Eine gewaltige Entscheidung

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Kveldridhur
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Re: Eine gewaltige Entscheidung

Beitragvon Kveldridhur » 9. Juli 2014 14:10

Habt Euch lieb^^ :twisted:

Ich habe entfernte Verwandte in Västra Götaland. Da bin ich auch jährlich zu Besuch. Das wäre auf jeden Fall ein guter Ort für den Einstieg. Ansonsten zieht es mich derzeit auch weiter nach oben. Ob und in wie weit ich mich aber der Einsamkeit hingeben will, welche in Nord-Schweden ja durchaus zu finden wäre, weiß ich noch nicht. Vielleicht bestimmt am Ende eine erfolgreiche Bewerbung den Standort meiner Auswanderung :)

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Re: Eine gewaltige Entscheidung

Beitragvon EuraGerhard » 9. Juli 2014 14:15

HeikeBlekinge hat geschrieben:Mir hängt allerdings der letzte Satz von dir - den hört man auch oft von anderen - ziemlich zum Hals raus. Wieso sollen diejenigen die "weg wollen aus irgend einem Land" nicht ebenfalls umziehen können/duerfen?

Natürlich will ich es niemandem verbieten, auszuwandern. Ganz im Gegenteil. Aber ich wünsche halt jedem Auswanderer, dass er seine Entscheidung hinterher nicht bereut! Ich kenne nämlich einige Auswanderer, die ihre Entscheidung irgendwann bereut haben. Und dann entweder - unglücklich - wieder zurückgekehrt sind oder aber - noch unglücklicher - sich verzehrend vor Heimweh im Ausland "hängen geblieben" sind.

Natürlich kann auch ein glücklicher Auswanderer irgendwann das Bedürfnis empfinden, nochmals weiterzuziehen. Oder auch, vielleicht nach Jahren im Ausland, doch wieder in die alte Heimat zurückzuziehen. Das meine ich nicht. Ich meine diejenigen, die im Nachhinein die Entscheidung zur Auswanderung wirklich als Fehler betrachten.

HeikeBlekinge hat geschrieben:Wieso wird solchen Menschen das Vermögen abgesprochen ihren Horizont zu erweitern, nur weil sie weg wollen?

Bitte genau lesen, was ich schreibe. Ich schrieb von Menschen, die NUR deshalb auswandern, um aus Deutschland wegzukommen. Bei denen also die Motivation "Horizonterweiterung" eben gerade nicht vorhanden ist, die lediglich "abhauen" wollen. Bei denen habe ich die Befürchtung, dass sie zugleich die Situation in Deutschland zu schwarz sehen und die Situation im Zielland zu sehr durch die "rosarote Brille" betrachten. Und dass sie, wenn sie tatsächlich auswandern, gewissermaßen im "psychologischen Umzugsgepäck" genau die Schwierigkeiten mitnehmen, vor denen sie eigentlich fliehen wollten.

Diese Leute möchte ich mit meiner Aussage zum Nachdenken anregen, man kann auch durchaus sagen: provozieren.

HeikeBlekinge hat geschrieben:Ich kenne etliche Leute die aus D weg sind und in Schweden schlichtweg gluecklicher geworden sind. Und erfolgreich sind!

Glaube ich gerne! Aber ich bin auch sicher, dass die Wahrscheinlichkeit, mit der Auswanderung glücklich zu werden, umso größer ist, wenn zu der rein negativen Motivation des "nur weg von hier" auch positive Motivationen wie "neue Leute kennenlernen", "andere Kultur erfahren" oder meinetwegen auch einfach "Abenteuerlust" hinzukommen.

MfG
Gerhard

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Re: Eine gewaltige Entscheidung

Beitragvon HeikeBlekinge » 9. Juli 2014 15:31

Ich glaube du legst dir das so zurecht wie du es sehen willst.
Dreh einem nicht die Worte im Mund herum - Ich habe es dir nicht unterstellt das du jemanden etwas verbieten willst!

