlich hat's geklappt, jetzt kommt die große Panik.

Beitragvon Ollewa » 5. Januar 2019 15:19

Frohes Neues Jahr
So nach langer Zeit Mal wieder hier.
Nach fast 12 Jahren Auswanderwunsch, hat's nun plötzlich geklappt. Auf einmal kommt ne Stelle daher und zwar für mich und meine Frau, eine Schule für die drei Kinder 6,11,13 haben wir auch schon, alles läuft super.
Aber jetzt überkommen mich Zweifel, sollen wir das wirklich tun, ist das gut für die Kinder, was ist mit Freunden und Verwandten, hier ist plötzlich auch alles schön usw. Kurzum große Angst.
Das möchte ich nur Mal los werden, denn ich denke,das einige hier wissen wovon ich rede.
Wie habt ihr ausgewanderten das erlebt, oder die Abbrecher oder Rückwanderer?
Olli

Benutzeravatar
Infosammler
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 939
Registriert: 2. Oktober 2007 11:57
Schwedisch-Kenntnisse: gut

Re: Endlich hat's geklappt, jetzt kommt die große Panik.

Beitragvon Infosammler » 5. Januar 2019 16:00

Hej Olli,
wenn ihr schon lange darauf hin gearbeitet habt dann macht es. Auch wenn es in die Hose gehen sollte. Irgendwann macht ihr euch Vorwürfe was wäre wenn wir es doch gemacht hätten. Also rein ins Abenteuer leben.
Var inte för optimistisk, ljuset i slutet av tunnel kan vara ett tåg. Franz Kaffka

rappa
Neuling
Neuling
Beiträge: 9
Registriert: 13. Juni 2018 12:28
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Re: Endlich hat's geklappt, jetzt kommt die große Panik.

Beitragvon rappa » 5. Januar 2019 19:09

Hallo,

diese sehr persönlichen Fragen, muss jede(r) für sich selbst beantworten. Die Verantwortung kann man nicht an andere deligieren, die muss selbst getragen werden.

12 jahre sind eigentlich genug Zeit für die Antwortfindung.

Viel Glück
rappa

Ollewa
Teilnehmer
Teilnehmer
Beiträge: 16
Registriert: 2. Oktober 2007 12:07

Re: Endlich hat's geklappt, jetzt kommt die große Panik.

Beitragvon Ollewa » 5. Januar 2019 19:55

Es geht auch nicht darum Verantwortung zu deligieren, manchmal hilft ein Austausch mit Menschen die gleiche oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Olli

Gesendet von meinem TA-1020 mit Tapatalk

EuraGerhard
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 943
Registriert: 28. Juli 2010 11:51
Schwedisch-Kenntnisse: gut
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Endlich hat's geklappt, jetzt kommt die große Panik.

Beitragvon EuraGerhard » 6. Januar 2019 11:50

Hallo Olli,

ich kann dazu aus eigener Erfahrung nur eines sagen: Macht es! :smt023

Wenn ihr es wirklich bereuen solltet, was ich für unwahrscheinlich halte, dann gibt es immer irgend einen Weg zurück. Aber wenn ihr es jetzt nicht macht, dann wird es für den Rest eures Lebens an euch nagen, dass ihr diese Gelegenheit, eure Träume zu erfüllen, habt verstreichen lassen.

Und was die Kinder betrifft: Gerade die werden davon profitieren. Freunde finden sie auch in Schweden, wenn ihr sie nicht gerade in der Wohnung einsperrt. Sprachkenntnisse und Auslandserfahrung schaden nie, egal in welchem Alter. Und je jünger, desto schneller lernen sie sowieso die Sprache.

Als ich 12 war, meine Brüder 10 und 5, hatte mein Vater die Gelegenheit, im Rahmen eines Austauschprogramms für ein Jahr in Großbritannien zu arbeiten. Und obwohl uns manche unserer Verwandten und Bekannten für verrückt erklärt haben, haben wir es gemacht und sind mit der ganzen Familie umgezogen. Zwar waren die ersten paar Wochen der Umstellung etwas hart, weil wir Kinder praktisch keinerlei Sprachkenntnisse hatten. Dies galt insbesondere für meinen jüngsten Bruder, der in GB bereits schulpflichtig war, aber im Gegensatz zu seinen Geschwistern nicht die Möglichkeit hatte, auf die Deutsche Schule zu gehen. Aber nach wenigen Wochen konnten wir uns auf Englisch verständigen, nach ungefähr 3-4 Monaten fließend, und nach etwa 6 Monaten machte in mir etwas "Klick" und ich fing an, auf englisch zu denken und zu träumen, und musste übersetzen, wenn ich Deutsch sprechen wollte.

Das Einzige, was wir daran wirklich bereut haben, war dass es nach einem Jahr schon wieder zu Ende war und wir nach Deutschland zurückgehen mussten.

MfG
Gerhard


  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Auswandern“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste