Die Schweden - erst Freund dann Feind?

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Andrea
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Re: Die Schweden - erst Freund dann Feind?

Beitragvon Andrea » 11. Oktober 2006 11:21

hallo tillsammans,
ich habe leider auch eine Freundin die schlechte ERfahrungen in smaland gemacht hat. nur zum Unterschied haben die ihr Häuschen schon seit 20 Jahren. und haben auch noch das Glück ein seegrundstück zu haben.
Ihr neuer Nachbar, ein Schwede, der Großgrundbesitzer ist hat u.a. ein mehrere Hektar großes Waldgrundstück nebenan am See. Er hat jetzt genau an der Grenze eine Jagdhütte und ein Badeplatz für Wasserwanderer gebaut. Im Prinzip hätte er auch ohne Probleme ein paar Meterchen weiter rücken können.
Das Ufer, auch das mit dem Badeplatz meiner Bekannten ist öffentlich zugänglich, also sie stellen sich da auch nicht quer.
Sie wollen allerdings nur etwas ruhe haben.
Aber das ist vielleicht auch sehr extrem, andere berichten auch in Smaland von vorwiegend positiven Erfahrungen.
Gruß Andrea

Hanse

Re: Die Schweden - erst Freund dann Feind?

Beitragvon Hanse » 11. Oktober 2006 11:25

Hej Jana

... hab ich auch nicht so verstanden.
Aber genauso wie ihr bereiten wir uns auch sehr intensiv auf unseren Umzug vor - und ich denke hier halt auch (vielleicht zu oft) an unseren Sohn. Ich möchte vermeiden, dass er irgendwo in der Pampa hockt und, wenn er mal unter Leuten ist, z.B. in der Schule, nur angefeindet wird.
Und nachdem mir das was ich geschrieben habe von 2 voneinander unabhängen Leuten berichtet wurde, wollt ich´s halt mal wissen!

Bis dann - Hanse

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janaquinn
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Re: Die Schweden - erst Freund dann Feind?

Beitragvon janaquinn » 11. Oktober 2006 11:47

Hej Hanse, ich verstehe deine Bedenken, vorallem was deinen Sohn betrifft. Gerade deswegen ist es klasse, daß es diese Foren gibt und man sich mit Menschen austauschen kann, welche schon in Schweden und ihren Traum leben. Ich habe auch manchmal Angst, und es gibt Nächte, in denen ich kaum ein Auge zumache. Denn auch wir haben 2 Kinder, auch wenn diese noch recht klein sind, 6 und 1 Jahr,aber vielleicht ist gerade dies unsere Chance. Unsere Tochter wird sich nie an das Leben inn Deutschland erinnern, denn wenn wir gehen, wird sie nicht mal 2 Jahre alt sein. Sie wird nur Schweden kennen, es sei denn, wir gehen tatsächlich irgendwann zurück, was ich aber bezweifle. Ansonsten wird sie es nur als Urlaubsland kennen, wo man Omi und Tanten und Onkel besucht.

Gerade in eurem Fall, euer Sohn scheint älter zu sein, als meine Zwerge, sind die Bedenken normal und absolut richtig, denn es wäre schlimm, wenn man einen solchen Schritt auf dem Rücken der Kinder macht, frei nach dem Motto: ER/Sie ist noch jung, er/sie schafft das schon.

Das ist unfair, Rücksichtlos und steht absolut ausser Disskution (verflixtes Deutsch). Ihr seid Eltern, und wollt nur das beste für euren Sohn, darum hast du auch diese Gedanken und Überlegungen. In unser beiden Fall kann man auch nicht sagen: Augen zu und durch, irgendwie wird es schon klappen, weil es klappen muß, weil wir es so wollen.

Aber ich glaube, daß ihr diesen Schritt mit eurem Sohn abgesprochen habt, seine Meinung eingeholt habt, sei er noch so jung, und euch danach entschieden habt, ein Leben in einem neuen Land zu beginnen, in dem alles anders und sehr sehr vieles neu ist. Und ihr werdet ganz sicher, gerade in der ersten Zeit sehr viel für euer Kind dasein, ein offenes Ohr haben, für seine Sorgen und Probleme, und für seine Ängste.

Ich habe mal in einen Film ein Zitat gehört welches mir sehr gut gefallen hat, ich hoffe, ich bekomme es noch zusammen:

Angst, ist nicht die Abwesenheit von Mut, sonder die Erkenntniss das es wichtigeres gibt, als Angst.