Ich kenne auch Auswanderer die am liebsten wieder zurueck wollen oder gescheitert sind. Diese jedoch partout in die Ecke zu stellen mit denen die "abhauen" woll(t)en, das geht nicht! Diese Bereuenden/Gescheiterten können unter den zig.verschiedensten Aspekten eingewandert sein, unter guten oder schlechten Bedingungen, alles ist da möglich.

Ich kenne niemanden der NUR aus D abhauen wollte, aber bei vielen war der erste Gedanke tatsächlich aus dem Land weg zu ziehen - abzuhauen, wie du es gerne formulieren kannst - weil sie sich ganz einfach dort nicht wohl fuehlten oder sich nicht entfalten konnten. Diese Leute haben durchaus einen erweiterbaren Horizont.

Du musst nicht immer (d)eine Art umzuziehen als das beste und einzig machbare hinstellen.
Zudem weiss niemand was aus denen wird, die in anderen Ländern neue Chancen sehen. Aber von vorneherein denen die "abhauen" ein Scheitern zu unterstellen/zu prognostizieren ist in meinen Augen ein Fehler und wirkt recht arrogant!

Es wuerde sich im uebrigen niemand von deinen Worten aufhalten lassen.

Der Threadstarter klingt im Gegensatz zu einigen andern postings (so wie letztens der, der fuer sein Auskommen sogar pflegebeduerftige Rentner "adoptieren" wollte) sehr vernuenftig.
Rosarote Brille klingt in meinen Ohren aber so etwas von abgedroschen. Diese hat man mir persönlich vor ca 8 Jahren auch immer aufsetzen wollen, und weisste was? Meist waren es solche Leute, die einem uebelnahmen das man halt "raus aus D wollte" und besonders die, die selber nie den Schritt wagen wollten und alles als zu kompliziert und sehr negativ betrachteten.

Jetzt sprech doch bitte nochmal denen einen erweiterbaren Horizont ab, die
einfach nur raus wollen aus D - Du kannst doch gar nicht beurteilen ob eine Situation ausreichend schwarz genug ist fuer jemanden der raus will oder ob er etwas nur zu schwarz sieht - das ist doch jedem seine eigene Sichtweise/Geschichte.
Oder ob sie psychologisches Gepäck dabeihaben und nur dieses der Grund fuer einen Umzug ist. Oder das wegen diesem von vorneherein ein Scheitern abzusehen ist. Wer weiss, vielleicht kommt dieses psychologische Gepäck anderswo sogar besser klar?!

Was ich meine:
Es ist fuer mich logisch und absolut vereinbar das jemand der "weg will", "raus" (abhauen) genau das sucht: Neue (nette) Menschen, eine andere (vielleicht bessere) Kultur und neue Sichtweisen weil er evtl. eine andere Lebenseinstellung bevorzugt, sucht

"Wer in D schon nicht klar kommt, der soll es erst nicht woanders versuchen" - kennst du den Satz?
Ein absolut schwachsinniger Satz der gerne hervorgekramt wird in ähnlichen Diskussionen; wenn es darum geht welche Gruende als wuerdig genug angesehen werden duerfen. Ist dieser Satz nicht absolut unlogisch?

Ich persönlich käme jedenfalls niemals auf die Idee jemanden das Auswandern aus einem x-beliebigen Staat ausreden zu wollen (oder ihm zum ueberlegen wollen zu animieren) weil er da weg will. Jeder Einzelne wird seine Gruende haben. Im uebrigen kennt man Leute im Internet auch nicht persönlich, kann sich gar kein Bild machen.
Und jeder wird seine eigenen Erfahrungen machen.
Und niemand kann in die Zukunft sehen.

