Der Umzug. Von Stadt aufs Land.

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Hans

Der Umzug. Von Stadt aufs Land.

Beitragvon Hans » 4. April 2008 20:07

So fings an

Mein Leben lang hab ich in der Stadt gewonhnt.
Göttingen. Essen. Flensburg.
Berlin. Örebro. Kumla. Askersund. Motala.

Das Umziehen ist mir nicht unbekannt. Aber immer von Stadt zu Stadt.
Ein Jahr lang hat R. ( meine Lebensgefährtin ) immmer angedeutet wie schön es
ist auf dem Lande. Wir haben ja immer ein Sommerhäuschen als Rückzug gehabt.

Motala ist nicht richtig für R. So fings an.
Es tauchte immer das eine schöne Haus nach dem anderen bei Blocket auf.
Mal im Wald oder irgendwo ganz einsam. Schön waren sie die Häuser.

Ich immer, nej, dass war zu weit weg. Wie kommer die Kinder zur Schule?
Einkaufen, ja alles was schwer war, fiehl mir ein.

Und was noch nicht aktuell war dass wurde aktuell.
Keine Schwierigkeit war mir fremd.

R aber hatte Blocket zur Hilfe.
Haus nach Haus. Hof nach Hof.

Plötzlich, müssen wir uns Ansehen.

Was? Wie ? Wo?
Mir wurde bange.
Wenn R einen gewissen Ton anschlägt, dann muss man aufpassen.
Dann fängt etwas an.
Was nur in eine Richtung gehen kann..

Plötzlich wars da.
Das Haus.
Wo? wie? weit?
Ausserhalb von Linköping.
Schulbuss vor der Tür.
Hühner kann R haben.
Rot.
Mit Nebengebäuden.

Die Schlacht war verloren.
R hat mit dem Bauern alles klargemacht.
Die sociale Logistik ist kein Problem für R.

Nun sind wir beim Packen.

Kennen keinen.
Aber alle die Anderen werden wissen wer da ankommt.

R. die Ahnenforschung betreibt weiss jetzt alles über die Umgebung.
Vom 16 Jahrhundert bis heute.
Ich habe den Verdacht über Morgen auch.

K die Kleine senht sich. Sie liebt das Land.
I die Grosse ist vorsichtig .
Wie wirds in der neuen Schule?
Wie sehen die aus?
Ja alles was so wichtig ist.
Wir versuchen.
Ja -es ist eine grosse Stadt.
Viel zu tun. Zu sehen.
Konzerte. CloettaCentrum.
Alles in der Nähe.
Dann Bad nicht weit weg.
Jede Menge Seen.
Und Möglichkeit für Meerschweinchen.
Im Hühnerstall.

So weit sind wir jetzt.
Flöhe haben I und ich im Bauch.
Es ist der Anfang, nicht vom Ende, sondern von dem, was in der Mitte ist.

Grüsst
Hans
:smt006

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Re: Der Umzug. Von Stadt aufs Land.

Beitragvon HeikeBlekinge » 4. April 2008 21:44

Wird schon gut gehen, Hans!
Und wenn nicht... ihr seid das Umziehen ja gewohnt ;-)

Nein, Scherz beiseite:
Wie leben unter ähnlichen Umständen.
Wobei ich Wert auf "leben" statt "wohnen" lege.

Alles Gute und berichte bitte weiter!!
Heike
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Re: Der Umzug. Von Stadt aufs Land.

Beitragvon Rüdiger » 4. April 2008 21:55

Ach, Hans!

Dein Schreibstil erschien mir bisher wundersam, nicht immer verständlich. Satzzeichen durch [Enter] ersetzt, mit Worten sparsam, aber doch treffend:

Meerschweinchen im Hühnerstall, Flöhe im Bauch. Häuser rot. Schön sind sie!

Kumla, Motala? Wohin denn nun?

Hauptsache, R ist zufrieden und Du auch. Und die Kinder.


Herrlich! Du wunderbarer Lyriker! Trotz Deiner spärlichen Wortfolge erzählst Du ganze Geschichten. Erzähl´ doch bitte ein paar mehr!


Liebe Grüße und mit aufrichtiger Bewunderung,
Rüdiger

Hans

Re: Der Umzug. Von Stadt aufs Land.

Beitragvon Hans » 4. April 2008 23:08

Satzzeichen

Tja. Jo jo
Mein Deutsch ist auf der Ebene von der Mittelschule stehen geblieben.
Und da bin ich ja immer durchgefallen.
So ich schreibe ja Schweutsch in irgendeiner Weise. Vom Schwedischen durchs Hirn ins Deutsche.
Ich bin kein Freund von langen Sätzen, sondern die Pausen sagen manchmal mehr.
Die Leser sollen an den Wörten rumlutschen um den Geschmack des Schweutschen zu erkennen.
Just det är nog inte så dumt.
Schwedisch ist Schwedisch.
Deutsch ist Deutsch.
Und dazwischen fliesst das Wasser unter den Brücken.
Die Zwischendinge muss man ablauschen.

Grüsst
H :smt006 ns

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Re: Der Umzug. Von Stadt aufs Land.