Wieder ein Spruch,denn ich mir zu Herzen nehme.

Außerdem möchte ich deinem Sohn ein Zitat von Eleanor Roosevelt "schenken", meine Mama schenkte in mir, als ich in die Lehre ging:

"Niemand kann dich ohne dein Einverständnis dahin bringen, dich minderwertig zu fühlen"

Möge dieses Zitat deinem Sohn soviel geben, wie es mir damals gebracht hat, denn meine Ausbildungszeit war nicht sehr schön.



Ganz liebe Grüße JANA
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

Hanse

Re: Die Schweden - erst Freund dann Feind?

Beitragvon Hanse » 11. Oktober 2006 12:05

Hej Jana

unser Sohn ist 9 und wird in die Entscheidung komplett mit einbezogen.
Obwohl er ja später die Möglichkeit hat, zurück zu gehen, geht es in Schweden auch mit um seine Zukunft. Daher möchten wir auch versuchen
a). schnellstens noch mehr Schwedisch zu lernen
b). die Muttersprache Deutsch zu erhalten und
c). auch Englisch nicht ganz ausser Acht zu lassen.
Wenn es um die Entscheidung Schweden ja oder nein geht sind wir mittlerweile schon so weit, dass er total enttäuscht war, als das mit unserem schon sicher geglaubten Häuschen nicht geklappt hat und er war total sauer auf den, der´s gekauft hat.

Nach dem jetzigen Stand der Dinge werden wir hochziehen, wir möchten aber - so weit das überhaupt geht - auf das gröbste (alles geht nicht) vorbereitet sein.

Hälsningär - Hanse

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Re: Die Schweden - erst Freund dann Feind?

Beitragvon Skogstroll » 11. Oktober 2006 16:49

Hej Hanse och Jana,

passt auf die Muttersprache Eurer Kinder auf! Die Gefahr des Verlustes ist grösser als wir jemals gedacht hätten! Wir sprechen zu Hause deutsch und merken, dass unsere Tochter (7) oft deutsch mit schwedischer Grammatik spricht (Satzstellung!), schwedische Idiome überträgt sie wörtlich, deutsche Begriffe fallen ihr nicht sofort ein. Es gibt ein theoretisches Recht auf Muttersprachenunterricht, aber wer soll das machen? Wir selbst! Wir haben Glück, meine Frau ist Deutschlehrerin. Wir haben mit der Schule die Vereinbarung getroffen, dass wir einmal pro Woche dazu das Klassenzimmer nutzen dürfen, der Umgebung wegen, denn zu Hause wird das nix.
Generell denke ich, dass Kinder vom Landeswechsel sehr profitieren können. Neben der Sprache, die es "gratis" dazu gibt, ist die Horizonterweiterung nicht zu unterschätzen.

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Re: Die Schweden - erst Freund dann Feind?

Beitragvon xcycler » 12. Oktober 2006 07:51

Hallo zusammen,

also auch ich denke, man kann nicht alle Schweden über einen Kamm scheren. Es gibt halt auch in Schweden solche und solche, genau wie bei uns und anderswo.
Es ist halt leider so, dass oft eine schlechte Erfahrung 100 gute trübt.

Alch ich letztes Jahr in Schweden im Urlaub war, habe ich an einer Elchsafari teilgenommen. Diese wurde geleitet von einer Deutschen, die allerdings schon seit 15 Jahren in Schweden lebt und auch mit einem Schweden verheiratet ist. Sie erzählte uns, dass sie einige Zeit in der Nähe von Göteborg gelebt hat und keine negativen Erfahrungen gemacht hatte.
In Stockholm, wo sie ebenfalls einige Jahre verbracht hatte, war das Klima etwas frostiger. Ihre Erfahrungen waren jetzt nicht negativ, im Sinne von offener Feindseligkeit, jedoch fühlte sie sich immer als Aussenseiterin.
Jetzt lebt sie im Smaland und ist dort voll integriert.

Ich will damit sagen, es kommt auch nicht nur darauf an, wie man sich selber gibt, sondern auch, auf was für Leute man trifft, denn es gibt überall Bockköpfe :evil: . Glücklicherweise :D sind diese aber generell in der Minderheit.

Grüße
xcycler


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