Deutsche Bäckereien in Schweden

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andreasblank
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Re: Deutsche Bäckereien in Schweden

Beitragvon andreasblank » 13. April 2009 13:52

Hallo erstmal. Hoffe ihr hattet ein schönes Osterwochenende. Ja es ist so ein Problem hier mit deutschen Brot. Habe 16 Jahre in Berlin mit meiner Frau eine Bäckerei gefuehrt lebe jetzt seit 3 jahren im schönen schweden. Arbeite in einer Bäckerei in Höör. Backe oefters sauerteigbrot und es wird sehr gelobt aber die schweden tun sich sehr schwer mit sachen die von aussen kommen. Wuerde auch gerne eine Bäckerei eröffnen aber ich weiss nicht so richtig. Gruss andy

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Re: Deutsche Bäckereien in Schweden

Beitragvon Samweis » 14. April 2009 19:45

Hallo,

Drauflos backen hat geschrieben:in Schweden braucht man keinerlei fachliche Voraussetzungen


Tja, warum sollte es auch anders sein als bei Friseuren, Fleischern...
Da backe ich lieber selbst.
Ich habe zwar auch keine fachlichen Voraussetzungen, aber es schmeckt. :)

Viele Grüße

Samweis

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Re: Deutsche Bäckereien in Schweden

Beitragvon Samweis » 14. April 2009 20:18

Hallo Andreas,
andreasblank hat geschrieben:Hallo erstmal. Hoffe ihr hattet ein schönes Osterwochenende.

Danke der Nachfrage. Ich hoffe Du auch.

andreasblank hat geschrieben:Ja es ist so ein Problem hier mit deutschen Brot.

Ja, ich vermute, dass man als deutscher Auswanderer sich entweder irgendwann erfolgreich von den Brotgewohnheiten verabschiedet oder aber seinen eigenen Sauerteig pflegt und hegt.
Ich selbst gehöre zur zweiten Gruppe - ein polarbröd macka mit einem Blatt von einem toten Eisbergsalat und einer schwedischen Freiland-Tomate wird bei mir im Mund immer mehr.... :wink:

andreasblank hat geschrieben:Habe 16 Jahre in Berlin mit meiner Frau eine Bäckerei gefuehrt lebe jetzt seit 3 jahren im schönen schweden. Arbeite in einer Bäckerei in Höör. Backe oefters sauerteigbrot und es wird sehr gelobt

Oh - ein Mann vom Fach.
Das ist ja gut. Da kannst Du vielleicht Tipps hier im Forum streuen. :)

andreasblank hat geschrieben:aber die schweden tun sich sehr schwer mit sachen die von aussen kommen. Wuerde auch gerne eine Bäckerei eröffnen aber ich weiss nicht so richtig. Gruss andy

Das ist wohl leider wahr: Mit "fremden" Produkten kann man hier kaum einen Blumentopf gewinnen. Das überaus kreative Angebot an Fast-Food Thai und Tex-Mex "Zubehör" in den Supermärkten nebst dazugehörigen "gör-det-själv" Rezepten in manchen Zeitschriften bestätigt das eigentlich nur.

Ich bin mir nicht sicher, ob man als Bäcker mit deutschen Produkten überhaupt überleben könnte - zumal ich hier oben keinen einzigen schwedischen Bäcker kenne, der überleben konnte. Es gibt nur noch Großbäckereien.

Wie gesagt, ich backe mein Brot selbst. Natürlich mache ich keine klassische Dreistufenführung - das würde mir etwas viel. Ich backe ja auch nicht täglich. Aber trotzdem finde ich mein Brot nicht schlecht. (Ich weiß, Eigenlob stinkt).
Nur mit den Brötchen hapert's. Meine Frau hätte gerne "richtige" Brötchen. Außen knusprig, innen fluffig, saftig und mit diesem typischen leicht süßlichen Brötchengeschmack. Keine Chance.
Da muß es irgendeinen Trick geben...

Viele Grüße aus Västernorrland

samweis

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Re: Deutsche Bäckereien in Schweden

Beitragvon andreasblank » 15. April 2009 06:19

Hallo Samweis! Wenn du tips brauchst wegen den backen kann ich dir ja vieleicht helfen. Das glaube ich, das sich das ganz schön ausduennt mit den Bäckereien in richtung Norden. Hier im Sueden ist eigentlich noch heile Welt. Wenn ich sehe was mein Chef so jeden tag ueber den Ladentisch schiebt.(fuer deutsche verhältnísse der wahnsinn)
Schweden lieben eben suesskram.

Viele liebe Gruesse aus Skåne

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Re: Deutsche Bäckereien in Schweden

Beitragvon Samweis » 15. April 2009 14:01

Hallo Andreas,

andreasblank hat geschrieben:Wenn du tips brauchst wegen den backen kann ich dir ja vieleicht helfen.

