Die Schweden kaufen Kiel leer

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glada

Re: Die Schweden kaufen Kiel leer

Beitragvon glada » 5. Mai 2008 13:46

Ich habe vor einigen Wochen eine ZDF Reportage über eine Ausnüchterungsklinik in Deutschland gesehen. Man kann sie sich auf youtube ansehen.
Nun kann man lange darüber schreiben, was die Menschen früher getrunken haben und wie gefeiert wurde. In diesem Bericht wurde sehr deutlich, dass viele Jugendliche nicht feiern gehen und dabei was trinken, sondern dass das Besaufen das eigentliche und ausschliessliche Ziel ist. Und dank "Flatrate"- Saufangeboten kann sich jeder eine Blutvergiftung zum Taschengeldtarif leisten.
Das ist wohl eine europaweite Entwicklung. Die Frage, mit der sich die Eltern- und Großelterngeneration beschäftigen sollte, ist, warum unsere Kinder nichts sinnvolleres in ihrer Freizeit tun. Wie erleben junge Leute ihren Alltag, der offenbar so trostlos sein muss, dass sie sich derart besinnungslos saufen müssen.

Oliver

nobse

Re: Die Schweden kaufen Kiel leer

Beitragvon nobse » 5. Mai 2008 13:51

Dieses Thema hatten wir doch schon zur genüge .

nysn

Re: Die Schweden kaufen Kiel leer

Beitragvon nysn » 5. Mai 2008 14:30

Die Frage, mit der sich die Eltern- und Großelterngeneration beschäftigen sollte, ist, warum unsere Kinder nichts sinnvolleres in ihrer Freizeit tun. Wie erleben junge Leute ihren Alltag, der offenbar so trostlos sein muss, dass sie sich derart besinnungslos saufen müssen.


Hier meine gänzlich "undiplomatische" und direkt gefühlte Antwort:

In Schweden liegt es zum Teil an dem nicht vorhandenen oder zu wenig vorhandenen Angebot sinnvoller Aktivitäten, besonders an Wo-Enden, in den Ferien für die Altersgruppe 15-20. Rumhängen auf einem Schulhof oder stundenlanges Herumfahren mit dem Moped zähle ich nicht zu "Aktivitäten" .

Die Eltern sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt (Beruf/Arbeit, mangelndes generelles Interesse oder befinden sich bei den sog. "Festen" in ebenso "angetrunkenem" Zustand - was übrigens der Grund dafür ist, warum die Kinder oft nicht von ihren Eltern an "Valborg/Mittsommer" abgeholt werden können, wenn diese bei der Polizei aufgesammelt werden). Bestenfalls werden sie von der Polizei nach Hause gebracht.

Ein Weg der Prävention wäre m. E. Investitionen in Bildung, Bildung, Bildung sowie eine gewisse Rückkehr zu gesellschaftlichen Werten (gute Umgangsformen, Geborgenheit in der Familie, Selbstlosigkeit, Nächstenliebe, Disziplin usw.). Gutes Benehmen und eine gute Ausbildung/Erziehung sind m. E. auch das Statussymbol der Zunkunft. In einer Zeit, wo sich jeder alles leisten kann (Handy, Billigreisen, Genussmittel im Überfluss) bleibt eigentlich nur der Rückzug zu den "soften Werten". Es muss gesellschaftlich wieder "anstößig" sein, sich rüpelhaft aufzuführen und gröhlend durch die Straßen zu ziehen - es sollte eher die Regel sein, sich für einen "Vollrausch" zu schämen als damit "anzugeben". Auch sollte man die Eltern mehr zur Verantwortung ziehen, Kinder fallen in erster Linie in den Verantwortungsbereich der Familie und nicht des Staates.

S-nina

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Re: Die Schweden kaufen Kiel leer

Beitragvon janaquinn » 5. Mai 2008 15:10

Hej,
ich habe mir fast den gesamten Thread durchgelesen, einigem kann ich zustimmen, anderem wiederrum nicht. Und ich gebe zu, in meiner Lehrzeit war ich auch nicht jedem Abend komplett nüchtern und habe den einen oder anderen Blödsinn gemacht. Wir haben so einige Streiche auf Lager gehabt, die nicht immer die feine englische Art waren, aber sie haben niemanden ausser uns geschadet.

Ich finde es allerdings nicht prickelnd, ähnlich Nobse, ein ganzes Volk über einen Kamm zu scheren, zumal auch die Deutschen nicht gerade ohne sind. Wer schon mal zu den Weinfesten oder zur Zeit des Federweissen an Mosel und Rhein war, kann verstehen, wovon ich schreibe.
Kegelklubs, egal ob männlich oder weiblich, sturzbetrunken, splitternackt auf den Hotelfluren und alles jagend, was nicht bei "3" auf den Bäumen ist. Von den unzähligen vollk...Hotelzimmern, die ich putzen durfte, will ich auch nicht sprechen.

In München beim Oktoberfest geht es, mittlerweile, ähnlich zu wie in Schweden zu Midsommar/Valborg oder Krebsessen. Die "wahren" Münchner und Bayern gehen an den WE´s nämlich schon garnicht mehr auf die Wies´n, weil da noch die Bierleichen vom vorherigen Abend rumliegen. Und die Staatsangehörigkeit ist bunt gemischt: Deutsche, Holländer, Australier, Amerikaner und ja auch Schweden. Beim Bockanstich auf dem Nockerberg sind es allerdings, fast ausschliesslich, Bayern und Münchner, die stockbetrunken durch die U-Bahnen und S-Bahnen ziehen und pöbeln.
Im September werde ich über´s WE bei meiner Schwiegermama sein, die Wies´n werde ich meiden, denn das ist keine bayrische Bierkultur mehr...da gehe ich lieber in ein nettes Wirtshaus oder in den Biergarten...da habe ich die wahre bayrische Biergartenkultur....Essen selbst mitbringen und ne´ Cola dazu und dem "Volk" zuschauen.

LG JANA
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Re: Die Schweden kaufen Kiel leer

Beitragvon frasimi74 » 5. Mai 2008 15:34

Hej,

ohne dieses Thema noch weiter auszuweiten möchte ich nur mal zwei Stichworte in die Runde einbringen: Vorglühen und Flaterate-Partys

Die großen Renner im Süden Deutschlands. Beim „Vorglühen“ fahren die ganzen Jugendlichen vor Discos vor, machen den Kofferraum auf und „saufen“ zuerst einmal den ganzen, von zu Hause“ mitgebrachten Alkohol, um Kosten zu sparen. Wenn dann alle richtig „vorgeglüht“ haben, geht’s rein, um sich noch den letzten Rest zu geben.

Zum Thema „Flatrate-Party“ gibt’s nicht viel zu sagen. Eintritt ca. 10+20€ - dann „Saufen“ bis zum Umfallen.

So, auch ich denke wir brauchen eigentlich nicht mit dem Finger auf andere zeigen. Ich denke wir haben genügend Arbeit, unsere eigenen Probleme zu lösen.

Und wie Jana bereits geschrieben hat, auf die größeren Feste (Oktoberfest, Wasen, ...) kannst du als „Normalo“ eigentlich nicht mehr hingehen. Und zugleich schwappt diese Welle immer mehr auch von den Städten auf das Land aus.

LG Frank
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nysn

Re: Die Schweden kaufen Kiel leer

Beitragvon nysn » 5. Mai 2008 15:38

In München beim Oktoberfest geht es, mittlerweile, ähnlich zu wie in Schweden zu Midsommar/Valborg oder Krebsessen. Die "wahren" Münchner und Bayern gehen an den WE´s nämlich schon garnicht mehr auf die Wies´n, weil da noch die Bierleichen vom vorherigen Abend rumliegen. Und die Staatsangehörigkeit ist bunt gemischt: Deutsche, Holländer, Australier, Amerikaner und ja auch Schweden.


Danke Jana, das hatte ich vorhin bereits "vermutet", dass es wahrscheinlich in MUC inzwischen nicht anders sein wird.

Besonders "skandinavisch" finde ich die Einstellung "zum netten Feiern gehört auch Alkohol in rauhen Mengen" und hier fand ich es schon vor 15 Jahren ziemlich schlimm, als ich mein erstes Mittsommer-Fest an der Westküste verbrachte. Damals stand für mich fest, dass ich mich an diesen Teil der Kultur nicht anpassen werde.

Schockiert war ich auch von dem Bericht aus "der Welt", auf den Oliver "gelinkt" hatte und diese "Saufkultur" würde ich gerne für mein Kind zu verhindern wissen. Ein möglicher Ansatzpunkt wäre doch dann, den Alkohol europaweit so teuer zu machen, dass er einfach nicht mehr von so vielen gekauft werden kann - dann würden sich ja auch die Einkaufsfahrten der Schweden nach Kiel nicht mehr lohnen. Bei einem niedrigen Preis steigt ja bekanntlich auch die Nachfrage und diese billige Verfügbarkeit ist ja so besonders verlockend für das "svenska folket".

