Deutschland

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Pink_Panther
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Re: Deutschland

Beitragvon Pink_Panther » 25. November 2011 10:19

GF.Skaraborg hat geschrieben: Ich las hier: meine-erfahrungen-mit-dem-schwedischen-gesundheitssystem,14289-120.html?hilit=Meine%20Erfahrungen%20mit%20dem%20schwedischen
mit sehr grossem Intresse diesen Beitrag und konnte dann am weiteren Thread mit Bedauern feststellen, dass wieder die negativen Beiträge in der Mehrzahl waren.
Dabei ist es doch relativ einfach, man versucht zu verstehen, wie das System aufgebaut ist und verhält sich danach. Wirklich kompetente Postings gab es doch hier in diesem Forum schon genug, man muss sie nur lesen wollen. Und fuer sich anwenden. Dann bekommt man auch seinen gewuenschten Arzt bzw. seinen Arzttermin.
Dass es aber immer Mitglieder in Foren geben wird, die nur Nachteile sehen wollen und jeden kleinen Widerstand sofort persönlich gegen sich gerichtet sehen, wird es auch immer Beiträge geben, die pauschal negativ sind. Ob aus der "Revolverpresse" oder von "Kumpels Bekanntem" negative Fälle herausgestellt werden und dann auch noch als allgemein gueltig "verkauft" werden, keine Kritik duldend, dann wird es schwierig fuer einen Aussenstehenden sein Bild von Schweden objektiv zu bekommen.


Grundsätzlich stimme ich dir ja zu, in dem was du hier schreibst. Allerdings vernachlässigst du 2 Dinge:
a) Schweden ist gross und sehr unterschiedlich. Es hat ein ausgeprägtes Nord-Sued-Gefälle. Nördlich des Dalälven herrschen andere Zustände wie suedlich davon. Und erst recht wenn man die "Schlagader" E4 verlässt und sich ins Inland begibt. Wärend in Deutschland Sachen wie Gesundheitssystem und Preise (nur 2 Beispiele!) recht homogen sind, gibt es hier schon eklatante Unterschiede. Du scheinst diesen Teil Schwedens nicht zu kennen und solltest daher akzeptieren dass Leute hier andere Erfahrungen gemacht haben als du.
b) Du musst schon differenzieren. Natuerlich gibt es die von dir genannten "Sch..hausparolen", und solche welche sie wiederkauen. Es gibt aber auch Leute, die einfach andere Erfahrungen mit Schweden gemacht haben. Anstatt genannte Beispiele als Einzelfälle abzutun und die Glaubwuerdigkeit dieser Menschen in Frage zu stellen könntest du dich ja auch einmal der negativen Seite Schwedens öffnen und zumindest die Möglichkeit ins Auge fassen - auch wenn du selbst noch nicht damit konfrontiert worden bist (und da kann man dich ja nur beglueckwuenschen). Wenn selbst die Presse in scheibender Stunde in grossen Schlagzeilen von einem "Vårdskandal" berichtet, dann kann ja durchaus was dran sein, oder? Oder man liest sich mal die "Vårdgaranti" durch und vergegenwärtigt sich die dort angegebenen Fristen. 3 Monate Wartezeit fuer einen Ortopedibesuch!Ich habe das am eigenen Leib erfahren und versuche es schon gar nicht mehr.
Es gibt auch andere Stellen, wo man sich unabhängig informieren kann, wenn man -wie du selbst sagst - sich die Muehe macht zu lesen. Bei der Pisa-Studie schneidet Schweden zum Beispiel (nun weiss ich es nicht mehr 100% genau - bitte nicht festnageln) nur durchschnittlich oder sogar leicht unterdurchschnittlich ab. Und selbst diese Position bekam es nur (!) weil es Punkte fuer die schulische Integration von Einwandererkindern sammelte - sonst wäre das Ergebnis noch schlechter gewesen. Nicht umsonst fordern Politiker dringend Massnahmen zur Verbesserung der Schulleistungen in den naturwissenschaftlichen Fächern. Kann man alles recherchieren, wenn man möchte. Ausserdem, wie Stavre (schön dass es mehr Leute gibt, denen das aufgefallen ist!) schon bemerkte - liest sich Schweden auf dem Papier ganz gut! Von Statistiken abgesehen, so gibt es z.B. ueberall einen "Handlingsplan" (wie z.B. in der Schule gegen Mobbing), usw. Meine Erfahrung ist allerdings, dass dieser oft nur eine Alibifunktion hat. Um bei dem oben genannten Beispiel zu bleiben, so muss im Endeffekt dann doch meistens der Gemobbte die Schule wechseln, und die Uebeltäter kommen davon.
Und meine Meinung hier setzt sich zusammen aus einer eigenen Erfahrung sowie Gesprächen mit etlichen anderen Eltern, welche das gleiche Problem hatten. Wenn du, G.F. Skaraborg dann beispielsweise in einem solchen Fall kommst, und mich als negativen Stänkerer darstellst, welcher sich an einem Einzelfall aufhängt und dass das in Schweden ganz anders ist, dann geht mir - Entschuldigung - das Messer im Sack auf :-) Ich sage ja nicht, dass das ueberall so ist - aber du darfst ja dann auch nicht kommen und behaupten, dass das in Schweden so nicht vorkommt, oder?