Mit dem Brot komme ich soweit ganz gut zurecht. Mein Sauerteig wird halt nur ab und zu mal gefüttert, also nicht so regelmäßig wie bei einem richtigen Bäcker, der ja täglich bäckt.
Ansonsten verwende ich Rågsikt als Grundmischung und gebe dann je nach gewünschtem Brot entweder etwas mehr feines Roggenmehl, grobes Roggenvollkornmehl, Weizenmehl (z.B. wenn ich Leinsamen oder Leinsamenschrot oder Walnüsse mit verbacke, dann meine ich das Brot muß etwas heller sein), Gerstenmehl ("Gersterbrot") sowie eventuell "feste Bestandteile" wie Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Sesam (vorher geröstet), Kürbiskerne oder Haselnüsse usw. dazu. Mit dem Ergebnis bin ich eigentlich ganz zufrieden.
Eine Zeit lang habe ich immer eine flache Schale Wasser mit in den Ofen gestellt, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen (für die Kruste). Jetzt pinsele ich das Brot ca. 15min vor Ende der Backzeit mit Wasser ein. Geht genauso gut.

Das Problem aber machen die Brötchen.

Während ich auch zum Frühstück gerne Brot esse, mag meine Frau da lieber einen Marmeladen-Träger wie eben Brötchen. Alternativ bäckt sie Hefe-Stuten oder kauft Toast.
Brötchen haben irgendwie nicht geklappt. Frisch aus dem Ofen sind sie knusprig und geschmacklich in Ordnung - aber nach kurzer Zeit "schmilzt" die Kruste dahin und sie werden weich und lappig.
Woran liegt das?

Viele Grüße

Samweis

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Re: Deutsche Bäckereien in Schweden

Beitragvon andreasblank » 15. April 2009 18:20

mit dem sauerteig kann man nicht viel ´verkehrt machen braucht eben nur ständig Nahrung in der form von ausschliesslich roggenmehl. Aufpassen das er nicht rötlich wird dann haben die essigsäurebakterien gewonnen und er ist kaputt. Mit den Brötchen ist ganz normal das sie weich und zäh werden. Sie ziehen Luftfeuchtigkeit und sind dann wie gummi. versuch mal etwas wenigen Fett an den Teig zu machen / max. 40g auf ein kilo Mehl.
Viele Gruesse von Andy

Samweis
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Re: Deutsche Bäckereien in Schweden

Beitragvon Samweis » 15. April 2009 18:58

Hallo Andy,

andreasblank hat geschrieben:mit dem sauerteig kann man nicht viel ´verkehrt machen braucht eben nur ständig Nahrung in der form von ausschliesslich roggenmehl.

Ja, der bekommt nur Roggen, kein Rågsikt.

andreasblank hat geschrieben:Aufpassen das er nicht rötlich wird dann haben die essigsäurebakterien gewonnen und er ist kaputt.

Das passiert mir schon einmal, wenn ich längere Zeit nicht da bin. Ich hab's dann mal mit Einfrieren probiert. Aber am Ende war es doch immer einfacher, ihn neu anzusetzen.

andreasblank hat geschrieben:Mit den Brötchen ist ganz normal das sie weich und zäh werden. Sie ziehen Luftfeuchtigkeit und sind dann wie gummi. versuch mal etwas wenigen Fett an den Teig zu machen / max. 40g auf ein kilo Mehl.

Na, ein bisschen länger bleiben sie bei einem "richtigen" Bäcker schon knusprig als bei uns. :wink:
Am besten wäre es ja, wenn man die Brötchen quasi am Vorabend backen könnte, damit man morgens gleich welche essen kann - und sie nicht erst noch 'ne Stunde backen muss.
Aber vielen Dank für den Tipp mit dem Fett!

Viele Grüße

Samweis

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Re: Deutsche Bäckereien in Schweden

Beitragvon Skoghult » 7. Mai 2009 13:10

:smt006

Hej,

ich war heute in Nybro und dort auf dem Wochenmarkt habe ich bei der netten Bäckersfrau aus Viserum ein Brot gekauft.

Ich muss sagen: echt lecker!

:D
Gruss Marie-Luise

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Re: Deutsche Bäckereien in Schweden

Beitragvon oldschwede » 10. Mai 2009 19:10

bei uns stehen gerade 3 x 1kg sauerteig bierbrote zum gehen

selber machen ist tausendmal besser als dieses teigige elend das hier brot gennant werden darf
seit 40 jahren schweden aber das brot kann man getrost in die tonne treten ekelig schade ums korn das da verbraten
und es wirklich so einfach brot selber zu machen
bei fragen kann sich jeder gerne melden .
ich für meinen teil weigere mich diesen fraß zu essen mit erfolg .

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Re: Deutsche Bäckereien in Schweden

Beitragvon Skoghult » 11. Mai 2009 13:47

Hej oldschwede,

das Brot habe ich bei einem deutschen Bäcker gekauft.

Aber auch hier in Schweden habe ich meine schwedische Brotsorte gefunden, es ist nicht alles "fraß".

Guten Appetit!

:smt006
Gruss Marie-Luise


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