Elterngeld für eingewandertes Kind

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Elterngeld für eingewandertes Kind

Beitragvon karlskrona » 14. Mai 2012 13:21

Hej,

hab eine etwas kompliziertere Frage. Wir werden höchstwahrscheinlich im September mit unserem dann 2 fast Jahre alten Sohn nach Schweden auswandern. Ich werde arbeiten und mein Mann erstmal nicht, weil er noch schwedisch lernen muss und sich dann schön langsam nach etwas umsehen wird. Außerdem wird er sich um unseren Sohn kümmern.

Haben wir in unserem Fall Anspruch auf Elterngeld? Und wie sieht es mit Anspruch auf einen Dagisplatz aus? Kindergeld sollten wir ja auf jeden Fall bekommen, oder?

LG, karlskrona

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Re: Elterngeld für eingewandertes Kind

Beitragvon Mark » 15. Mai 2012 10:24

Ich würde mal bei der Försäkringskassan (in deiner Wahlstadt) einen Termin ausmachen und beraten lassen. Ich vermute man muss ein paar Formulare ausfüllen, sich im System anmelden, usw.

Hoffe das hilft weiter,
Mark

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Re: Elterngeld für eingewandertes Kind

Beitragvon Imrhien » 1. Juni 2012 09:26

Entscheident ist ob Dein Mann bis vor der Geburt des Kindes regelmässig und länger ´gearbeitet hat. Das muss man nachweisen. Geht ja mit Lohnscheinen und so. Wenn das der Fall ist, hat man auch in Schweden Anspruch auf 80% des Gehaltes, dabei wird dann das letzte Gehalt genommen zur Berechnung. Da ja jetzt keins da ist.
Hat man das alles nicht, bekommt man etwa 180 kr am Tag. Ungefähr.
Fragt bei der FK genau nach und bringt vorsichtshalber alle alten Papieren mit.

Grüsse
Imrhien

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Re: Elterngeld für eingewandertes Kind

Beitragvon chriswo » 8. November 2012 14:28

Hallo,

ich habe eine ähnliche Frage: wenn man Elterngeld (=Karenzgeld bei uns in Österreich) schon bezogen hat (1 Jahr-Modell) und man keinen Anspruch in seinem Heimatland hat/hätte, kann man dann trotzdem in Schweden Elterngeld beziehen?

Da das Modell in Schweden ja auf Tagen beruht und nicht auf einer bestimmten Periode könnte man ja Anspruch darauf haben, oder?
Hat das schon jemand beantragt und genehmigt bekommen?
Danke fuer eure Antworten,
Christian

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Re: Elterngeld für eingewandertes Kind

Beitragvon filainu » 8. November 2012 15:15

da wir das gerade durch haben weiss ich dazu was zu sagen.

Zunächst bekamen wir jeder einen Brief das wir soundso viele Tage Elterngeldanspruch pro Kind haben. Als wir das dann aber in Anspruch nehmen wollten in den Ferien, wurde ein Nachweis vom Heimatland verlangt, ob und wie lange und wieviel Elterngeld bezogen wurde. Wenn man nix bekommen hat bedarf es trotzdem eines Nachweises, eben das man nix bekommen hat.

Die Zeit die man in D hatte, wird angerechnet. Ich hatte fuer ein Jahr Elterngeld, also wurden 365 Tage von meinem Anspruch abgezogen. Es blieben 0 uebrig, im gegenteil, sogar von meinem Mann wurden noch 30 Tage abgezogen. Was ich aber noch nicht weiss, ob mein Mann noch anspruch hat, da er in D kein Elterngeld bezogen hat. Da steht eine Antwort nach wie vor aus, seit Monaten mittlerweile.

Kindergeld bekommt man, ist aber weniger als in D, ich bekomme hier fuer zwei Kinder 2250 Kronen.
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Re: Elterngeld für eingewandertes Kind

Beitragvon chriswo » 9. November 2012 10:43

Hallo Filainu,

danke fuer deine konkrete Aussage - das hilft mir schon sehr weiter.
Klingt auch irgendwie logisch und fair, dass es so ist, wie du es beschreibst.

Hat man aber nicht eigentlich 480 Tage Anspruch (240 x 2 Elternteile, grob gesagt)?
Wenn dein Mann in D nichts bezogen hat, kann er dir dann deine Tage nicht einfach uebertragen?
Er kann dir ja bis auf 60 Tage, alle Tage uebertragen (also 240-60 = 180) oder?)
Dann hättest du 240 (die du sowieso hast) + 180 von deinem Mann = 420.
420 minus deine 365 schon in D bezogen Tage = wären 55 Tage, die du nutzen könntest (vorausgesetzt ihr wollt das so... :wink: ).
Fuer dich wuerde der Mindestsatz von 180 SEK/Tag gelten, oder (wenn du nicht in S gearbeitet hast...)
Oder liege ich hier völlig falsch?
Bei uns ist es auch so, ich arbeite in S und meine Frau war in A und hat dort den Elterngeldanspruch (gehabt).