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Re: Eine gewaltige Entscheidung

Beitragvon HeikeBlekinge » 9. Juli 2014 15:37

Kveldridhur hat geschrieben:Habt Euch lieb^^ :twisted:

Ich habe entfernte Verwandte in Västra Götaland. Da bin ich auch jährlich zu Besuch. Das wäre auf jeden Fall ein guter Ort für den Einstieg. Ansonsten zieht es mich derzeit auch weiter nach oben. Ob und in wie weit ich mich aber der Einsamkeit hingeben will, welche in Nord-Schweden ja durchaus zu finden wäre, weiß ich noch nicht. Vielleicht bestimmt am Ende eine erfolgreiche Bewerbung den Standort meiner Auswanderung :)



Wir haben uns hier alle lieb!
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Guck doch mal im Raum Växjö. Da iat auch recht viel IT. Kenne zwei Deutsche die bei dortigen Firmen schnell untergekommen sind, bzw. selbst was geruendet haben und aus der Arbeit gar nicht rauskommen. Aber frag mir nicht nach Details was die da machen - sowas ist fuer mich ein Fremdwort und das ist meines Eindrucks nach das, was mich beim Gestalten meiner Website immer gern ärgert :| (oder heisst das anders?)

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Re: Eine gewaltige Entscheidung

Beitragvon skerry » 9. Juli 2014 15:54

:danke: gut gesagt HeikeBlekinge
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Re: Eine gewaltige Entscheidung

Beitragvon EuraGerhard » 9. Juli 2014 16:44

Hallo Heike,

ich weiß bald wirklich nicht mehr, wie ich es formulieren soll. Ich habe den Eindruck, dass wir mit unseren Auffassungen gar nicht so weit auseinanderliegen. Aber irgendwie komme ich bei Dir nicht an, Du verstehst es völlig anders, als ich es meine. Einen Versuch will ich noch wagen:

HeikeBlekinge hat geschrieben:Ich kenne auch Auswanderer die am liebsten wieder zurueck wollen oder gescheitert sind. Diese jedoch partout in die Ecke zu stellen mit denen die "abhauen" woll(t)en, das geht nicht!

Ich habe niemanden in irgendwelche Ecken gestellt, und ich werde dies auch in Zukunft nicht tun.

HeikeBlekinge hat geschrieben:Diese Bereuenden/Gescheiterten können unter den zig.verschiedensten Aspekten eingewandert sein, unter guten oder schlechten Bedingungen, alles ist da möglich.

Ich kenne mehrere (Ex)Auswanderer - und zwar persönlich, nicht über das Internet - die NUR WEG wollten. Die meisten davon sind gescheitert. Ich kenne auch mehrere Auswanderer, ebenfalls persönlich, die zumindest AUCH positive Motivationen hatten. Von denen ist bislang keiner gescheitert.

HeikeBlekinge hat geschrieben:Ich kenne niemanden der NUR aus D abhauen wollte ...

Ich schon.

HeikeBlekinge hat geschrieben:Du musst nicht immer (d)eine Art umzuziehen als das beste und einzig machbare hinstellen.

Das habe ich niemals getan und das werde ich auch in Zukunft nicht tun. "Meine Art umzuziehen" gibt es übrigens sowieso nicht, bei jedem meiner bisher 6 internationalen und wer weiß wievielen nationalen Umzügen waren das jeweils unterschiedliche Motivationen und Rahmenbedingungen.

HeikeBlekinge hat geschrieben:Zudem weiss niemand was aus denen wird, die in anderen Ländern neue Chancen sehen. Aber von vorneherein denen die "abhauen" ein Scheitern zu unterstellen/zu prognostizieren ist in meinen Augen ein Fehler und wirkt recht arrogant!

Ich habe nichts prognostiziert und auch nichts unterstellt.

HeikeBlekinge hat geschrieben:Es wuerde sich im uebrigen niemand von deinen Worten aufhalten lassen.

Das soll auch bitte niemand! Meine Meinung ist eine unter vielen, mehr nicht. Wenn sie jemandem zum Nachdenken anregt, ist das schön. Wenn nicht, macht es auch nichts.

HeikeBlekinge hat geschrieben:Der Threadstarter klingt im Gegensatz zu einigen andern postings (so wie letztens der, der fuer sein Auskommen sogar pflegebeduerftige Rentner "adoptieren" wollte) sehr vernuenftig.

