Das betonierte Schweden

Tipps und Infos, Fragen und Antworten, Kultur - Menschen - Studium - Leben: Alles über Schweden!
Link zum Portal: http://www.schwedentor.de/land-leute
Fhre Schweden: Mit Stena Line nach Skandinavien: Sassnitz-Trelleborg

nysn

Re: Das betonierte Schweden

Beitragvon nysn » 6. Juli 2009 11:24

Eine steuerlich geförderte Einliegerwohnung wie in Deutschland ist unbekannt. Kaum ein Schwede könnte sich an den Gedanken gewöhnen, in der Kellerwohnung Oma und Opa zu pflegen, damit mit Hilfe deren Rente das viel zu große Haus mitfinanziert werden kann.


Kaum ein Schwede könnte sich an den Gedanken gewöhnen, sich um seine alten Eltern/Angehörigen selbst zu kuemmern - dazu hat man doch die Errungenschaften des schwedischen Wohfahrtsstaates - sprich Aufbewahrungsstätten fuer Kinder (dagis) und Alte (äldreboende, hemtjänst). Das entspricht doch auch gar nicht dem sozialistischen Gedanken, nämlich dass sich in erster Linie der Staat um die Belange des Einzelnen kuemmert.

Uebrigens wurden in Zeiten des schwedischen Wohlfahrts-Wunders nicht nur diese grossen Miljonprogramm-Hochhäuser in Massen gebaut - auch das kleine Eigenheim wurde durch grosszuegige Steuernachlässe/Zinsprogramme usw. gefördert. Viele der kleinen gelben/braunen Tegelhäuschen stammen auch aus dieser Zeit.

Deshalb sind ja die heutigen juengeren Schweden in gewisser Weise "sauer" auf die Generation der in den 1940er-Jahren geborenen. Diese profitierten am allermeisten von dieser Zeit und können heute ihr Häuschen ohne Schulden mit oft hohen Gewinnen verkaufen. Die nachfolgenden Generationen - besonders die der Mitte 1970 und später geborenen kennen diese Vorteile nicht mehr - sie können sich heute kaum noch ein schuldenfreies Reihenhäuschen in Stadtnähe leisten. Das freistehende Einfamilienhaus verbleibt fuer viele Stadtbewohner heutzutage ein Traum - ein Reihenhäuschen kostet in Göteborg z. B. zwischen 2,5 und 3 Mio. SEK - das von dir beschriebene Ideal wird fuer die meisten heutigen Kinderfamilien immer seltener.

Benutzeravatar
Imrhien
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 3310
Registriert: 6. Dezember 2006 10:31
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Das betonierte Schweden

Beitragvon Imrhien » 6. Juli 2009 12:03

Hej Nina,
das mag für Göteborg so stimmen. Hier nicht. Ich wollte Volker schon fragen ob er eine Studie betrieben hat. Ich kenne sehr viele Familien, auf die dieser Lebenslauf zutrifft. Allerdings sind hier vermutlich die Preise niediger als bei Euch an der Küste. Trotzdem gibt es auch hier Preise... ich frage mich immer wieder wer das Geld hat. Es stehen ja unter "dina nya grannar" genug neuverkaufte Häuser in der Zeitung, mit Namen, Adresse und Preis. Manchmal staunt man nur für welche Preise da Häuser über den Tisch gehen. Ihc hätte jedenfalls keine 3,2 mil und kenne keine Bank, die es mir finanzieren würde...

Grüsse
Wiebke

nysn

Re: Das betonierte Schweden

Beitragvon nysn » 6. Juli 2009 12:31

Hej Nina,
das mag für Göteborg so stimmen. Hier nicht.


Hej Wiebke,
schön, dass du dich in Västerås inzwischen so gut auskennst.
Wuerde dennoch behaupten wollen, dass auch fuer Västerås dieses Idealbild nicht mehr stimmt. Du vergisst, dass die Familien in deinem Alter, Eltern haben, die genau in den 1940er-Jahren - in den Zeiten, als es Schweden am besten ging, geboren sind. Und fuer diese Gruppen und deren Kinder trifft das noch zu.