In diesem Sinne,

Paul

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Re: Deutschland

Beitragvon stavre » 25. November 2011 10:57

da gebe ich paul vollkommen recht

das mit der "Vårdgaranti" ,ist schon ein trauerspiel




die schwed. schüler können nur so gut sein,wie ihre lehrer es sind.

ich durfte es selber erfahren. man schlägt die hände über den kopf....

die schwed. schüler können einem nur leid tun....

aber das driftet jetzt ab.

gruß aus stavre

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Re: Deutschland

Beitragvon GF.Skaraborg » 25. November 2011 12:41

@Paul

Generell, es liegt mir fern, dich als " negativen Stänkerer" darzustellen. Du hast negative Erfahrungen gemacht und ich gestehe dir zu, diese auch in Form von Kritik zu bringen. Da bist du beileibe nicht der einzige, auch ich habe meine negativen Erfahrungen machen muessen. Verstehe mich doch bitte nicht falsch, ich will dich nicht angreifen, den du bist ja nicht der einzige, der negative Eindruecke hier im Forum in verschiedenen Threads zum Ausdruck bringt. Nur diese generelle Pauschalierung, das muss doch nicht sein.

Von der Presse in Schweden sollte man nicht zu viel erwarten, Schweden ist ein kleines Land an der Einwohnerzahl gemessen und der Kampf der grossen Konkurrenten auf dem Zeitungsmarkt wird oft im Stil der deutschen "Bild" ausgetragen. Es gab und wird immer Skandale geben, hier sowie in Deutschland, jedes System hat Luecken. Deshalb muss aber dass System an sich nicht generell schlecht sein.

Du schreibst ueber das Nord/Sued Gefälle, dass ist absolut richtig und es beschränkt sich auf keinen Bereich. Naturgemäss nachvollziehbar, eine grosse Landfläche mit sehr wenig Einwohnern, langen Entfernungen. Gerade im Gesundheitswesen gibt es grosse Probleme, zum einen weil Personal fehlt, zum anderen durch die strukturschwachen Gebiete generell armen Gemeinden und Kreise. Das Steueraufkommen ist im Vergleich zu Mittel und Suedschweden sehr gering. Daran wird sich auch in Zukunft nicht viel ändern. Ich bin gute 10Jahre in Nordschweden und Nordnorwegen beruflich unterwegs gewesen, man kann sagen, dass ich unter den Jahren mehr Zeit dort oben verbracht habe als zuhause. Die Zustände sind mir also wohlbekannt. So doof das jetzt auch klingen mag, man muss sich mit den Zuständen arrangieren oder aber Richtung Sueden ziehen. Was ja seit Jahrzehnten viele Jugendliche aber auch andere Nordschweden praktizieren. Denn eine Lösung wird es nicht geben können.
Wenn differenziert darueber hier berichtet wird ist es auch vollkommen in Ordnung, viele meinen ja, in Schweden ist von Sued bis Nord alles gleich, dass soll ausdruecklich verneint werden. Ich erhöhe jedesmal die Augenbrauen, wenn ich lese, dass eine ganze Familie nach Nordschweden auswandern will. Und frage mich, wissen die eigentlich wie das Alltagsleben in Nordschweden aussieht?

Nochmal, ich habe noch nie geäussert, dass negative Beispiele wie von dir oder anderen gebracht, nicht stimmen wuerden. Nur sind dies Einzelfälle und man kann daran nicht ein generelles Pauschalurteil ueber ein System oder ein Land fällen, dagegen opponiere ich.

@Paul + Elke

Die Vårdgarantie, dass diese meist nicht in Nordschweden eingehalten werden kann, ergibt sich auch aus obigen Erklärungen. Und ich akzeptiere auch, dass man die Garantie nicht ausnutzt, denn leider ersetzt die Kasse die Reisekosten und event. Nebenkosten ausserhalb des eigenen Landstings nicht oder nur zum Bruchteil. Wenn ich hier Bescheid bekomme, ich komme erst in 4 Monaten zum Ortopeden, dann suche ich im Umkreis bis Göteborg einen kuerzeren Termin und bezahle die relativ kurze Fahrt selbst. Allerdings haben wir die Wartezeiten in dem Umfange wie im Norden nicht. Von der Sicht aus gesehen sind die Verhältnisse im Norden nicht gerade berauschend.