Danke
Gruesse,
Christian

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Re: Elterngeld für eingewandertes Kind

Beitragvon HeikeBlekinge » 9. November 2012 13:00

chriswo hat geschrieben:Hallo Filainu,

danke fuer deine konkrete Aussage - das hilft mir schon sehr weiter.
Klingt auch irgendwie logisch und fair, dass es so ist, wie du es beschreibst.

Hat man aber nicht eigentlich 480 Tage Anspruch (240 x 2 Elternteile, grob gesagt)?
Wenn dein Mann in D nichts bezogen hat, kann er dir dann deine Tage nicht einfach uebertragen?
Er kann dir ja bis auf 60 Tage, alle Tage uebertragen (also 240-60 = 180) oder?)
Dann hättest du 240 (die du sowieso hast) + 180 von deinem Mann = 420.
420 minus deine 365 schon in D bezogen Tage = wären 55 Tage, die du nutzen könntest (vorausgesetzt ihr wollt das so... :wink: ).
Fuer dich wuerde der Mindestsatz von 180 SEK/Tag gelten, oder (wenn du nicht in S gearbeitet hast...)
Oder liege ich hier völlig falsch?
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Danke
Gruesse,
Christian


Dem ist absolut so, und auf Sonderantrag lassen sich sogar die letzten 60 Tage uebertragen (ging bei uns jedenfalls vor ein paar Jahren problemlos!)

lg
Heike
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Re: Elterngeld für eingewandertes Kind

Beitragvon filainu » 9. November 2012 14:20

chriswo hat geschrieben:Hallo Filainu,

danke fuer deine konkrete Aussage - das hilft mir schon sehr weiter.
Klingt auch irgendwie logisch und fair, dass es so ist, wie du es beschreibst.

Hat man aber nicht eigentlich 480 Tage Anspruch (240 x 2 Elternteile, grob gesagt)?
Wenn dein Mann in D nichts bezogen hat, kann er dir dann deine Tage nicht einfach uebertragen?
Er kann dir ja bis auf 60 Tage, alle Tage uebertragen (also 240-60 = 180) oder?)
Dann hättest du 240 (die du sowieso hast) + 180 von deinem Mann = 420.
420 minus deine 365 schon in D bezogen Tage = wären 55 Tage, die du nutzen könntest (vorausgesetzt ihr wollt das so... :wink: ).
Fuer dich wuerde der Mindestsatz von 180 SEK/Tag gelten, oder (wenn du nicht in S gearbeitet hast...)
Oder liege ich hier völlig falsch?
Bei uns ist es auch so, ich arbeite in S und meine Frau war in A und hat dort den Elterngeldanspruch (gehabt).

Danke
Gruesse,
Christian


ja natuerlich kann er das, deswegen wurden ja bei ihm auch noch welche abgezogen weil ich quasi zuviel in D bekommen habe :-)

aber er braucht sie mir nicht abgeben, er kann sie ja auch nehmen :-)

Und so gesehen hat man ja hier eine längere Zeit als in D
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Re: Elterngeld für eingewandertes Kind

Beitragvon chriswo » 9. November 2012 14:54

ich habe das eher aus meiner "Brille" geschrieben... :wink:

Warum wurden deinem Mann dann eigentlich nicht 125 Tage abgezogen (365 hattest du, 240 ziehen sie dir ab, verbleiben 125, die sie deinem Mann abziehen muessten, oder nicht?)

Bei uns wäre es so dass ich eben arbeiten gehen wuerde und ich gerne meine Tage weitergeben wuerde..
Da meine Frau hier nicht gearbeitet hat, wuerde sie nur den Minmalbetrag (=180SEK) bekommen, oder?
Oder wuerde sie meinen Betrag bekommen (von den Tagen, die ich an sie uebertrage), die ev. höher sind, weil ich hier schon 1,5 Jahre arbeite?
Kann man die 60 Tage auch noch uebertragen (so wie von Heike erwähnt)?
Geht das noch?

:danke:
fuer Eure Erfahrungen+Tipps,
Christian

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Re: Elterngeld für eingewandertes Kind

Beitragvon HeikeBlekinge » 9. November 2012 18:54

Such mal auf der Seite der försäkringskassa dazu. Wenn es noch aktuell ist, dann gibt es die entsprechenden Blanketter dort.

Nein! Deine Frau wird ganz klar nur den Regelsatz von 180 sek bekommen!
Du musst das so sehen: In Schweden steht jeder fuer sich selbst was Steuern oder soziale Beiträge angeht. Etwas ungewöhnlich fuer Deutsche, die ja nun eher gewohnt sind das Ehegatten gemeinsam veranlagt werden oder es unterschiedliche Steuerklassen gibt. Hat alles seine Vor- und Nachteile, ich persönlich finde die schwedische Art und Weise wesentlich besser.

lg
Heike
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