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Beitragvon meckpommbi » 10. November 2014 01:08


vibackup
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Re: ein interessanter Artikel

Beitragvon vibackup » 11. November 2014 00:23


Naja, nicht viel Neues doch...

//M

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Beitragvon EuraGerhard » 11. November 2014 15:18

Aber immerhin, es scheint sich endlich etwas zu tun:

Gesetzlicher Tilgungszwang kommt

In den Niederlanden wurde, da ist der WiWo-Artikel nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand, bereits 2011 eine Begrenzung der tilgungsfreien Hypotheken auf 50% des Marktwertes der Immobilie eingeführt. Also etwas ganz Ähnliches, wie es jetzt für Schweden diskutiert wird.

MfG
Gerhard

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Re: ein interessanter Artikel

Beitragvon meckpommbi » 12. November 2014 18:37

na b sie sich wirklich trauen das durchzuziehen wir werden sehen alle rechenbeispiele sind ja makulatur wenn die zinsen irgendwann wieder normal werden
was ich nicht verstehe ist das man aus dem platzen der alten blase nicht gelernt hat und was ich persoenlich etwas ungerecht finde ist das ich als nichtkreditnemer steuerlich bestraft werde ist aber trotzdem besser fuer mein nerfenkostuem so muss ich keine alptraueme fuerchten das die blase platzt oder die zinsen steigen
die pengars sind mir meine nerven wert 8)
gruss birgit

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Re: ein interessanter Artikel

Beitragvon tjejen » 24. November 2014 10:39

Ich bin auch gespannt, ob der Tilgungszwang kommt oder nicht. Auch soll er ja nur für Neuanschaffungen gelten. Das wird sich bestimmt auch auf den Mietmarkt auswirken.

Wenn die Verkaufspreise sinken will ja erstmal keiner verkaufen (für die alten Bostadsrätter besteht ja dann kein Tilgungszwang), das heisst das Angebot sinkt und der Druck auf den Mietmarkt steigt....

Dennoch ist Tilgungszwang wohl langfristig die bessere Alternative.
Gnäll suger, handling duger.

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Re: ein interessanter Artikel

Beitragvon vibackup » 25. November 2014 19:33

tjejen hat geschrieben:Wenn die Verkaufspreise sinken will ja erstmal keiner verkaufen (für die alten Bostadsrätter besteht ja dann kein Tilgungszwang), das heisst das Angebot sinkt und der Druck auf den Mietmarkt steigt...

Die Frage ist, welcher Effekt größer ist:
  • Das Sinken des Angebots weil man nicht verkaufen will (wie von dir beschrieben) oder
  • Das Sinken der Nachfrage, weil erstmal keiner kaufen will/kann
Je nachdem kann ev sogar ein Überangebot entstehen... vor allem wenn die Banken parallel tougher werden.

//M

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Beitragvon jörgT » 27. November 2014 16:11

Das mag für die (Groß-)Städte und ihren Wohnungsmarkt zutreffen, aber hier auf dem Land stellt sich die Frage anders: Viele junge Leute haben unter diesen Bedingungen zwar das Geld für lån und amortering, scheitern aber an den 15% des Kaufpreises, den die Banken als Anzahlung fordern! Also bleiben sie in ihrer Mietwohnung mit 6000 SEK Monatsmiete wohnen ...
Wiederum ein Beispiel einer Politik, die auf die wenigen Ballungszentren zugeschnitten ist!
Jörg :?

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Re: ein interessanter Artikel

Beitragvon vibackup » 27. November 2014 18:15

jörgT hat geschrieben:Viele junge Leute haben unter diesen Bedingungen zwar das Geld für lån und amortering, scheitern aber an den 15% des Kaufpreises, den die Banken als Anzahlung fordern

Mit anderen Worten: du vermutest, dass eher ein Überangebot entsteht?

//M

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Re: ein interessanter Artikel

Beitragvon jörgT » 28. November 2014 08:29

Genau - wenn nicht die Banken ein specielles Programm auflegen oder das Recht zu Sonderkonditionen eingeräumt bekommen. Aber dazu muss man das Problem natürlich erst einmal sehen - und in dieser Beziehung ist die gegenwärtige Regierung ebenso blind wie ihre Vorgänger ...
Jörg

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Re: ein interessanter Artikel

Beitragvon EuraGerhard » 28. November 2014 09:34

@ jörgT:

Ich habe da meine Zweifel: Ich kann mich nicht erinnern, jemals so ein krasses Stadt-Landgefälle auf einem Wohnungsmarkt gesehen zu haben wie in Schweden. Für den Preis, für den man in der Stadt gerade mal eine bessere Besenkammer kriegt, bekommt man 40 Kilometer weiter draußen ein komplettes Haus mit großem Grundstück und Garage.

Während auf dem Land also schon heute ein Überangebot an Wohnungen herrscht und nicht wenige Häuser schlicht und einfach verfallen, müssen sich in den Ballungszentren gerade Menschen mit geringeren Einkommen jahrelang in die Bostadskö einreihen und sich in der Zwischenzeit nicht selten von dubiosen Zimmervermietern das letzte Geld aus der Tasche ziehen lassen. (Ich kenne da einige Beispiele aus meinem persönlichen Umfeld hier in Uppsala.)

Und dass es die jungen Leute auf dem Land finanziell schwer haben, liegt nicht am Wohnraum, sondern am Mangel an Arbeitsplätzen auf dem Land. Natürlich führt dieser Arbeitsplatzmangel zur Landflucht und damit zu einer weiteren Verschärfung des Wohnraummangels in den Städten.

Zurück zur Tilgungspflicht: Ich glaube, dass die kurzfristigen Auswirkungen einer Tilgungspflicht eher gering sind. Mag sein, dass einzelne Leute geringfügig länger in Mietwohnungen bleiben, bevor sie den Sprung auf den Eigentumsmarkt wagen. Ich glaube aber, dass die übergroße Mehrzahl weiterhin Wohneigentum kaufen wird und lediglich etwas kleiner einsteigt. Also z.B. erst mal ein Bostadsrätt oder ein Reihenhaus kauft, statt gleich in die Villa im Grünen mit Doppelgarage zu ziehen. Aber dass es in den Ballungszentren zu einem Umkippen hin zu einem Überangebot kommt, kann ich mir wirklich nicht im Geringsten vorstellen. Dafür ist der Wohnraummangel bei weitem zu groß.

Langfristig hingegen dürfte die Tilgungspflicht zu einer deutlichen Reduzierung der Schuldenlast privater Haushalte führen, und das ist sicherlich zu begrüßen.

MfG
Gerhard


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