Schule ist ein Thema, Lehrer und deren Kompetenz einen eigenen Thread wert. Da gibts unbestritten sicher viele neg. Erfahrungen, nur generell ist es nicht an allen Schulen so und generell verlassen mehr Schueler die Schulen mit einem Abschluss als in Deutschland. Und generell studieren mehr Studenten an schwedischen Unis (prozentuell von der Gesamtanzahl der Gymnasten) als in Deutschland.
Probleme an schwedischen Schulen gibt es, genauso wie in jedem anderen Land, aber generell ist das schwedische Schulsystem, an den Erfolgen gemessen, mit Sicherheit nicht schlechter als in Deutschland.

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Re: Deutschland

Beitragvon Gottfried » 25. November 2011 13:17

GF.Skaraborg hat geschrieben:.. Nur diese generelle Pauschalierung, das muss doch nicht sein.
............ Und generell studieren mehr Studenten an schwedischen Unis (prozentuell von der Gesamtanzahl der Gymnasten) als in Deutschland.
Probleme an schwedischen Schulen gibt es, genauso wie in jedem anderen Land, aber generell ist das schwedische Schulsystem, an den Erfolgen gemessen, mit Sicherheit nicht schlechter als in Deutschland.

Kannst Du wirklich generelle Vergleiche im Bildungsniveau deutscher und schwedischer Schulen ziehen.......???
Aus meiner sehr persönlichen und familiären Erfahrung mit schwedischen Schulen, ist das Ergebnis sehr viel schlechter!
Viele Grüsse

:smt024 Gottfried :smt024

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Re: Deutschland

Beitragvon GF.Skaraborg » 25. November 2011 13:49

Generell ja, individuell nein.
Wenn man die Summe der Schulabschluesse und die Zahl der Studenten kontra der Anzahl der Gymnasten nimmt, liegt laut OECD Schweden sogar noch vor Deutschland, was ich aber persönlich nicht ganz akzeptiere, da ich doch etwas mehr differenziere.

Alleine hier in unserer Kleinstadt sind die Unterschiede in der Qualität der vorhandenen Schulen messbar. Kommt dann noch die Konstellation unterstuetzungsbeduerftiger Schueler/schlechte Schule und/oder "schlechte" Lehrer dazu, so ist ein schlechtes abschneiden vorprogrammiert.

Dass Bildungsniveau ist generell messbar und wurde/wird ja auch von unabhängiger internationeller Seite durchgefuehrt und dass Ergebnis kann sich im Vergleich zu DE sehen lassen.

Auch wenn ich in gewissem Masse deiner Meinung bin, so ist wohl meine sowie deine Meinung subjektiv, ich finde das Bildungsniveau könnte durchaus höher sein.

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Re: Deutschland

Beitragvon Pink_Panther » 25. November 2011 14:03

Ich finde es schön, dass wir uns einander etwas annähren und zu einem gepflegten Umgangton zurueckkehren können :goodman:

Letztendlich muss nicht jede Diskussion damit enden, dass jemand Recht und ein anderer Unrecht hat.
Ich verstehe nun auch, dass Du Gerhard, durchaus im Bilde bist (ziemlich logisch, nach 30 Jahren :-) ) was Schweden anbelangt - das ging ja aus Deinen letzten Postings deutlich hervor. Deine Bewertung kann ich in einigen Bereichen zwar dennoch nicht ganz nachvollziehen (siehe auch Gottfrieds Beitrag), aber das macht nichts - ich denke wir können trotzdem konstruktive Diskussionen miteinander führen.
Zu mir kann sagen: Ich hatte eine recht harte Zeit in Nordschweden, aber nun sind die meisten Dinge wieder im Ruder, und man lernt - wie du bereits weiter oben sagtest - sich mit einigen Misständen zu arrangieren. Die Chinesen sagen ja - was du nicht ändern kannst, sollst du lernen zu akzeptieren und damit gluecklich zu werden. Genau wie du oben sagtest - man runzelt die Stirn, wenn man hier liest, wie einige Unbedarfte nach Nordschweden auswandern möchten. Blauäugig meint man, mit Kompetenz und gutem Willen wird sich schon alles richten -weit gefehlt! Vielleicht poste ich auch deshalb so negativ - um andere vor negativen Erfahrungen zu bewahren. Hier oben braucht man vor allem Beziehungen und ein wenig Glueck um gluecklich zu werden. Oder man trifft mit seinem Profil genau die Nische, wo gerade Bedarf besteht.

