Rüdiger hat da ganz recht. Es gibt sehr viele solche Veranstaltungen und ich behaupte, dass die Mehrzahl der Veranstalter nicht in erster Linie daran denken möglichst viele Touristen oder Ausländer anzulocken. Hier handelt es sich um die eigene Geschichte, die man gerne herzeigen will und da ist oft die Zielgruppe in der näheren Umgebung oder Leute, die weggezogen sind und ihre alte Heimat besuchen.
Aber so habe ich deine Frage eigentlich nicht verstanden. ich dachte eher, du willst dem Jetztzeitmenschen und dessen Traditionen mehr auf die Spur kommen.
Mietet man eine private Stuga, sollte man vielleicht nicht eine ganz abgeschiedene Lage wählen, sondern gerne in der Nähe des Vermieters. Da kann man die eine oder andere Einladung bekommen. Mein erster Elchausflug und die ersten Angelerfahrungen waren auf der Basis. Der Schwede mag zwar etwas scheu sein, aber er lässt sich gerne auf einen Kaffee einladen und redet mit jedem über´s Wetter. Überhaupt muss man sich in S die Kunst des Plauderns lernen. Die gerade Art, die man vielleicht sonst gewohnt ist, kann als peinlich erlebt werden. Man hält sein Privatleben privat und die Grenzen liegen manchmal recht weit von dem was wir als privat auffassen.
Eine direkte Art schadet da aber nicht, solange man Rücksicht nimmt und bjuder på sig själv (komm einfach nicht auf die deutsche Übersetzung - man gibt sozusagen etwas von sich selbst).
Und solltest du ins Fettnäpfchen treten, wer hat das denn nicht getan?
Wenn du dich interessiert zeigst und mit den Leuten redest und sie um ihre Meinung fragst, wird´s schon schiefgehen.
Ich wünsch dir jedenfalls viel Glück auf dem Weg zum Urschwedischen. Ich bin nach 20 Jahren immer noch nicht am Ende meiner Reise, aber ich fange langsam an den Schweden zu verstehen