Unter den Jugendlichen, die Eltern aus den späten 50er- und 60er-Jahren haben, herrscht in Schweden eine Jugendarbeitslosigkeit von 25 %. Wie sollten die dann noch diesen idealen Lebenslauf fianzieren können? Ausserdem, wo gibt es die Mietwohnungen fuer Studenten oder auch wieder fuer Ältere? In Västerås?

Der Wohlstand der Schweden, die in den 1960er, 1970er geboren sind und heute Kinder haben, gruendet sich in erster Linie auf einem hohen Verschuldungsgrad - momentan wird der "Crash" noch durch die extrem niedrigen Zinsen aufgehalten. Warte mal ab, wenn die Finanzkrise noch länger anhält und sowohl die Zinsen als auch die Arbeitslosenzahlen ansteigen.

Benutzeravatar
Imrhien
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 3310
Registriert: 6. Dezember 2006 10:31
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Das betonierte Schweden

Beitragvon Imrhien » 6. Juli 2009 13:26

Hej,

S-nina hat geschrieben: schön, dass du dich in Västerås inzwischen so gut auskennst.


Das darf ich hoffentlich nicht ironisch auffassen?


S-nina hat geschrieben:Du vergisst, dass die Familien in deinem Alter, Eltern haben, die genau in den 1940er-Jahren - in den Zeiten, als es Schweden am besten ging, geboren sind. Und fuer diese Gruppen und deren Kinder trifft das noch zu.


Das ist tasächlich Gruppe von der ich ausging, bzw nicht ganz. Meine Eltern sind Anfang/Mitte der 50er geboren und ein Grossteil der Schweden mit denen ich zu tun habe, hat ähnlich alte Eltern.
Natürlich geht es den Jüngeren anders und die haben andere Bedingungen und Vorassetzungen. Aber eines verstehe ich ncoh nicht ganz. Heisst das was Du da schreibst, dass die Familien in meinem Alter irgendwie vom Reichtum der Eltern provitieren??? Ich tue es nicht sehr. Und auch sonst mussten alle, die ich kenne, ihre eigenen Kredite aufnehmen und bekommen keine, bis geringe Hilfe von den Eltern. Ich verstehe nicht ganz genau warauf Du raus willst, wenn cih auch nciht bestreite, dass es den Jugendlichen von heute in einigen Jahren vermutlich schlechter gehen wird als mir. Das liegt aber meiner Meinung nach an mehreren Faktoren.
Was ich eigentlich meinte war, dass das genau das Bild ist, das ich täglich sehe. Das ist nicht repräsentativ für Schweden, mag sein. Aber von den Menschen, mit denen ich Kontakt habe, höre ich genau das. Erst die Mietwohnung im Zentrum. Dann mit dem ersten oder spätestens während der Schwangerschaft zum 2., raus in de Vororte, in ein Haus. Dann, wenn die Kinder älter sind, sind die ûberlegungen da, das Haus zu verkaufen und wieder in die Stadt zu gehen.... Andere schauen, wenn möglich und vorhanden, dass sie im gleichen Ort einen Platz im Altersheim bekommen, damit sie nicht umziehen müssen, da mittlerweile die Enkel und Urenkel auch schon im gleichen Vorort wohnen. Wie gesagt, das bezieht sich ganz auf meine Erfahrungswelt in einem kleine Vorort am Rande der 6. grössten schwedischen Stadt. Auf mehr kann ich meine Erfahrungen nicht stützen.


S-nina hat geschrieben:Ausserdem, wo gibt es die Mietwohnungen fuer Studenten oder auch wieder fuer Ältere? In Västerås?

Die Frage verstehe ich ganz ehrlich nicht. Wie meinst DU das? Wo sollen sie sein? In Eskilstuna? Sorry, ich weiss echt nicht wie Du das meinst.
Es gibt Studentenwohnheime hier. Was genau die kosten weiss ich nicht. Für eine Studentin, die aus Deutschland kam um hier ein Praktikum zu machen, war es zu teuer. Sie wohnte bei uns in der Zeit. Aber ich weiss, dass es welche gibt.
Mietswohnungen soll es in den Bauten am Hafen auch geben. Von den üblichen Wohnungsbaugesellschaften. Uns waren die damals zu teuer. Weder kaufen noch mieten kam in Frage.
Es gibt überhaupt recht viele (hässliche) Mietshäuser in Västerås. Ok. Viele sind BR aber nicht alle.


