Tzwerg hat geschrieben:
Hallo,
Du verdienst weniger, das ist richtig. In Deutschland ist das Einstiegsgehalt etwa 1.000 € oder gute 10.000 Sek höher.
ABER: rechne Dir mal aus, was Du netto noch hast, wenn Du z.B. 3.500 € Gehalt hast, wenn ich richtig informiert bin, dann hast Du nach allen Abzügen ca. 50% netto. Ist das in etwa richtig? Wenn nicht, dann berichtigt mich bitte.
Beispiel hier, aus eigener Erfahrung:
Bei einem Einstiegsgehalt in Schweden von 26.000 Sek bleiben Dir nach Steuern z.Zt. etwas mehr als 19.000 Sek netto. (ich vergleiche das mit 3.500 € weil diese Summe das das Einstiegsgehalt bei vergleichbarer Position in der gleichen Branche in Dtl. gewesen wäre).
Liebe Grüße
26 000 SEK ist das was ich verdiene, mir bleiben etwa 20.000 SEK übrig nach Steuern, aber das nur, weil ich noch eine fette "Skattejämkning" habe, da ich zuvor täglich 140 km zur Arbeit gefahren bin. Wenn diese verschwindet dann werden mir nur noch max. 18.000 übrigbleiben.
Urlaubsgeld ist auch sehr, sehr mager hier in Schweden. Wieviele Karenztage gibt es denn in Deutschland? Hier in Schweden sind es auf jedenfall ein ganzer Haufen. Der erste Krankheitstag ist immer unbezahlt für mich, ich war nie so oft krank, dass ich nicht unter die Karenzregelung gefallen wäre. Mein Job ist die Hölle, Leistungsdruck pur. Aber alle sagen auch, dass es SEHR untypisch für schwedische Verhältnisse sei. Über die Lebenshaltungskosten wurden ja schon einige kontroverse Diskussionen geführt. Ich persönlich kann nicht verstehen, wie man sagen kann, Schweden sei nicht teurer als Deutschland, aber das ist ja natürlich alles subjektiv und auch noch regional verschieden.
Aber: Was kostet denn 1 kg Brot? Einfaches Mineralwasser? 100 Gramm Schokolade? Autoreifen? Flug- und Urlaubsreisen?
Aber wie Du schon sagtest: Entscheidend ist eigentlich, wie man leben möchte. Die Summe aller Probleme ist gleich. Gut gesagt!
Viele Grüße,
Paul