Pfanzt sich dieses Verhalten in Zukunft weiter fort, dann werden sich die betroffenen Städte wohl Gedanken machen, wie sie das zu verhindern wissen. Um den Sauf-Tourismus nach Mallorca einzudämmen, wurden ja auch besondere Steuern eingeführt. Als in Venedig in den 80er-Jahren die Rucksack-Touristen überhand nahmen, durfte man einfach nicht mehr mit Rucksack in die Stadt und Preise für die Hotelzimmer sind in Venedig inzwischen richtig hoch, sodass trotz Billigflieger Venedig wohl noch nicht zu den Trink- und Pöbel-Zielen gehört.

Du schreibst es ja selbst "die wahren Münchner" gehen nicht mehr zur Wiesn - also ist "Abgrenzung" ja auch ein gewisses Mittel, um dem Problem Einhalt zu gebieten. Und Stockholm denke ich - wird dank Systembolaget - wohl in absehbarer Zukunft auch nicht als Reiseziel dieser Gruppe in Frage kommen.
:D

S-nina

Uwe Ernst
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Re: Die Schweden kaufen Kiel leer

Beitragvon Uwe Ernst » 5. Mai 2008 16:13

Heute kam mal eine positive Nachricht.
Fas siebzig Millionen Deutsche sind nicht von der Alkoholkrankheit bedroht.
Bedroht sind nur zehn Millionen.

Uwe
Jazz we can!

glada

Re: Die Schweden kaufen Kiel leer

Beitragvon glada » 5. Mai 2008 16:20

Uwe Ernst hat geschrieben:Heute kam mal eine positive Nachricht.
Fas siebzig Millionen Deutsche sind nicht von der Alkoholkrankheit bedroht.
Bedroht sind nur zehn Millionen.

Uwe


Dann kann man ja beruhigt durchatmen...

Oliver :|

nysn

Re: Die Schweden kaufen Kiel leer

Beitragvon nysn » 5. Mai 2008 17:06

Habe gerade auch nochmals darüber nachgedacht "ein ganzes Volk über einen Kamm zu scheren". Das möchte ich natürlich nicht und ich kenne ja auch nicht "das ganze Volk".

Wenn ich mich nun mal an meine Wiesn-Zeit in München zurück erinnere (also vor zig-Jahren - in uralter Zeit quasi) hatten wir damals im Unternehmen, bei dem ich gearbeitet hatte, schon nach "Nationalitäten" unterschieden, wenn es darum ging, wer zum Oktoberfest wann und wohin eingeladen wurde.

Es wurden jedes Jahr - mindestens ein Jahr im Voraus - "Boxen" für ausländische Gäste reserviert und zwar im Käfer-Zelt und bei der Bräu Rosl.

Jetzt ratet mal, wer immer in der Bräu Rosl gelandet ist? Genau - die Skandinavier (Dänen, Schweden, Norweger und Finnen) - die wurden NIE ins Käfer-Zelt eingeladen, denn die tranken einfach zu viel, zu lange, sangen/gröhlten viel zu laut und reisten immer mit mehreren Leuten an, als sie vorher angemeldet hatten. Die hatten zum Teil auch die "schlechte Angewohnheit" Freunde, also auch Nicht-Firmenmitgleider mitzubringen und nutzten so unsere "Höflichkeit" aus, dass wir die dann eben einfach "mitzählten" und nicht zurückwiesen.

Engländer/Amerikaner kamen auch in die Bräu-Rosl.

Japaner IMMER zum Käfer. Franzosen/Italiener, Südamerikaner/-afrikaner und andere, die nicht in großer Anzahl anreisten, auch meistens zum Käfer.
Grund: Japaner tranken nie mehr als 1 Maß - die kicherten zwar im Laufe des Abends zunehmend aber die wurden nie ausfallend. Auch französische und italienische Geschäftsleute tranken sich nie in den Vollrausch, wenn sie auf Geschäftsreise waren und tanzten auch nicht auf den Tischen - daher waren die auch "käfertauglich".

Eine weitere "Eigenart" der Skandinavier war auch immer, am Tag nach dem Wiesenbesuch zu spät oder überhaupt nicht zum Meeting in die Firma zu kommen - bei den anderen Nationalitäten kam das eher selten vor - die hatten dann zwar alle irgendwie "asiatische Augenformen" - erschienen aber meistens. Skandinavische Gäste setzten einfach voraus, dass man ihre "Sitten und Gebräuche" akzeptiert und sie auf ihr Benehmen auch nicht mehr weiter ansprach.

Als ich dann einen Schweden getroffen hatte und sich in der Firma mein "Skandinavien-Interesse" herumgesprochen hatte, wurde ich in meinem letzten Jahr dann auch prompt für die Betreuung dieser Gruppe auserwählt. GLücklicherweise konnte ich damals - trotz meiner damals noch äußerst pro-skandinavischen Einstellung - aufgrund "anderer Umstände" ablehnen.

