Dokumentation von Bärenattacken geplant

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glada

Re: Dokumentation von Bärenattacken geplant

Beitragvon glada » 24. April 2008 12:44

@Sabine: Ich glaube, der Angriff des Fischers auf den Bären war nur gestellt...

Oliver :zwinker:

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stavre
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Re: Dokumentation von Bärenattacken geplant

Beitragvon stavre » 24. April 2008 13:08

Hallo Elke,

das ist ein Scherz oder? :shock:

Kein Wunder, dass in Schweden abends so gut wie niemand unterwegs ist...

Schöne Grüße

Die Helden[/quote]


nein ,kein scherz.


http://www.op.se/parser.php?level1=157& ... &id=903857

artikel aus der heutigen ausgabe,des östersunds posten.die zeitung im jämtland

elke

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Sápmi
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Re: Dokumentation von Bärenattacken geplant

Beitragvon Sápmi » 24. April 2008 16:15

Skogstroll hat geschrieben:Seltsamerweise werden aber immer nur Jäger angegriffen, nie Beerensammler (merke: Beeren, nicht Bären), nie Wanderer, nie jemand, der seinen Müll im Wald entsorgt. Ist doch nett, dass sich die Bären vor dem Angriff nach Beruf bzw. Hobby erkundigen.


Das ist mir auch schon aufgefallen. Liegt vermutlich daran, dass Bären 'ne ganze Ecke intelligenter sind als Menschen, bzw. ein gutes Gespür dafür besitzen, welches Wesen gefährlich werden könnte und welches harmlos ist.
Und dann wird immer der Jäger als Opfer hingestellt. War er nicht selbst zum Töten unterwegs? Tja, Berufsrisiko halt. :P
Umgekehrt reicht es den Menschen schon, wenn ein Bär sich zu nah an irgendwelche Häuser ranwagt, um zu beschließen: der ist gefährlich, den greifen wir an (= wird abgeknallt). Ist ja nicht nur in Bayern so, sondern kommt auch hin und wieder z. B. in Nordfinnland vor.
"Keiner, der nur einen Sommer Lapplands Sonne trank, kann anderswo glücklich sein."
(aus A.O. Schwede: Lars Levi Laestadius - Der Lappenprophet)

Sabine

Re: Dokumentation von Bärenattacken geplant

Beitragvon Sabine » 24. April 2008 16:36

Sápmi hat geschrieben:Umgekehrt reicht es den Menschen schon, wenn ein Bär sich zu nah an irgendwelche Häuser ranwagt, um zu beschließen: der ist gefährlich, den greifen wir an (= wird abgeknallt). Ist ja nicht nur in Bayern so, sondern kommt auch hin und wieder z. B. in Nordfinnland vor.


Ich bin weiß Gott kein Fan vom sinnlosen Abknallen,nur um es vorweg zu sagen!
Aber es war in dem Falle doch leider eher so,das der besagte Braunbär mehrmals die direkte Nähe zu Menschen suchte.
Es existiert u.a. ein Video von zwei Biologen,die vor einer kleinen Hütte saßen und"Bruno" direkt auf sie zutrabte.
Klar,kann das wohl mal passieren,aber derartige Vorfälle häuften sich.Das es unter solchen Umständen nur einen Frage der Zeit ist,bis etwas passiert ,ist doch ebenfalls klar.
Wenn Raubtiere ihre natürliche Scheu verlieren,wird es eben gefährlich.
Grüße
Sabine

Sabine

Re: Dokumentation von Bärenattacken geplant

Beitragvon Sabine » 24. April 2008 16:43

glada hat geschrieben:@Sabine: Ich glaube, der Angriff des Fischers auf den Bären war nur gestellt...

Oliver :zwinker:


:lol:
Es gibt noch einen anderen Spot mit einem Bären und einem Angler,der passt aber eindeutig besser in den Angel-Thread.Ich suche den mal...

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Re: Dokumentation von Bärenattacken geplant

Beitragvon Sápmi » 24. April 2008 17:23

Sabine hat geschrieben:Das es unter solchen Umständen nur einen Frage der Zeit ist,bis etwas passiert ,ist doch ebenfalls klar.
Wenn Raubtiere ihre natürliche Scheu verlieren,wird es eben gefährlich.


