Darstellung Schwedens in Büchern und Filmen

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Re: Darstellung Schwedens in Büchern und Filmen

Beitragvon Drottning » 23. April 2009 21:01

tilmann hat geschrieben:Ich glaube, Ihr müsst mal im Herbst/Winter nach Stockholm kommen :-)

Hatte ich doch geschrieben, dass ich im Januar in Schweden war... eine Woche, das hat mir für Jahrzehnte erst mal gereicht. Die lange dunkle Jahreszeit ist für mich DER Grund schlechthin, weshalb Schweden für mich kein Auswanderungsland sein kann.
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nysn

Re: Darstellung Schwedens in Büchern und Filmen

Beitragvon nysn » 23. April 2009 21:01

Und: Welche deutschen Bücher oder Filme geben eigentlich die deutsche Realität wieder?

... Realität - nun ja ... schaue mir immer mit Vergnügen die Tatorts vom Bodensee (Konstanz) oder auch die aus München an ... dabei erkenne ich dann neben dem Örtlichkeiten natürlich oft die Mentalität wieder. Besonders der Münchner-Kommissar Leitmayr hat es mir in diesem Fall angetan ...

S-nina :D

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Sápmi
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Re: Darstellung Schwedens in Büchern und Filmen

Beitragvon Sápmi » 23. April 2009 21:10

Also bei düsteren schwedischen Filmen denke ich bestimmt nicht zuerst an die Wallander-Krimis.
Habt Ihr mal die Filme von Ingmar Bergman gesehen? :shock:
DAS ist in meinen Augen wirklich düster - ok, es gibt Ausnahmen, wie "Fanny & Alexander", aber diese anderen Sachen wie "Das Schweigen" oder "Schreie und Flüstern"....*schauder*

Aber ich finde auch, dass allgemein in den nordischen Filmen (also auch aus Finnland oder Island) oft so düstere oder trostlose Aspekte besonders herausgearbeitet werden. Was ich persönlich eigentlich tendenziell auch sehr mag (so lange es nicht so krass wie bei Bergman zugeht), vor allem im Gegensatz zu den meist eher oberflächlichen und reißerischen Ami-Filmen (ja, ich weiß, auch da gibt's Ausnahmen).
Warum das so ist? Weiß nicht. Ich glaube jedenfalls nicht, dass die alle nur depressiv sind. Außerdem kommt ja in vielen Fällen auch noch eine gewisse Komik oder sowas Groteskes dazu.

Jedenfalls ein interessantes Thema.
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(aus A.O. Schwede: Lars Levi Laestadius - Der Lappenprophet)

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Re: Darstellung Schwedens in Büchern und Filmen

Beitragvon Drottning » 23. April 2009 21:13

Sápmi hat geschrieben:Habt Ihr mal die Filme von Ingmar Bergman gesehen? :shock:

Nein - aber nach deiner Beschreibung lass ich das auch besser! :wink:

Ach so, und die Krimis von Mankell hab ich auch nicht GESEHEN, sondern GELESEN... ich hab keine Ahnung, wie die Filme sind. Ich hab jetzt nur über Bücher, nicht über Filme geschrieben, da ich mehr lese.
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tilmann

Re: Darstellung Schwedens in Büchern und Filmen

Beitragvon tilmann » 23. April 2009 21:18

[quote="Drottning"
Hatte ich doch geschrieben, dass ich im Januar in Schweden war... eine Woche, das hat mir für Jahrzehnte erst mal gereicht. Die lange dunkle Jahreszeit ist für mich DER Grund schlechthin, weshalb Schweden für mich kein Auswanderungsland sein kann.[/quote]

Schweden ist nicht Stockholm, aber vielleicht warst Du ja hier. Mir macht die Dunkelheit noch nichts aus, ich liebe das Licht in der Stadt.
Tilmann

tilmann

Re: Darstellung Schwedens in Büchern und Filmen

Beitragvon tilmann » 23. April 2009 21:22

Hej S-nina!
Wirklich schade, dass die Tatorte nicht im schwedischen Fernsehen gezeigt werden, München und Konstanz fand ich auch immer sehenswert. Bei den Beck-Verfilmungen gefällt mir auch immer, dass man Stockholm sehen kann, da muss die Story nicht so überzeugen. Außerdem sind mir die SchauspielerInnen sympathisch. Die Van Veteren-Verfilmungen hingegen finde ich ziemlich langweilig...
Tilmann

nysn

Re: Darstellung Schwedens in Büchern und Filmen

Beitragvon nysn » 23. April 2009 22:20

Wirklich schade, dass die Tatorte nicht im schwedischen Fernsehen gezeigt werden, München und Konstanz fand ich auch immer sehenswert. Bei den Beck-Verfilmungen gefällt mir auch immer, dass man Stockholm sehen kann, da muss die Story nicht so überzeugen.

Eine oder sogar auch zwei Folgen Tatort wurden mal in SVT gesendet - das waren aber die aus Frankfurt (Dellwo/Sänger). Da mir diese Ecke weniger bekannt ist, zählen die nicht unbedingt zu meinen Favoriten.
Ach ja, die Kieler-Folgen mag ich auch gerne - da wurde mal ein Abschnitt hier in den Göteborger-Schären gedreht - ein Schwede mit Doppelleben (mit deutscher und schwedischer Frau gleichzeitig) verschwand auf der Stena-Fähre ...

