Ein Ferienhaus auf Drottningholm

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alltomsverige
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Ein Ferienhaus auf Drottningholm

Beitragvon alltomsverige » 2. September 2014 11:28

Die Überschrift dieses Beitrags klingt wohl ein wenig wie die Kombination aus dem Titel eines Inga Lindström Films und Astrid Lindgrens Buch "Ferien auf Saltkråkan". Und ehrlich gesagt, ganz unrecht hat man mit dieser Assoziation nicht.

Stockholm eignet sich wie kaum eine andere europäische Hauptstadt dazu, einen Ferienhausurlaub in der "Mitte von Nirgendwo" mit einem Großstadturlaub zu kombinieren. Die Stadt ist umgeben von Wäldern, Seen, Flüssen und Inseln. Viele Stockholmer haben in nur wenigen Kilometern Entfernung zu ihrem städtischen Wohnort ihre Stuga, in der sie ihre Ferien oder Wochenenden verbringen. Wie überall in Schweden nutzen auch hier die Besitzer diese Fereinhäuser nicht ausschließlich selbst, sondern vermieten diese auch an Urlauber, vor allem während der Sommermonate.

Als der Gedanke nach einem Familienurlaub in einer Stuga aber in der Nähe von Stockholm das erste Mal aufgetaucht ist und wir uns via Internet auf die Suche nach Angeboten gemacht haben, waren wir überrascht wie vielfältig die Auswahl rund um die schwedische Hauptstadt ist. Von einfachen Hütten mit 25 m² Größe und einer Trockentoilette in einem Nebenhaus bis zur luxuriös ausgestatteten 140 m² großen Villa für bis zu 12 Personen mit Bootsanleger auf einer eigenen Insel war alles zu finden.

Aus dem Sommer- wurde schlußendlich ein Osterurlaub und unsere Wahl fiel auf ein Haus auf der Insel Drottningholm. Diese Insel muss eigentlich nicht gesondert vorgestellt werden, dass sich hier das Wohnschloss der schwedischen Königsfamilie befindet, ist so gut wie allen an Schweden Interessierten bekannt. Nach dem Schloss und seinen Parkanlagen sowie einem Golfplatz ändert sich die Optik der Insel drastisch. Aus dem urbanen Raum wechselt man praktisch von einem Meter auf den anderen in die ländliche Idylle Schwedens.

Knappe sechs Kilometer vom Königsschloss entfernt befindet sich das Haus in einer Umgebung die aus Wald, Wiesen, Felsen und Wasser besteht. Nicht im entferntesten würde man eine Großstadt in der unmittelbaren Umgebung des Hauses vermuten.

Trotz des frühen Termins war es an den meisten Tagen angenehm warm und wir konnten durch den Wald und am Ufer des Mälaren spazieren, beziehungsweise wenn uns danach war mit dem Auto bis zur nächsten U-Bahnhaltestelle am Brommaplan fahren, den Wagen dort am Parkplatz abstellen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Stadt unterwegs sein, um einen Abstecher ins Kulturhuset, nach Södermalm, in den Globen oder zum Schwimmen ins Eriksdalsbadet zu machen.

Ausflüge in den Süden der Stadt, zum Beispiel um in Kungens Kurva den weltgrößten IKEA zu besuchen oder nach Södertälje zu Tom Tits Experiment (dort gibt es nicht nur für Kinder viel Wissenswertes) zu fahren, erhielten eine besondere Note, wenn man mit dem Auto zuerst von Drottningholm über Ekerö gefahren ist und dort sich dann mit der Autofähre nach Slagsta bringen ließ. Anstatt auf der Stadtdurchfahrt mit tausenden anderen Autofahrern unterwegs zu sein, konnte man die herrliche Landschaft auf den beiden Inseln und eine kurze Fährüberfahrt genießen.

Ausgesprochen beliebt, bei der ganzen Familie, war der Holzofen, der am Abend frenetisch befeuert wurde!

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