S-nina hat geschrieben:Der Wohlstand der Schweden, die in den 1960er, 1970er geboren sind und heute Kinder haben, gruendet sich in erster Linie auf einem hohen Verschuldungsgrad


Das ist allerdings etwas das ich befürchte. Ich verstehe nicht ganz wie das geht, wenn man schon kein Konto überziehen kann und bei jeder Zahlungsverweigerung der Eintrag in entsprechende Register erfolgt... Anscheinend geht es aber doch, wenn man sieht wie oft in den Zeitungen von den Verschuldungen der Schweden, gerade der jüngeren die Rede ist. Interessanterweise sind jetzt auch bürgerliche Mittelschicht und Frauen unter denen, die die INsolvenz beantragen. Das war früher ja angeblich anders.

Grüsse
Wiebke

(kann nicht umhin mich angegriffen zu fühlen, ohne recht zu verstehen weshalb... vielleicht bin ich gerade nur dünnheutig und müde. Wollte Dir ja nicht völlig widersprechen... )

nysn

Re: Das betonierte Schweden

Beitragvon nysn » 6. Juli 2009 14:50

Hej Wiebke,
du solltest dich in der Tat nicht angegriffen fühlen.
Das war nicht besonders ironisch gemeint - ich konnte nur dein kategorisches "Hier nicht." nicht so richtig einordnen und habe entsprechend unklar zurück gepostet. Sorry.

Möchte jetzt auch nicht mehr im Detail auf dein vorheriges Posting eingehen - da ich denke, dass dann alles nur noch komplizierter wird.

Meine Reaktion auf Volkers Posting war vielleicht auch nicht so klar formuliert. Ich wollte eigentlich nur ausdrücken, dass dieser "Lebenslauf", den er so ideal beschreibt, meiner Meinung nach ein Auslaufmodell ist und in der Zukunft wohl nicht mehr so bei den meisten Schweden ablaufen wird, wie das noch in der Generation meiner Eltern und in der meines Mannes der Fall ist und war.

Diese Generation und vielleicht auch noch die deiner Eltern, die hatten das noch so - weil die eben in Schweden von den guten Zeiten des schwedischen Wohlfahrtsstaates profitieren konnten. Der Vater meines Mannes und viele mit ihm aus seiner Generation haben in ihrem Leben z. B. mehrere Häuser bessen - alle auf Kredit finanziert und alle gewinnbringend verkauft. Diese Generation hat in Schweden mehrere Vorteile gehabt - großzügige Subventionen, hohe Inflation, die die Schulden aufgefressen hat, usw.

Bei den nachfolgeden Generationen - so ungefähr ab meiner - den in den 1960er-Jahren Geborenen - wurden die meisten dieser großzügigen Leistungen des Staates nach und nach zurückgefahren - bzw. vieles ist davon gar nicht mehr vorhanden.

Meine eigene Generation hat es vielleicht noch bis ins Reihenhaus/Einfamilienhaus geschafft - deine Generation, 10 Jahre später, befindet sich vielleicht gerade im Reihenhaus - und ich bin mir nicht sicher, ob meine Generation den nächsten Schritt lt. Volkers Modellbeschreibung - also Häuschen verkaufen und in Miete gehen auch so schaffen wird.

Z. B. ist es ja noch gar nicht klar, dass mein Sohn in 5 Jahren tatsächlich ausziehen kann - wenn er dann sein Abi in Schweden hat. Studentenwohnungen sind in den größeren Uni-Städten in Schweden schwierig zu bekommen - andere Mietwohnungen sind teuer und in den allermeisten Städten - auch in Kleinstädten - gibt es nur sehr wenige Mietwohnungen überhaupt. Neue Mietwohnungen werden in den allermeisten Städten doch gar nicht gebaut - und jetzt in der Krise herrscht ja auch wieder eine Art Baustopp.

Sollte mein Sohn dann nicht studieren, ist es auch nicht sicher, dass er dann einen Job direkt nach der schwedischen Gymnasium-Schule bekommen würde - es wird ja gerade diskutiert, dass gerade diese Generation zu schlecht für den Arbeitsmarkt ausgebildet wird ...

Also bei meinem Sohn ist der erste Schritt in die Mietwohnung nach dem Abi - gemäß Volkers Modell - schon zweifelhaft.