Genau hier bin ich komplett anderer Meinung, bzw. das ist genau die Einstellung, die mich daran so ankotzt. Da wird spekuliert, wie ein Wesen "fremder" Gattung wohl eventuell vielleicht womöglich irgendwann mal reagieren könnte, und darauf basierend wird das Todesurteil gefällt. Dabei gibt es unter den Menschen selbst VIEL gefährlichere Wesen. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin (im Allgmeinen) nicht für die Todesstrafe, aber nehmen wir mal Gefängnisstrafe: wird ein Mensch etwa gleich verknackt, bloß weil er mal dubios aus der Wäsche geguckt hat? Nein, im Gegenteil: Wieviel Schwerverbrecher (z. B. Kinderschänder o. ä.) werden nach 2-3 Jahren wieder auf freien Fuß gesetzt! Und sehr viele davon fangen gleich wieder an, wie wir alle wissen. Und dann soll so ein Bruno beiseite geschafft werden, weil er ja für die Menschen gefährlich werden könnte, nur weil er hier und da ein paar Schafe gerissen hat? :roll: :evil:
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Sabine

Re: Dokumentation von Bärenattacken geplant

Beitragvon Sabine » 24. April 2008 17:57

Sápmi hat geschrieben:Und dann soll so ein Bruno beiseite geschafft werden, weil er ja für die Menschen gefährlich werden könnte, nur weil er hier und da ein paar Schafe gerissen hat? :roll: :evil:


Sorry ,wollte dich ja nicht ank...!
Natürlich ist es nicht akzeptabel,einen Bären zu töten,nur weil er seiner Natur folgt und sich Nahrung beschafft!!!Das es in diesem Falle Schafe waren,ist eben Pech!Was mich sehr gestört hat,war die Berichterstattung(gerade in der "Zeitung" mit den großen Buchstaben),die ein völlig überzogenes Bild
des Raubtieres"Bär" propagierte!
Fakt ist und bleibt aber:
Wenn so ein für den Menschen potentiell gefährliches Tier sich nicht mehr "naturgemäß" verhält,muß dafür Sorge getragen werden(wobei die "Todesstrafe sicher nicht in jedem Fall gerechtfertigt ist!),das kein Mensch zu schaden kommt!
Das lag in dem Fall wohl eher an einer Profilneurose eines bestimmten bayerischen Politikers!

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Re: Dokumentation von Bärenattacken geplant

Beitragvon amarok » 24. April 2008 18:24

Sabine hat geschrieben:Wenn Raubtiere ihre natürliche Scheu verlieren,wird es eben gefährlich.
Grüße
Sabine


So ist es, auch wenn der Mensch daran meist die größere "Schuld" trägt. Umgekehrt ist es auch so, dass Tiermütter ihre Jungen u.U. bis zum Tod des vermeintlichen Angreifers verteidigen (Vor wenigen Jahren wurde in Finnland ein Jogger von einer Bärin getötet. Stand in der Nordis.). Die Gefahr in Schweden als Urlauber (Wanderer, Pilzesammler...) mit einer Bärenattacke konfrontiert zu werden ist theoretisch möglich, aber praktisch sehr gering (meine Meinung). Ich glaube Skogtroll hat da ja schon was zu gesagt. Ein Jäger geht mit einem bestimmten Ziel in den Wald. Entsprechend muss er sich verhalten, er pirscht ... , er lässt seinen Hund suchen. Hund findet Bär, verbellt und stellt ihn u.U.. Jäger kommt zum Hund und gleichzeitig zum Bär und so weiter... . Für einen normalen nicht jagenden Schwedenurlauber besteht (noch?) kein Grund für "Bärenangst" Bild.
Im Februar habe ich mich mit einem Schweden, der z.T. in Härjedalen wohnt, darüber unterhalten. Er meinte, dass es mittlerweile in Schweden teilweise zu viele Bären gibt. Nun, ich kann das als Außenstehender schlecht beurteilen. Vielleicht ist was dran. Selber hatte ich das Glück mal in Härjedalen einen Braunbären zu sehen (allerdings vom Auto aus).
Übrigens, warum schaut Ihr so weit bis nach Schweden. In Deutschlands Wäldern gibt es eine sehr wehrhafte Tierart. Das Schwarzwild. Auch wenn viele Wildschweingeschichten auf dem Jägerlatein basieren, so gab es aber wirklich schon einige tödliche Unfälle. In 100 % der Fälle waren es natürlich wieder nur Jäger (sapmi würde sagen: "Berufsrisiko"). Aber diese Unfälle verlaufen nach dem gleichen Schema wie bei Bärenattacken auf Jäger.
Einige von Euch werden den deutschen Tierfilmer Andreas Kieling (der Bärenmann) kennen. Bei seinen Dreharbeiten hat er engsten Kontakt zu Grizzlybären in Kanada und Alaska. Befragt nach seinem gefährlichsten Kontakt mit Wildtieren schilderte er, wie er zu Hause in der Eifel von einem Keiler lebensgefährlich verletzt wurde.
Nun hoffe ich, dass jetzt niemand von Euch ab Morgen nicht mehr in den Wald geht, den deutschen Wald meine ich. Ach der fällt mir gerade noch ein, die Bachen haben gerade ihre Frischlinge und wenn man diesen zu nahe kommt können die Bachen richtig, richtig böse werden. Also beim Wandern immer hübsch nach passenden Kletterbäumen Ausschau halten. :wink:

