Dagmamma werden

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belanna
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Dagmamma werden

Beitragvon belanna » 7. Dezember 2007 08:59

Danke für euren Trost und die Aufmunterungen, liebe Foris. Ich habe heute morgen- wirklich plötzlich- erkannt, dass sich durch den Auszug unserer Großen eine Möglichkeit auftut. Ich wollte ja nie alleine arbeiten, aber gut, das ist mein Kompromiss: ich könnte Tagesmutter werden! Ein paar Umräumungs-Maßnahmen wären nötig, einige Anschaffungen, ja, die auch. Ich bin nur überfordert mit den Fragen, die sich im Vorfeld auftun: Genehmigungen, Versicherungen, Vorschriften, Steuer, Vertretung, was kann und darf man von den Eltern verlangen, werden die eine zweisprachige Erziehung ihrer Kleinen gutheißen und mehr...
hat jemand Ahnung von solchen Dingen? Immer raus damit!
Gruß Bel
PS: Konzept und Tagesablauf kann ich aus dem Handgelenk...
Für fehler in Der groß-Und kleinschreibung Ist ganz allein meine heimtückische tastatur Verantwortlich! ich Geb´s auf!

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Imrhien
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Re: Dagmamma werden

Beitragvon Imrhien » 7. Dezember 2007 09:43

Hej Belanna,

das ist doch eine Idee. Ich weiss nicht ob das wegen der Sprache klappt, wie gut ist Dein schwedisch? Aber es ist eine Idee an der Du arbeiten kannst. Gibt es in Eurer Gegend denn andere Deutsche? Die hätten vielleicht in der Übergangszeit Interesse? Oder vielleicht Schweden die interessiert an Deutschland sind? Ich habe hier erstaunlich viele getroffen. Manche machen seit 10 oder gar mehr Jahren jedes Jahr in Deutschland Urlaub (es kann also nicht geheuchelt sein um nett zu mir zu sein). Sie lernen teilweise Deutsch bei Komvux und von einer Familie weiss ich, dass sie allein deshalb eine deutsch/schwedische dagis gut fänden... aber ich weiss nicht ob das eine Ausnahme ist. Stütz Dich also nicht allein darauf...
Frag doch einfach mal bei den Ämtern nach? Wer ist denn für die Tagesmütter zuständig? Hier im Ort macht das alles (in Vertretung für die Stadt) ein Verein. Da ist das recht einfach jemanden zu finden. Gibt es sowas bei Euch auch? Die sind in der Regel recht hilfsbereit.
Wie gesagt, ich weiss nicht ob es möglich ist. Ich will Dir nicht zu viele Hoffnungen machen, die vielleicht auch nicht begründet wären. Aber versuch es. Lass Dich nur nicht entmutigen, wenn es schwer wird als Du denkst oder etwa gar nicht geht. Es ist ein Anfang und wenn Du daran arbeitest, ergobt sich vielleicht noch eine andere Alternative. Aber ich würde Dir wünschen, dass das klappt. Ach ja, vielleicht gibt es so eine Art Verbindung unter den Tagesmüttern? In D kenne ich das teilweise so. Dann könntest Du da anfragen.
Liebe Grüße
Wiebke

Zschirli

Re: Dagmamma werden

Beitragvon Zschirli » 7. Dezember 2007 09:43

Hej Belanna,

na, da klingt doch schon viiiiel besser!

Also unsere Erfahrung (egal in welchem Geschäftsbereich): rede mit den Leuten in deiner Umgebung. Also: besteht Bedarf? Wenn ja, in welcher Form? Was wollen die Muetter in deiner Gegend, was brauchen sie? Und was davon kannst du dir vorstellen, umzusetzen? Arbeite immer mit der schwedischen Bevölkerung zusammen, frage sie im Vorfeld, erzähle von deinem Vorhaben usw. ... Wir sind damit recht gut gefahren, weil wir so genau das angeboten haben, was die Leute auch wirklich brauchten und wollten. Die wiederum fuehlten sich anerkannt, bedacht, geehrt ... und so hat sich alles andere nachher quasi von allein geregelt - weil ja auch die Leute darauf bedacht waren, dass das "Geschäft" läuft (um ihre Beduerfnisse zu befriedigen). Und so hat uns nachher eigentlich jeder hier geholfen. (kurz: erstmal reden und viele fikas, dann die eigentliche behördliche Organisation)

Und ... zweisprachige Erziehung? Immer von Vorteil ... bin mir sicher, diesen und viele andere Vorteile (wenn gerade DU diese Arbeit machst) kannst du ganz bestimmt richtig gut an den Mann bzw. die Mutter bringen!
Kopf hoch, in die Hände gespuckt und los gehts! Auf nach vorn!

Freue mich, diese "Töne" von dir zu hören, wuensche alles Gute, viel Kraft und das Gelingen aller Pläne!

Liebe Gruesse,
Nicole

bjoerkebo

Re: Dagmamma werden

Beitragvon bjoerkebo » 7. Dezember 2007 10:18

Hej!

versuch dich mal bei eurer Kommune schlau zu machen.
Denn oft werden "Dagbarnvådare" gesucht.
Die sind dann bei der Kommune angestellt,betreuen bis zu 5 Kinder zuhause und somit bist du auch versichert.
Eine andere Alternative ist die Kirche,die oft auch offene Spielgruppen anbieten oder auch einen Kindergarten haben.