Viele Gruesse,

Paul

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Re: Deutschland

Beitragvon stavre » 25. November 2011 14:22

also bitte

wie kann man das deutsche gymnasium mit dem schwedischen gymnasium vergleichen.....

das sind doch himmelweite unterschiede

bin in D gymnasiast gewesen und habe hier ibn schweden an einem gymnasium unterrichtet.

die schüler konnten noch nicht mal die einfachsten rechenaufgaben rechnen,was in deutschland einer in der 6. klasse lernt, und das in der abgangsklasse.

so habe ich meinen deutschunterricht umfunktioniert und den grundliegendes rechnen beizubringen. die rechtschreibung war katastrophal, geographie null ahnung usw.
und dann wird man von der schulleitung angehalten gute zensuren zu geben,damit das image der schule nach außen hin stimmt.

"meine" schüler haben sich bei mir bedankt ,dass sie mal richtigen unterricht gehabt haben,wo man auch was gelernt hat was hängen blieb.

wie oben schon erwähnt,die schüler sind nur so schlau wie ihre lehrer sind

gruß elke

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Re: Deutschland

Beitragvon Gottfried » 25. November 2011 15:43

Vielen Dank Elke! Genau das ist es, was wir in Schweden (Süd) erlebt haben.
Von Nordschweden wollen wir nicht reden...ein Mitglied unseres Forums hat auch glaubhaft aus eigener Unterrichtserfahrung
berichtet. Katastrophal! Meines Wissens, war seine Frau auch Gymnasiallehrerin.
Was sich so alles Gymnasialniveau in Schweden nennt… ich kenne einen, der ist auf einem Jagdgymnasium! Die Schüler haben von Mathematik und Naturwissenschaften NULL Ahnung. Die hatten keine Geschichte, Erdkunde, Biologie, Physik, Chemie….und die wollen sich mit deutschen Abiturienten vergleichen????
Das Bildungsangebot im örtlichen Gymnasium beschränke sich darauf, am Freitag die Dachrinnen abzureißen, Mülltonnen in Brand zu stecken. Aber die armen Kinder waren ja unzurechnungsfähig und hatten keine Konsequenzen zu befürchten. Da kam die AMOR-Lehrerin, hat ihnen gesagt, dass das Verhalten nicht schön sei und der Kommune sehr viel Geld kostet…. Bis zu nächsten Freitag. Da haben die gleichen armen Kinder wieder alles demoliert! Und das Woche für Woche…… Toll!
Viele Grüsse

:smt024 Gottfried :smt024

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Re: Deutschland

Beitragvon Pink_Panther » 25. November 2011 15:59

Gottfried hat geschrieben:Vielen Dank Elke! Genau das ist es, was wir in Schweden (Süd) erlebt haben.
Von Nordschweden wollen wir nicht reden...ein Mitglied unseres Forums hat auch glaubhaft aus eigener Unterrichtserfahrung
berichtet. Katastrophal! Meines Wissens, war seine Frau auch Gymnasiallehrerin.
Was sich so alles Gymnasialniveau in Schweden nennt… ich kenne einen, der ist auf einem Jagdgymnasium! Die Schüler haben von Mathematik und Naturwissenschaften NULL Ahnung. Die hatten keine Geschichte, Erdkunde, Biologie, Physik, Chemie….und die wollen sich mit deutschen Abiturienten vergleichen????
Das Bildungsangebot im örtlichen Gymnasium beschränke sich darauf, am Freitag die Dachrinnen abzureißen, Mülltonnen in Brand zu stecken. Aber die armen Kinder waren ja unzurechnungsfähig und hatten keine Konsequenzen zu befürchten. Da kam die AMOR-Lehrerin, hat ihnen gesagt, dass das Verhalten nicht schön sei und der Kommune sehr viel Geld kostet…. Bis zu nächsten Freitag. Da haben die gleichen armen Kinder wieder alles demoliert! Und das Woche für Woche…… Toll!



DAS sind auch meine Erfahrungen - leider! Ich wage leider schon gar nicht mehr, so etwas zu schreiben :-(
Unzählige "Utvecklingssamtal" ... in verschiedenen Schulen an verschiedenen Orten. Fast immer das gleiche Bild: Laute Musik und Lärm in den Gängen während der Unterrichtszeit, kein Lehrer kuemmert sich darum. Und in der Zeitung beschweren sich die Schueler darueber, dass sie während dem Unterricht nicht Musik hören oder Videos per Handy ansehen duerfen .....
Aber ich glaube die Buergerlichen Parteien versuchen so langsam, den Kampf gegen das Chaos aufzunehmen. Betragens- und Mittarbeitnoten waren ein Anfang.
Hoffen wir das Beste!

/Paul

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Re: Deutschland

Beitragvon Hälsing » 25. November 2011 16:49

Wenn die Schulausbildung tatsächlich so schlecht ist...wieso geht Schweden dann nicht den Bach runter?

Mit so vielen schlechtausgebildeten & unwissenden Menschen, wie das hier beschrieben wird, hätte Schweden doch enorme wirtschaftliche Probleme?


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