amarok
Der Wald lebt, er kann atmen und sprechen und erzählt die Sage von der Urmutter allen Lebens. (jakutisch)

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Re: Dokumentation von Bärenattacken geplant

Beitragvon jörgT » 24. April 2008 18:39

Da ich in unmittelbarer Nähe des Dorfes wohne, wo der letzte "Bärenzwischenfall" stattfand und weil das im Forum ein sooo grosses Interesse gefunden hat, noch ein paar "Insiderinformationen":
Drei junge Männer waren im Wald bei Skattungbyn bei Auslichten des Waldes. Einer hat schlicht übersehen, dass er mit seiner röjsåg auf einer Bärenhöhle (ein Hügel in der Landschaft - kann ja mal passieren) rummachte. Die Bärin, die so unsanft geweckt wurde, wehrte sich gegen die Störung - wäre sie schon richtig wach gewesen, hätte der Waldarbeiter wohl nicht überlebt ...
Bei uns in Nord-Dalarna oder bei Elke in Jämtland sind solche "Kontakte" durchaus an der Tagesordnung - selbst habe ich meinen ersten (und bisher einzigen) Bären im Juni 2003 gesehen.
Der Mensch hat sich in diesem Fall falsch verhalten ...
Bärenkontakte in Småland gehören aber (bisher?) in die Märchenbücher!
Übrigends - bei uns fragte eine Mutter im letzten Jahr ganz ernsthaft beim landstinget an, ob man ihr garantieren könnte, dass ihre Tochter auf ihrem Grundstück mitten im Dorf beim Spielen nicht von einem Wolf gefressen würde. Ich hätte ihr geantwortet: Im Prinzip besteht keine Gefahr, aber ich würde der Tochter nicht gerade ein rotes Mützchen aufsetzen ...
Es gibt viel Panik, die von den Jägern noch geschürt wird!
Wer Bären und Wölfe sehen möchte, dem sei der Bärenpark in Orsa-Grönklitt empfohlen - z.B. zum Forentreffen ...
Jörg :roll:

nobse

Re: Dokumentation von Bärenattacken geplant

Beitragvon nobse » 24. April 2008 19:03

Du hast natürlich weitaus mehr Kontakt mit Schwarzwild als ich ,aber so einige hatte ich auch schon.In Langendamm bei Braunsdorf liegt der Märchensee .Er ist Bestandteil eines Naturschutzgebietes. Nun bewegen wir uns ja verhalten, auch wenn man Pirsch auf eine Vogelart macht. Doch was stand plötzlich etwa 15 m vor mir? Eine Bache .Vollkommen bewegungslos. Ich habe mich natürlich auch nicht bewegt und so sahen wir beide uns nun an.Wollte ja keiner dem anderen etwas tun.Doch was war das? Ein Frischling! Und noch einer und da noch einer! Uii! Erstaunt war ich über deren optische Auflösung. Die Frischlinge fingen nun an sich zu bewegen und es wurden mehr und mehr! Nun sah ich auch noch eine zweite Bache! Eine ganze Schule!Jetzt wurde mir echt mehr als mulmig ,ich traute mich aber nicht zu rühren um den Rückzug anzutreten und blieb stehn. Ich denke ,das war auch gut so , denn nun trollten sie sich alle langsam und gemächlich.
Nun kann man ja schreiben , Bachen mit Frischlinge , vollkommen ungefährlich. Dem ist natürlich nicht so. Aber wenn ich mich anders benommen hätte und das Wild geschreckt hätte , denke ich , wäre ich nicht so davon gekommen, denn einmal saß ich auch schon auf einem Baum und man glaubt gar nicht wie schnell man mit Kanalstiefel, auf einem Baum sein kann,der unten keine Äste hat...
Aber das ist wieder eine andere Geschichte.


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