Bei meiner Generation ist der nächste Schritt auch nicht gegeben - vom schuldenfreien Haus in die Mietwohnung ... da die meisten aus meiner Generation wohl schon gar nicht schuldenfrei sein werden - und wenn "wir" Pech haben - sich die Finanzkrise weiter verschlechtert, dann sinken sogar die Hauspreise ab und wir gehen dann mit Minus (höhere Schulden als der Wert des Hauses) in ein Rentnerdasein mit niedrigsten Renten ...

Und in ein Sommerhäuschen können wir uns auch nicht zurückziehen, weil das die meisten meiner Generation schon gar nicht mehr besitzen ...

So war mein Posting gemeint - also kein Angriff auf dich oder Västerås.

Hoffe, ich habe mich nun verständlicher ausgedrückt.
Bei der drückenden, schwülen Hitze, die wir hier momentan in Göteborg haben, geht das Denken nicht gerade leicht.

LG
S-nina

Benutzeravatar
janaquinn
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 2203
Registriert: 5. Oktober 2006 09:29
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Das betonierte Schweden

Beitragvon janaquinn » 6. Juli 2009 15:35

Achtung wird OffTopic, sorry:

Ich will nur schnell einen Teil von S-Nina´s Posting aufgreifen, wo es darum ging, dass die Schweden sich nicht selbst um ihre Eltern/Angehörigen ect. kümmern würden, weil es den Sozialstaat gibt.
Dies hat allerdings in meinen Augen, übrigens auch in Deutschland, mehrere Gründe und hat nicht etwa mit fehlenden Interesse zu tun.

Die Pflege von kranken, hilfebedürftigen oder gar behinderten Angehörigen ist ein Knochenjob, der einen 24 h am Tag und 365 Tage im Jahr in Anspruch nimmt, eine Nebentätigkeit ist meist kaum möglich, wenn man es sich auch als Ausgleich wünschen würde.
Desweiteren kommt dazu, dass man dafür nicht mal bezahlt wird, in Deutschland würde man zumindest noch eine bestimmte Summe an Pflegegeld bekommen. In Schweden zwar auch, allerdings ist diese Summe so gering, dass man davon nicht leben kann. Die Möglichkeit sich als "Persönliche Assistenz" anstellen zu lassen, ist nach Vollendung des 65. Lebensjahres des Angehörigen nicht mehr möglich, somit fällt auch diese Möglichkeit eines Einkommes weg.

Zudem ist es eine starke seelische Belastung, sowohl für den Pfleger als auch für die Pflegeperson...es ist nicht einfach, wenn die Kinder auf einmal die Eltern pflegen müssen und für beide Seiten nicht leicht zu ertragen.

Ich spreche nach 9 Jahren Dauerpflege aus Erfahrung und ich stosse, zusammen mit meiner Schwester, täglich an die Grenzen der Belastbarkeit. Bevor man also ein Fehlurteil ausspricht und es eventuell als fehlendes Interesse ect... brandmarkt muss man sich alle Einzelheiten anschauen.
Nicht jeder Mensch ist für einen solchen Knochenjob gemacht und manchmal wächst man auch nicht rein....

Ist nur ein Gedankenanstoss meinerseits....


LG JANA

habe mich übrigens keines wegs angegriffen gefühlt....fiel mir nur ein, als ich den Teil von Nina´s Posting gelesen habe...Sorry :oops: :oops: :oops:
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

nysn

Re: Das betonierte Schweden

Beitragvon nysn » 6. Juli 2009 16:22

Bevor man also ein Fehlurteil ausspricht und es eventuell als fehlendes Interesse ect... brandmarkt muss man sich alle Einzelheiten anschauen.
Nicht jeder Mensch ist für einen solchen Knochenjob gemacht und manchmal wächst man auch nicht rein....