Muss auch zugeben, dass ich mir nur selten die schwedischen Wallander-Filme anschaue (die sind mir auch etwas zu brutal) und irgendwie scheinen die neuesten Wallander-Filme auch gar nichts mehr mit den Büchern gemeinsam zu haben - das sind irgendwie frei stehende Folgen. Der beste Wallander-Darsteller war für mich schon der Rolf Lassgård: http://www.rolflassgard-fan-site.de/biografie.html

Von Beck habe ich nur noch die Folgen aus den frühen 90er-Jahren in Erinnerung - die hatte ich noch in München gesehen - und habe mir die auch immer wegen den Bildern aus Stockholm angeschaut.

Da muss ich dir aber auch Recht geben - Stockholm, selbst im Winter - kann gar nicht so düster sein, wie dies in den Kriminalromanen/Filmen oft wohl so rüber kommt.
Wir waren z. B. mal im Februar letzten Jahres dort - trotz Kälte und früher Dunkelheit - war die Stadt einfach schön anzusehen.

Håkan Nesser/Van Veteren kenne ich nun gar nicht - bzw. habe noch nie was von ihm gelesen/als Film gesehen.

Von Lisa Marklund habe ich das kürzlich wieder diskutierte Buch "Gömda" gelesen. Sie ist in Deutschland ja auch sehr bekannt - vor allem als die Autorin aus Stockholm. Von Brigitte (Warnung: Tant-Magazin :wink: ) gibt es Online-Stadt-Tipps von ihr. Hier der Link:

http://www.brigitte.de/reise/reiseberic ... lm-524258/

oder auch - Stockholm im Winter:
Der Winter in Stockholm ist alles andere als dunkel und trüb. Dass man trotzdem einen grauen Tag erwischt, ist jedem zu wünschen - wegen der herrlichen Gegenmittel: Shopping und Kaffeetrinken.

http://www.brigitte.de/reise/reiseberic ... er-573058/


S-nina

tilmann

Re: Darstellung Schwedens in Büchern und Filmen

Beitragvon tilmann » 24. April 2009 05:26

Go'morrn!

Kieler Tatorte sind auch super. Kölner gefallen mir auch sehr gut. Ich sehe das auch so, dass Rolf Lassgård der beste Wallander-Darsteller ist. Als wir neu bei comhem waren, gab es für eine gewisse Zeit die Canal+-Sender kostenlos und da wurden gerade Irene Huss Filme gezeigt. Die haben mir auch gut gefallen, obwohl sie nicht so leicht zu verstehen waren. Von Liza Marklund habe ich bisher nur ein Buch auf Deutsch gelesen von Camilla Läckberg noch gar kein ganzes (da glaube ich auch meiner schwedischen Lieblingsjournalistin Lotta Olsson: http://www.dn.se/dnbok/bokrecensioner/c ... n-1.559851)
Die Beck-Verfilmungen haben mit den Büchern wohl nicht mehr viel gemeinsam, aber wie gesagt, die Schauspieler (vor allem Peter Haber, Mikael Persbrandt und Ingvar Hirdwall) sind mein Geschmack.
Tilmann

Benno

Re: Darstellung Schwedens in Büchern und Filmen

Beitragvon Benno » 24. April 2009 09:49

Ob deutsche Filme die deutsche Realität darstellen, weiß ich auch nicht. Die Münster Tatorte, die ich sehr witzig finde, mit Sicherheit nicht. Ich fand Polizeiruf 110 meist realistischer als Tatort.

Die neuen Beck Folgen ab 97 haben mit den Büchern genausoviel (oder wenig) zu tun, wie die neuen Wallander Folgen mit Krister Henriksson, der ja nun überhaupt nicht wie Wallander aussieht. Er ist nicht mal dick. Übrigens war Rolf Lassgard für mich auch der bessere, weil passendere, Gunvald Larsson Darsteller. Kennt noch wer die Filme vom 93 wo er mitspielte? Peter Haber als Beck, naja, eigentlich ist er zu groß, aber wenn man die Bücher nicht kennt, sind die Filme ziemlich spannend und die Figuren auch stimmig. Kein Gutmenschen-Fernsehen wie manche "pädagogisch wertvolle" Tatorte, sondern teils eklig (diese Augen in den Gläsern in einer Folge) und eigentlich immer düster. Ist ja auch klar, im Winter dreht man Krimis, im SOmmer die kitschigen Schwedenfilme für das weibliche Publikum.

Ich habe den Eindruck, daß die meisten von euch Arne Dahl und Leif GW Persson nicht kennen. Persson, der ehemalige Kriminologiepreofessor, scheint aber in Schweden recht populär zu sein. Hat schon einer ein Buch von dem auf schwedisch gelesen? Wie verständlich schreibt er? Ich fahre bald wieder nach Schweden und will mir ein bißchen was zu lesen holen. Auf schwedisch reicht ein Buch für die ganze Reise, also weniger zu schleppen.

sommarida
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Re: Darstellung Schwedens in Büchern und Filmen

Beitragvon sommarida » 24. April 2009 11:02

Hej,
tilmann hat geschrieben:und da wurden gerade Irene Huss Filme gezeigt. Die haben mir auch gut gefallen, obwohl sie nicht so leicht zu verstehen waren.


Kein Wunder, dass du sie nicht leicht verstanden hast. Die Episoden finde ich mitunter völlig aus dem Zusammenhang gerissen und haben mit den Büchern auch nicht viel gemeinsam.
Die Bücher kann man lesen. Die Filme sind , m.E. nach, nicht sehenswert.

hälsningar
Ida
Det ä int så lätt å förklara för nån som int begrip... - Ingemar Stenmark


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