So viel zum Thema "Nationalitäten und Alkohol".

S-nina

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Re: Die Schweden kaufen Kiel leer

Beitragvon Fanny » 5. Mai 2008 17:17

Gerade frisch in den Nachrichten:


Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung

K.o.-Saufen nimmt zu
[Bildunterschrift: Immer mehr Jugendliche landen nach "Binge drinking" - dem gezielten Betrinken - in der Notaufnahme. ]
Die Entwicklung beim Alkoholkonsum bei jungen Menschen ist nach dem jüngsten Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung besorgniserregend. Das vorsätzliche Betrinken hat bei Jugendlichen demnach stark zugenommen. 2005 gab ein Fünftel der befragten Jugendlichen an, mindestens ein Mal im Monat fünf oder mehr alkoholische Getränke hintereinander getrunken zu haben. 2007 waren es bereits 26 Prozent.

Nach Angaben der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), haben die 12- bis 17-Jährigen 2005 noch 34 Gramm reinen Alkohol pro Woche zu sich genommen. 2007 waren es bereits 50 Gramm.

Immer mehr landen in der Notaufnahme
Während im Jahr 2000 noch 9500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene wegen akuter Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt wurden, waren es 2006 bereits 19.500. Über die Hälfte davon waren Jungen zwischen 15 und 20 Jahren.

Ein unterschätztes Problem ist dem Bericht zufolge auch Alkoholkonsum in der Schwangerschaft. Schon geringe Mengen Alkohol können Gehirn und Nerven von Embryonen schädigen. 10.000 Neugeborene sind laut dem Bericht pro Jahr durch Alkoholkonsum während der Schwangerschaft geschädigt, 4000 davon schwer.

Über eine Million alkoholabhängig
Geschätzt 1,3 Millionen Bundesbürger sind laut dem Bericht alkoholabhängig. Knapp zehn Millionen werden als "riskant Konsumierende" eingestuft. Um den Alkoholmissbrauch zu bekämpfen will die Drogenbeauftragte noch in diesem Jahr ein Nationales Aktionsprogramm starten.

Weniger Jugendliche rauchen
[Bildunterschrift: Gute Nachricht: Weniger Jugendliche greifen zur Zigarette. ]
Im vergangenen Jahr ist die Zahl der rauchenden Mädchen und Jungen weiter zurückgegangen. 18 Prozent der Jugendlichen griffen regelmäßig zur Zigarette. Das waren zwei Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Im Jahr 2001 hatte die Zahl der rauchenden Jugendlichen noch bei 28 Prozent gelegen.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, wertete die neuen Zahlen als Beleg, dass die Maßnahmen der Bundesregierung gegen das Rauchen erfolgreich sind. 2007 hatten der Bund sowie die Länder Nichtraucherschutzgesetze beschlossen, mit denen das Rauchen in öffentlichen Bereichen stark eingeschränkt wird. Die Altersgrenze für das Rauchen in der Öffentlichkeit und die Abgabe von Tabak wurde von 16 auf 18 Jahre angehoben.

Von den Erwachsenen raucht etwa ein Drittel, das sind rund 16 Millionen Menschen. Nach Angaben von Bätzing, sterben in Deutschland 140.000 Menschen jährlich an den Folgen des Rauchens sowie etwa 3300 durch Passivrauchen.

Illegale Drogen werden weniger konsumiert ...
Der Konsum illegaler Drogen geht zurück. Nur noch 13 Prozent der 14- bis 17-Jährigen hatten 2007 mindestens einmal im Leben Cannabis-Produkte probiert. 2004 waren es noch 22 Prozent. Die Zahl derjenigen, die regelmäßig Haschisch oder Marihuana konsumieren, ist dagegen kaum gesunken. Sie liegt bei zwei bis drei Prozent der Jugendlichen und Erwachsenen. Als Cannabis-abhängig gelten dabei rund 220.000 Personen.

... Zahl der Drogentoten steigt allerdings
[Bildunterschrift: Noch immer häufigster Grund für den Drogentod: Heroin-Konsum ]
Die Zahl der Drogentoten stieg 2007 mit 1394 Todesfällen im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent an. Eine Erklärung dafür ist laut Bätzing noch nicht bekannt. Denkbar ist, dass das stetig steigende Alter der Drogenabhängigen mit verantwortlich für diese Entwicklung ist.

Rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland gelten als medikamentenabhängig. 70 Prozent davon sind Frauen. Die Abhängigkeit besteht überwiegend von Schlaf- und Beruhigungsmitteln.
Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt. (Albert Schweizer)


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