Beitragvon Rüdiger » 4. April 2008 23:41

Nein, nicht an den Worten ´rumlutschen! Dazu gibt es Polkagrisar!

LG,
Rüdiger

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Re: Der Umzug. Von Stadt aufs Land.

Beitragvon Fanny » 4. April 2008 23:57

Hej Hans,
das Leben ist nicht einfach - wäre ja auch zu schön.
Um Kompromisse kommt man leider nicht herum, sei es beruflich oder privat.
Die Entscheidung aufs Land zu ziehen ist eher privater Natur, und da sollte die ganze Familie dahinter stehen. Ich bin auf dem Land groß geworden, mein Mann in einer Heidjer-Stadt. Wir haben einige Jahre in Hannover gelebt, ohne das Angobot dieser Stadt wirklich wahrzunehmen. Dann sind wir wieder zurück in mein Dorf, und sind dafür lieber länger auf der Piste zur Arbeit und zurück gewesen. So ist es bis heute.
Unser Häuschen in Schweden liegt total allein, weit und breit kein anderes zu sehen. Wir lieben das. Aber man kann nicht davon ausgehen, dass die Mehrheit der deutschen Urlauber dies als Paradies betrachten würde, eher das Gegenteil. Nix los, und so ist es ja nun mal in Schweden, zumindest in der Mitte.
Also, es ist sicher schwierig zu entscheiden wohin man geht. Besonders mit Kindern. Ich könnte da auch schwer einen Entschluss fassen.
Ich wünsche euch den richtigen - vielleicht vom Bauch heraus.
Viel Glück :smt006
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Re: Der Umzug. Von Stadt aufs Land.

Beitragvon HeikeBlekinge » 5. April 2008 00:56

Herrlich! Du wunderbarer Lyriker! Trotz Deiner spärlichen Wortfolge erzählst Du ganze Geschichten. Erzähl´ doch bitte ein paar mehr!


Das hast Du in wahrlich gute Worte gefasst, Rüdiger!
Manchmal bedarf es halt der Worte wenig um etwas zu beschreiben. So wie Hans es macht. Er hätte auch die Orte ganz weglassen können, nicht nur die Namen abkürzen. Soetwas hilft sehr oft um sich nicht zuviel in die beschriebene Situation oder die Menschen hineinzuversetzen (zu wollen) und verhindert dadurch Missverständnisse. Sozusagen in der dritten Person ;-)

@Fanny:
Was ist eine Heidjer-Stadt?
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Re: Der Umzug. Von Stadt aufs Land.

Beitragvon Fanny » 5. April 2008 11:03

@Heike

z.B. Schneverdingen, Soltau oder Munster
Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt. (Albert Schweizer)

Hans

Re: Der Umzug. Von Stadt aufs Land.

Beitragvon Hans » 5. April 2008 19:23

Packen. Aufpacken.Einpacken.
Zupacken.Nichtpacken.
Alles packen.


Langsam aber sicher befindet sich der Haushalt in Bananenkartongs.
Hier muss ich zusehen dass nicht alles eingepackt wird.
Also meine Sachen.
Denn die tauchen dann manchmal nie wieder auf.
R verdächtige ich manchmal dahinter zu liegen.
Aber ich kann es nicht beweisen.

Gestern beim Abendessen sagte R nun wo ich das Haus gefunden habe bestimme ich.
Wie möbliert werden soll.
Wo was was steht.
Ajajajjaj.
Jetzt wirds gefährlich. Was bleibt für mich übrig?
Die Garage die ich nach meinem Geschmach einrichten kann.
Und dann die Politik. Aussenpolitik. Zinserhöhungen. Der Krig in Irak.
Reifenwechsel nicht zu vergessen.

Dann tauchen alle Gartengeräte auf. Schaufeln.
Spaten und alle möglichen und unmöglichen Sachen die scheinbar benötigt werden.

Schon der blosse Anblick gibt mir Rückenschmerzen.

Kann der Garten nicht im natürlichen Zustand bleiben? frage ich vorsichtig.
Da denke ich an einen Garten wo nur ab und zu mal was gemacht werden muss.

Den Rest der Zeit kan man im Liegstuhl verbringen ,ein gutes Buch lesen und über die Politik nachdenken.

R schaut mich misstrauisch an.

Der Garten muss in Schuss sein. Einen kleinen Kräutergarten und Morüben und ...
Zum Glück klingelte das Telefon und ich musste schnell antworten.
Leider wars nicht für mich.
Der grosse Sohn von R rief an.
Um zu überlegen wie der Garten gestaltet werden soll.
Ich zog mich vorsichtig zurück um eine neue Strategie auszudenken.

Leicht wirds nicht werden, dass sehe ich R an.

Aber als listiger Ehemann wird´s schon gehen.

Grüsst
H :smt006 ans

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Re: Der Umzug. Von Stadt aufs Land.

Beitragvon HeikeBlekinge » 5. April 2008 19:53

Aber als listiger Ehemann wird´s schon gehen.


:goodman:
Ich wünsch dir viiiel Glück!!!

Wenn Du möchtest: Ich habe ein nettes Buch für Gartengestaltung über.
Must mir nur deine neue Adresse per PN mitteilen dann ist es pünktlich zum Einzug da

hälsningar
Heike
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