Sicher Jana, da hast du natürlich auch Recht. Ich habe das in dem Zusammenhang aufgenommen, weil ich eben auch nichts Verwerfliches daran sehen kann, dass man in Deutschland Steuervorteile beim Bau eines Hauses bekommt, wenn man dann gleichzeitig eine Einliegerwohnung z. B. für die Eltern oder Kinder einrichtet. Meine Eltern haben z. B. auch eine separate Wohnung in ihrem Haus eingerichtet, die zurzeit von uns Kindern samt Enkelkindern genutzt wird, wenn wir zu Besuch nach Hause kommen (übrigens sehr angenehm, weil man sich so auch nach mehreren Wochen nicht so schnell auf die Füße tritt).
Zum anderen ist es für meine Eltern eine Art "Altersversicherung", dass sie eben auch nicht unbedingt in ein Altersheim/Pflegeheim müssen, sondern sich einen Pfleger/in nach Hause nehmen können. Oder vielleicht hoffen sie auch, dass eines ihrer Kinder dann dort wohnen wird und sich um sie kümmert.

Wenn ich ehrlich bin, schiebe ich den Gedanken auch recht weit vor mir her - ich wüsste im Moment nicht, wie ich reagieren würde, wenn die Situation jetzt morgen auf mich zukäme. Ist mein eigener Sohn erst mal groß und aus dem Haus, dann würde ich mir vermutlich schon überlegen, ob ich nicht z. B. meine Mutter/meinen Vater pflegen würde. Meine eigenen Großeltern waren auch nie in einem Alters-/Pflegeheim.

Ich wollte auch nicht "fehlendes Interesse" brandmarken oder generell sagen, dass die Schweden kein Interesse daran hätten, ihre Eltern zu pflegen. Zum einen liegt es daran, dass hier eben alle bis ins Rentenalter selbst erwerbstätig sein sollen und daher schon gar nicht die Zeit/Kraft mehr besteht, um sich um die Angehörigen zu kümmern - zum andern erlaubt es ja die familiäre Situation bzw. das "normale schwedische Haus" gar nicht, noch Eltern aufzunehmen. Die schwedischen Häuser sind in der Regel für eine Familie gebaut - Einliegerwohnungen - oder wie Volker schreibt "Keller für Oma und Opa" gibt es tatsächlich in der Regel nicht. Nicht mal "normale Keller" gibt es, wo man diverse Sachen aufbewahren könnte.

Benutzeravatar
Faxälva
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 428
Registriert: 10. Februar 2008 15:42

Re: Das betonierte Schweden

Beitragvon Faxälva » 6. Juli 2009 17:25

... es kam die Frage, wo die Jungen nach dem Gymnasium wohnen sollen.... viele Gemeinden bieten Mietwohnungen zum Jugendtarif an... mein Sohn hat während er im Gymnasium war, in einer elevlägenhet gewohnt, zur halben offiziellen Miete mit freiem el, Wasser, Wärme ... danach wollte er natuerlich nicht wieder nach Hause und ist in eine dieser Jugendwohnungen gezogen, bei denen die Miete reduziert ist.... solche Wohnungen sind fuer bis zu 25jährige gedacht...
Hälsningar från Faxälva

Tyck inte illa om att bli gammal, var glad att du fått chansen.

nysn

Re: Das betonierte Schweden

Beitragvon nysn » 6. Juli 2009 17:29

Hej Faxälva,

hier in unserer Kommune in Kungsbacka ist die normale "bostadskö" einige hundert Leute lang - Studenten oder gar Schüler haben schon gar keine Chance auf eine eigene Wohnung, wenn ihnen die Eltern nicht mit Krediten oder einem Bostadsrätt unter die Arme greifen.

Ähnliches gilt für Göteborg. Bekannte von uns haben in Lund studiert - auch dort scheint es diese Art von Wohnungen nicht zu geben.

Wäre aber interessant zu erfahren, ob und wo es diese Wohnungen sonst noch in Schweden gibt.

Benutzeravatar
Faxälva
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 428
Registriert: 10. Februar 2008 15:42

Re: Das betonierte Schweden

Beitragvon Faxälva » 6. Juli 2009 18:17

...solche Wohnungen gibt es im glesdbygden.... da , wo man Leute halten will...also in Norrland :D .... mein Sohn wohnte in Bispgården.... und auch in meiner Gemeinde Ramsele gibt es viele freie Wohnungen.... Jetzt wohnt Sohnemann in Luleå und hatte da auch keine Schwierigkeiten eine Wohnung zu finden...
Hälsningar från Faxälva

Tyck inte illa om att bli gammal, var glad att du fått chansen.


Zurück zu „Schweden“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste