Das geht für mich gar nicht in Schweden....

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Aelve
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Das geht für mich gar nicht in Schweden....

Beitragvon Aelve » 17. Dezember 2008 08:53

Hallo,

da wir hier ja neulich die positiven Seiten Schwedens aufgezählt haben, bitte ich doch auch einmal die miesen Seiten Schwedens aufzuzeichnen.
Es gibt doch sicherlich Erscheinungen, Praktiken, politische Entscheidungen oder einfach Alltägliches, was einen das Leben oder auch den Urlaub in Schweden vermiesen kann.
Ich fange mal an:
mich ärgerte es doch häufiger, dass die Stromversorgung in Schweden sehr oft unterbrochen ist. Im Winter und wenn darüber hinaus Sturm herrscht, dann traut man sich kaum, nach Schweden zu fahren. Wir hatten schon einige Male Stromausfall, kamen dann in eine furchtbar kalte Bude und harrten der Dinge, die dann passieren würden. Ich kann verstehen, dass bei der Größe des Landes und besonders in abgelegenen Teilen Schwedens bisher nur Oberleitungen gelegt werden konnten. Aber warum ist es auch in Südschweden so, dass einerseits im entlegensten Waldgebiet Internetmöglichkeit vorhanden ist, aber oft genug Stromausfall an der Tagesordnung ist? Müssen wir uns nun ein Stromagregator kaufen, damit wir nicht immer wieder böse Überraschungen erleben müssen, wenn wir ein paar Tage im Winter Urlaub in unserem Haus machen wollen?
Vielleicht weiß auch jemand, ob in absehbarer Zeit eine bessere Situation zu erwarten ist durch Kabelverlegung ins Erdreich und wie weit diese Sachen schon geplant sind.

Für mich ist diese Tatsache schon ein großes Ärgernis.

Habt Ihr auch etwas, was Ihr an Schweden total mies findet? Für den einen oder anderen ist eine Aufzählung bestimmt sinnvoll, damit man weiß, was einen erwartet bei einer evtl. geplanten Auswanderung nach Schweden.

Grüße Aelve
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
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nysn

Re: Das geht für mich gar nicht in Schweden....

Beitragvon nysn » 17. Dezember 2008 10:44

Ich mag es nicht, dass man in Schweden irgendwie "alles" maßlos übertreibt - besonders in den Medien:

Hier ein Beispiel, das mir gerade vorhin aufgefallen ist - die Unterschrift der Wirtschaftszeitung DI:

di.se är europas ledande affärstidning på internet.
Besök oss på http://di.se


di ist Europas führende Wirtschaftszeitung auf dem Internet ...

Die Zeitung gibt es nur auf SCHWEDISCH - stellt also schon rein sprachlich die "Führungsposition" in Frage - denn wie viele können in Europa Schwedisch und wie viele nicht-schwedische Europäer lesen schwedische Websites?

S-nina

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Re: Das geht für mich gar nicht in Schweden....

Beitragvon Tulipa » 17. Dezember 2008 16:11

... dass Kinder viele Monate oder sogar Jahre auf einen Platz im Turnverein, im Schwimmkurs und in der Musikschule warten müssen. Manchmal kommen sie dann sogar überhaupt nicht zum Zug, weil sie so lange in der kö (Warteschlange)gestanden haben, dass sie mittlerweile zu alt für alle vorhandenen Gruppen sind.

LG
Tulipa
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Re: Das geht für mich gar nicht in Schweden....

Beitragvon Steppenwolf » 17. Dezember 2008 17:49

Hot Dogs und dergleichen. Ich finde die schwedischen Gegenstücke zu Wiener- und Bockwurst einfach ekelerregend. Mir wird schon von dem Geruch schlecht wenn ich an den zahlreichen Würstchenbuden vorbei gehe.

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Re: Das geht für mich gar nicht in Schweden....