Das sehe ich genauso.

HeikeBlekinge hat geschrieben:Rosarote Brille klingt in meinen Ohren aber so etwas von abgedroschen. Diese hat man mir persönlich vor ca 8 Jahren auch immer aufsetzen wollen, und weisste was? Meist waren es solche Leute, die einem uebelnahmen das man halt "raus aus D wollte" und besonders die, die selber nie den Schritt wagen wollten und alles als zu kompliziert und sehr negativ betrachteten.

Genau das habe ich ja auch erlebt! Und meine Eltern auch, als sie mit drei Kindern ins Ausland gegangen sind. Wie ich früher schon einmal gesagt habe, wird man von manchen Freunden und Verwandten schlicht für verrückt erklärt, wenn man auswandern oder auch nur vorübergehend ins Ausland gehen will. Das gehört dazu. Was die Motivation dahinter ist, ob Leute es einem wirklich übelnehmen, oder ob es vielleicht Angst ist, oder gar Neid, das weiß ich nicht.

HeikeBlekinge hat geschrieben:Jetzt sprech doch bitte nochmal denen einen erweiterbaren Horizont ab, die einfach nur raus wollen aus D

Ich habe niemals jemandem einen erweiterbaren Horizont abgesprochen, und ich werde dies auch in Zukunft nicht tun.

HeikeBlekinge hat geschrieben:Was ich meine:
Es ist fuer mich logisch und absolut vereinbar das jemand der "weg will", "raus" (abhauen) genau das sucht: Neue (nette) Menschen, eine andere (vielleicht bessere) Kultur und neue Sichtweisen weil er evtl. eine andere Lebenseinstellung bevorzugt, sucht

Das sehe ich exakt genauso. Aber ich kenne eben Leute - wie gesagt: persönlich, nicht über das Internet - die wirklich NUR weg wollten. Und in den meisten Fällen gescheitert sind. Und ich bleibe dabei: Die Wahrscheinlichkeit(!!!), dass solche Leute scheitern, ist größer als bei Leuten, die zumindest zusätzlich auch eine positive Motivation haben.

HeikeBlekinge hat geschrieben:"Wer in D schon nicht klar kommt, der soll es erst nicht woanders versuchen" - kennst du den Satz?

Den Satz kannte ich bislang nicht. Aber ich betrachte ihn wie Du als unsinnig. (Mit "meinem Satz" hat er übrigens inhaltlich nichts zu tun.)

Ich meine eher: Wer in D nicht klarkommt, sollte erst einmal genau überlegen, woran es liegt, dass er in D nicht klarkommt. Je nachdem, was bei diesen Überlegungen herauskommt, kann dann eine Auswanderung durchaus eine mögliche Lösung sein.

HeikeBlekinge hat geschrieben:Ich persönlich käme jedenfalls niemals auf die Idee jemanden das Auswandern aus einem x-beliebigen Staat ausreden zu wollen (oder ihm zum ueberlegen wollen zu animieren) weil er da weg will.

Ausreden will ich es ihm auch nicht. Aber zum Überlegen will ich ihn sehr wohl animieren. Und ich gehe davon aus, dass jemand, der hier im Forum ausdrücklich nach "Eindrücken und 'Weisheiten'" (Zitat Kveldridhur) sucht, dies auch zu schätzen weiß.

MfG
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Re: Eine gewaltige Entscheidung

Beitragvon vibackup » 9. Juli 2014 17:39

Kveldridhur hat geschrieben:Habt Euch lieb^^ :twisted:

Ich habe entfernte Verwandte in Västra Götaland. Da bin ich auch jährlich zu Besuch. Das wäre auf jeden Fall ein guter Ort für den Einstieg. Ansonsten zieht es mich derzeit auch weiter nach oben. Ob und in wie weit ich mich aber der Einsamkeit hingeben will, welche in Nord-Schweden ja durchaus zu finden wäre, weiß ich noch nicht. Vielleicht bestimmt am Ende eine erfolgreiche Bewerbung den Standort meiner Auswanderung :)

ITler werden natürlich vor allem dort gesucht, wo es auch IT-Firmen gibt; von daher ist Västra Götaland schon eine gute Wahl.
Aber wer weiß, vielleicht führt dein Weg dich ganz woanders hin... das weiß man im Vornherein nie so genau.
Lycka till.