Ein Versuch ist es wert und jede Refenrens ist da hilfreich,egal wo man beginnt.Denn oft ergeben sich dann daraus die Kontakte......

glada

Re: Dagmamma werden

Beitragvon glada » 7. Dezember 2007 12:39

Mit der zweisprachigen Erziehung ist das so eine Sache. Meine Frau hat bis zum Mutterschutz im Kindergarten gearbeitet und immer wieder mal zwischendurch angeboten, mit den Kinder auch deutsch zu reden. Obwohl sie in dem Kindergarten sehr geschätzt wurde, war das Interesse doch eher gering. Größere Chancen sehe ich bei Familien, die selbst aus Deutschland eingewandert sind und die Muttersprache ihrer Kinder bewahren wollen. Ob man damit jedoch eine komplette KiGa-Gruppe zusammenbekommt, vermag ich nicht zu beurteilen.

Oliver

bjoerkebo

Re: Dagmamma werden

Beitragvon bjoerkebo » 7. Dezember 2007 18:24

Habe bei mir auch ein deutsches Kind im Daggis und selbst wir beide sprechen "kein deutsch" zusammen.

Vor allem bedenke "Du" bist Gast hier in Schweden und du mußt dich mit der Sprache anpassen,sprich die schwedische Sprache sprechen.
Denke viele Schweden haben nicht unbedingt das Intresse deutsch zu lernen,wenn sie es nicht müssen(gibt nat.Ausnahmen).
Mit englisch ist es etwas anderes,das brauchen sie ja um u.a.Filme im Fernsehen zu verstehen.

Mir haben schon viele Eltern gesagt,das sie deutsch in der Schule hatten,aber sprechen tun sie nur schwedisch mit mir und ich auch mit ihnen.
Daher ob das Konzept funktioniert? Keine Ahnung

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Skoghult
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Re: Dagmamma werden

Beitragvon Skoghult » 8. Dezember 2007 10:40

[quote="bjoerkebo"]Habe bei mir auch ein deutsches Kind im Daggis und selbst wir beide sprechen "kein deutsch" zusammen.

Vor allem bedenke "Du" bist Gast hier in Schweden und du mußt dich mit der Sprache anpassen,sprich die schwedische Sprache sprechen.
Denke viele Schweden haben nicht unbedingt das Intresse deutsch zu lernen,wenn sie es nicht müssen(gibt nat.Ausnahmen).
Mit englisch ist es etwas anderes,das brauchen sie ja um u.a.Filme im Fernsehen zu verstehen.

Mir haben schon viele Eltern gesagt,das sie deutsch in der Schule hatten,aber sprechen tun sie nur schwedisch mit mir und ich auch mit ihnen.
Daher ob das Konzept funktioniert? Keine Ahnung[/quote]




Hej belanna,

dem kann ich nur zustimmen!
Gruss Marie-Luise

Storstadstjej

Re: Dagmamma werden

Beitragvon Storstadstjej » 8. Dezember 2007 10:50

Mensch nun entmutigt sie nicht gleich :-) Ich bin ja froh, dass meine zarte Kritik, man sollte sein Jobsuchhorizont erweitern, angekommen ist!
Wenn ich mir Stellenannoncen von grösseren Firmen ansehe, steht Deutsch als Sprachkenntniss mindestens an zweiter Stelle, also wird es auch Eltern geben, die auf die Vielsprachigkeit ihrer Kinder wert legen. Zudem bibt es in der Ecke um Karlskrona ja eine Menge Deutscher, die es u.U. gut fänden, wenn ihren Kindern die Deutsche Sprache erhalten bleiben würde. Ausserdem - sobald sie sich an Kindern ausprobiert hat und Kinder sich in sie abgöttisch verliebt haben, dann läuft das Geschäft eh fast von allein!

Zschirli

Re: Dagmamma werden

Beitragvon Zschirli » 8. Dezember 2007 11:01

Na, deswegen sag ich doch: erstmal mit den Leuten reden ... fikas, viele! Und dann entscheiden, was gebraucht wird und was davon umgesetzt werden kann.
Meiner Meinung nach die sicherste Methode .... Man muss nur suchen und an den richtigen Stellen nachfragen und die Sache ordentlich schmackhaft machen (ich bin mir sicher, dass du das kannst), dann finden sich auch Eltern, die daran interessiert sind.

Lass dich nicht entmutigen! Kann schon sein, dass es nicht klappt (was dann sicher NICHT an dir liegt), aber ein Versuch ist es auf jeden Fall wert! Ganz sicher!

Also, nur Mut!
Nicole

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Re: Dagmamma werden

Beitragvon Imrhien » 8. Dezember 2007 18:35

Ähm, ich sehe auch nicht, dass Belanna unbedingt als deutschsprachige Tagesmutter arbeiten will. Die Frage wurde ja nur aufgeworfen, weil es zum Einen vielleicht ein Extrabonus sein könnte (Betonung liegt auf könnte!) und ich nicht weiss, wie gut sie schwedisch spricht. Aber ich denke, wenn sie gut schwedisch spricht, wäre sie nicht die erste Ausländerin in diesem Bereich.
Ob es klappt wird sich zeigen. Ich drücke jedenfalls die Daumen und finde es toll, dass sie Ideen hat und daran arbeitet.

Grüße
Wiebke


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