Beitragvon Haui » 17. Dezember 2008 18:47

An schweden stört mich:
Das es im Winter immer so kalt und dunkel ist.

Ne richtig stört mich wenn jemand meine Zeit veplant.
Du bekommst Briefe vom Gesundheitszentrum oder der Gleichen
und dan steht da für Dich wurde eine Zeit gabucht.
Eigendlich buche ich doch selber außer in Schweden
da buchen die anderen.

Gruß Haui
Man muss nicht jeden Berg selber besteigen,
aber man muss Wissen wer einen die Aussicht beschreibt

http://soedrasverige.blogspot.de/

Hans

Re: Das geht für mich gar nicht in Schweden....

Beitragvon Hans » 17. Dezember 2008 19:24

Störend

Das man keinen Wein und sowas bei Maxi/ Ica kaufen kann.

Grüsst
H :smt006 ans

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Re: Das geht für mich gar nicht in Schweden....

Beitragvon DomDom » 17. Dezember 2008 19:41

:smt013 :smt012 :smt019 :smt017 :smt011 :smt018 :smt013 :smt014 :smt021

Das ich ohne diese dumme bil nr. keine infos zu einem Vericherungstarif bekomme.

Gerade wenn man sein Bil och MC noch in D hat und sich entscheiden muss -- nehme

ich mein Fuhrpark mit rüber oder ist es in D auf Tante Ernas namen billiger --

:supz:
Lycka till

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Re: Das geht für mich gar nicht in Schweden....

Beitragvon july » 17. Dezember 2008 20:02

bei mir geht garnicht das meiste Brot und die Wurst !!!! :vom:
und bislang konnte ich mich immer noch nicht an diesen Alkoholkonsum bei Feiern gewöhnen! :partyman: :roll:
wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist

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Berta
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Re: Das geht für mich gar nicht in Schweden....

Beitragvon Berta » 17. Dezember 2008 22:09

Hej,

da ich in Schweden nicht viel kenne außer der Universität, habe ich im "Positiv-Thread" vor allem auch Positives über die Uni aufgelistet. Angekündigt habe ich schon dort, dass ich auch Negatives zu sagen hätte.

Daran versuche ich mich mal:

Also, an der Uni in Uppsala hat mir - als Austauschstudentin! - weniger gut gefallen,
  • dass man die Kurse nacheinander und nicht gleichzeitig absolvierte, weil ich das Gefühl hatte, mir würde damit die Verantwortung über meine eigene "Lernaktivitätskurve" abgenommen, und weil es schwieriger war, als Fremde Leute kennenzulernen, wenn man sich fünf Wochen lang sah und dann nie wieder,
  • dass Geistes- und Sozialwissenschaftler, welche ja schon in Deutschland eine vergleichsweise geringe Semesterwochenstundenzahl haben, in Uppsala mit 4 bis 6 SWS auskommen mussten, weil ich gerne neben dem Selbststudium (mit dem ich ja locker auf 30, 40 Stunden kommen kann) auch viel diskutieren, Texte auch mal gemeinsam auseinandernehmen möchte und insgesamt auch Sozialkontakte brauche,
  • dass ich für jedes Institut je eine eigene Kopierkarte und eine Karte für den Eingang (nebst Code) brauchte, und zusätzlich einen Ausweis für Studentenwerk und Nation, während ich hier (wohl verwöhnterweise) mit einer Karte Zugang zu Instituten, Kopierern, Mensen, Busfahrkarte, etc. habe,
  • dass es kein Semesterticket gab,
  • dass der Anspruch in Veranstaltungen stark schwankte - insbesondere in meinen Fächern
  • dass durch die Struktur zwar regelmäßig kleinere Arbeiten abgegeben werden mussten, was mir im Grunde gut gefiel, aber für die große Seminararbeit am Abschluss eines Kurses meist nur eine Woche eingeplant war, so dass zeitlich engere Grenzen gesetzt wurden - in +/- 40 Stunden kann einfacher weniger geleistet werden als in potentiell unendlich vielen Stunden. Das wirkt sich negativ auf die Qualität der Arbeit aus.

Mehr fällt mir eben spontan nicht mehr ein. Das war aber sicher nicht alles.

Und außerhalb der Uni gab es auch noch Dinge zu bemängeln. Da ich weder ein Kind habe, welches in die Schule geht, noch während des einjährigen Aufenthaltes krank wurde und zum Arzt musste, kann ich zu Gesundheits- und Schulsystem nur theoretisch, nicht aber aus eigener Erfahrung etwas sagen. Ich unterlasse das daher an dieser Stelle.

Aber das hier kann ich beurteilen:
  • das Brot und seine Qualität - wobei: Wer weiß, ob ich sonst jemals gelernt hätte, einen superguten Sauerteig anzusetzen, zu hegen und zu pflegen,
  • den Harmoniezwang und die Konfliktunfähigkeit - unter meinen Mitbewohner/innen ziemlich ausgeprägt (Beispielsweise schluckten ein paar Mädels den Ärger über den total miesen Zustand der Wohnung nach regelmäßigen, ausufernden Partys anderer einfach runter, standen früh auf und putzten, auch wenn sie an der Party gar nicht beteiligt waren. Meiner französischen Mitbewohnerin und mir fiel das erst nach Monaten auf - und den "Verursachern" sicher nie.). Lieber wurde sich angeschwiegen, als Unmut ausgedrückt :roll: ,
  • weiß ja nicht, ob das repräsentativ ist, aber unter meinen immerhin zwölf Mitbewohner/innen war die Rollenverteilung unter den Geschlechtern mehr als klassisch, obwohl man ja eigentlich erwarten könnte, dass in einem bunt zusammengewürfelten Haufen junger Leute eine halbwegs gerechte Arbeitsteilung vorherrscht (zumindest ist mir kein anderes Modell logisch)
  • dass mir leider keiner die Pakete in die Wohnung getragen hat und der arme Postbote (der immer alle Hochhausstockwerke hochlaufen musste, weil die Briefkästen nicht im Erdgeschoss waren) am Samstag nicht kam,
  • die ewigen Codes für die vielen Eingangstüren, die ich mir irgendwann nicht mehr merken konnte - bescheuert auch, dass es in unserem Wohnheim nicht die Möglichkeit gab, von außen an der Haustür zu klingeln, wenn man nicht den "geheimen" Hausmeisterallgemeincode, der alle Türen der Anlage öffnete, kannte (und das, obwohl die Bauzeit der Häuser deutlich vor der Einführung der Mobiltelefone lag),
  • dass der Alkoholkonsum tatsächlich deutlich höher lag, als ich das hier von mir und meinen Freunden kenne,
  • ... und das war's erstmal.

Mir fällt bestimmt noch mehr ein. Und das, obwohl ich ja eigentlich nur Urlauberin bin und mir daher eine rosarote Sicht leisten kann :wink: .

Gruß,
Berta.

BettinaZ
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Re: Das geht für mich gar nicht in Schweden....

Beitragvon BettinaZ » 18. Dezember 2008 17:24

...dass ich keinen Arzttermin direkt am Telefon vereinbaren kann.

Ich meine hier nicht die langen Wartezeiten sondern die fuer mich nicht erklärbare Sache, dass ich fuer spezielle Dinge (im Moment Nachsorgetermin einer OP) beim sjukhus anrufe, mein Anliegen schildere und dann auf den Brief mit meinem Termin warten muss. Da ich 70% meiner Zeit beruflich reise, haut der vorgegebene Termin meistens nicht hin, ich rufe an, bekomme einen neuen Brief mit neuem Terminvorschlag....und befinde mich gerade seit 3 Wochen in einer Terminvereinbarungs-Endlosschleife. Nun ist der administrative Aufwand viel höher, als wenn sie mit mir im November direkt einen Termin abgesprochen hätten!


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