@ Heike: Ich glaube, du missverstehst Gerhard total.
Du legst ihm ganz viel in den Mund, das er nicht gesagt und auch, so wie ich seinen Beitrag lese, nicht gemeint hat.

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Re: Eine gewaltige Entscheidung

Beitragvon HeikeBlekinge » 9. Juli 2014 22:15

Jo, dann sollten wir alle ueben uns präziser auszudruecken und vor allen Dingen nicht zu viel in Schubladen zu denken.

Eine einigermassen kuehle Nacht wuensche ich - hier bei uns sind
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zu nächtigen.....

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Re: Eine gewaltige Entscheidung

Beitragvon andy_smaland » 10. Juli 2014 09:06

...ich glaube, hier wurde gerade ein bisschen aneinander vorbeigeredet.

Ich muss sagen, dass ich Gerhard dahingehend schon auch recht geben muss, dass es sehr viele unzufriedene Menschen in Deutschland gibt, die glauben, in dem Auswanderungsland das wahre "Paradies" zu finden, was definitiv NICHT der Fall ist.

Wir, die diesen Schritt bereits vollzogen haben und schon mehrere Jahre in Schweden leben wissen doch nur allzu gut, dass man doch schon recht hart (gerade am Anfang) daran arbeiten muss, sich in die neue Lebenssituation zu integrieren bzw. von den Einheimischen integriert zu werden. Ich finde, man muss eventuell noch härter arbeiten, als man es in D getan hat, um diese Anlaufschwierigkeiten zu überwinden.

Wer also glaubt, alles geht hier von selbst und alles ist sowieso viiiiiiiiiiiel besser als in D, der wird glaube ich schnell eines Besseren belehrt und das Risiko des Scheitern ist hierbei meines Erachtens relativ hoch.

Ohne Sprachkenntnisse und ohne eine qualifizierte Arbei in ein völlig fremdes Land auszuwandern, nur weil man in D unzufrieden ist, und zu erwarten, dass dann alles reibungslos funktioniert, kann m.E. nicht klappen. Trägt man eine kronische Unzufriedenheit mit sich herum, bleibt diese meist auch in dem neuen Land deutlich spürbar und trägt nicht unbedingt zum Gelingen des Vorhabens bei.

Ich finde es ist wichtig, dies wir das den Menschen mitzuteilen und ihnen Ratschläge geben, bevor das Projekt "Auswandern" total den Bach runtergeht und nur noch die Rückwanderung als Alternative bleibt.

Ich jedenfalls lege jedem der auswandern möchte dringend ans Herz, sich über solche Dinge wie Sprachkenntnisse, Job, Land, Leute & Kultur, soziale Absicherung usw. vorab so gut wie möglich zu informieren. Dann sollte das mit dem Auswandern auch klappen (zumindest hat man dann ziemlich gute Voraussetzungen dafür).

Viel Glück allen Auswanderwilligen
Viele Grüsse aus Småland

Andy
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Re: Eine gewaltige Entscheidung

Beitragvon vibackup » 10. Juli 2014 17:42

HeikeBlekinge hat geschrieben:Eine einigermassen kuehle Nacht wuensche ich - hier bei uns sind
tropische Nächte angesagt. Ich ueberlege in der Hängematte
zu nächtigen...

Ja, hier auch, aber gerade beginnt es zu regnen... vielleicht kühlt das ein wenig.
Allerdings ist es schon schön, morgens um 6 im Garten frühstücken zu können... auch wenn man dann auf Arbeit muss, hat man dennoch ein bisschen Urlaubsfeeling...

//M


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